Der Deutsche Fußball Bund (DFB) hat eine Entscheidung getroffen. Die 3. Liga wird ihre Pause über den 28. und 29. Spieltag hinaus fortsetzen. Bis Ende April soll der Spielbetrieb aufgrund der Corona-Krise zunächst ruhen. Einigen Vereinen geht das aber nicht weit genug. Allen voran einem Trio aus dem Osten.

Absage der Spieltage, häppchenweise, versteht sich. Ist das wirklich der Weisheit letzter Schluss? Nein! Sagen zumindest die Vertreter vom FSV Zwickau, vom FC Carl Zeiss Jena und vom Halleschen FC. Alle drei Vereine fordern, die Saison 2019/20 vorzeitig abzubrechen anstatt noch weiter nach Lösungen zu suchen. Im Falle von Jena und Halle gibt es auch Beteiligte zu beklagen, die sich mit dem Corona-Virus infiziert haben oder haben könnten.

Zwei Spieler von Carl Zeiss Jena in Quarantäne

Bei Carl Zeiss Jena etwa: Dort sind zwei Profis in häusliche Quarantäne geschickt worden. Grund dafür war, dass die Freundin einer dieser Spieler sich jüngst noch in einem Risikogebiet aufgehalten habe. Ob sich die beiden Kicker tatsächlich angesteckt haben, wird allerdings noch geprüft. Der zweite Spieler hatte nämlich zudem Kontakt mit einem bereits am Corona-Virus erkrankten Menschen. Beim FC Ingolstadt gab es zuvor schon einen ganz ähnlichen Fall. Dort waren zwei Spieler von den Übungseinheiten freigestellt worden.

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Jens Rauschenbach hat sich mit Corona infiziert

Erwischt hat es auch den Präsidenten des Halleschen FC: Jens Rauschenbach hat sich wohl bei einer Reise nach Österreich angesteckt und ist an Covid-19 erkrankt. Deswegen gilt für Rauschenbach jetzt: Homeoffice. Er leite die Geschicke des Vereins aktuell von zu Hause aus. Sehr, sehr deutlich, so deutlich wie kein anderer Drittligist, hat sich der HFC bisher auch zur Spielplan- und Saison-Problematik rund um Corona geäußert. Das geht jetzt aus einem Offenen Brief des Präsidenten hervor.

Salamitaktik treibe die 3. Liga in den Ruin

In dem heißt es: „Wir sehen zum Abbruch der Saison in der 3. Liga keine Alternative“, schreibt Jens Rauschenbach. Und weiter: „Dieses Hin und Her, diese Salamitaktik, all die Theorien und Eventualitäten sind in den vergangenen Tagen zu Recht kritisiert worden.“ Die Vereine würden mit der ständigen Vertagung der Entscheidung „in den Ruin getrieben“. Und so kommt der Präsident des Halleschen FC zum einzig logischen Schluss: Man fordere den DFB zu einer klaren Entscheidung und den Saisonabbruch der 3. Liga 2019/20 auf.

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Darlehen-Versprechen „eine Enttäuschung“

Auf völliges Unverständnis stoßen beim Halleschen FC zudem die bisher angekündigten Hilfsmaßnahmen. Denn der DFB hatte zugesagt, die Vereine zu unterstützen – mit einem Darlehen. Das wiederum nennt Jens Rauschenbach „eine Enttäuschung“ und fordert stattdessen eine nichtrückzahlbare Hilfe zur Überbrückung der gesamten Ausfallzeit. Der HFC-Präsident im Wortlaut: „Hierzu könnte und sollte der DFB als einer der wohlhabendsten Sportverbände der Welt in dieser schwierigen Zeit direkte finanzielle Unterstützung für sein selbsternanntes Premiumprodukt in einem Hilfsfonds bereitstellen.“

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Hallescher FC fordert Saisonabbruch und Ende der Salami-Taktik
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