Möglicherweise muss der Begriff Fehlstart im Duden schon bald erweitert werden: Und zwar mit dem Saisonstart von Carl Zeiss Jena in diesem Jahr in der 3. Liga. Der FCC findet bislang überhaupt nicht in die Spur und kassierte in den ersten sechs Spielen gleich sechs Niederlagen. Die magere Ausbeute dabei: Zwei Treffer, dazu 13 Gegentore. Schon jetzt beträgt der Rückstand für den aktuellen Tabellenletzten auf das rettende Ufer fünf Punkte. Und dennoch: Coach Lukas Kwasniok darf zumindest erst einmal weitermachen.

Probleme sehen die Verantwortlichen um FCC-Geschäftsführer Chris Förster offenbar nicht an der Seitenlinie, sondern vor allem im Kader. Aus diesem Grund möchte man laut Förster auf dem Transfermarkt noch einmal zuschlagen.
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Volle Rückendeckung für Kwasniok von Geschäftsführer Förster

Null Punkt, zwei Tore, 13 Gegentore und dazu fünf Punkt Rückstand auf das rettende Ufer der 3. Liga. Als Fan von FC Carl Zeiss Jena sind derzeit starke Nerven gefragt. Das hat der letzte Spieltag noch einmal deutlich unterstrichen. Auswärts in Meppen zeigten die Jenaer in den ersten 45 Minuten eine zumindest couragierte Leistung. Bereits nach wenigen Minuten in Spielzeit zwei wendete sich das Blatt dann allerdings gegen die Kwasniok-Elf – und das wahrlich nicht zu knapp. Am Ende verabschiedete sich Carl Zeiss mit einem 0:3 aus Meppen. Längst nicht die erste Pleite. Eine Woche zuvor kassierte Jena zuhause ein 1:2 gegen Waldhof Mannheim, davor ein 0:2 gegen Zwickau, ein 0:2 gegen Braunschweig und ein 0:2 gegen Münster. Der Auftakt ging an Spieltag eins mit einem 1:2 gegen den FC Ingolstadt ebenfalls in die Hose.

Eine echte Tendenz oder ein Weg zur Besserung ist seit dieser Pleite gegen Ingolstadt wahrlich nicht zu erkennen. Das erhöht unweigerlich den Druck auf Trainer und Verantwortliche, die aber zumindest im Falle von Geschäftsführer Chris Förster hinter ihrem Coach stehen. Gegenüber dem MDR erklärte Förster:

“Wir vertrauen Lukas Kwasniok und glauben weiterhin daran, dass es ihm gelingen wird, an den verbleibenden 32 Spieltagen die nötigen Punkte für den Klassenerhalt zu holen.“

Carl Zeiss plan Angriff auf den Transfermarkt

Auch wenn der Coach also erst einmal eine Job-Garantie erhalten hat, könnte sich in den nächsten Tagen beim FCC aber dennoch einiges ändern. Bis zum nächsten Spiel gegen Magdeburg am 2. September könnte noch die eine oder andere Verstärkung zum Team stoßen. So erklärte Förster, dass man die Zeit bis zum Spiel gegen den FCM noch effektiv nutzen wolle, um die „Verpflichtung von Wunschkandidaten weiter voranzutreiben“. Gleichzeitig beschwor der Geschäftsführer auch noch einmal die Einheit im Team und erklärte, dass in der abgelaufenen Saison auch deshalb der Klassenerhalt geschafft wurde.

Neuen Druck auf die Personalsituation bringt dabei auch die Situation rund um Jannis Kübler ein. Hinter dem Einsatz des 20-Jährigen steht mittlerweile kein Fragezeichen mehr. Nachdem Kübler gegen Meppen sein Comeback nach einer Bänderdehnung geben konnte, war der Auftritt bereits nach vier Minuten wieder beendet. Kübler fiel unglücklich auf die Schulter und renkte sich diese offenbar aus. Kübler, der erst im Januar vom FC Schalke 04 zum FCC gekommen war, erklärte:

“Ich bin riesig enttäuscht und natürlich traurig, dass ich diese Saison ein solches Verletzungspech habe. Die Gesundheit ist das Allerwichtigste, und deshalb muss ich diesen Eingriff auch machen lassen und die nötige Geduld aufbringen, um dann absolut fit zurückzukommen.“

Ausfallen dürfte Kübler mit seiner Schulterverletzung mehrere Monate, zunächst einmal wird eine Operation notwendig sein. Eine Situation, die das junge Talent in dieser Spielzeit schon gewohnt ist.

Magdeburg rückt mit Schwung in Jena an

Vor dem Duell Anfang September befindet sich der Gast vom 1. FC Magdeburg also unterm Strich durchaus in der besseren Ausgangslage. Das verrät schon ein Blick auf die Tabelle und den Saisonverlauf. Aktuell sind die Magdeburger auf dem achten Platz zu finden und mit neun Punkten noch in Schlagdistanz auf die oberen Ränge (Duisburg hat als Dritter zwölf Punkte). Anders als bei den Gastgebern aus Jena, ist beim FCM zudem ein klarer Trend in eine positive Richtung erkennbar. Losgelegt haben auch die Gäste in dieser Spielzeit mit einer Niederlage beim 2:4 zuhause gegen Braunschweig.

Danach wurden allerdings kontinuierlich immer mehr Punkte eingefahren. An den Spieltagen zwei und drei holte Magdeburg ein 0:0 gegen Zwickau und ein 1:1 gegen Mannheim. Auswärts in Meppen gab es dann beim 3:1 den ersten sieg der Saison. Der konnte mit einem 0:0 in Chemnitz zwar nicht ganz bestätigt werden, ungeschlagen sind die Magdeburger seit Spieltag eins aber weiterhin. Am letzten Wochenende konnte gegen 1860 München beim 5:1 dann ein wahrer Kantersieg vermeldet werden.

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Carl Zeiss Jena: Kwasniok bleibt Trainer beim FCC
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