Am 26. Spieltag durfte Dynamo Dresden wegen Quarantäne-Maßnahmen nicht spielen. Doch obwohl die Elf von Trainer Markus Kauczinski gar nicht auf dem Platz stand, war sie der große Verlierer des Spieltages. Denn im Kampf um den Klassenerhalt haben die Dresdener verloren. Schlussendlich gingen die Positionen 17 (Karlsruher SC) und 16 (SV Wehen Wiesbaden) nämlich jeweils als Sieger vom Platz. Und damit ist es nochmal ein Stück schwerer geworden, das rettende Ufer zu erreichen. Obendrein muss Dynamo noch ein Spiel pausieren. Und dann würde mit großen Trainingsrückstand in die Englische Woche gestartet. Ein ehemaliger Nationalspieler spricht sogar offen von einer Wettbewerbsverzerrung zu Ungunsten der Dresdener.

Natürlich lassen wir von Ostfußball es uns nicht nehmen, einmal ganz genau hinzuschauen. Welche Partie könnte eventuell noch verlegt werden? Und warum wird schon jetzt sehr konkret von einer Verzerrung des Wettbewerbs gesprochen? Eines steht in jedem Fall fest: Wenn der Re-Start in der 2. Bundesliga Thema ist, steht die SG Dynamo Dresden als Letzter der Tabelle aktuell im Blickpunkt. Können sich die Dresdener noch aus der Affäre ziehen?

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Weitere Spielverlegung für Dynamo Dresden: Spielerschutz vs. Belastung?

Der Kader der Sachsen befindet sich aktuell in häuslicher Quarantäne. Zwei Spieler der Dresdener wurden positiv auf das Virus getestet. Ein Spiel hat die Mannschaft deshalb schon versäumt. Gemeint ist die Partie in Hannover. Und am kommenden Wochenende hätte die Begegnung gegen die SpVgg Greuther Fürth auf dem Spielplan gestanden. Ebenfalls abgesagt! Damit sind schon zwei neue Termine zu finden. Doch das Dilemma endet nicht an dieser Stelle. Wenn Dynamo Dresden ins Training einsteigt, haben sie ungefähr vier Tage, um sich auf das Spiel bei Tabellenführer Arminia Bielefeld vorzubereiten. Denn ausgerechnet zu dieser Zeit findet eine Englische Woche statt. Und das Los ist mit dem Ersten der 2. Liga denkbar schwer. Das wäre nicht gerade der perfekte Start für die Kauczinski-Elf.

bet365 Bonus Banner 100 EuroAllerdings ist eine Alternative im Gespräch. Tatsächlich könnte das Spiel zu Gast bei Arminia Bielefeld ebenfalls verlegt werden. In diesem Fall würden die Dresdener erst am 29. Spieltag mit ihrem Heimspiel gegen den VfB Stuttgart einsteigen. Auch dieses Startprogramm wäre hart. Doch jetzt hatte die SG Zeit für die Vorbereitung gehabt. Zumindest eine Woche Mannschaftstraining würde die Gefahr auf Verletzung mindern und die Eingespieltheit fördern. Doch diese Problemlösung wirft neue Herausforderungen auf. Denn damit wäre der Mai praktisch gelaufen. Und Dresden hätte für den Juni drei Nachholspiele vor der Brust. Eine weitere englische Woche ist ohnehin eingeplant. Und damit würde die SG Dynamo Dresden vermutlich jede Woche zwei Spiele absolvieren müssen. Da der Kader nicht für die Champions oder Europa League konzipiert ist, wäre die Belastung sehr hoch.

Stößt das DFL-Konzept hier an seine Grenzen? Nein, denn die Deutsche Fußball Liga hat sich einerseits vorgehalten, die Saison eventuell erst im Juli zu beenden. Außerdem könnten die Spiele der Dresdener gerade noch so in den Plan bis Ende Juni integriert werden.

Ist diese Ausgangslage als Wettbewerbsverzerrung für Dresden zu werten?

Schon der 26. Spieltag lief in Gänze gegen Dynamo Dresden. Selber wurde ihnen ein Nachholspiel aufgebürdet. Und die Konkurrenz vom KSC und aus Wehen Wiesbaden hat ihre Aufgaben gemeistert. Jetzt sind es drei Punkte Rückstand auf den Vorletzten, sowie vier Zähler auf den Relegationsplatz. Und mindestens ein weiteres Spiel, vielleicht sogar derer zwei, schauen die Akteure von Dynamo nur zu. Der Rückstand wird voraussichtlich weiter anwachsen. Und damit wächst ebenso der Druck, welcher auf den Spielern liegt. Denn bei einer größeren Differenz zum rettenden Ufer ist es nur schwer möglich die Moral aufrechtzuerhalten.

Dazu hat sich Ulf Kirsten als ehemaliger Dresdener zu Wort gemeldet: „Den Spielern fehlen 14 Tage Training, was das Verletzungsrisiko erhöht. Zudem erhöht sich der Druck auf Dynamo als Tabellenletzten noch einmal, wenn die Konkurrenz in der Zeit den Vorsprung vergrößert, in der Dresden nicht spielen darf. Das ist Wettbewerbsverzerrung.“ Gegenüber der SportBild fügte der ehemaliger Nationalspieler noch an: „Ich frage mich, ob man das mit renommierten Vereinen auch so gemacht hätte.“ Sollte Dresden sein erstes Nachholspiel gewinnen, wäre der Klassenerhalt nicht weit entfernt. Derzeit hat die SGD nämlich 24 Punkte, mit einem weiteren Dreier wären es sogar 27 Zähler, auf dem Konto. Fünfzehnter sind die Nürnberger, die mit 29 Punkten kaum besser dastehen.

Doch der Weg dorthin ist beschwerlich. Andere Teams haben über den Rest der Saison eine geringe Belastung zu ertragen. Und Dresden muss trotz Punkterückstand Moral zeigen. Dass manch ein Verantwortlicher der Dresdener sich ungerecht behandelt fühlt, ist naheliegend. Andererseits kann diese Saison kaum ohne Gewinner und Verlierer zu einem Ende gebracht werden. Während der aktuellen Gesundheitskrise gibt es immer Clubs, die sich benachteiligt fühlen – nicht ganz zu Unrecht. Gerade jetzt, wo ein Auf- und Abstieg als beschlossen gilt, trifft es am ehesten die abstiegsbedrohten Vereine. In der 1. Bundesliga beispielsweise hat der SV Werder Bremen, der ebenfalls mit Verzögerung ins Training einsteigen musste, noch ein Nachholspiel gegen Eintracht Frankfurt zu absolvieren.

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Dynamo Dresden Trainingsrückstand und Wettbewerbsverzerrung
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