Langsam aber sicher entwickelt sich die Suche nach einem neuen Coach für Carl Zeiss Jena zu einer echten Nervenprobe. Eigentlich ist Lukas Kwasniok noch gar nicht sonderlich lange Weg, allerdings holten sich die Jenaer in den vergangenen Tagen gleich mehrfach eine Absage ein. Darüber hinaus wurde Karsten Neitzel als „Objekt der Begierde“ ebenfalls vergrault. Der Druck steigt auf Carl Zeiss, denn unbedingt leichter wird die Trainersuche nach den teilweise peinlichen Aktionen in den letzten Tagen nicht.

Fakt ist, dass auch Wunschkandidat Timo Rost den Platz auf der FCC-Bank dankend ablehnte. Verbaut hat sich der Club den Weg offenbar auch in dem Fall selbst. Wer soll den abgeschlagenen Kahn aus Jena mit nur einem Punkt am Tabellenende bloß wieder auf Kurs bringen?

Horror-Saison droht: Nur ein Punkt aus elf Partien

Die Fans vom FC Carl Zeiss Jena sind derzeit wahrlich nicht zu beneiden. Das eigene Team konnte in bisher elf Spielen in der 3. Liga erst einen einzigen Punkt einfahren und steht damit am Ende der Tabelle. Besonders kritisch: Der Rückstand auf den Vorletzten aus Chemnitz liegt schon bei ganzen acht Punkten. Es wird also höchste Zeit, dass sich endlich etwas tut in Jena. Mindestens genauso schlimm wie die sportlichen Auftritte sind in den letzten Tagen allerdings auch die generellen Auftritte des Vereins. Speziell mit Blick auf die Trainersuche häufen sich hier die Fragezeichen.
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Alles begann im Prinzip damit, dass der Verein deutlich zu lange an Ex-Coach Kwasniok festhalten wollte. Immerhin: Diese etwas negative Ausdauer bezeichnete Präsident Klaus Berka rückblickend zumindest als Fehler. Jetzt aber liegt der Druck unweigerlich höher. Nach der kurzen Pause geht es in das wichtige Spiel gegen die Würzburger Kickers. Und dort würde Jena im Idealfall gerne mit einem neuen Coach an der Seitenlinie punkten. Doch das Feld der möglichen Kandidaten wird dünner und dünner.

Rost sagt ab, Neitzel wird abgesagt

Der erste Kandidat, der nach Kwasniok im Rennen um den Trainerposten war, war gleichzeitig auch der offizielle Wunschkandidat der Jenaer: Timo Rost. Beide Parteien sollen sich offenbar zu großen Teilen bereits einig geworden sein, ehe Rost in letzter Minute doch noch einen Rückzieher machte. Die Gründe hierfür wurden zumindest auf Seiten von FCC lange Zeit eher bedeckt gehalten. Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, soll es aber in gleich mehreren Bereichen Meinungsverschiedenheiten gegeben haben. Eine davon offenbar über das Honorar des Beraters von Rost, eine andere über einen möglichen Co-Trainer. Den wollte Rost selbst mitbringen, der Verein war von dieser Idee wohl nicht ganz angetan. Ebenso soll ein Vertrauter von Rost diesem nach dem Spiel in Kaiserslautern am letzten Spieltag (1:3) dazu geraten haben, die kriselnden FCC-Kicker lieber nicht zu übernehmen.

Aufgrund der Absage von Wunschkandidat Rost entschied man sich dann dazu, Kontakt zu Karsten Neitzel, dem Ex-Coach von Rot-Weiss Essen, aufzunehmen. Neitzel hatte bereits zuvor Gespräche mit den FCC-Verantwortlichen geführt und freute sich laut eigener Aussage enorm, als nach der Absage von Rost tatsächlich ein Anruf aus Jena kam. Der Deal schien in trockenen Tüchern, bis rund 30 Minuten später das Telefon bei Neitzel noch einmal klingelte. Am Apparat war erneut Jena-Geschäftsführer Chris Förster. Dieser erklärte Neitzel, dass er aufgrund von Unstimmigkeiten im Gremium jetzt doch nicht neuer Trainer beim FCC werden könne. Neitzel dazu gegenüber „Reviersport”:

“Der FC Carl Zeiss Jena ist für mich, unabhängig von der Liga-Zugehörigkeit, als traditionsreicher ostdeutscher Verein immer eine interessante Adresse. Ich hätte gerne für den Verein gearbeitet.”

Die Uhr tickt: Bisher kein Fortschritt bei der Trainersuche

Bis zum nächsten Auftritt in Würzburg bleiben zwar noch ein paar Tage Zeit, dennoch wird sich der neue Trainer sicherlich auch mit einer gewissen Vorbereitungszeit an seine neue Aufgabe heranwagen wollen. Wie es jetzt weitergeht, scheint derweil aber noch ein bisschen unklar. Ebenfalls ein vielversprechender Kandidat war bis vor wenigen Tagen auch Andreas Golombek, der zuletzt die Sportfreunde Lotte trainierte. Auch hier heißt es aber, dass Jena dem Coach abgesagt hat. Carl Zeiss wäre allerdings nicht Carl Zeiss, wenn nicht auch jetzt schon wieder ein paar potenzielle Kandidaten die Runde machen würden. Heiße Kandidaten sollen demnach Rico Schmitt (vorher VfR Aalen) und Ersan Parlatan vom Berliner AK sein. Bis einer der neuen Kandidaten möglicherweise zusagt, bleibt die Betreuung der Mannschaft also erst einmal die Aufgabe von U21-Coach Christian Fröhlich.

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Carl Zeiss Jena: Neitzel war für halbe Stunde neuer Coach
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