Genau fünf Tage sind vergangen, seit Dynamo Dresden das Auswärtsspiel beim FC St. Pauli in der 2. Bundesliga mit 0:0 beendete. Für Aufsehen sorgte aber weniger die Partie selbst, als viel mehr das Verhalten einiger Dynamo-Anhänger nach Spielende. Nachdem der FC St. Pauli bereits vor einigen Tagen reagierte, zogen die Sachsen jetzt nach einer Aufarbeitung mit den Fans nach.

Der Verein distanziert sich von den Aktionen einiger Anhänger, sieht gleichzeitig aber auch Fehler auf Seiten des DFB und des FC St. Pauli. Unter anderem sei die Partie im Vorfeld von den Hausherren falsch bewertet worden. Zudem hätte es keine ausreichende Trennung der Fanlager gegeben.

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Nach Randalen: Geschäftsführer Born droht mit Stadionverboten

Die SG Dynamo Dresden bezieht Stellung zu den Geschehnissen rund um das Ausäwärtsspiel am 14. Februar gegen den FC St. Pauli in Hamburg. In den vergangenen Tagen wurden demnach die Ereignisse aufgearbeitet. An dieser Aufarbeitung waren neben der Geschäftsführung auch die Sicherheitsbeauftragten, die Abteilung Organiation und Sicherheit und die Fanabteilung der SGD beteiligt. Dynamos kaufmännischer Geschäftsführer Michael Born erklärte, dass jegliche Form von Gewalt klar zu verurteilen sei. Zudem würde sich der Club klar von den Personen distanzieren, die andere Menschen mit massiver körperlicher Gewalt angegriffen zu haben. Zudem droht der Dynamo-Geschäftsführer den Anhängern, sofern sie denn ausfindig gemacht werden können, mit Stadionverboten. Konkret erklärte Born:

“Dafür (für die körperliche Gewalt, Anmerkung der Redaktion) kann es keine Rechtfertigung und auch keine Entschuldigung geben. Menschen, die die Gesundheit von anderen so rücksichtslos aufs Spiel setzen, haben in unserer Sportgemeinschaft nichts verloren. Sobald die entsprechenden Personen durch die Ermittlungsbehörden identifiziert werden konnten, werden wir beim Heimverein auf die Aussprache von Stadionverboten hinwirken und zu erwartende Strafen in der neu gegründeten „Kommission Strafumlegung“ mit aller Schärfe behandeln. Wir wünschen allen Verletzten und Betroffenen auch auf diesem Wege nochmals von Herzen gute Besserung.“

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Falsche Bewertung des Risikospiels im Vorfeld?

Im Zuge der Auswertung teilte Dynamo zudem die Übersicht über die Ereignisse mit. Demnach hätte eine Gruppe von rund 30 Personen versucht, aus dem Gästeblock in den Heimbereich zu klettern. Hier hätte die Gruppe massive Gewalt gegen Ordner und Polizeikräfte eingesetzt. Auch weil Unruhen angesichts der Vorgeschichte des Duells zu erwarten waren, habe Dresden die Partie als sogenanntes „Rot-Spiel“ gewertet. Also ein Spiel mit erhöhten Sicherheitsanforderungen. Der FC St. Pauli wiederum hätte das Duell lediglich als „Gelb-Spiel“ einsortiert. Im weiteren Verlauf sei zudem zu keinem Zeitpunkt des Spiels eine „ausreichende Fantrennung zwischen Heim- und Gästebereich“ gewährleistet gewesen. Stattdessen hätte es nur eine Pufferzone von zwei Sitzreihen gegeben, die durch ein Flatterband abgetrennt waren.

Mitgeteilt wurde von Dresdner Seite zudem, dass die Dynamo-Anhänger während des Spiels mehrfach mit Urin-Bechern beworfen wurden. Zudem seien bereits vor dem Spiel verachtende Banner im Heimbereich gezeigt worden, während des Spiels sei es zudem zur Verteilung der verachtenden Sticker mit der herabfallenden Bombe und dem Schriftzug Dresden gekommen. Michael Born erklärt hierzu, man habe die vergangenen Tage genutzt, um ein möglichst genaues Bild der Ereignisse zu zeichnen. Born im Wortlaut:

“Aus unserer Aufarbeitung geht auch hervor, dass die Vorfälle erst dadurch möglich waren, weil zu keinem Zeitpunkt eine taugliche Fantrennung unter Berücksichtigung der besonderen Rivalität beider Anhängerschaften zu erkennen war. Hier stellen wir klar ein organisatorisches Versäumnis unter Berücksichtigung aller sicherheitsrelevanten Punkte des Gastgebers fest.“

Born hofft auf bessere Zusammenarbeit in der Zukunft

Damit es in den kommenden Duellen zwischen beiden Vereinen nicht wieder zu ähnlichen Ausschreitungen kommt, sollen die Clubs enger zusammenarbeiten, so Born. „Wir werden jefalls darauf hinwirken, dass es beim nächsten Mal auch beim FC St. Pauli eine Fantrennung gibt, die den Namen verdient hat.“ Der Geschäftsführer räumt allerdings auch ein:

“Gleichwohl stimmt es uns sehr nachdenklich, dass die Einforderung von derartigen Maßnahmen notwendig ist, um zu verhindern, dass auf Grund der gegenseitigen Anforderungen und Provokationen noch Schlimmere bei zukünftigen Spielen passiert. Von daher wünschen wir uns, dass es endlich auf beiden Seiten zu einer Allianz der Vernungt kommt, wo menschenverachtende Provkationen und diffamierende Verallgemeinerungen der Vergangenheit angehören.“

Wie genau das geschehen kann, dürfte auch von den Anhängern der Dresdnern abhängen. Mehr als 300 der mitgereisten 1.700 Dynamo-Anhänger haben laut Angaben des Clubs den Auswärtsfragebogen des Fanprojekts ausgefüllt. In den kommenden Tagen sollen die Fagebögen weiter ausgewertet werden. Anschließend möchte der Club diese veröffentlichen.

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Stellungnahme: Dresden äußert sich zu Pauli-Randalen
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