Mit recht großen Erwartungen und einigen Wünschen war man bei Dynamo Dresden in die neue Saison gestartet. Mit dem Abstiegskampf wollte man in dieser Saison nichts zu tun haben. Nach den ersten beiden Spieltagen in der zweiten Bundesliga scheint der Tenor der Saison allerdings ein anderer zu sein. Die Truppe von Cristian Fiel wartet noch immer auf einen Sieg bzw. sogar auf einen einzigen Punkt. Beide Partien zum Auftakt gingen verloren.

So langsam aber sicher steigt der Druck auf Mannschaft und Trainer, die dementsprechend dringend ein Erfolgserlebnis benötigen. Das soll es nun im Pokal geben. Aber Vorsicht: Erinnerungen an das letzte Jahr kommen unweigerlich hoch. Und da blamierten sich Dynamos auf bittere Art und Weise beim Erstrunden-Aus gegen den Viertligisten SV Rödinghausen.

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Dresden mit denkbar schwachem Saisonstart

Geführt und dennoch verloren. Mit hängenden Köpfen schlichen die Kicker von Dynamo Dresden am vergangenen Samstag nach dem 2:4 gegen den Karlsruher SC vom Platz. Auch im zweiten Spiel der noch jungen Saison konnte wieder kein Sieg verbucht werden. Bereits den Auftakt Ende Juli hatte Dynamo zuhause gegen den 1. FC Nürnberg in den Sand gesetzt. Während diese Pleite gegen einen Aufstiegsfavoriten aber noch einigermaßen verziehen werden konnte, hätten sich die Fans vom Auftritt in Karlsruhe definitiv etwas mehr erwartet. Jannik Müller erklärte im Anschluss an die Partie beim KSC: „Klar ist Fußball ein Ergebnissport. Wir haben jetzt die ersten beiden Spiele verloren. Wenn man die Leistung aber für sich sieht, war viel mehr drin.“

Das stimmt durchaus. Schon gegen den 1. FC Nürnberg hatten die Dresdner im eigenen Stadion einige Chancen, konnten diese jedoch nicht nutzen. In Karlsruhe klappte das etwas besser, immerhin gingen die Gäste sogar in Führung. Müller erklärt: „In Umschaltmomenten müssen wir besser agieren, müssen an den Phasen nach dem Ballverlust arbeiten und vielleicht auch mal öfter den Torabschluss suchen.“ Und das besser heute als morgen: Mit Null Punkten und 2:5 Toren stehen die Ost-Kicker von Christian Fiel schon nach zwei Spieltagen tief im Keller.

Coach hat in Karlsruhe ein gutes Spiel gesehen

Auch Trainer Fiel bestätigt die Worte seines Schützlings und erklärte im Anschluss an die Pleite in Karlsruhe: „Ich glaube, so komisch sich das anhört, dass wir heute ein gutes Spiel gemacht haben. Gerade in ersten Halbzeit. Ich glaube, dass wir uns momentan schwertun, Chancen zu nutzen. Dann geraten wir in Rückstand, haben noch mal die Chance, den Ausgleich zu schießen, nutzen diese Chance aber nicht. Dann öffnen wir immer mehr, danach hat der KSC die Qualität, gut zu kontern und entscheidet dieses Spiel. Für uns heißt das: Kopf hochnehmen und hart arbeiten.“ Die nächste Chance auf Wiedergutmachung bekommen die Dynamos bereits am Samstag (10 August 2019) um 15.30 Uhr in der 1. Pokalrunde beim TuS Dassendorf in Hamburg.

Die Gastgeber sind in der fünften Liga aktiv, dementsprechend favorisiert gegen die Dresdner in dieses Spiel. Dennoch mahnt Coach Fiel an, den Gegner auf keinen Fall zu unterschätzen: „Das ist für sie die Chance, den übernächsten Tag zur Arbeit zu gehen und einen Zweitligisten ausgeschaltet zu haben. Damit werde ich am Sonntag schon anfangen, das den Jungs deutlich zu machen. Wer da ein Problem hat, sie ernst zu nehmen, hat ein großes Problem mit mir.“ Zusätzlich erklärt Fiel: „Das wird ein hartes Stück Arbeit und es geht darum weiterzukommen.“

Individuelle Fehler vor dem Pokal abstellen

Das Problem: Auch individuelle Fehler haben in den letzten beiden Partien dafür gesorgt, dass die Dresdner nun ihrer misslichen Lage stecken. Vor dem 1:2 unterlief zum Beispiel Torwart Kevin Broll in seinem erst zweiten Spiel für Dresden ein bitter Fauxpas, der nicht passieren darf. Werden diese Fehler nicht abgestellt, dürfte es selbst gegen einen Fünftligisten richtig eng werden, wenn dieser einen guten Tag erwischt. Und gut drauf ist der kommende Gegner durchaus. Die Dassendorfer feierten am vergangenen Wochenende ein 3:1 gegen Teutonia und kassierten in den letzten elf Partien nur eine Niederlage. Bevor es für Dynamo in der Liga gegen den 1. FC Heidenheim in gut zwei Wochen weitergeht, muss also erst einmal im Pokal etwas geleistet werden.

Und da kommen unweigerlich Erinnerungen an das letzte Jahr hoch. Auch damals waren die Dresdner in der ersten Runde deutlicher Favorit gegen den SV Rödinghausen. Am Ende schied man dennoch aus und Uwe Neuhaus musste seinen Hut nehmen. Ein Abschied von Fiel nach einer Pleite in Dassendorf ist zwar ausgeschlossen, dennoch wäre ein ähnlicher Verlauf ungemein ungünstig für Dresden.

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Dynamo Dresden: Erfolgserlebnis muss her
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