Wann soll die 3. Liga ab Mai acht Nachholspiele unterbringen? 27 Spieltage sind derzeit absolviert. Demzufolge stehen noch elf Spiele aus. Sollte die EM verschoben und die Spielphase verlängert werden, ist es freilich noch möglich. Allerdings gilt dies nur dann, wenn die Pause wegen Corona, die aktuell bis zum 30. April 2020 in der 3. Liga festgelegt ist, nicht noch verlängert wird. Zeitlich gibt es eine ziemlich klare Grenze. Denn zum 30. Juni laufen bei vielen Spielern Verträge aus. Spätestens ab diesem Zeitpunkt brauchen die Vereine Planungssicherheit für die nächste Saison – bestenfalls natürlich früher schon.

Wer die Medien bezüglich des Fußballs in den letzten Tagen verfolgt hat, der bekam unterschiedliche Ideen über den kommenden Saisonverlauf vorgestellt. Von einer Austragung der verbliebenen Spiele unter Ausschluss der Zuschauer, über die Beendigung der Spielzeit mit den aktuellen Plätzen, bis hin zur vollständigen Annullierung kursieren unterschiedliche Vorstellungen. Doch kein Szenario ist nach unserer Auffassung von Ostfußball optimal auf die 3. Liga zugeschnitten.

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1. Darum macht es wenig Sinn Geisterspiele auszutragen

In der 1. Bundesliga und ebenso im Unterhaus könnte es so kommen. Die Vereine betreten irgendwann wieder das Spielfeld. Der Ball rollt wieder. Und der Fußballfan, der vielleicht noch zuhause bleiben muss, hat ein wenig Zerstreuung. Hört sich gut an? Bedeutet aber für die Clubs Einbußen bei den Einnahmen. Die Erst- und Zweitligisten werden diese finanziellen Einschnitte mehr oder weniger gut verkraften. Anders sieht es hingegen in der 3. Liga aus. Hier gibt es starke Unterschiede. Doch einige Clubs, die ohnehin finanziell schon angeschlagen sind, könnten an den ausbleibenden Einnahmen zerbrechen.

Bet at Home Bonus Banner 100 EuroTeams wie Duisburg, Braunschweig, Kaiserslautern oder Hansa Rostock kommen auch in der 3. Liga mit einer großen Fanbasis daher. 19 Heimspiele in der Saison sind einkalkuliert. Darauf begründet sich natürlich ein Stück weit die Saisonplanung. Es wird ein Budget aufgestellt, welches die Einnahmen und Ausgaben umfasst. Auf der Einnahmeseite fällt ein wichtiger Baustein weg. Wo in den ersten Ligen die Fernsehgelder und Sponsoring-Einnahmen einen Großteil der Einkünfte ausmachen, sind die Zuschauereinnahmen in Liga drei ein nicht zu unterschätzender Faktor. Natürlich wäre es möglich Geisterspiele anzusetzen. Finanziell wäre vielen Clubs damit aber nicht geholfen.

2. Darum kann die Saison an dieser Stelle nicht beendet werden

Ein weiterer Vorschlag ist immer mal wieder zu vernehmen. Wenngleich es zu früh für eine solche Entscheidung ist, könnte die Saison an der aktuellen Stelle beendet werden. Die ersten Clubs steigen auf und Letzten der Tabelle steigen ab – wie vorgesehen. Nur eben mehrere Wochen früher. Von Fairness bräuchten wir hier jedoch gar nicht reden. Damit sich die Absteiger nicht benachteiligt fühlen, sind sogar nur Aufsteiger im Gespräch – vier Stück je Liga. Damit würde im Zweifel nur die 1. Bundesliga auf 22 Mannschaften anwachsen. Nur zum Vergleich: Die Premier League (England), Primera Division (Spanien), Ligue One (Frankreich) und Serie A (Italien) haben ohnehin 20 Profi-Clubs im Ligabetrieb involviert. Eine Aufstockung käme damit nicht nur kurzfristig in Frage. Und mal eine Spielzeit mit 22 Teams durchzuziehen und in der Saison darauf mehr Mannschaften absteigen zu lassen, wäre durchaus eine Option.

Hört sich doch gut an? Wo liegt also das Problem? Wenn du die ersten vier Clubs in der 3. Liga aufsteigen lässt, freuen sich Duisburg, Mannheim, Unterhaching und Meppen. Die Meppener haben 42 Punkte auf dem Konto. Das Gleiche gilt für die Plätze fünf und sechs. Dahinter tummeln sich weitere vier Vereine mit einem Zähler weniger. Anders gesagt: Rang zehn und vier trennt nur ein Zähler. Bei so einem knappen Spielstand innerhalb der Liga scheint es wirklich nicht fair, fix vier Aufsteiger festzulegen. Sollten sogar die Absteiger fixiert werden sollen, könnten sich zumindest die Zwickauer beschweren, die nur einen Punkt vom rettenden Ufer entfernt sind.

3. Ist eine Annullierung also die letzte Möglichkeit?

Ähnlich wie die Beendigung der Liga mit dem jetzigen Punktestand ist eine Annullierung nicht optimal. Dabei würden alle erspielten Ergebnisse der bisherigen Saison einfach für ungültig erklärt. Die 3. Liga würde in der nächsten Saison mit den gleichen Teilnehmern starten. Natürlich freuen sich darüber zumindest die letzten vier Clubs, darunter Carl Zeiss Jena und der FSV Zwickau. Auch der Hallesche FC, der Chemnitzer FC und der 1. FC Magdeburg, die nur knapp oberhalb der Abstiegsränge zu finden sind, würden sich mit Sicherheit nicht beschweren. Doch immerhin gibt es drei Vereine, die aktuell die Aufstiegsplätze belegen.

Dabei handelt es sich um den MSV Duisburg, Waldhof Mannheim und um die SpVgg Unterhaching. Zumindest bei den Meppenern und den Unterhachingern war mit dieser guten Platzierung im Vorfeld nicht unbedingt gerechnet worden. Demzufolge wäre die Enttäuschung groß, sollte der Coronavirus ihnen diese Chance verbauen. Um Zweifel ist es wirklich schwer zu erklären, warum die obersten Clubs jetzt nicht aufsteigen sollen. Umgekehrt ist der Vorsprung zu den Verfolgern nicht so groß. Sie hätten also noch Chancen auf den Aufstieg gehabt.

Bislang steht nur eins fest: Die kommenden Wochen werden spannend. Und bislang ist nicht entschieden, wie es mit der Saison 19/20 in der 3. Liga zu ende geht.

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Wegen Corona gehen der 3. Liga die Optionen aus!
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