Hertha BSC hat es geschafft. Nach einem 0:1 im Hinspiel im Derby gegen Union Berlin hat die Hertha das Rückspiel deutlich für sich entschieden. Mit einem 4:0 im Olympiastadion sind die Fronten in der Hauptstadt wieder geklärt, gleichzeitig kann bei Blau-Weiß jetzt erst einmal deutlich ruhiger gearbeitet werden.

Zu verdanken haben die Berliner das natürlich der eigenen Mannschafsleistung, aber wohl auch nicht zu knapp ihrem Feuerwehrmann. Bruno Labbadia hat die Herthaner quasi am Abgrund und als Trümmerhaufen übernommen. Zwar sind erst zwei Partien unter dem neuen Chefcoach gespielt, die waren aber überzeugend. Bruno Labbadia kam, sah und siegte. Und ist eigentlich schon jetzt der große Gewinner im „Fall Hertha BSC“.

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Hertha zeigt keine Gnade gegen Union Berlin

Nach dem 3:0 gegen die TSG aus Hoffenheim war die Stimmung bei der Hertha aus Berlin nach dem 26. Spieltag hervorragend. Der Re-Start in der 1. Bundesliga, gelungen. Und nun wurde sogar in Sachen Stimmung noch einmal kräftig nachgelegt. Der 27. Spieltag brachte für die Herthaner das Stadtderby gegen den 1. FC Union Berlin. Und das haben die Blau-Weißen ziemlich deutlich mit 4:0 für sich entschieden. Bruno Labbadia veränderte seine Mannschaft im Vergleich zum Hoffenheim-Sieg nur auf einer Position. Vladimir Darida rückte für Maximilian Mittelstädt in die Startelf, nachdem dieser am letzten Wochenende mit einer Gelbsperre pausieren musste. Die Gäste aus Köpenick veränderten ihre Aufstellung im Vergleich zum 0:2 gegen den FC Bayern auf gleich vier Positionen. Neven Subotic, Christopher Lenz, Anthony Ujah und Keven Schlotterbeck rückten aus der Startelf, dafür kamen Michael Parensen, Marvin Friedrich, Sebastian Andersson und Ken Reichel zum Kader.

Den besseren Start in die Partie erwischten dennoch die Gastgeber in Blau-Weiß. Bereits in der 18. Minute musste Union-Keeper Rafal Gikiewicz zum ersten Mal Eingreifen. So ging es in der Folgezeit mit einigen Chancen für die Herthaner weiter, keine davon traf jedoch das Ziel. Torlos verabschiedeten sich beide Teams somit in die Pause. Nach der Pause schaltete die Hertha dann einen Gang hoch. In der 51. Spielminute netzte Vedad Ibisevic eine Flanke von Marvin Plattenhardt zum 1:0 ein. Nur 70 Sekunden später erhöhte Dodi Lukebakio auf 2:0. Für das 3:0 sorgte Matheus Cunha in der 61. Minute, der auch in Hoffenheim zum 3:0 Endstand netzte. Das 4:0 machte Dedryck Boyata in der 77. Minute wieder per Kopfball.Betfair Sportwetten Bonus

Traumstart: Zweiter Sieg im zweiten Spiel unter Bruno Labbadia

Für die Berliner ist der Re-Start in die Saison damit bisher gelungen. Gewiss keine Selbstverständlichkeit. Die Herthaner haben eine komplizierte Saison vor der Brust. Nicht zuletzt aufgrund der zahlreichen Nebengeräusche auf dem Platz. Aber: Mit dem neuen Coach Bruno Labbadia scheinen die Berliner genau ins Schwarze getroffen zu haben. Der erfahrene Fußballehrer findet offenbar die richtigen Worte an seine Mannschaft. Der Lohn: Sechs Punkte aus Labbadias ersten beiden Begegnungen an der Seitenlinie. Dazu ein bärenstarkes Torverhältnis von 7:0.

Schon jetzt ist damit klar, dass Labbadia rund um Hertha BSC als großer Gewinner bezeichnet werden kann. Die Herthaner hatten vor der Ankunft Labbadias mit horrenden Problemen zu kämpfen und erarbeiteten sich immer stärker den Ruf als Lachnummer des Jahres. Aus den Europa-Plänen ist nichts geworden, daran wird auch der neue Coach nichts mehr ändern können. Nach mittlerweile bereits drei verschlissenen Trainern in dieser Saison, scheint Labbadia aber nun der passende Deckel für den Topf zu sein. Und ganz nebenbei wäre es auch für den erfahrenen Trainer-Fuchs optimal, sich das Wiederbeleben der eigentlich totgeglaubten Hertha ans Revers heften zu können.

Labbadia: DER Feuerwehrmann des deutschen Fußballs?

Durch die drei Punkte aus dem Derby hat die Hertha jetzt als Tabellenzehnter zumindest bis heute Nachmittag erst einmal elf Punkte Vorsprung auf die Relegation. Es riecht danach, als könne Bruno Labbadia seinem Ruf als Feuerwehrmann des deutsche Fußballs wieder einmal alle Ehre machen. Bereits 2010 schaffte Labbadia mit dem VfB Stuttgart bereits eine kleine Sensation. Jens Keller hatte die Truppe zuvor auf den 17. Tabellenplatz geführt, ehe Bruno Labbadia das Ruder in die Hand nahm. Am Ende beendeten die Schwaben ihre Spielzeit auf einem ungefährdeten zwölften Tabellenplatz. Ein wahres Fußball-Wunder schaffte der ehemalige Profi dann im Jahre 2015 mit dem Hamburger SV. Diesen übernahm Labbadia sechs Spieltage vor Saisonende auf dem letzten Platz. In den letzten Spielen wurden anschließend zehn von 18 möglichen Punkten eingefahren und in der Relegation später die Klasse gesichert.

Zum bisher letzten Mal hat sich Labbadia dann 2018 als Retter des VfL Wolfsburg einen Namen machen können. Nach dem 23. Spieltag stand der VfL damals auf dem 14. Tabellenplatz mit nur 24 Punkten auf dem Konto. Am Ende gab es auch hier die Relegation und den Klassenerhalt für die Wölfe. Sollte es also wirklich noch einmal dramatisch werden, können sich die Herthaner zumindest auf einen erfahrenen Coach im Abstiegskampf verlassen.

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Hertha BSC: Bruno kam, sah und siegte
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