Noch hält die Zwangspause der Saison 19/20 an. Die Kurve der Corona-Infizierten scheint abzuflachen. Und die DFB macht Pläne für die Zeit, wenn der Spielbetrieb hoffentlich wieder aufgenommen werden kann. Doch bis dahin vergehen noch ein paar Wochen. Denn das früheste Szenario sieht aktuell das erste Maiwochenende vor. Tatsächlich sollen die Spiele mit möglichst wenig englischen Wochen zu Ende gebracht werden. Doch wie sehr ist dir die Spielzeit noch präsent. Wir haben uns dazu entschlossen, einmal auf den aktuellen Stand unserer Ostclubs in der ersten und zweiten Bundesliga zu schauen.

Nicht umsonst heißt diese Homepage Ostfußball. Daher befassen wir uns mit den Clubs, welche zum Osten der Bundesrepublik gehören. In der nachfolgenden Übersicht schauen wir auf die Vereine aus den ersten beiden Ligen. Dabei handelt es sich um RB Leipzig und den 1. FC Union Berlin in der 1. Bundesliga. Innerhalb der 2. Bundesliga kommen Erzgebirge Aue und Dynamo Dresden hinzu. Doch diese Clubs sind mit ihrer aktuellen Saison sicherlich nicht alle im gleichen Maße zufrieden. Kam einigen Mannschaften die Zwangspause sogar ganz recht?

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1. Bundesliga: Wie gehen RB Leipzig und Union Berlin mit der Unterbrechung um?

RB Leipzig schaut auf den Ligastart voraus

Heute endet die von der DFL nahegelegte Pause des Trainings. Schon am vergangenen Donnerstag traten die Akteure von RB Leipzig wieder auf den Platz. Doch gelten weiterhin Regeln, an welche sich die Profis zu halten haben. So wird nur in kleinen Gruppen mit bis zu vier Personen trainiert. Und auf Körperkontakt ist dabei zu verzichten. Sowohl beim Essen, als auch in der Kabine, finden sich die Spieler im Wechsel ein. Doch interessant ist auf dem Platz. Denn die Bullen galten lange Zeit als ein ganz heißer Kandidat auf die Meisterschaft im Jahr 2020.

Inzwischen ist das Team von Jungtrainer Julian Nagelsmann nur noch auf dem dritten Platz zu finden. Einen Zähler darüber liegt der BVB, der mit Haaland und Can in der Winterpause qualitativ nochmals zulegen konnte. Fünf Punkte ist der FC Bayern München an der Tabellenspitze hingegen schon enteilt. Die letzten fünf Spiele hat der Club nicht verloren. Doch finden wir dabei nur zwei Siege und drei Unentschieden vor. Allein in dieser Spanne holten die Dortmunder drei, die Münchener sogar vier Zähler mehr. Mut macht das Restprogramm. Denn mit Freiburg, Mainz, Hertha BSC, dem 1. FC Köln, SC Paderborn, 1899 Hoffenheim, Fortuna Düsseldorf, Borussia Dortmund und dem FC Augsburg ist nur noch ein Team der Top Seven der Liga darunter.MyBet Sportwetten Bonus Banner

1. FC Union Berlin: Im Mittelfeld zufrieden

Der 1. FC Union Berlin hat sich an die Vorschläge der DFL gehalten. Bislang pausierte das Training. Jetzt wird es, vorerst in Kleinstgruppen, wieder aufgenommen. Tatsächlich können sich die Berliner diese Ruhe leisten. Denn mit 30 Punkten und ihrem elften Tabellenplatz wären sie am Ende der Saison sicherlich nicht unglücklich. Der Vorsprung auf die Abstiegszone ist mit acht Zählern durchaus beruhigend. Grundsätzlich sind sie mit sieben Punkten Rückstand sogar näher an den Europa-League-Plätzen dran. Hauptsponsor Aroundtown hat bereits ein Entgegenkommen signalisiert. Der Kontakt zum Präsidium soll eng sein. Dass könnten die Berliner ein wenig erleichtern. Denn große finanzielle Reserven sind eher nicht vorhanden.

Die Form zeigte zuletzt, nach dem 1:3 in Freiburg und einem 2:2 daheim gegen den VfL Wolfsburg ein wenig nach unten. Doch gab es vorher den 2:1 Sieg über Eintracht Frankfurt. Dafür wurde gegen Bayer 04 Leverkusen mit 2:3 verloren. Ein 2:0 über den SV Werder Bremen beendet unseren Rückblick. Der 1. FC Union Berlin verkauft sich wacker im Oberhaus. Sie stehen aktuell vor Eintracht Frankfurt, Hertha BSC, dem FC Augsburg, dem 1. FSV Mainz 05, Fortuna Düsseldorf, dem SV Werder Bremen und dem SC Paderborn.

2. Bundesliga: Wie schaut es bei Erzgebirge Aue und Dynamo Dresden aus?

Erzgebirge Aue blickt beruhigt in die Zukunft

13 von 36 Vereinen der ersten beiden Ligen soll in den kommenden Monaten eine Insolvenz drohen – natürlich nur, wenn der Spielbetrieb nicht wieder aufgenommen werden kann. Doch Erzgebirge Aue gehört nicht dazu. Dynamo Dresden übrigens ebenfalls nicht. Die Veilchen sind seit längerem für ein seriöses Wirtschaften bekannt. Der Club hat das TV-Geld, welches erst noch bezahlt wird, nicht schon im Voraus verplant. Geschäftsführer Michael Born spricht von einem „Polster an Liquidität“. Genau davon kann die Mannschaft aus dem Erzgebirge jetzt zehren. Eventuell bringt es die kommenden Spielzeiten sogar einen kleinen Wettbewerbsvorteil ein.

Tatsächlich braucht sich der Club sportlich nicht zu verstecken. Denn Aue findet sich aktuell auf dem achten Platz der 2. Bundesliga wieder. Allerdings ging es zuletzt eher bergab. Denn von den vergangenen fünf Spielen, gab es nur einen Sieg. Dieser fand beim 3:0 über den Hamburger SV statt. Danach gab es das 1:2 als Gast bei Dynamo Dresden.  Weiterhin schauen wir auf das 0:0 beim VfL Osnabrück, sowie das 1:2 gegen Holstein Kiel und das 0:3 beim VfB Stuttgart. Generell lässt sich weiterhin sagen, dass mit 34:34 Toren nur eine moderate Anzahl an Treffern in Spielen der Veilchen zustande kommen.

Profitiert Dynamo Dresden von der Krise?

Ist Dynamo Dresden im Endeffekt sogar ein Profiteur? Zunächst einmal halten wir fest, dass die Dresdener das Schlusslicht der 2. Liga bilden. Doch sind sie punktgleich mit dem Vorletzten (Karlsruhe) und stehen nur einen Zähler hinter dem Drittletzten (Wehen Wiesbaden) auf dem Relegationsplatz zurück. Damit haben sie ihre Ausgangslage im Vergleich zur Winterpause schon ein Stück gebessert. Maßgeblich waren sechs Punkte aus den letzten zwei Spielen. Gewonnen wurde mit 2:1 über Erzgebirge Aue und mit 2:1 beim SSV Jahn Regensburg.

Doch blieben die Ergebnisse knapp. Und schon mit Beginn der Rückrunde hat sich gezeigt, dass die Dresdener ein wenig Zeit zum Einspielen brauchen. Denn kaum ein anderer Club hat im Winter dermaßen auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Und jetzt gibt es eine vorgezogene Pause, in der sich die Spieler nochmal so richtig einspielen können. Eventuell kommt Dresden also gestärkt aus der Corona-Zwangspause zurück. Wenn wir auf das Restprogramm der Dresdener schauen, so erkennen wir Spiele gegen Hannover 96, Greuther Fürth, Arminia Bielefeld, den VfB Stuttgart, den SV Wehen Wiesbaden, gegen den Hamburger SV, in Holstein Kiel, beim SV Sandhausen und gegen den VfL Osnabrück. Da sind noch ein paar schwere Brocken dabei.

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Erste und zweite Bundesliga: Im Osten nichts Neues?
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