In Zeiten der Corona-Krise muss sich auch der deutsche Fußball gehörig umsehen. Während speziell die ganz großen Clubs vor allem in der Rolle als Unterstützer auftreten, geht es bei kleineren Vereinen nicht selten ums nackte Überleben. Ähnlich sieht es auf der Kogge beim FC Hansa Rostock aus. Die Rostocker kündigten bereits vor einigen Tagen entsprechende Maßnahmen an. Mit dem Team wurde jetzt vereinbart, dass erst einmal eine Kurzarbeits-Vereinbarung gilt.

Zumindest für den Moment ist das eine wohl gute und faire Lösung. Doch wirklich durchatmen kann man beim FC Hansa trotzdem noch nicht. Zahlreiche Verträge laufen in den kommenden Monaten aus. Betroffen sind 14 Kicker. Das Problem: Die Verhandlungen und Fortschritte liegen derzeit auf Eis. Eine brenzlige Situation.

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Vorstand und Mannschaften verzichten auf Teile des Gehalts

Die Corona-Krise treibt den deutschen Fußball in eine Ausnahmesituation. Zahlreiche Vereine dürften in den kommenden Wochen und vielle Monaten an ihre äußerste finanzielle Schmerzgrenze gelangen. Jeder Euro wird derzeit doppelt gewendet und gedreht. Wer weiß, wofür dieser in der aktuellen Situation noch einmal wichtig sein kann. Kräftig gespart werden wird in der kommenden Zeit auch beim FC Hansa Rostock. Nachdem der Verein für seine Mitarbeiter bereits vor einigen Tagen das Kurzarbeitergeld beantragt hatte, folgte am gestrigen Freitag die Profi-Mannschaft. Laut „Bild“-Zeitung konnten sich alle Spieler, Trainer und das Funktionsteam darauf einigen, auf Teile ihres Gehalts zu verzichten. Sportvorstand Martin Pieckenhagen erklärte dazu:

“Für alle Mitarbeiter und auch die Fans, die uns großartig unterstützen, ist es ein wichtiges Zeichen, dass wirklich ausnahmslos jeder seinen Teil dazu beiträgt, dass wir gemeinsam durch diese schwierige Zeit kommen.“

Rund 150.000 Euro sollen gespart werden

Für die Kicker, die eine entsprechende Vereinbarung Ende letzter Woche unterzeichneten, ändert sich nun eine Menge auf dem Lohnscheck. Zunächst einmal werden nur noch 80 Prozent des gesamten Gehaltes ausgezahlt. Auf 20 Prozent verzichten die Kicker. Rund 60 bis 70 Prozent des ausgefallenen Nettolohns wird die Agentur für Arbeit übernehmen. Der FC Hansa Rostock stockt das Gehalt seiner Profis dann zusätzlich auf rund 80 Prozent auf. Eingespart werden sollen durch diese Maßnahme rund 150.000 Euro.

Neben dem Profi-Team erklärte zudem auch der Vorstand der Kogge einen Verzicht auf Teile des Gehalts. Robert Marien gab an, dass es außer Frage stehe, „dass natürlich auch wir als Vorstand auf einen Teil unseres Gehalts verzichten werden.“Betway Bonus Banner 150 Euro

Wie geht es weiter? 14 Verträge laufen aus

Wo eine Baustelle geschlossen, tut sich oft die nächste Baustelle auf. So ähnlich ist es auch in diesem Fall. Für die aktuelle Situation konnte in Rostock eine vernünftige Lösung gefunden werden. Der Schuh drückt aber auch noch an anderer Stelle: Beim Personal. Die Rostocker blicken derzeit auf ganze 14 Verträge, die zum 30. Juni auslaufen. Das wäre eigentlich kein Problem, schließlich könnte die aktuelle spiel- und trainingsfreie Zeit für Personalplanungen genutzt werden. Aufgrund der Corona-Welle herrscht aktuell allerdings Stillstand. Martien Pieckenhagen erklärt hierzu gegenüber der „Bild“:

“Wir können aktuell keine Verträge abschließen, da aufgrund der aktuellen Lage eine Planung nicht möglich ist. Ich kann im Moment nicht mit den Spielern über finanzielle Dinge sprchen. Aber: Wir sind mit den Jungs in Kontakt, auch die Berater wissen Bescheid. Die schwierige Situation allen bewusst.“

Gerne weitermachen würde der Club zum Beispiel mit Routinier Kai Bülow, der bisher eine starke Saison spielte. Auch Mirnes Pepic sollen unbedingt auf der Kogge bleiben. Offenbar liegt der Ball aber auf Seiten der Spieler. Diese haben sich noch nicht konkret dazu äußern wollen, wohin die Reise gehen könnte. Halten möchte Piekenhagen im Profi-Kader wohl auch Verteidiger Max Reinthaler. Dennoch gebe es auch Wackelkandidaten, so der Sportvorstand: „Natürlich gibt es bei dem einen oder anderen Fragenzeichen, wo die verbleibenden elf Spiele vielleicht Aufschluss geben wüden.“ Definitv trennen möchte sich Rostock derweilvon Ersatztorwart Alex Sebald. Dieser konnte sich nicht richtig durchsetzen und fällt künfitg zudem nicht mehr unter die U23-Regel. Ebenfalls gehen soll Tanju Özürk. Bereits Anfang des Jahres wurde dem 30-Jährigen ein Wechsel nahegelegt. Wer interessiert sein könnte, ist bislang unklar.

Sehnsucht: Wann rollt der Ball endlich wieder?

Damit Hansa möglichst schnell Klarheit in die Planungen bekommt, muss der Ball möglichst zügig wieder rollen. Wann genau das in der 3. Liga der Fall sein wird, lässt sich jedoch noch immer nicht genau sagen. Im April wird definitiv nicht mehr gespielt, genau das Gleiche könnte auch für den Mai gelten. Sollte doch gespielt werden, dann auf jeden Fall nur vor leeren Zuschauerrängen. Entscheidend ist am 31. März erst einmal das Treffen der 36 Prof-Clubs bei der DFL-Sitzung. Hier wird dann die neue Marschroute festgelegt.

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Hansa Rostock: Kurzarbeit und Vertragschaos auf der Kogge
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