Die Hertha aus Berlin hatte sich vor der Saison eine Menge vorgenommen. Ganz verabschieden möchte man sich vom „Big City Club“ in Berlin noch immer nicht. Das Problem: Die bisherigen Schritte wirkten nicht zuletzt durch den Abschied von Jürgen Klinsmann unstrukturiert und nahezu verzweifelt. Jetzt wollen die Berliner offenbar mit Arne Friedrich als kommedem Sportdirektor durchstarten.

Friedrich ist bekanntermaßen bereits im Dienste der Blau-Weißen als Performance-Manager unterwegs, soll aber künftig deutlich mehr Macht erhalten. Im besten Fall, sollte die Saison denn irgendwann einmal weitergehen, soll Friedrich als neuer starker Mann die Kehrtwende herbeiführen. Und so den möglichen Abstieg verhindern.

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Neue Kompetenzen für Arne Friedrich in Berlin

Acht Jahre lang war Arne Friedrich als Kicker bei der Hertha aktiv. In 231 Partien für die Berliner reichte es zwischen 2020 und 2010 immerhin zu 14 Treffern für den Abwehrspieler. Wieder zurück in die Hauptstadt geholt wurde Friedrich nach seiner aktiven Karriere zuletzt von Jürgen Klinsmann. Der sollte die Berliner eigentlich nach Europa führen, ist aber auf denkbar klägliche Art und Weise gescheitert. Positiv an der ganzen „Causa Klinsmann“: Friedrich ist noch immer da. Ursprünglich als sogenannter Performance-Manager mit einem Vertrag bis Saisonende ausgestattet, soll der Ex-Nationalspieler offenbar weitreichendere Kompetenzen erhalten. Und zwar als Sportdirektor.

Für Friedrich wäre das ein enormer Aufstieg. Die Rolle des Performance Managers wurde auch extern oftmals belächelt. Beim Posten des Sportdirektors sieht es ganz anders aus. Hertha-Manager Michael Preetz erklärte gegenüber der „Bild“:

“Wir werden uns mit Arne bald über die auslaufende Vereinbarung unterhalten. Wir sind sehr zufrieden mit seiner Arbeit, würden gerne mit Arne weitermachen und ihn auf eine andere Position heben.“

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Enges Verhältnis zwischen Preetz und Friedrich

Preetz, der zuletzt von Jürgen Klinsmann heftig kritisiert worden war, erklärte zudem, dass er ein enges Verhältnis zu Friedrich habe. Außerdem sei dieser bereits jetzt schon jeden Tag mit auf dem Trainingsplatz und soll künftig als noch stärkeres Bindeglied zwischen Mannschaft und Klub-Führung auftreten. Damit würden die Berliner einen Weg einschlagen, den auch der Liga-Konkurrent aus Leverkusen geht. Hier ist mit Simon Rolfes ebenfalls ein Ex-Profi als Sportdirektor tätig und verbindet Mannschaft mit der Geschäftsführung Sport – in Leverkusen Rudi Völler. Gleichzeitig wäre dieses Gebilde auch ein komplettes Gegenteil zum von Klinsmann angestrebten Gerüst. Dieser wollte deutlich mehr Kompetenzen und im Prinzip die Rollen des Trainers und Sportdirektors kombinieren.

Seuchen-Saison für die Hertha

So oder so dürfte den Berliner in der derzeitigen Situation jeder Veränderungen bringende Lösungsansatz gut gefallen. Muss er aber auch. Bisher gleicht die Saison einer Katastrophen-Spielzeit. Von den großspurigen Europa-Plänen vor Saisobeginn ist wenig geblieben. Stattdessen blickt man in der Hauptstadt aktuell auf den 13. Tabellenplatz. 28 Punkte wurden erst eingefahren, nur sechs mehr als Düsseldorf auf dem Relegationsrang. Bei noch neun verbleibenden Spielen ist hier noch eine Menge Bewegung möglich. Und gut präsentieren konnten sich die Herthaner zuletzt nicht. In den vergangenen fünf Partien in der Bundesliga wurde nur ein Sieg eingefahren. Den gab es beim 2:1 gegen den SC Paderborn. Danach folgten ein bitteres 0:5 gegen Köln, ein 3:3 gegen Düsseldorf und ein 2:2 gegen Werder Bremen.

Erschwert wird die Ausgangslage in Berlin derzeit ganz besonders durch die Ausbreitung des Corona-Virus. Während andere Clubs zumindest individuell trainieren können, fällt dies bei den Berlinern aufgrund der Quarantäne größtenteils aus. Ursprünglich war geplant, am 17.März wieder mit dem Team-Training zu beginnen. Durch den Infektionsfall ging der Weg dann allerdings nicht auf den Trainingsplatz, sondern in häusliche Quarantäne. Noch bis Ende des Monats müssen sich die Kicker also in den eigenen vier Wänden mit Lauf- und Stabilitätsübungen beschäftigen. Wie es konkret mit dem Fußball in Deutschland weitergeht, ist offen. Als angepeiltes Ziel für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs gilt ein Termin Mitte Mai. Am 31. März wird auf einer Versammlung der 36 Profi-Vereine dann geklärt, ob dieser Termin realistisch einzuhalten ist.

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Hertha BSC: Wird Arne Friedrich neuer Sportdirektor?
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