In der 3. Liga werden die offenen Spieltage von Woche zu Woche immer weniger. Schlecht für den FC Hansa Rostock, denn die Koggen-Kicker brauchen im Aufstiegsrennen eigentlich dringend Punkte. Besonders bitter: Am letzten Spieltag wurde eine große Chance auf den direkten Anschluss nach oben durch ein 0:1 gegen Münster verpasst. Die gute Nachricht: An der Tabellensituation hat sich grundlegend nicht viel geändert.

Allerdings muss die Mannschaft von Trainer Jens Härtel jetzt unbedingt wieder dreifach punkten. Andernfalls dürften die Hoffnungen auf die heißen Plätze bereits nach diesem Spieltag platzen. Mit Eintracht Braunschweig wartet ein Aufstiegsaspirant auf die Hansa – es gibt definitiv leichtere Aufgaben.

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Rostock mit Nullnummer gegen Preußen Münster

Die Gesichter beim FC Hansa Rostock waren nach dem Schlusspfiff am letzten Spieltag in Münster lang. Eigentlich wollten die Ostsee-Kicker gegen den abstiegsgefährdeten Hausherren drei wichtige Punkte im Aufstiegsrennen mitnehmen. Ein Dreier hätte die Kogge direkt wieder ins Rennen um die Aufstiegsplätze gebracht. Das allerdings muss nun erst einmal verschoben werden. Wenig überraschend saß der Schmerz der Hansa-Akteure nach diesem Spiel tief. Gut möglich, dass in ein ein paar Wochen genau diese Niederlage als Knackpunkt bezeichnet werden kann. Besonderer Pechvogel der Partie: Nils Butzen. Der steuerte beim 0:1 aus Hansa-Sicht den einzigen Treffer des Tages bei. Leider durch ein unglückliches Eigentor. Nach einer Ecke in der 67. Minute wuchtete Preußen-Verteidiger Steurer den Ball per Kopf auf den Hansa-Kasten. Keeper Kolke konnte parieren, wehrte den Ball allerdings gegen das Knie von Butzen ab. Von dortaus sprang der Ball ins Tor.

Butzen erklärte nach dem Spiel: „Ich war mit in der Szene unsicher, ob ich hin- oder weggehen soll und dann kriege ich den Ball unglücklich ans Knie.“ Auch Torhüter Kolke haderte nach dem Spiel mit der Leistung der Elf, erklärte aber auch, dass es keine „grottenschlechte Leistung“ gewesen ist. Dennoch müsse man nach so einem Spiel zumindest mit einem 0:0 nach Hause fahren, so Kolke.Bwin Bonus Banner 100 Euro

Härtel: Auftritt zeigte in die richtige Richtung

Sichtlich verärgert war nachdem Apfiff auch Cheftrainer Jens Härtel. Der konnte so aber umso mehr Verständnis für die Verärgerung seiner Mannschaft aufbringen. „Die Jungs sind enttäuscht und stinksauer, weil wir unsere Tormöglichkeiten nicht nutzen und so ein blödes Eiertor fressen“. Der Grund für die Niederlage liegt laut Härtel vor allem im Auftritt in der zweiten Hälfte. Hier sei die Hansa zwar durchaus dominant aufgetreten „aber wir haben in der Offensive nicht mehr so effektiv die Räume bespielt wie in der ersten Hälfte“, so der Chefcoach. „In vielen Situationen hat auch nur eine Fußspitze gefehlt.“

Trotz des unglücklichen Ausgangs kann Härtel der Partie laut eigener Aussage aber durchaus etwas Positives abgewinnen. Die Mannschaft sei mit ihrem Auftritt in eine richtige Richtung gegangen, betonte der Cheftrainer. Leider habe man den Gegner mit einigen schlechten Bällen wieder ins Spiel gebracht. Kapitän Julian Riedel erklärte zudem, dass sich der Druck auf die Truppe nach diesem Ergebnis nicht verändert habe: „Wir wollen unseren Aufwärtstrend unabhängig von der Tabelle fortsetzen. Wir werden weiter Gas geben und sehen, wo uns das am Ende hinführt.“ Aktuell trennen die Elf von Jens Härtel fünf Punkte vom Aufstiegs-Relegationsplatz und Waldhof Mannheim – hier ist also noch einiges möglich. Allerdings sind es auch nur sieben Punkt Vorsprung bis zum ersten Abstiegsplatz. Auch hier ist also noch Spielraum vorhanden.

Duell gegen Braunschweig als letzte Chance?

Auch deshalb dürfte die Partie gegen Eintracht Braunschweig fast schon als finale Chance für die Hansa bezeichnet werden. Aktuell sind die Braunschweiger als Tabellensechster drei Zähler vor den Härtel-Kickern. Mit einem Dreier würde sich der Ost-Club also selber wieder ins Rennen schießen. Bei einer Niederlage jedoch könnten die Braunschweiger ihren Vorsprung auf die Kogge auf sechs Punkte anheben. Dann dürfte es schwer werden, noch einmal ernsthaft in das Aufstiegsrennen einzugreifen. Ein möglicher Vorteil für die Hansa: Man spielt im eigenen Stadion. An der Ostsee sind die Härtel-Kicker eine echte Macht. In 13 Heimspielen wurden 24 Punkte eingefahren. Aktuell ist der FC damit die drittbeste Heimmannschaft der Liga. Das allerdings ist gegen Braunschweig noch lange keine Garantie. Die Niedersachsen holten in zwölf Auswärtsspielen 19 Punkte. Das kann sich mehr als sehen lassen.

Insgesamt ist die Eintracht in der Formtabelle zudem sogar noch leicht vor der Hansa zu finden. Aus den vergangenen fünf Spielen holte Braunschweig in der Liga acht Punkte, die Koggen-Kicker sieben Zähler. Für Hansa spricht aber die jüngste Bilanz. Zwei der vergangenen drei Duelle gewannen die Rostocker. Ganz ausgeträumt ist der Traum vom Aufstieg in die 2. Bundesliga alo noch nicht – noch

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Hansa Rostock: Letzte Chance Braunschweig?
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