Eine Krise wollen sich die Macher bei RB Leipzig nicht andichten lassen. Tatsächlich gibt es dafür eigentlich auch keinen Grund. Denn die Bullen-Elf belegt in der 1. Bundesliga den zweiten Platz. Und sie stehen nur einen Punkt hinter dem Rekordmeister aus München, dem sie neulich noch bravurös Paroli geboten haben, zurück. Hätten wir RasenBallsport diese Aussicht zum 21. Spieltag der Saison 19/20 angeboten, sie hätten wohl sofort zugegriffen. Warum wird also medial eine Krise herbeigeredet? Ein Grund ist, dass die Tabellenspitze abgegeben wurde. Von der Herbstmeisterschaft redet längst niemand mehr. RB Leipzig wurde vom Verfolgten zum Verfolger.

Eine positive Deutung der bisherigen Saison ist jedoch problemlos möglich. Denn die Leipziger halten oben mit. Sie stehen drei Zähler vor Borussia Dortmund und sind auf Kurs in Richtung Champions League. Damit sind die wichtigsten Ziele erreicht. Außerdem geht es in der Königsklasse, wo der Ostclub aus Deutschland ebenfalls noch vertreten ist, bald gegen die Tottenham Hotspur. Es bleibt also noch genug Zeit, um sämtliche Kritiker verstummen zu lassen.

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Warum RB Leipzig keine Krise hat!

Der Auftritt gegen den FC Bayern München macht Mut

Wir wollen gar nicht lange um den heißen Brei herumreden. Kaum hat RB Leipzig mal vier Spiele in Folge nicht gewonnen, heißt es Krise. Doch wollen wir uns diese Partien, insbesondere das letzte Ligaspiel, einmal näher ansehen. Doch fangen wir mit dem 0:2 in Frankfurt an. War RB dort ohne Chance? Nein! Sie hatten mehr vom Spiel, brachten aber nicht die nötige Konzentration und Konsequenz auf das Feld. Und wie war es beim 2:2 gegen die Gladbacher? Wenngleich eine Rote Karte für die Fohlen das Unentschieden begünstigt hat, zeigten die Bullen doch eine große Qualität zum Comeback. Chancentechnisch war die Nagelsmann-Elf erneut überlegen. Natürlich hätte dieses Spiel trotzdem mit einer Niederlage enden können. So wie die 1:3 Pleite im Pokal. Erneut verloren die Leipziger gegen Frankfurt. Ein leichtes Chancenplus des Ostteams soll nicht darüber hinwegtäuschen, dass die SGE die besseren Gelegenheiten bekam.

Tipico Bonus Banner 100 EuroZunächst möchten wir festhalten, dass diese drei Spiele, die jeweils nicht mit einem Sieg endeten, immer eine konkurrenzfähige Mannschaft von Leipzig gezeigt hat. Dabei ging es zwei Mal gegen Eintracht Frankfurt und einmal gegen Borussia Mönchengladbach. Es handelte sich also durchaus um gute Kontrahenten. Zuletzt ging es gegen den FC Bayern München. Zunächst sah es so aus, als würden die Bayern mit den Leipzigern kurzen Prozess machen. Doch nach einer Eingewöhnung und insbesondere zur 2. Halbzeit, wendete sich das Blatt. RB wurde mutiger und hatte sogar den Sieg auf dem Fuß. Und in diesem Fall wäre die Lage an der Tabellenspitze jetzt vertauscht. Leipzig würde die 1. Bundesliga anführen und die Münchener wären wieder der Verfolger. So hat es nur zu einem 0:0 Unentschieden gereicht. Doch wer dem Rekordmeister in der Form von 2020 standhält, der ist mit Sicherheit nicht in einer Krise!

Bullen lernen mit Druck umzugehen

Es ist eine Teufelsspirale. Da wirst du als RB Leipzig Herbstmeister. Plötzlich schaut dir ganz Fußball Deutschland unter völlig anderen Gesichtspunkten zu. Einige Fans und Experten erwarten jetzt Siege. Und hinter dir rücken erfahrene Vereine wie Borussia Dortmund und Bayern München weiter heran. Hinzu kommt das überdurchschnittlich junge Alter der Truppe. Im Durchschnitt reden wir hier von 23,5 Jahren. Wobei einige Kandidaten, wie die Torhüter Gulacsi und Tschauner, sowie Kapitän Orban und Liebling Forsberg den Schnitt beachtlich anheben. Worauf wollen wir hinaus? So eine junge Truppe bringt in der Regel nicht konstant gute Leistungen. Die Leipziger machen das schon sehr gut. Und mit Druck umzugehen, will erst einmal gelernt sein.

Demnach war die Begegnung gegen den FC Bayern München auch eine kleine Reifeprüfung. Immerhin mussten die Bullen in die Allianz Arena reisen. Dort angekommen hatten sie die Akteure des FCB und die Fans gegen sich. Auch die Medien haben fest mit einem Sieg des Rekordmeisters gerechnet. Denn die Ausgangslage war wie für die Bayern gemalt. Der Rivale aus Dortmund verlor und selber hätte ein großer Schritt in Richtung Meisterschaft gegangen werden können. Alles was es dazu gebraucht hat, wäre ein Sieg bei RBL gewesen. Doch hier zeigten nicht nur die Leipziger, sondern ebenso die Münchener Nerven. Schlussendlich trafen nicht einmal die beiden Top-Torjäger der Saison: Dabei ließen Werner und Lewandowski durchaus Chancen liegen.

Darum fällt der Druck demnächst von RB Leipzig ab!

Aktuell reden die Medien noch gerne von der Krise, von einem Club, der jetzt seit vier Spielen nicht mehr gewonnen hat. Doch sind mit Gladbach, Bayern und Frankfurt auch drei schwere Gegner vom Tisch. Und wer kommt da als nächstes in die Red Bull Arena gereist? Die Rede ist von Werder Bremen. Innerhalb der Liga gibt es derzeit kaum ein Team, welches eine schwächere Form vorweist. Dennoch sollten die Leipziger gewarnt sein. Denn die Mannschaft von der Weser hat sich im Pokal gegen Borussia Dortmund durchgesetzt. Dennoch handelt es sich um eine Partie, wo es sehr wahrscheinlich ist, dass RB Leipzig seinen Favoritenstatus gerecht wird.

Anschließend steht die Fahrt zu den Tottenham Hotspur an. Hier ist RB Leipzig nicht der Favorit. Der Druck liegt damit auf der Gegenseite. Vielleicht gelten die Leipziger in der Königsklasse sogar noch als Underdog. Und diese Ausgangslage liegt den Bullen. Wenn es klappt, dann ist es gut. Geht es schief, kommt es immerhin nicht unerwartet. Eine Pleite im internationalen Duell mit Tottenham würde den Druck nicht erhöhen. In der Liga geht es anschließend jedoch wieder auf Schalke und gegen Bayer Leverkusen zur Sache. Die Leipziger arbeiten viele starke Kontrahenten schon zum Beginn der Rückrunde ab.

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RB Leipzig mit Ruhe aus der Nicht-Krise
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