Für den FC Hansa Rostock verlief der Stadt in die neue Drittliga-Saison im Prinzip denkbar schlecht. Gerade, als kritische Stimmen laut werden wollten, wurde aber der Richtungswechsel eingeläutet. Mittlerweile sieht es für Trainer Jens Härtel und seine Kicker wieder richtig gut aus. Seit vier Spielen gab es keine Niederlage mehr, zwei der Partien wurden sogar gewonnen.

Mit zwölf Punkten auf dem Konto haben sich die Koggen-Kicker damit erst einmal auf den neunten Platz geschoben. Bis zum Aufstiegsrang zwei sind es nur sieben Punkte Rückstand. Und wie jeder weiß, können diese in der teilweise verrückten 3. Liga schnell eingefahren werden. Wohin also führt der Weg der Kogge in dieser Saison? In stürmische Gewässer oder wohlmöglich sanft in Richtung Spitzenränge?

Saisonstart verpennt, dann gefangen

Auch wenn der Trend beim FC Hansa Rostock mittlerweile wieder in eine positive Richtung verläuft, bleibt ein unangenehmer Beigeschmack aus den ersten Spielen. Den Start in die neue Saison haben die Härtel-Kicker ziemlich verschlafen. Die Quittung gab es bereits im ersten Heimspiel der Saison. Nach einer 3:0-Führung gab Hansa das Spiel noch aus der Hand und holte gegen Viktoria Köln am Ende nur ein mageres 3:3. Daraufhin wurde es nicht besser. Stattdessen kassierte man auswärts beim Hallescher FC an Spieltag zwei beim 0:1 die erste Saisonniederlage. Erst der dritte Spieltag brachte den Koggen-Kickern beim 2:1 zuhause gegen die zweite Mannschaft der Bayern dann den ersten Sieg ein.
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Aber: Aufwärts ging es danach noch immer nicht. Was folgten, waren drei 0:1-Niederlagen gegen Unterhaching, Stuttgart (Pokal) und Sonnenhof Großaspach. Erst jene letzte Niederlage konnte dann die Trendwende einläuten. Gegen den starken FC Ingolstadt holte Rostock auswärts ein 2:2. Nachgelegt wurde dann mit einem 1:0 gegen Preußen Münster und einem 2:1 bei der Eintracht aus Braunschweig.

Gegen Zwickau: Dritter Sieg in Serie wurde verpasst

Am vergangenen Wochenende hatte die Härtel-Truppe also sogar die Chance, den dritten Sieg in Serie einzufahren. Doch der ganz große Sprung in der Tabelle wurde erst einmal verschoben – trotz Traumstart. Bereits in der zweiten Spielminute gingen die Hansa-Kicker durch Breier mit 1:0 in Führung. Danach allerdings passierte aus Sicht der Gastgeber vor 16.247 Zuschauern in der ersten Spielhälfte nicht mehr viel. Der Start in die zweiten 45 Minuten verlief aus Hansa-Sicht sogar noch deutlich schlechter. Unmittelbar nach Wiederanpfiff sorgte Viteritti auf Seiten des FSV Zwickau durch einen Sonntagsschuss für den 1:1-Ausgleich. Gleichzeitig auch der Endstand.

Für Hansa geht es auch mit diesem einen Zähler in der Tabelle jetzt aber erstmals wieder seit dem dritten Spieltag auf einen einstelligen Tabellenplatz. Dennoch ärgerte sich Trainer Härtel im Anschluss an die Partie über „katastrophale Ballverluste“ seiner Kicker. Diese hätten letztendlich dafür gesorgt, dass man gegen kämpfende Zwickauer nicht zu den drei Punkten gekommen sei.

Richtungsweisende nächste Aufgaben

Die nächste Chance auf weiteres klettern in der Tabelle bekommt Hansa am kommenden Sonntag (29. September 2010) in der Partie gegen den SV Waldhof Mannheim. Die Härtel-Kicker müssen auswärts ran, einfach wird die Aufgabe gewiss nicht. Tabellarisch sieht es bei den Gastgebern derzeit nämlich richtig gut aus. Der Traditionsverein hat sich auf dem siebten Platz niedergelassen und konnte schon 13 Punkte aus den bisherigen acht Partien mitnehmen. Am heutigen Montag trifft der SVW zudem noch auf den KFC Uerdingen und bekommt so die Chance, das Punktekonto weiter auszubauen. Das besondere Prunkstück der kommenden Hansa-Gegner ist dabei vor allem die Defensive. Erst neun Gegentore musste Waldhof schlucken, damit stellt man nach dem Hallescher FC die zweitbeste Abwehrreihe der Liga.

Einstellen kann sich die Härtel-Elf hier also auf ein denkbar unangenehmes Auswärtsspiel, in welchem möglicherweise viel Geduld gefragt sein dürfte. Auch deshalb, weil die Hausherren bereits sieben Punkte im eigenen Stadion einfahren konnten. Und: In der Formtabelle sieht es für Mannheim ebenfalls sehr gut aus. In den letzten fünf Partien wurden zehn Punkte eingefahren. Besser war nur die Spielvereinigung aus Unterhaching mit zwölf Punkten.

Tendenz Hansa Rostock: Potenzial muss dauerhaft abgerufen werden

Klar ist, dass die Partie gegen Mannheim als richtungsweisendes Duell bezeichnet werden kann. Verlieren die Kogge-Kicker, muss der Blick erst einmal wieder in den Rückspiegel gerichtet werden. Bei einem Sieg allerdings hätte man wieder einmal wichtige Punkte gegen einen starken Konkurrenten eingefahren. Unmöglich ist das für die Härtel-Elf nicht. Insbesondere auswärts wurden zuletzt gegen starke Teams gute Ergebnisse geholt. So gab es das achtbare 2:2 in Ingolstadt, zusätzlich einen 2:1 Sieg bei Eintracht Braunschweig.

Grundsätzlich ist der Hansa bei einem guten Verlauf in den kommenden Partien noch eine Menge zuzutrauen. Nach dem Spiel gegen Mannheim warten Meppen und Magdeburg. Kann die Härtel-Truppe aus diesen drei Partien mindestens sieben Punkte mitnehmen, darf von den oberen Plätzen geträumt werden. Nach rund einem Drittel der Saison ist allerdings auch klar, dass vor allem die Beständigkeit eine wichtige Rolle spielen wird. Und das war in den letzten Jahren nicht unbedingt die größte Stärke der Koggen-Kicker.

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FC Hansa Rostock: Was ist in dieser Saison möglich?
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