Die 3. Liga ist ungewohnt attraktiv. Dies liegt daran, dass mit Eintracht Braunschweig, dem MSV Duisburg, 1. FC Kaiserslautern, Waldhof Mannheim, TSV 1860 München, Hansa Rostock und KFC Uerdingen doch einige Traditionsvereine an Bord sind. Am 1. Spieltag, der am Freitag den 19. Juli 2019 beginnt, rollt in dieser Hinsicht endlich wieder Spitzenfußball über deutschen Rasen. Denn bis zum Start der 1. Bundesliga müssen sich die Fans noch einen Monat gedulden.

Aus unserer Sicht gilt es hingegen noch zu klären, welche Teams in der Saison 2019/20 das Zeug zum Aufsteigen haben. Andererseits ist eine Vorabanalyse interessant, welche Mannschaften sich Sorgen um den Klassenerhalt machen müssen. Generell finden sich in der 3. Liga 20 Teams wieder. Damit kommen wir direkt zu zehn Spielen, die es zu untersuchen gilt.

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Zur Eröffnung empfängt 1860 München das Team aus Preußen Münster

Mit 1860 München eröffnet ein Traditionsclub den Ligabetrieb am kommenden Freitag, um 19 Uhr. Sie haben sich in der Vorbereitung nicht schlecht verkauft. Niederlagen gegen Zweitligist Fürth und Bundesligist Mönchengladbach fielen mit jeweils 0:1 eher niedrig aus. Dahingegen konnte der SV Ried mit 3:0 bezwungen werden. Beim FC Blau-Weiß Linz gab es jedoch die 0:1 Pleite. Als Cheftrainer hat der ehemalige Spieler Daniel Bierofka das Ruder in der Hand. Letzte Saison erkämpfte sich das Team schlussendlich den zwölften Platz.

Preußen Münster verjüngt den Kader. Es kommen doch einige Spieler im Alter von 19 bis 23 hinzu. Diese finden den Weg zumeist aus unteren Ligen oder der Jugend. Doch mit Maurice Litka kommt ein Spieler aus der 2. Bundesliga – vom FC St. Pauli. Als Gründungsmitglied der 1. Bundesliga würde das Team um Trainer Sven Hübscher langfristig gerne den Weg nach oben antreten. Doch die Konkurrenz ist stark. Nach dem Aufstieg 2010/11 gelang fast der Durchmarsch. Schlussendlich reichte es nur für den vierten Platz. Generell platzierten sich die Preußischen Adler nie schlechter als auf Rang 10 in der 3. Liga.

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1. FC Kaiserslautern erwarten SpVgg Unterhaching zu Gast

Vier deutsche Meisterschaften (1951, 1953, 1991 und 1998) können sich die Roten Teufel auf die Brust schreiben. 1997/98 wurde der Titel sogar als Aufsteiger gewonnen. Doch jetzt gilt es sich mit der Realität anzufreunden. Denn der Verein hat finanzielle Sorgen und findet sich in der 3. Liga wieder. Sascha Hildmann führt sein Team in einem knapp 50.000 Zuschauer fassenden Stadion auf das Feld. Doch ob der 9. Platz aus dem Vorjahr zu überbieten ist, bleibt bei aktueller Lage des Clubs eher abzuwarten.

Eine Platzierung unterhalb von Lautern fand sich letztes Mal die SpVgg Unterhaching. Hier treffen also zwei Teams aufeinander, die zuletzt auf Augenhöhe agiert haben. Da muten die Spiele der Saison 18/19 fast schon komisch an. Denn zuhause gewann Kaiserslautern mit 4:0. Das Heimspiel von Unterhaching gewannen die Münchener im Gegenzug mit 5:0. Als Cheftrainer findet sich Claus Schromm an der Seitenlinie wieder. Ob sich die Unterhachinger, wie die letzten zwei Jahre auch, wieder in der Mitte der Tabelle einpendeln werden?

Hansa Rostock erwartet Viktoria Köln zum Tänzchen

Bei den Rostockern stechen doch einige Freundschaftsspiele heraus. Sie holten gegen Hannover 96 ein 0:0 und unterlagen gegen den VfL Wolfsburg lediglich mit 1:2. Sicher sind diese Clubs an einem anderen Punkt ihrer Vorbereitung. Dennoch ist es beachtlich. Jens Härtel wird als Trainer an seiner Arbeit gemessen. Viele Fans erwarten den Aufstieg. Tatsächlich gehört die Kogge zum Kreis der Aufstiegsanwärter. Gestandene Profis aus der 3. und 2. Liga verstärken den Verein. Generell ist jedoch eine größere Zahl Ab- und Zugänge zu vermelden. Wenn die Rostocker um den Aufstieg mitspielen möchten, könnte die Eingespieltheit ein Thema sein.

Dieser Aufsteiger wird wohl nicht direkt wieder in die Regionalliga absteigen. Die Rede ist vom FC Viktoria Köln. Sie holten in der vierten Liga zwei Mal in Folge den Meistertitel und waren im Mittelrheinpokal ebenfalls sehr erfolgreich. Das Budget ist für Drittligaverhältnisse eigentlich ausreichend. Jetzt gilt es für Trainer Pavel Dotchev und seinen Verein sich dort zu etablieren. Im Vergleich mit den anderen Mannschaften sehen wir Viktoria Köln im unteren bis zentralen Mittelfeld. Eventuell überraschen sie direkt und platzieren sich noch weiter oben.

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MSV Duisburg und Sonnenhof Großaspach im Duell

Auch bei den Zebras vom MSV Duisburg handelt es sich um einen Club, der in der 1. Bundesliga Erfahrungen sammeln könnte. Gleiches gilt für den Trainer Torsten Lieberknecht, der zumindest eine Saison mit Eintracht Braunschweig Bundesligaluft schnuppern konnte. Wie für die 3. Liga typisch finden zahlreiche Zu- und Abgänge statt. Der wohl bekannteste Name, der bei den Duisburgern aufschlägt, ist Marvin Compper, der seinen Weg mit 34 Jahren von Celtic Glasgow zurück nach Deutschland findet.

Mit Sonnenhof Großaspach kommt am 1. Spieltag ein Club zu Besuch, der sich meist im unteren Mittelfeld der Liga wiederfindet. Die Ränge 14 oder 15 hatte das Team seit der Saison 14/15 schon drei Mal inne. Nur einmal gelang ein einstelliger Tabellenplatz. Sollten die Traditionsvereine, die sich im letzten Jahr schwergetan haben, wieder in Form kommen, muss Großaspach eventuell sogar um den Erhalt der Klasse bangen. Mit dieser Grundvoraussetzung dürfte Trainer Oliver Zapel mit einem Rang abseits der Abstiegsplätze zufrieden sein.

SV Meppen bekommt vom FSV Zwickau Besuch

Wenn wir auf die Jahre 1987 bis 1998 zurückblicken, so kennen wir den SV Meppen noch aus der 2. Bundesliga. Doch zuletzt spielte der Club längere Zeit in der Viertklassigkeit. In der Saison 16/17 ging es wieder hinauf in die 3. Liga. Dort wurden zuletzt die Plätze 13 und 7 gesichert. Mit Christian Neidhart als Trainer und Zugängen hauptsächlich aus der Regionalliga ist das Team nicht so leicht einzuschätzen. Einige Experten sehen die Meppener in der kommenden Spielzeit gegen den Abstieg kämpfen.

1994 gelang dem FSV Zwickau mal der Aufstieg in die 2. Bundesliga. Doch seit 2006 musste sich das Team erst einmal wieder von der NOFV-Oberliga in die Regionalliga und von dort in die 3. Liga spielen. Als Trainer ist Joe Enochs im Amt. Wir geben zu, dass die Verstärkungen wohl geplant aussehen. Nach unserer Auffassung haben die Zwickauer mit dem Abstieg nix zu tun. Letzte Saison schlossen sie bereits auf Rang sieben ab. Davor reicht es zum 15. Platz.

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Würzburger Kickers treffen auf die Zweitvertretung des FC Bayern

Wenn wir auf die Würzburger Kickers unter Aufsicht von Trainer Schiele schauen, so ist uns zunächst der direkte Durchmarsch durch die 3. Liga im Gedächtnis geblieben. Denn nach dem Aufstieg 15/16 folgte 16/17 der Gang in die 2. Bundesliga. Dort folgte der direkte Wiederabstieg. Und im letzten Jahr reichte es letztlich nur für den fünften Platz. Der Rückstand auf den Dritten war mit 13 Punkten jedoch so groß, dass keine Hoffnung auf den erneuten Aufstieg aufkommen wollte.

Womit wir auf die Zweitvertretung des deutschen Rekordmeisters schauen. Nach längerer Abstinenz stiegen die Münchener wieder in die für sie höchstmögliche Liga auf. Einkäufe sind Timo Kern für 200.000 Euro und Sarpreet Singh für 650.000 Euro. Einige Leihspieler kehren zurück und andere Kicker steigen von der U19 auf. Merken sollte man sich vielleicht den Namen Baptista-Meier, der in der U19-Bundesliga 12 Tore schoss und 7 Treffer vorbereitete. Einen direkten Wiederabstieg halten wir für denkbar unwahrscheinlich.

FC Magdeburg wartet in neuer Zusammenstellung auf Eintracht Braunschweig

Der FC Magdeburg schloss die letzte Saison auf Platz 17 ab. Damit war ihr Aufenthalt in der 2. Bundesliga beendet. Ein direkter Wiederaufstieg gestaltet sich, wie die Geschichte zeigt, als schwer. Denn sehr viele Spieler verlassen die Magdeburger. Die neue Truppe muss sich erst finden. Und gegen den Eröffnungsgegner aus Braunschweig sahen sie in der Vergangenheit schon nicht so gut aus. In sieben direkten Duellen kam es zu vier Unentschieden und drei Niederlagen.

Bei Eintracht Braunschweig hat Trainer Schubert wegen eines Angebots von Holstein Kiel die Löwen verlassen. Jetzt steht Christian Flüthmann an der Seitenlinie. Die Meisterschaft aus dem Jahr 1967 macht den Braunschweig zu einem Club mit bewegter Vergangenheit. Wo die Transfers im Vorjahr auf viel Unverständnis gestoßen sind, sieht es diese Saison geordneter aus. Schlussendlich reichte es 18/19 nur zu Platz 16. Doch zum Saisonende steigerten sich die Braunschweiger deutlich.

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Chemnitzer FC und Waldhof Mannheim zurück im Rampenlicht

Ja, die 3. Liga ist Rampenlicht. Sie gewinnt nach Ansicht von Ostfussball immer mehr an Attraktivität. Dies mag auch daran liegen, dass viele Traditionsvereine dazugehören. Auch Chemnitz gehört dazu. Denn die Mannschaft war bereits DDR-Meister und stand sogar einmal im UEFA Cup Achtelfinale (89/90). Tatsächlich spielten sie in den Jahren 1993 bis 2001 noch in der 2. Fußball Bundesliga gegen den SV Waldhof Mannheim. Jetzt gilt es für die Chemnitzer um Trainer Bergner erst einmal die Klasse zu halten. Es könnte schwer werden.

Auch Waldhof Mannheim stieg gerade erst auf. Sie wurden Erster in der Regionalliga Südwest. Bernhard Trares, ein alter Bekannter aus der Bundesliga, steht dort als Trainer an der Seitenlinie. Tatsächlich waren die Mannheimer von 1983 an über sieben Jahre in der Bundesliga. 1997 folgte der nächste Abstieg. Jahre der Oberliga und Regionalliga folgten. Jetzt kommt der Club endlich zurück auf die große Bühne. Im Duell mit Chemnitz sind die Mannheimer am 1. Spieltag der Favorit.

KFC Uerdingen im zweiten Jahr zunächst gegen Hallescher FC

Die Uerdinger haben in ihrer Vereinsgeschichte eine wilde Fahrt hinter sich. Von der Bundesliga in die Amateurligen und zurück bis in die 3. Liga. Dort holten sie im vergangenen Jahr immerhin den elften Platz. Vorbei sind die Zeiten, wo schon mal im UEFA Pokal gegen den FC Barcelona gespielt wurde. Dafür geht es für Cheftrainer Heiko Vogel und seine Mannen zur neuen Saison erst einmal im Heimspiel gegen den Halleschen FC.

Schon in der letzten Saison trafen sich die Clubs in der Liga. Jeweils wurden die Heimspiele gewonnen. Wobei Halle mit 4:0 mehr überzeugte als Uerdingen mit ihrem 2:1. Halle gelang der Saisonabschluss übrigens auf dem vierten Platz. Sie waren im Quartett der Top-Vier im letzten Jahr der große Verlierer. Schlussendlich fehlten vier Punkte auf den dritten Platz. Doch das Torverhältnis wäre mit 47:34 Treffern eines Aufstiegs nicht würdig gewesen. Ob Halle die Form aus der vergangenen Spielzeit bestätigen kann?

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Carl Zeiss Jena startet gegen die Schanzer vom FC Ingolstadt

Als Trainer von Jena steht Lukas Kwasniok im Alter von 38 Jahren an der Linie. Die Jenaer haben mit vielen Zu- und Abgängen zu kämpfen. Eventuell muss sich die neue Mannschaft erst finden. Und schon in der Saison 18/19 reichte es lediglich zum vierzehnten Platz. Tatsächlich stand nach dem 38. Spieltag nur ein Punkt Vorsprung vor der Abstiegszone zu Buche. Erneut könnte Carl Zeiss Jena mit dem Abstiegskampf zu tun bekommen. Wenn die Neueinkäufe einschlagen, reicht es eventuell für das Mittelfeld.

Als Sechzehnter ist der FC Ingolstadt letztes Jahr abgestiegen. Sie unterlagen dem SV Wehen Wiesbaden in der Relegation mit 2:1 und 2:3. Jetzt heißt es eben 3. Liga. Dort gehören die Schanzer natürlich sofort zu den Aufstiegskandidaten. Allerdings gilt es die Fluktuation an Spielern mit entsprechenden Neuzugängen aufzufangen. Eigentlich wäre der Club lieber in die 1. Bundesliga zurückkehrt, wo sie von 2015 bis 2017 gespielt haben. Jetzt muss Trainer Jeff Saibene den Neuaufbau in Liga drei starten und dabei bestenfalls gleich Erfolge vorweisen. Eine schwere Mission. Aber in Ingolstadt stimmen die Voraussetzungen.

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3. Liga Analyse: Startschuss fällt am kommenden Freitag
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