Niko Kovac war der Erste. Danach entwickelte sich ein kleines Trainerbeben, welches noch nicht zur Ruhe gekommen sein muss. Beim FC Bayern München hat Hansi Flick das Ruder erfolgreich übernommen. Doch inzwischen hat der 1. FC Köln Übungsleiter Achim Beierlorzer entlassen. Weiterhin trennte sich der 1. FSV Mainz 05 von Trainer Sandro Schwarz. Beide Clubs haben noch keinen Nachfolger präsentiert. Wir schauen auf die zweikommafünf Clubs ohne Trainer und auch dorthin, wo die Stühle wackeln.

Ein Name, der diesbezüglich immer wieder genannt ist, ist Lucien Favre von Borussia Dortmund. Denn der BVB nutzt die aktuelle Schwäche der Bayern nicht aus. Schon im letzten Jahre wurde die Meisterschaft, trotz zwischenzeitlich neun Punkten Vorsprung, nicht in Schwarz-Gelb gefeiert. Noch scheinen Zorc und Watzke hinter Favre zu stehen. Oder ist dies nur die offizielle Aussage gegenüber den Medien? Steht Favre nach dem 0:4 in München unter Druck?

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FC Bayern München: Flick mehr als eine Übergangslösung?

Hansi Flick, einstmals Co-Trainer unter Niko Kovac, ist als Interimslösung eingesprungen. Seitdem wurde mit 2:0 über Olympiakos und mit 4:0 über Borussia Dortmund gewonnen. Bislang hat Flick nur Heimspiele betreuen müssen. Doch schauen wir mal auf die letzten Spiele der Kovac-Ära: 1:5 (Eintracht Frankfurt), 2:1 (VfL Bochum), 2:1 (1. FC Union Berlin), 3:2 (Olympiakos Piräus), 2:2 (FC Augsburg) und 1:2 (TSG 1899 Hoffenheim). Es gab immer mindestens ein Gegentor, oftmals sogar zwei Stück. Und Flick spielte der FCB jetzt zwei Mal zu Null.

Damit hat sich der Interimscoach ganz automatisch als längerfristige Lösung ins Gespräch gebracht. Hoeneß äußerte sich im Sport1 Doppelpass so, dass auch Oliver Kahn und Oliver Hainer, neben ihm, Rummenigge und Salihamidzic an der Trainersuche beteiligt sind. Rangnick und Wenger haben abgesagt. Favorit auf den Posten ist aktuell Erik ten Hag. Doch der Holländer, der sich in München bestens auskennt, hat vorerst abgesagt. Gerüchte besagen jedoch, dass er am Saisonende zu einem Wechsel bereit wäre. Bleibt Flick solange im Amt?

1. FC Köln: Wer übernimmt für Achim Beierlorzer?

Am vergangenen Freitag verloren die Kölner mit 1:2 daheim gegen die TSG 1899 Hoffenheim. Dabei wurde eine frühe Führung aus der Hand gegeben. Zuvor wurde mit 0:2 in Düsseldorf verloren. Blamabel der Auftritt beim 2:3 im Pokal gegen Saarbrücken. Auch die Pleite mit 1:3 gegen Abstiegskandidat Mainz ist im Gedächtnis geblieben. Kurz gesagt: Der 1. FC Köln hat nach elf Spieltagen nur sieben Punkte auf dem Konto. Bis zum rettenden Ufer sind es nur drei Zähler. Und die Kölner haben lieber früher als später die Reißleine gezogen.

Bwin Bonus Banner 100 EuroDabei kam Achim Beierlorzer erst zum Saisonbeginn. Doch jetzt stellt sich die Frage, wer seinen Posten übernehmen wird. Doch beim 1. FC Köln ist beim Trainerbeben nicht Schluss gewesen. Denn auch Geschäftsführer Armin Veh musste seinen Posten räumen. Damit werden sowohl ein neuer Übungsleiter, als auch ein Sportvorstand gesucht. Derzeit leiten die Assistenten das Training. Die Besetzung der Posten verläuft parallel. Doch ist die Optimal-Vorstellung, dass der neue Sportvorstand in die Entscheidung um den Trainer eingebunden ist. Bruno Labbadia hat bereits sein Desinteresse zum Ausdruck gebracht.

1. FSV Mainz 05: Wer beerbt Sandro Schwarz?

Obwohl die Mainzer noch auf dem sechzehnten Tabellenplatz zu finden sind, hat sich vermutlich in den letzten Wochen kein anderes Team mehr als Abstiegskandidat präsentiert. So unterlag der 1. FSV Mainz 05 beim Aufsteiger aus Union Berlin mit 2:3. Zuvor gab es das peinliche 0:8 zu Gast bei RB Leipzig. Obwohl zwischenzeitlich Siege mit 3:1 über Köln und 2:1 über Paderborn eingefahren worden sind, haben die negativen Schlagzeilen überwogen. Dies wird insbesondere am Torverhältnis von 12:30 Treffern deutlich – kein Team der 1. Bundesliga hat eine negativere Bilanz vorzuweisen.

Tatsächlich sind die Mainzer der erste Club, wo es wieder zu einer Anstellung kommen könnte. Denn mit Heiko Herrlich, ehemals Trainer bei Bayer 04 Leverkusen, scheint der Nachfolger schon parat zu stehen. Zumindest berichtet der Kicker vom Interesser der Mainzer. Dabei fand in Mainz die letzte Trainerentlassung – am vergangenen Sonntag – statt. Herrlich war anderthalb Jahre bei Leverkusen tätig und führte zuvor Jahn Regensburg von der vierten in die zweite Liga. Nachdem Mainz häufig Trainer aus dem eigenen Stall aufgebaut hat, scheint es dieses Mal – laut Aussage von Boss Schröder – eine externe Lösung zu geben.

Fliegt Trainer Lucien Favre beim BVB als nächstes?

Gibt es noch ein Nachbeben? Borussia Dortmund muss insbesondere angekreidet werden, dass sie nur eins von sechs Auswärtsspielen gewinnen konnten. Daheim lief es mit vier Siegen und einem Remis ungleich besser. Wenngleich einige Experten auch hier spielerisch Luft nach oben sehen. Mal abgesehen von den aus BVB-Sicht mäßigen Ergebnissen der letzten Wochen gibt es keine Anzeichen, dass der Vorstand oder die Spieler nicht hinter Favre stehen würden.

Oliver Glasner vom VfL Wolfsburg hat sich nach neun Spielen ohne Niederlage inzwischen mit den Wölfen in der unteren Tabellenhälfte eingereiht – Tendenz absteigend. Peter Bosz ist bei Bayer 04 Leverkusen nicht gänzlich unumstritten. Mal spielt die Werkself Zauberfußball und dann wieder Rumpelfußball. Steffen Baumgart belegt mit dem SC Paderborn den letzten Platz. Dennoch sagt Klubpräsident Elmar Volkmann: „Ich kann mir überhaupt kein Szenario vorstellen, in dem wir unseren Trainer Steffen Baumgart infrage stellen“. Auch der SC Freiburg nahm mit Trainer Streich mal einen Abstieg in Kauf und kehrt umso stärker zurück.

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Trainerbeben in der 1. Bundesliga: Ist Favre der Nächste?
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