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Schlagwort: Halle

Mitteldeutsche Zeitung kooperiert mit Red Bull Leipzig

Mitteldeutsche Zeitung bietet Red Bull Leipzig Infoportal

Bisher gab es in Sachen Red Bull Leipzig lediglich nur eine Haus,- und Hofberichterstattung durch die Leipziger Volkszeitung. Doch nun wurde dieses Angebot auch auf die Nachbarstadt Halle in Sachsen-Anhalt erweitert. Mit RBLive will man so neue Fans für das künstliche Projekt eines österreichischen Milliardärs mit originellem Namen “RasenBallsport” in Leipzig gewinnen. Nicht wenige Hallenser und Fans des Halleschen FC fühlen sich jedoch davon provoziert.

mz web

(…) RBLive! ist der Newsblog für Fans von Fußball-Bundesligist RasenBallsport Leipzig. Hier finden Sie alle Informationen und Neuigkeiten rund um die „Roten Bullen“: übersichtlich, schnell, kompakt, medienübergreifend. Ob Blogs, Social Media oder die Nachrichtenportale der nationalen und internationalen Medienlandschaft: Auf RBLive! trägt die Redaktion alle Neuigkeiten rund um Leipzigs Erstligisten zusammen.

Betrieben wird RBLive! von der Mediengruppe Mitteldeutsche Zeitung. Die Nachrichten werden von den RB-Reportern der MZ, der MZ-Sportredaktion sowie von „Rotebrauseblogger“ Matthias Kießling auf allen Sport-Portalen im Internet sowie in zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften gesucht, gefunden, zusammengefasst und an dieser Stelle veröffentlicht (…)

Foto & Text: [rblive.de]

Das man sich damit nur wenig Freunde an der Saale macht, sollte wohl in der MZ-Redaktion klar sein. Und so wird mittlerweile in zahlreichen sozialen Netzwerken und Fanforen zur Beendigung eventueller Abonnements  aufgerufen. Für Gegner des Angebot der Mitteldeutschen Zeitung gibt es dafür nun online die Möglichkeit das Abo mit nur einem Klick zu kündigen.

So bietet Aboalarm mit dem Link: “Jetzt Mitteldeutsche Zeitung kündigen. Garantiert” einen schnellen und effizienten Service an. Schon jetzt sieht die Bilanz seit 1998 katastrophal, für das im Süden von Sachsen-Anhalt erscheinende Printmedium, aus. Über 50% der werten Leserschaft hat in diesem Zeitraum das Vertrauen entsagt, mit solchen Entscheidungen werden es nun sicherlich noch deutlich mehr werden. Und mit Onlineangeboten sind bekanntlich im Vergleich zu Printangeboten nur “Cents” zu verdienen.

HFC Karten-Desaster by meyview.com

Ein paar nette Worte aus der Nachbarschaft zum Thema: HFC-Fans sind sauer auf Präsident Schädlich

(…) Angenommen, nur mal angenommen, man wäre aus Dresden. Und nicht aus Magdeburg. Siegpunkt Eins? Weiter angenommen, man würde sich in Dresden zu einem fußballerisch amtierenden Drittliga-Verein hingezogen fühlen, und nicht in Magdeburg. Siegpunkt Zwei? Darüber hinaus angenommen, man würde – was in der aktuellen 3. Liga zwangsläufig ist – zu einem anstehenden Auswärtsspiel beim Halleschen FC (HFC) antreten müssen und dabei ein wenig von den sich zum 1. FC Magdeburg hingezogenen Bördemenschen lernen wollen. Wäre das dann etwa Siegpunkt Drei? Bereits im Vorabbereich der Drittliga-Begegnung am 7. Februar zwischen Hallescher FC und Dynamo Dresden zum diessaisonalen 24. Spieltag?

Man könnte ja, angenommen, dieser Tage jetzt vielleicht in Halle unterwegs sein. Unfreiwillig oder freiwillig. Sagen wir mal, in der Nähe des Wosz-Fanshops. Beispielsweise. Und dabei ob der Witterung ein rot-weißes Zipfelmützelchen auf dem Haupt tragen. Oder ein ebenso gefärbtes Schälchen um den zuweilen frostig gefährdeten Hals. Als fußballerisch interessierter Dresdner, der nicht aus Magdeburg stammt, vielleicht eher unwahrscheinlich. Aber im Bereich der Möglichkeiten. Theoretisch. In Sachsen-Anhalt ist so einiges möglich. Also in Halle. Wo wir ja gerade unterwegs sind. In Gedanken. Einfach so.

Als nicht nur von Magdeburgern durchaus lernfähiger Dresdner könnte man seinen, wenn überhaupt ausgeprägt vorhandenen, sächsischen Dialekt verstellen. Zum Beispiel im Wosz-Fanshop. In Halle. Und eine sachsen-anhaltinische Mundart – so es diese denn wirklich gibt – nachahmen. Oder sächsisch-anhaltinisch. Irgendwie. Geschickt angelernt. Aber beileibe nicht von Magdeburgern. Sondern im Selbststudium. Lernfähig eben. Als weltoffener Dresdner. Mitunter.

Derweil im Wosz-Fanshop – oder bei Tim Ticket beziehungsweise PS Union – der kurzzeitig vom HFC gestoppte Kartenvorverkauf für das Heimspiel gegen Dynamo Dresden wieder anläuft, erinnern wir uns.

“Bei der 1:2-Derbypleite gegen den FCM waren fast 4.000 Gästeanhänger im Erdgas Sportpark erschienen. Das normale Kontingent bei solch einem Sicherheitsspiel liegt bei 1.200 Tickets. So etwas soll nicht noch einmal passieren“ (Mitteldeutsche Zeitung Online, 25. Januar).

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(hallescherfc.de – Screenshot: O.M.)

Der Hallesche FC scheint lernfähig. Oder täuscht der Schein? Apropos täuschen. “Der Verkauf von maximal 4 Tickets pro Person an den o.g. VVK-Stellen erfolgt ausschließlich an HFC-Mitglieder bzw. HFC-Dauerkartenbesitzer und an Anhänger welche unserem Halleschen FC zuzuordnen sind“ (Faninformation des HFC, 25. Januar).

Aus Fehlern lernen, heißt siegen lernen. Ein Slogan, der dem HFC zuzuordnen ist? Hand in Hand mit dem Ticketing-Dienstleister. Der wiederum versichert, “dass aktuell mehr als 95 Prozent der bisher verkauften 1.169 Tickets für die Blöcke 6 bis 10 halleschen Anhängern zuzuordnen sind“. Und überhaupt: “Am Spieltag selbst erhalten Personen, welche augenscheinlich als Anhänger der SG Dynamo Dresden zuzuordnen sind, ausdrücklich keinen Zutritt für diese Blöcke auf der BWG-Tribüne“ (HFC-Faninformation).

So zuordenbar lernfähig braucht sich wohl HFC-Präsident Michael Schädlich nicht – wie nach dem letzten “Vorverkaufsdesaster“ (Mitteldeutsche Zeitung) – noch einmal bei den Hallenser Fans entschuldigen.

Wobei: “Manche Menschen sind derart perfekte Verwandlungskünstler, dass man sie ohne weiteres der Gattung des Chamäleons zuordnen könnte“ (Helga Schäferling). Aber das wäre dann schon wieder eine andere Geschichte. Abseits des Fußballs. Vielleicht. Und schwer zuzuordnen (…)

Quelle: meyview.com

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