Lange dauert es nicht mehr, dann kann in Deutschland wieder der Ball rollen. Schon an diesem Wochenende starten die beiden Profiligen wieder ihren Betrieb. Sollte alles glatt gehen, könnte die Saison wohl gerade noch einmal so gerettet werden. Aber was ist eigentlich, wenn genau dieser Fall nicht eintritt? Immerhin ist die Gefahr der Coronakrise längst noch nicht vorbei. Dementsprechend sind auch neue Quarantänevorgaben, Beschränkungen oder Sport-Verbote zumindest vorstellbar.

Die DFL hat sich für diesen Fall gewappnet. Schon am morgigen Donnerstag soll eine Mitgliederversammlung durchgeführt werden. Der Termin hierfür steht schon lange, die Inhalte wurden aber frisch definiert. Unter anderem Thema wird der sogenannte DFL Notfallplan. Dieser regelt die Auswertung der Saison im Falle eines Abbruchs. Am Rande sorgt derweil eine Debatte um den Re-Start der 3. Liga für Aufregung.

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Keine Relegation: Zwei Auf- und Absteiger

Bevor es am Wochenende wieder losgehen kann, muss noch eine entscheidende Frage geklärt werden. Was genau passiert, wenn die Saison doch noch abgebrochen werden muss? Ein derartiges Szenario scheint nicht unmöglich. Teams könnten sich infizieren, ebenso könnte die Politik neue Bestimmungen bzw. Beschränkungen verabschieden. Die DFL möchte auf diese Fälle vorbereitet sein und ihren Mitgliedsvereinen am Donnerstag den Notfallplan dafür vorstellen. Dieser sieht laut einem Bericht der „Bild“-Zeitung vor, dass bei einem Abbruch die dann gültige Tabelle genutzt werden würde. Relegationsspiele würden entfallen. Somit würden die ersten Ligen nicht auf 20 Teams gestreckt werden. Zwei Mannschaften würden aus der 2. Bundesliga aufsteigen, zwei Teams aus der 1. Bundesliga absteigen.

Der Hintergedanke der DFL ist dabei ziemlich deutlich: Man möchte sicherstellen, dass kein Verein die Fortsetzung torpedieren kann. Stattdessen soll gewährleistet werden, dass alle Vereine alles dafür tun, um die Saison regulär beenden zu können. Ebenfalls wichtig: Es soll die Zustimmung für eine mögliche Verlängerung der Saison auch über den 30. Juni hinaus eingeholt werden. So wird sichergestellt, dass Vereine nicht nachträglich Protest gegen die Spiele einlegen, weil die Verträge ihrer Spieler an jenem Tag auslaufen.Betfair Sportwetten Bonus

Fünf Wechsel und Heimspiele in fremden Stadien?

Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung soll Berichten zufolge eine mögliche Erhöhung des Wechselkontingents sein. Das International Football Association Board (IFAB) hatte diese Möglichkeit eröffnet. Nun soll am Donnerstag darüber entschieden werden. Bei einer Erhöhung des Wechselkontingents könnten die Vereine dann fünf Akteure austauschen. Allerdings würden weiterhin nur drei Wechsel-Gelegenheiten zur Verfügung stehen. Mindestens zwei Doppelwechsel wären dann also für die volle Ausschöpfung erforderlich. Der „kicker“ berichtet zudem davon, dass auch Heimspiele in fremden Stadien ausgetragen werden könnten. Der Satzungsentwurf liegt dem Magazin vor. Darin heißt es demnach:

“In der Spielzeit 2019/20 kann der DFL e.V. aus übergeordneten zwingenden rechtlichen, organisatorische und/oder sicherheitstechnischen Gründen kurzfristig anordnen, dass ein Spiel in einem anderen Stadion auszutragen ist. Sofern keinen der beteiligten Klubs ein Verschulden an dem Wechsel des Stadions trifft, trägt der DFL e.V. die durch den Stadionwechsel entstadenen Mehrkosten für die Austragung des Spiels.

3. Liga: Fortsetzung ein Streit-Thema

Während in der 1. und 2. Bundesliga die Vorbereitungen auf den Re-Start auf Hochtouren laufen, sieht es in der 3. Liga ein wenig anders aus. Auch hier hat der DFB Anfang der Woche die Fortsetzung des Liga-Betriebs ab dem 26. Mai beschlossen. Mit dieser Entscheidung zog der DFB massive Kritik auf sich. Zahlreiche Vereine aus Sachsen-Anhalt oder Thüringen stehen vor rechtlichen Problemen. Carl-Zeiss Jena etwa leidet unter einem Verbot für die Ausübung des professionellen Mannschaftssports. Dies wurde jüngst bis zum 5. Juni verlängert. Eine Ausnahmegenehmigung gab es für den Verein bisher nicht. Ergo: In Jena dürfen aktuell nur Kleingruppen von maximal zwei Personen zusammen trainieren. Ähnlich kritisch ist es beim 1. FC Magdeburg und dem Hallescher FC: Hier sind maximal fünf Gruppenmitglieder gleichzeitig im Trainingsbetrieb zugelassen.

Scharfe Kritik kam allerdings nicht von den Vereinen, sondern aus der Politik. Ministerpräsident Reiner Haseloff von der CDU warf dem DFB vor, auf die Vereine und die Politik einen „unerträglichen Druck“ auszuüben. Zudem, so Haseloff, habe der Verband Vereinen mit einem Entzug der Lizenz gedroht, wenn diese den Spielbetrieb nicht wieder aufnehmen würden. Der DFB wiederum zeigte sich überrascht von der Aussage. DFB-Generalsekretär Friechrich Curtius erklärt:

“Richtig ist, dass der DFB-Präsident Fritz Keller und ich gemeinsam mit dem Ministerpräsidenten telefoniert haben. Nicht, um Druck auf die Politik auszuüben. Schon gar nicht, um mit Zulassungsentzug und Konsequenzen für Vereine zu drohen, die sich gegen die Wiederaufnahme des Spielbetriebs aussprechen. Das weisen wir zurück, hier wird ein unzutreffendes Bild gezeichnet.

Zudem betonte Curtius, dass er sich eine Saison-Entscheidung auf dem grünen Rasen und nicht am grünen Tisch wünschen würde. Ob sich die Befürworter des Abbruchs so umstimmen lassen?

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DFL Notfallplan: Was passiert bei einem Saisonabbruch?
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