Am heutigen Samstag findet das Finale der USA gegen die Niederlande statt. Doch Deutschland ist schon im Viertelfinale gegen Schweden rausgeflogen. Damit ist das gesetzte Ziel nicht erreicht worden. Und die Teilnahme an Olympia ist damit ebenfalls verfehlt. Dennoch können die Spielerinnen bei der Frauen-WM 2019 auf einige gute Spiele zurückblicken. Immerhin wurden in der Gruppenphase die vollen neun Zähler geholt. Weiterhin wurde Nigeria im Achtelfinale mit 3:0 bezwungen.

Schlussendlich hat es jedoch nur bis ins Viertelfinale gereicht. Daher stellt sich in unserer Einzelkritik die Frage, welche Kicker überzeugt haben und wo mehr hätte kommen müssen. Nachfolgend befassen wir uns daher mit der Bewertung der Fußballnationalmannschaft der Frauen. Hier eine kurze Zusammenfassung.

  • Torfrau: Meist ein souveräner Rückhalt. Aber nur wenig geprüft.
  • Abwehr: Über vier Spiele größtenteils mit souveräner Leistung. Etwaige Fehler wurden nicht bestraft.
  • Mittelfeld: Einige Tore sind aus dem Zentrum heraus erzielt worden. In Sachen Kreativität sicherlich ausbaufähig.
  • Angriff: Hat nicht in allen Partien überzeugen können.

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Torfrau: Der letzte Rückhalt in der Einzelbewertung

Zwischen den Pfosten der DFB-Frauen hütete Almuth Schult über das gesamte Turnier den Kasten. Wir müssen anmerken, dass die Schlussfrau in den meisten Spielen nur wenig zu tun hatte. Doch wenn sie einmal geprüft wurde, dann hat sie größtenteils starke Leistungen abgerufen. Innerhalb der Gruppenspiele gab es ein paar kleinere Wackler. Diese waren für das Turnier jedoch nicht entscheidend. Hervorzuheben sind ihre tollen Abwürfe und die Beherrschung des Strafraums.

Note: 2,0

Abwehr: WM-Frauen Bewertung der Verteidigung

In der Gruppenphase spielten die deutschen Frauen 1:0 (China), 1:0 (Spanien) und 4:0 (Südafrika). Schlussendlich wurde im Achtelfinale ein 3:0 (Nigeria) nachgelegt. Erst im Viertelfinale klingelte es im Tor der Deutschen. Dafür war auch die größtenteils stabile Defensive verantwortlich.

Für Verena Schweers war es ein schwieriges Turnier. Die Spielerin aus München kam mit Ausnahme des Spiels gegen Spanien immer zum Einsatz. Jedoch reichte es immer nur für eine Halbzeit. Danach folgte die Auswechslung. Ihr wuchtiger Körper half bei den Zweikämpfen. Doch ihr Passspiel ist noch verbesserungswürdig.

Note: 3,5

Carolin Simon stand nur im Eröffnungsspiel und im Viertelfinale in der Anfangself. Wo sie im Testspiel gegen Chile noch mit einem wunderschönen Treffer auf sich aufmerksam machte, blieb sie bei der WM in Frankreich eher blass. Gerade gegen die Schweden, wo die Deutschen letztlich ausgeschieden sind, machte sie eine eher unglückliche Figur.

Note: 3,5

Womit wir zu Marina Hegering kommen. Sie hat jedes Duell über die volle Distanz absolviert. Dabei konnte sie sich im Turnierverlauf steigern. Allerdings gilt dies ebenfalls nur bis zum Aufeinandertreffen mit den Schwedinnen. Herauszuheben ist ihr Drang zur Offensive. Bisweilen hat sie jedoch nicht die nötige Ruhe, was zu Fehlern führt.

Note: 3,0

Die Newcomerin Giulia Gwinn hat mit ihren gerade einmal 20 Jahren wohl am meisten überzeugt. Sie stand immer von Beginn an auf dem Feld. Im wichtigen Eröffnungsspiel traf sie zum 1:0 Sieg. In der Abwehr leistete sie sich keine entscheidenden Fehler. Und in der Offensive war der unbändige Willen zu erkennen.

Note: 2,0

Ebenfalls zum Abwehrverbund zählen wir Sara Doorsoun. Ihre Fehler gegen China blieben ohne Folgen. Anschließend wurde sie in der Verteidigung sicherer. Fehlerfrei ist sie dennoch nicht geblieben. Außerdem konnte sie das Spiel nur selten souverän und clever von hinten heraus aufbauen.
Note: 3,5

Mittelfeld: Zentrale der Frauenmannschaft in der Kritik

Die ersten zwei Spiele liefen schleppend. Die zwei folgenden Partien wurden relativ deutlich gewonnen. Der Spielaufbau funktionierte dabei mal besser und mal schlechter. Umso interessanter ist natürlich die Bewertung der Mittelfeldspielerinnen unserer Frauen Nationalmannschaft zur WM 2019 in Frankreich.

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Als Sechser agierte Melanie Leupolz. Dabei hatte sie ohne Frage die Aufgabe, die Abwehrkette zu unterstützen. Trotz solider Leistung nahm sie gegen Schweden und Spanien nur auf der Bank Platz. Gegen die Südafrikanerinnen konnte sie die Führung erzielen. Großartige Patzer erlaubte sie sich nicht.

Note: 2,5

Sara Däbritz war mit die auffälligste Spielerin. Sie schoss über den Turnierverlauf drei Treffer. Gerade das 1:0 gegen Spanien, der Endstand, war ein wichtiger Meilenstein. Flexibel einsetzbar war sie auf den Außen, wie in der Mitte zu finden.

Note: 1,5

Mit Lina Magull haben wir eine Fußballerin vorzustellen, die in Frankreich eine tolle Entwicklung genommen hat. Kam sie die ersten beiden Spiele nur von der Ersatzbank aus, war sie fortan gesetzt. Sie spielte einige schöne Pässe und zeigte mit den besten Einsatz im Team. Zuletzt steuerte sie sogar zwei Tore bei.

Note: 2,0

Die Jüngste im Team ist Lena Oberdorf. Lediglich im Duell mit Südafrika musste die U-17-Europameisterin auf der Bank platznehmen. Sie strahlte für ihre jungen Jahre eine großartige Präsenz aus. Dennoch fehlen noch ein paar Prozentpunkte, um dem Team in den entscheidenden Phasen zu helfen.

Note: 3,0

Angriff: Notenvergabe für die deutsche Offensivabteilung

Neun Tore konnten in fünf Spielen erzielt werden. Einige Treffer fielen aus dem Mittelfeld heraus. Allerdings macht eine gute Offensivkraft mehr aus, als nur das Erzielen von Treffern. Daher möchten wir uns anschauen, wie sich unsere Angriffsreihe beim Turnier in Frankreich verkauft hat.

Svenja Huth hatte ihr stärkstes Spiel wohl beim ersten Auftritt gegen China. Wenn wir jedoch die nächsten Spiele betrachten, blieb die Angreiferin eher unauffällig. Gegen Schweden setzte sie in der 1. Halbzeit Akzente. In den zweiten 45 Minuten, wie ihre Kolleginnen, ohne Zugriff zum Spiel.

Note: 3,5

Während des Turniers absolvierte Alexandra Popp bereits ihr 100. Länderspiel. Herzlichen Glückwunsch. Nach schwerem Start gelangen ihr gegen Südafrika und Nigeria zwei Treffer. Letztlich lief die flexiblere Angreiferin im Viertelfinale gegen Schweden auf der Sechs auf und wirkte dort etwas verloren.

Note: 3,0

Ein weiterer Jungspund schaffte es mit Klara Bühl in den Kader. 18 Jahre jung und pfeilschnell machte die Freiburgerin auf sich aufmerksam. Zügige Pässe hat sie ebenfalls vorzuweisen. Ihre Gefährlichkeit im Abschluss hat sie aufblitzen lassen. Für eine bessere Note haben ihr lediglich die Tore gefehlt.

Note: 2,5

Nachdem Lea Schüller zunächst nur von der Bank kam, genoss sie das Vertrauen der Trainerin in den K.-o.-Spielen. Gegen die Nigerianerinnen kam sie zu ihrem Tor. In Anbetracht ihrer Einsatzzeiten ist die Ausbeute in Ordnung. Gegen Schweden in der 2. Halbzeit eine eher unauffällige Partie.

Note: 3,0

Fazit: Gesamtbewertung zur Frauen-WM 2019 in Frankreich

Zur Eröffnung des Turniers taten sich die deutschen Frauen schwer. Doch kämpften sie sich mit zwei 1:0 Siegen in den Wettbewerb. Fortan lief es besser. Nachdem Südafrika mit 4:0 abgefertigt wurde, folgte im Achtelfinale ein 3:0 über Nigeria. Letztlich zeigten die Deutschen sogar in ihrem letzten Spiel gegen Schweden eine fantastische erste Viertelstunde. Dort gingen sie auch in Führung. Doch mit dem ersten Gegentreffer kam die Unsicherheit.

Grundsätzlich hat die Abwehr über das Turnier nur wenige Gegentore verschuldet. Dies liegt aber auch daran, dass die Gegnerinnen Fehler nicht immer konsequent nutzen konnten. Aus dem Mittelfeld hätten bisweilen mehr Akzente kommen können. Interessant ist jedoch, dass junge Spielerinnen, wie Giulia Gwinn, Lena Oberdorf und Klara Bühl insgesamt ein durchweg ordentliches Turnier spielten. Ihnen gehört im Kader der deutschen Frauen die Zukunft. Lena Goeßling hat nach dem Wettbewerb hingegen ihren Rücktritt aus dem Team verkündet.
Abschließend bleibt zu sagen: Nach der WM 2019, kommt die EM 2021. Viel Erfolg. Wer zuvor auf Sportwetten setzen möchte, dem bleibt eben der Africa Cup übrig.

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Frauen-WM 2019 Einzelkritik: Bewertung der Spielerinnen
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