Die 3. Liga lebt von ihrer Spannung. Und natürlich finden wir dort mit dem FSV Zwickau, dem Chemnitzer FC, dem Halleschen FC und Carl Zeiss Jena auch einige Ostvereine wieder. Für viele Fans ist es unmöglich, die Tabellenregion ihres Teams zum Ende der Saison vorherzusagen. Dies liegt an zwei Fakten. Einmal ist die hohe Qualitätsdichte zu nennen. Außerdem ist es eher die Regel als die Ausnahme, dass in der 3. Liga eine hohe Fluktuation an Spielern zum Saisonende stattfindet.

Umso mehr stellt sich folgende Frage: Wer wird Meister? Bevor wir uns auf die Suche nach Geheimtipps und Favoriten auf den ersten Platz begeben, müssen wir jedoch schauen, welche Chancen die Absteiger auf den direkten Wiederaufstieg haben. Vielleicht kristallisieren sich die potentiellen Aufstiegskandidaten dabei schon heraus?

FC Ingolstadt 04 Quote: 6,00 bei Bwin
Eintracht Braunschweig Quote: 8,00 bei Tipico
Hansa Rostock Quote: 12,00 bei Tipico

Haben die Absteiger aus der 2. Liga in der Saison 19/20 die beste Chance?

Um dieser Theorie auf den Grund zu gehen, betrachten wir die letzten drei Jahre. In der 2. Liga müssen wir folglich auf die Absteiger der Saison 15/16 eingehen. Mit dem MSV Duisburg, dem FSV Frankfurt und SC Paderborn hat es drei Teams erwischt. Überraschung! Zwei dieser Vereine machten in der 3. Liga gleich nochmals eine schlechte Figur. Die Paderborner und Frankfurter landeten unter den letzten drei Mannschaften. Dahingegen holten die Zebras die Meisterschaft und stiegen direkt wieder auf.

In der Spielzeit 16/17 stiegen die Zweitligisten Würzburger Kickers und der Karlsruher SC ab. In der darauffolgenden Drittligasaison spielten beide Teams im oberen Drittel mit. Die Karlsruher schafften es sogar auf den dritten Platz. Allerdings scheiterten sie in der Relegation. Die Würzburger Kickers wurden Fünfter. Allerdings konnten beide Teams um die Meisterschaft nicht wirklich mitreden. Diese holte der 1. FC Magdeburg knapp vor dem SC Paderborn. Letztgenannter Verein war in der Vorsaison nur mit Glück nicht abgestiegen.

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Innerhalb der 2. Bundesliga, bezogen auf die Spielzeit 17/18, mussten mit Eintracht Braunschweig und dem 1. FC Kaiserslautern gleich zwei Traditionsvereine die große Bühne verlassen. Und beide stellten sich in der 3. Liga nicht sonderlich glücklich an. Die Braunschweiger Löwen kämpften bis zum Saisonende erneut um den Klassenerhalt. Diesen konnten sie nur dank des besseren Torverhältnisses (1 Tor) sichern. Der 1. FC Kaiserslautern konnte sich letztlich noch bis auf den neunten Platz vorschieben.

In den letzten drei Saisons ist von den sieben Absteigern nur ein Team wieder in die 2. Liga aufgestiegen. Tatsächlich landeten mehr Teams auf den hinteren Plätzen oder sind sogar nochmals abgestiegen. Dass die Absteiger aus der 2. Bundesliga gleichzeitig die Favoriten um den Aufstieg seien müssen, können wir daher nicht bestätigen.

Buchmacher nennen ihre Favoriten für die 3. Liga: Meister und Aufstieg

Bislang haben die wenigsten Anbieter eine Langzweitwette für die 3. Liga gelistet. Doch können wir an dieser Stelle nur auf unsere bwin Erfahrungen oder unseren Tipico Test verweisen. Als Dritten im Bunde, stellt ein weiterer alter Hase Quoten zur Verfügung. Diesbezüglich möchten wir von Ostfußball noch darauf verweisen, dass sich ein Vergleich lohnt. Denn die Quotensprünge, die wir beobachten konnten, sind durchaus beachtlich. Nachfolgend listen wir für die von den Wettanbietern favorisierten Teams die Wettquoten für die Meisterschaft und den Aufstieg auf.

  • FC Ingolstadt: 6,00 (Bwin) und 2,60 (Bwin)
  • 1. FC Kaiserslautern: 10,00 (Tipico) und 3,25 (Bwin)
  • Eintracht Braunschweig: 8,00 (Tipico) und 3,25 (Bwin)
  • 1. FC Magdeburg: 8,00 (Bwin) und 3,75 (Bwin)
  • MSV Duisburg: 9,00 (Bwin) und 4,25 (Bwin)
  • Hallescher FC: 12,00 (Tipico) und 4,50 (Bwin)
  • Hansa Rostock: 12,00 (Tipico) und 4,50 (Bwin)
  • KFC Uerdingen 05: 13,00 (Tipico) und 4,50 (Bwin)

Wer wird Meister in der 3. Liga?

Allerdings werden wir nicht auf jedes dieser Teams der 3. Liga eingehen. Denn die wahrscheinlichsten Kandidaten der Buchmacher stimmen nur zum Teil mit unserer Analyse überein. Der 1. FC Kaiserslautern könnte zumindest, wegen finanzieller Schwierigkeiten, eher im Mittelfeld landen. Die anderen Teams haben sicherlich eine große Chance. Dennoch haben wir zumindest noch eine Überraschung in unserer Prognose der potentiellen Aufsteiger und Meisterschaftsfavoriten parat.

FC Ingolstadt 04: Bei den Schanzern stimmen die Grundvoraussetzungen

Natürlich war der Abstieg des FC Ingolstadt 04 eine kleine Sensation. Mit Sponsoren, wie Audi, Media-Saturn und Adidas, ist der Club finanziell besser gerüstet, als viele andere Vereine der 3. Liga. Seit 2019 ist PROSIS auf den Trikots zu lesen. Dennoch hat der Abstieg zu diversen Abgängen geführt. Paulo Otavio führte es sogar in die 1. Bundesliga. Mergim Mavraj, Sonny Kittel, Philipp Heerwagen und Phil Neumann haben Clubs im Unterhaus gefunden. Andere Kicker wechselten lieber ins Ausland, als den Weg in die Drittklassigkeit zu gehen.

Unter den Zugängen hat Ingolstadt bei Maximilian Beister sogar eine Ablöse in Höhe von 250.000 Euro bezahlen können. Zwei Drittliga-Kicker kommen ablösefrei: Maximilian Wolfram und Caniggia Elva. Weiterhin findet Peter Kurzweg von Union Berlin zu Ingolstadt. Wenn wir die Marktwerte der Spieler addieren, so liegen die Ingolstädter auf dem dritten Rang. Da der Primus, Bayern II, nicht aufsteigen kann, gehören die Schanzer natürlich zum Kreis der Aufsteiger.

Die Quotierung für die Meisterschaft liegt bei 6,00. Für den Aufstieg gibt es in der 3. Liga noch immer eine 2,60. Jeweils ist Bwin der Buchmacher mit dem höchsten Gegenwert.

KFC Uerdingen: Wo ein Spieler mit Bundesliga-Erfahrung kommt

Die Uerdinger haben mit Beister einen Leistungsträger der letzten Saison an die Konkurrenz verloren. Weiterhin verließen Connor Krempicki und Maurice Litka das Team. Die übrigen Abgänge sind zu verschmerzen. Und damit steht der KFC Uerdingen eigentlich sehr gut da. Entsprechend schauen wir auf die Zugänge. Dort entdecken wir Maxsö, ein Däne vom FC Zürich aus der Schweiz. Vom gleichen Club wird Hakim Guenouche geholt. Und aus der 1. Bundesliga, vom SV Werder Bremen, kommt das Talent Jean Manuel Mbom auf Leihbasis. Selim Gündüz vom SV Darmstadt, sowie die erfahrenen Drittligakicker Jan Kirchhof und Tobias Rühle gesellen sich hinzu.

Doch der Königstransfer hat schon in der 1. Bundesliga beim FC Bayern München auf dem Platz gestanden. Es handelt sich um Franck Evina. Der 18-jährige Leihspieler wird wohl die Rolle als Mittelstürmer übernehmen. Da Trainer Heiko Vogel ihn noch von seiner Tätigkeit bei Bayern kennt und schätzt, scheint seine Position fixiert. Die Uerdinger erreichten letztes Jahr als Aufsteiger direkt den elften Platz. Wir sehen auf Basis der Neuverpflichtungen großes Potential unter die ersten drei vorzustoßen. Außerdem hat die Mannschaft einen finanzstarken Investor in der Hinterhand.

Ob es gleich für die Meisterschaft reicht, ist schwer vorherzusagen. Hier bekommt der KFC Uerdingen von Tipico jedoch eine beachtliche Quote von 13,00. Der Aufstieg ist hingegen ein interessantes Feld, wo Bwin eine Wettquote von 4,50 ausgibt.

Eintracht Braunschweig: Ein gefallener Favorit wieder auf Kurs?

Für die Braunschweiger Eintracht war die letzte Saison eine Katastrophe. Viele erfahrene Profis wurden gehen gelassen, obwohl diese geblieben wären. Der Neuaufbau misslang. Schlussendlich gab es einen Trainerwechsel und Andre Schubert kam. Er rettete Braunschweig knapp vor dem Abstieg. Allerdings hatten sie letztlich nur beim Torverhältnis einen minimalen Vorsprung. Sonst wäre das Team durchgereicht worden. Doch zum Saisonende ist Schubert von Holstein Kiel als Trainer verpflichtet worden.

Jetzt steht Christian Flüthmann an der Seitenlinie. Der 37-jährige ist für viele ein unbeschriebenes Blatt und vielleicht der größte Unsicherheitsfaktor bezüglich des geplanten Aufstiegs. Dabei war er schon als Trainer für die U16 von Borussia Dortmund, sowie als Co-Trainer beim englischen Profi-Club Norwich City tätig. Mit Ademi kommt ein alter Bekannter nach Braunschweig zurück. Erfahrung holt sich die Mannschaft mit Nick Proschwitz. Außerdem sind als Neuzugänge Leandro Putaro, Martin Kobylanski und Danilo Wiebe zu nennen. Bei den Abgängen sind insbesondere Suleiman Abdullahi (Union Berlin) und Philipp Hofmann (Karlsruher SC) zu nennen.

Obwohl es einige Fragezeichen um den Club gibt, sind die Braunschweiger für den Aufstieg oder sogar die Meisterschaft gut. Für den ersten Platz vergibt Tipico eine 8,00 als Quote. Schaffen sie den Sprung in die 2. Bundesliga, so freuen sich Fans und Wettfreunde über eine Quotierung von 3,25.

Hansa Rostock: Die Kogge fährt wieder in ruhigeren Gewässern

Der Abstieg der Rostocker liegt inzwischen schon etwas zurück. Nach ihrem Platz 16 in der Saison 16/17 haben sie sich stabilisiert. In den Saisons 17/18 und 18/19 holten sie jeweils den sechsten Rang. Von da an fehlt wirklich nur eine kleine Leistungsverbesserung, ein guter Lauf oder das nötige Spielglück, um in die Aufstiegsregionen vorzustoßen. Die Rostocker um Trainer Jens Härtel verstärken sich besonders in Abwehr und Angriff. Torhüter Gelios, der zu Holstein Kiel wechselt, wird durch Markus Kolke von Wehen Wiesbaden ersetzt.

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Generell verjüngt sich der Kader etwas. An der notwendigen Erfahrung für die 3. Liga mangelt es jedoch nicht. Weiterhin könnte sich die Kogge noch weiter verstärken. Dafür spricht auch die derzeit positive Transferbilanz. Da die Rostocker von 1995 bis 2005 noch in der 1. Bundesliga gespielt haben, wissen viele Fans noch um die erfolgreichen Zeiten. 2010 ging es erstmals runter in die 3. Liga. Nach einer Fahrstuhl-Erfahrung hat sich Rostock dort vorerst eingerichtet. Doch könnte die Zeit für den nächsten Schritt reif sein – geht es wieder nach oben?

Rostock zehrt in unserer Analyse von zwei guten Jahren in Folge. Können sie noch eine Schippe drauflegen? Die Meisterschaftsquote bei Tipico beziffert sich auf 12,00. Dahingegen gibt es für den Aufstieg bei Bwin eine 4,50.

Hallescher FC: Hier sind nur wenige Abgänge zu beklagen

Christian Tiffert verlässt im Alter von 37 Jahren den Verein. Weiterhin wechseln Marvin Ajani (Wehen Wiesbaden) und Braydon Manu (SV Darmstadt) den Club. Ansonsten kann der Hallesche FC seinen Kader jedoch zum großen Teil zusammenhalten. Und Neuzugänge sind ebenfalls schon unter Dach und Fach. Von Bremen wird der Innenverteidiger Jannes Vollert geliehen. Aus der zweiten Liga kommen Florian Hansch (Leihe) und Jonas Nietfeld (ablösefrei). Weiterhin tritt mit Dennis Mast ein erfahrener Spieler aus der 3. Liga zur Mannschaft.

Ab- und Zugänge halten sich die Waage. Ist der Hallesche FC also „nur“ ähnlich gut wie letzte Saison? Ja! Aber dort wurden sie mit 66 Punkten Vierter. Schlussendlich fehlten vier Zähler. Sie stellten schon damals eine fantastische Defensive. Wenn es jetzt noch vorne etwas besser gelingt, dann könnte der Aufstieg oder vielleicht sogar die Meisterschaft möglich sein. In diesem Fall würde ein weiterer Ostverein in die 2. Bundesliga aufsteigen. Dass würde uns von Ostfussball natürlich ganz besonders freuen.

Halle gehört nicht zu den größten Favoriten. Werden sie dennoch Meister, so freuen sich einige Sportwetter über eine Wettquote von 12,00 bei Tipico. Für den Aufstieg und da waren sie zuletzt schon ganz nah dran, gibt es bei Bwin eine 4,50.

Viktoria Köln: Ein Aufsteiger mit Ambitionen?

So lässt es sich nicht sagen. Die Kölner sind nach eigener Aussage mit dem Klassenerhalt zufrieden. Und nur wenige Drittligisten, darunter RB Leipzig, haben den direkten Durchmarsch geschafft. Doch Viktoria Köln kann mit seiner Vorbereitung zufrieden sein. Zudem wurden sie zwei Mal in Folge Meister der Regionalliga Südwest. Mit Pavel Dotchev hat zudem ein interessanter Name das Traineramt inne. Wenn der Saisonstart gelingt und die Kicker darauf folgend befreit aufspielen können, ist in die oberen Regionen vielleicht etwas drin.

Hinsichtlich der Zugänge hat sich das Team mit zwei erfahrenen Drittligaprofis verstärkt. Es kommen Daniel Mesenhöler für das Tor und Dominik Lanius für die Innenverteidigung. Die übrigen Neuzugänge stammen aus der unteren Liga. Andre Dej findet allerdings seinen Weg vom Zweitligisten Jahn Regensburg nach Köln. Unter den Aufsteigern in die 3. Liga, sehen wir die Kölner am ehesten in der Position, mit dem Abstieg nix zu tun zu haben. Hier ist eventuell eine Überraschung möglich – wenn wirklich alles passt.

Die Meisterschaft ist denkbar unwahrscheinlich. Daher befassen wir uns lediglich mit den Quoten um den Aufstieg. Hier gewährt uns Bwin eine Wettquote von 19,00.

Fazit: Welches Team hat die besten Chancen aus der 3. Liga aufzusteigen?

Es ist die 3. Liga. Da gibt es nicht den einen Favoriten. Wenn wir uns dennoch festlegen müssen, dann fällt uns zunächst ein Name ein – Eintracht Braunschweig. Die Niedersachsen stellen sich inzwischen wieder clever an und agieren bedacht auf dem Transfermarkt. Sie haben die nötigen Fans in der Hinterhand, um auch in der 3. Liga Einnahmen zu generieren und um kompetentes Personal anzulocken. Wenn sich Trainer Flüthmann jetzt noch als Glücksgriff erweisen sollte, ist der BTSV unser Favorit.

Unsere Empfehlung: Bei Bwin auf den Meister auf Aufsteiger setzen!

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