Die 3. Liga ist bereit für die Fortsetzung der Saison 2019/20. Offiziell jedenfalls. 220 von 250 Delegierten stimmten auf dem DFB-Bundestag für ein Weiterspielen. Aber ist die dritte Liga auch wirklich bereit? Es bleiben viele Fragezeichen. Nicht alle allerdings werden vom DFB beantwortet.

Dass bei Viktoria Köln etwa fast alle der 30 Verträge am 30. Juni auslaufen, doch bis zum 4. Juli gespielt werden soll, nennt der Deutsche Fußball Bund schlicht und einfach Vereinssache. Der Club muss jetzt zusehen, wie dieses Problem gelöst wird. Dass Carl Zeiss Jena aktuell noch gar keine Heimspiele austragen darf, ist ein weiterer Umstand, der nicht gerade für Begeisterung sorgt. CZJ wird wohl nach Meppen oder Würzburg umziehen – oder besser gesagt: umziehen müssen. Und dass am Ende einige Vereine schon lange im Teamtraining sind, andere gerade erst ganz frisch, könnte durchaus ebenso als Wettbewerbsverzerrung gedeutet werden. Doch allen Widrigkeiten zum Trotz: Am Wochenende rollt in der 3. Liga 2019/20 wieder der Ball.

Elf Spieltage, Englische Wochen und Saisonende am 4. Juli

Der Re-Start der 3. Liga sieht zunächst ab Samstag (30. Mai) den 28. Spieltag vor. Und danach geht es stramm mit ausschließlich Englischen Wochen weiter. Schließlich müssen noch zehn weitere Runden absolviert werden. Klappt alles nach Plan, soll am 4.Juli schlussendlich die Saison 2019/20 in der 3. Liga mit dem 38. Spieltag abgeschlossen werden. Wo aber stehen die sechs ostdeutschen Clubs? Wer muss alles zittern? Wer darf sogar noch hoffen? Wir werfen einen Blick aufs kommende Wochenende.

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Carl Zeiss Jena: Abstieg 2019/20 auf Raten

Es ist jetzt nicht unbedingt so, als könnten wir von einem Heimvorteil sprechen. Schließlich rangiert Carl Zeiss Jena nicht nur im Gesamtranking, sondern auch in der Heimtabelle der 3. Liga auf dem letzten Platz. Trotzdem darf Carl Zeiss vorerst noch nicht im eigenen Stadion spielen. Die zunächst angedachten Klage wird es allerdings nicht geben. Geschäftsführer Chris Förster wird dazu deutlich: „Wir sind zum Schluss gekommen, dass man Fairness nicht einklagen kann, jedenfalls nicht beim DFB. Der Verband ist laut seiner Satzung zwar zu einem fairen Wettbewerb verpflichtet, aber faire Bedingungen sind nicht gegeben“, so Försters Einschätzung. CZJ liegt momentan mit nur 17 Zählern satte 16 Punkte vom rettenden Ufer entfernt. Da scheint der Klassenerhalt zur Mission Impossible zu werden und käme einem Fußballwunder in Thüringen gleich. Jenas Geschäftsführer aber sagt: „Wir werden den Kampf auf dem Rasen austragen.“

Übersicht: So läuft der 28. Spieltag

  • 30. Mai: Waldhof Mannheim – KFC Uerdingen (14 Uhr)
  • 30. Mai: SV Meppen – Würzburger Kickers (14 Uhr)
  • 30. Mai: 1. FC Magdeburg – 1. FC Kaiserslautern (14 Uhr)
  • 30. Mai: SG Sonnenhof – SpVgg Unterhaching (14 Uhr)
  • 30. Mai: FC Ingolstadt – FC Bayern München 2 (14 Uhr)
  • 30. Mai: Eintracht Braunschweig – Viktoria Köln (14 Uhr)
  • 30. Mai: FSV Zwickau – Hansa Rostock (14 Uhr)
  • 31. Mai: TSV 1860 München – MSV Duisburg (13 Uhr)
  • 31. Mai: Preußen Münster – Hallescher FC (14 Uhr)
  • 31. Mai: Carl Zeiss Jena – Chemnitzer FC (17 Uhr)

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Trotz Platz acht: Traum von Liga zwei lebt bei Hansa Rostock

Das Jena der anderen Seite heißt Hansa Rostock. In der Hansestadt wird nämlich noch ein wenig darauf gehofft, dass es trotz Platz acht zum Aufstieg in der 2. Bundesliga reichen könnte. Und das hat gute Gründe. Denn bis Platz zehn sogar mit den Würzburger Kickers beträgt der Abstand bis zum Zweiten Waldhof Mannheim nur drei Punkte, also einen Sieg. Hansa Rostock ist also mit in der „Verlosung“, muss am Samstag beim Re-Start zum ostdeutschen Duell beim FSV Zwickau antreten und hofft darauf, gut aus den Startblöcken zu kommen.

FSV Zwickau hat noch alle Karten selbst in der Hand

Der FSV Zwickau ist ein gutes Stichwort. Gegen Hansa Rostock ist der FSV nur vermeintlich der Außenseiter, belegt momentan den 17. Platz, wäre damit der erste von vier Absteigern. Allerdings ist in der 3. Liga auch fast noch die Hälfte aller Vereine in Sorge um den Klassenerhalt. Bei Viktoria Köln, mit 35 Punkten ausgestattet, fängt die Abstiegsregion quasi schon auf Platz zwölf an. Für Zwickau spricht eine ausgeglichene Heimbilanz mit je fünf Siegen und Niederlagen bei drei Remis. Mit 23:17 ist das Torverhältnis sogar positiv. Rostock hat unterdessen schon sieben von 13 Gastspielen verloren und auswärts auch erst 14 Tore erzielt.

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1. FC Magdeburg und Hallescher FC heißen die Sorgenkinder

Wäre die Saison 2019/20 in der 3. Liga jetzt beendet, hätte sich der Hallesche FC auf Platz 16 und Magdeburg auf Rang 15 mit je 33 Punkten und einem Zähler mehr als Zwickau so gerade eben gerettet. Beide Vereine hatten sich im Vorfeld massiv für einen Abbruch der laufenden Spielzeit ausgesprochen. Jetzt bekommen sie zumindest etwas Unterstützung von der Landesregierung. Beide Teams aus Sachsen-Anhalt dürfen wieder im eigenen Umfeld trainieren und auch ihre Heimspiele im eigenen Stadion austragen. Und für beide Teams stehen ganz wichtige Partien auf dem Programm. Der 1. FC Magdeburg erwartet den direkten Tabellennachbarn vom 1. FC Kaiserslautern, der aktuell nur einen Punkt besser ist. Der HFC reist zum Drittletzten Preußen Münster, wo der Dreier dringend her muss. Die Preußen kommen lediglich auf 27 Zähler. Für die Domstädter ist es vielleicht nicht die letzte, aber eine immens wichtige Chance, den Kontakt zum rettenden Ufer herzustellen.

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Chemnitzer FC lauert auf die Big Point beim 3. Liga Re-Start

Fehlt noch der sechste Ostverein in der 3. Liga. Wir sprechen natürlich vom Aufsteiger Chemnitzer FC. Der liegt auf Platz 13 und kommt auf 34 Punkte. Dass sich die direkt dahinter rangierenden Magdeburg und Kaiserslautern im direkten Duell aufeinandertreffen, könnte dem CFC in die Karten spielen. Nämlich dann, wenn er selbst sein Auswärtsspiel beim abgeschlagenen Carl Zeiss Jena gewinnt. Hier warten also echte Big Points im Kampf um den Klassenerhalt auf die Chemnitzer. Doch Obacht: Der CFC liegt in der Auswärtstabelle nur auf dem drittletzten Platz, kommt nach 13 Gastspielen lediglich auf zwei Siege. Ein Selbstläufer wird die Partie beim Schlusslicht Jena also ganz gewiss nicht.

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Re-Start der 3. Liga: Vier Ostvereine zittern, einer hofft – und Jena ist wohl chancenlos
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