Steht der 1. FC Magdeburg am Abgrund? Seit sieben Spielen hat der FCM nicht mehr gewonnen. Seit dem 1. Januar 2020 hat Claus-Dieter Wollitz das Ruder übernommen. In seinen bisherigen vier Ligaspielen kam er mit den Magdeburgern auf zwei Unentschieden und zwei Niederlagen. Die Lage spitzt sich zu. Tabellarisch geht es maximal noch fünf Plätze nach unten. Doch bis zum Abstiegsplatz ist nur noch ein Rang dazwischen. Anders ausgedrückt, sind es lediglich drei Punkte, die den 1. FC Magdeburg aktuell vom vermeintlichen Abstieg trennen. So langsam wird es Zeit die Trendwende einzuleiten. Hat Wollitz noch ein Ass im Ärmel?

Für uns von Ostfußball ist natürlich nicht nur die Lage des 1. FC Magdeburg bedenklich. Einen Platz darunter und somit noch knapper an einem möglichen Abstieg, finden wir den Chemnitzer FC. Für Carl Zeiss Jena auf dem letzten Tabellenplatz und mit elf Punkten bis zum rettenden Ufer, sieht es schon relativ finster aus. Und auch der Hallesche FC, der längere Zeit oben mitspielte, ist inzwischen auf den elften Platz abgerutscht. Zwickau findet sich auf dem Dreizehnten wieder. Der gesamte Osten scheint in der 3. Liga in der Krise zu stecken.

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Die bisherige Rückrunde des 1. FC Magdeburg

Wenn wir uns mit dem neuen Trainer befassen, dann müssen wir zwangsläufig auf die Partien im Jahr 2020 schauen. Denn Wollitz kam zum Jahreswechsel und hat bislang scheinbar nur wenig bewirkt. Dabei starteten die Magdeburger vielversprechend in ihr erstes Spiel. Es ging daheim gegen den FSV Zwickau und schon nach drei Minuten stand es 1:0. Doch in der zweiten Halbzeit kippte die Partie. Die Zwickauer gleichen aus und legten zwei Minuten später noch einen drauf. Drei schnelle Wechsel konnten keine Wende mehr herbeiführen. Schlussendlich gab Magdeburg die Begegnung mit 1:2 ab.

Anschließend stand die Auswärtsfahrt zu Waldhof Mannheim auf dem Plan. Dabei handelt es sich um eine der Überraschungsmannschaften der 3. Liga. Denn die Mannheimer stehen – stand heute – auf dem vierten Platz. Von dort aus können sie sich noch berechtigte Hoffnungen um den Aufstieg machen. Im Duell gegen den 1. FC Magdeburg ging Waldhof in der zweiten Halbzeit in Führung. Doch es gelang nicht das Ergebnis auszubauen. Die Quittung folgte kurz vor Schluss. Denn in der 91. Minute traf Bertram, der auch im vorherigen Spiel den einzigen Treffer markierte, zum 1:1 Remis.

Sunmaker Sportwetten BonusErneut stand für die Magdeburger ein Heimspiel vor der Tür. Dieses Mal kam der SV Meppen zu Gast. Die Meppener haben sich derzeit im oberen Mittelfeld eingependelt. Vor dem Aufeinandertreffen verloren sie jedoch zwei Mal in Folge. Doch Magdeburg unterlag trotzdem. Konnte in der ersten Hälfte noch das 0:0 gehalten werden, so wendete sich das Blatt später zugunsten der Meppener. Nach Toren in der 63. und 72. Minute war die Partie entschieden. Dem FCM gelang nicht einmal der Anschlusstreffer.

Zuletzt fand nochmals ein Ost-Duell statt. Wieder durfte Magdeburg zuhause auflaufen. Dieses Mal ging es gegen einen direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt. Denn der Chemnitzer FC ist der untere Tabellennachbar. Mit einer Niederlage wäre der 1. FC Magdeburg einen Platz abgefallen. Und tatsächlich lag der FCM wenige Minuten vor dem Halbzeitpfiff mit 0:1 hinten. Doch das umkämpfte Spiel, es gab acht gelbe Karten, wendete sich nochmals – zumindest ein wenig. Denn die Magdeburger gleichen dank eines Gjasula Elfmeters aus.

Die Bemühungen des Claus-Dieter Wollitz

Wer nach vier Partien nur zwei Punkte auf dem Konto hat, der kann sich sicherlich nicht als Erfolgstrainer bezeichnen. Insgesamt sind die Magdeburger sogar schon seit Ende November 2019 ohne Sieg. Wollitz brachte es nach dem letzten Spiel selber auf den Punkt: „Meine Unzufriedenheit wächst. Der Wille war da, die Torchancen nicht“. Dabei spielen sich die Magdeburger bisweilen gute Torchancen heraus. Im Duell mit Chemnitz kamen Costly, Beck und Preißinger mindestens zu vier Chancen, die auch man mal machen kann. Keiner traf. Und wie es häufig ist: Erst hast du kein Glück und dann kommt auch noch Pech dazu. Denn der Führungstreffer für Chemnitz war ein Abseitstor.

Die Problematik lässt sich leicht zusammenfassen. Vorne will der Ball nicht ins Netz. Es fehlt an der Kaltschnäuzigkeit vor dem Kasten. Auch das notwendige Matchglück ist nicht vorhanden. Hinten bekommst du dann immer mindestens ein Ding und es läuft gegen dich. Wollitz, der als Trainer gegen den Chemnitzer FC sein 100. Drittliga-Spiel absolvierte, sieht weiteren Handlungsbedarf: „Wir werden reagieren, was die Trainingsinhalte und die Aufstellung betrifft. Einstellung und Leidenschaft sind ok, aber die Art und Struktur Torraumszenen zu erspielen, da haben wir viel zu korrigieren.“ Als nächstes folgt ein Laktatest. Und zum nächsten Spiel sind zumindest die Rot gesperrten Jacobsen und Conteh wieder an Bord. Allein deshalb ändert sich die Mannschaftsaufstellung.

Folgt die Wende ausgerechnet bei 1860 München?

Seit inzwischen elf Spielen sind die Münchener Löwen ungeschlagen. Damit handelt es sich nicht gerade um den besten Aufbaugegner für den 1. FC Magdeburg. Wenngleich der TSG 1860 München recht häufig die Punkte geteilt hat. Dies trifft für den FCM auswärts im gleichen Maße zu. Denn von zwölf Auswärtsspielen endeten acht Stück mit einer Punkteteilung. Zuhause kamen die Löwen immerhin auf fünf Unentschieden in elf Heimspielen. Allerdings wurde erst eine Partie zuhause abgegeben.

Gibt es Hoffnung für den 1. FC Magdeburg? Tatsächlich gibt es sogar zwei Fakten, die für den FCM sprechen. Einmal ist das Hinspiel zu nennen. Denn daheim gegen 1860 München wurde mit 5:0 gewonnen. Es handelt sich um das einzige Spiel im direkten Vergleich. Und das Torverhältnis von Magdeburg ist mit 30:27 Toren auf einem ähnlichen Level wie bei den Münchenern mit 37:34 Treffern.

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Neuer Trainer und alte Probleme beim 1. FC Magdeburg
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