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Eine subjektive Sichtweise unserer Ostvereine sowie Ostclubs

Kategorie: Online Casinos (Seite 1 von 2)

Welches Casino zahlt am schnellsten aus?

Online Casinos tragen mit ihren Spielautomaten, sowie mit Roulette, Black Jack und weiteren Games schon seit vielen Jahren zur Unterhaltung bei. Ähnlich wie bei der Spielbank in der nächsten Stadt, ist es den Kunden möglich um echtes Geld zu spielen – jedoch ganz ohne Kleiderordnung. Dies ist sogar mobil vom Smartphone aus möglich. Damit ist das Spielen praktisch von überall auf der Welt durchführbar. Doch bisweilen kommt es vor, dass Spieler schnellstmöglich auf ihr Guthaben zugreifen möchten. Je nach Casino und Zahlungsmethode dauert es jedoch seine Zeit, bis das Geld auf dem Bankkonto zum Abruf bereitsteht. Oder hat sich hier in jüngster Vergangenheit etwas getan? Weiterlesen

Sportwetten und Online-Casinos bleiben bis 2021 legal

Hinsichtlich der Sportwetten haben die Ministerpräsidenten der Länder schnell eine Einigung finden können. Eine Verlängerung der Frist, bis zum Ablauf des Glücksspielstaatsvertrages im Jahr 2021, ist so gut wie beschlossen. Damit können die Sportwetter in Deutschland weiter legal ihrem Hobby nachgehen. Bei den Online-Casinos war jedoch längere Zeit nicht klar, ob ein Betrieb weiterhin möglich sein wird. Einige Bundesländer sprachen sich dafür, andere dagegen aus. Schleswig-Holstein nutzt die Gunst der Stunde. Glücksspiel ist Ländersache. Und somit steht einen Gesetz für das eigene Bundesland im Rahmen der Möglichkeiten. Ein Entwurf wurde eingereicht und soll Ende März beraten werden. Darin enthalten ist eine Verlängerung der kürzlich ausgelaufenen Lizenzen für Online-Casinos.

Zumindest in Schleswig-Holstein scheint sich die Politik einig zu sein. Denn mit dem SSW, der CDU, FDP und den Grünen ist sich die Regierung bei der Umsetzung eines neuen Gesetzesentwurfes weitestgehend einig. Und eben dieses Gesetz, welches bis Mitte 2021 voraussichtlich Anwendung finden wird, möchten wir im folgenden Absatz einmal näher untersuchen.
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Mybet Sportwetten Übernahme durch Wunderino

Mybet wird im ersten Halbjahr 2019 wieder zurück am deutschen Glücksspielmarkt erwartet. Wie soeben in einer Pressemitteilung verkündet wurde hat der Wunderino Casino Mutterkonzern, die Rhinoceros Operations Ltd., die in Deutschland beliebte Sportwettenmarke übernommen. Gemeinsam mit dem Anbieter von Sportwetten Software Kambi soll Mybet wieder ein Erfolgsprojekt werden.

Mybet war definitiv einer der bekanntesten Sportwetten Anbieter in Deutschland. Vor allem durch das Sponsoring mehrerer Sportveranstaltungen und Vereine ist das Unternehmen groß geworden. Doch am Ende half alles nichts und der online Glücksspielanbieter musste im Herbst 2018 Insolvenz anmelden. Die Übernahme durch den Mutterkonzern hinter dem Wunderino Casino ermöglicht nun den Pionier im deutschen Sportwettenbereich wieder zu beleben. Weiterlesen

Glücksspiel: OnlineCasino.de illegal in Deutschland

Unter OnlineCasino.de versuchen viele Spieler aus Deutschland täglich ihr Glück. Behauptet das Unternehmen auf seiner Homepage doch „die Nr. 1 in Deutschland“ zu sein. In der Fernsehwerbung wird offensiv gefragt, ob der Kunde ein „Glücksritter“ oder eine „Siegesgöttin“ sein möchte. Eben in diesem Spot ist am Ende zu lesen, dass OnlineCasino.de „mit offizieller Genehmigung des Ministeriums für Inneres und Bundesangelegenheiten/Glücksspielwesen des Landes Schleswig-Holstein“ betrieben wird. Doch ist diese Lizenz unlängst abgelaufen.

Tatsächlich wurde am 19. Dezember 2012 unter der Nummer IV 36-212-21.6.10 eine Konzession für das Unternehmen ausgestellt. Doch inzwischen ist diese Glücksspielgenehmigung ausgelaufen. Damit findet innerhalb der Bundesrepublik kein gültiges Angebot mehr statt. Der Fairness halber soll erwähnt sein, dass sich inzwischen keine Online-Casinos mehr auf eine Lizenzierung aus Deutschland berufen können. Weiterlesen

Glücksspiel in Schleswig-Holstein: Online Casinos

Online Casinos mit Lizenz in Schleswig-Holstein

Während in deutschen Bundesländern, wie zum Beispiel Sachsen, sogar Links in journalistischen Texten zu vermeintlich illegalen Glücksspiel-Webseiten strikt verboten sind, ist dies in Schleswig-Holstein absolut kein Problem. Dort werden sogar Online Casinos auf dem offiziellem Portal der Landesregierung verlinkt. Noch besser – durch die Weitergabe durch das Innenministerium sogar für ein besseres Ranking im Suchmaschinenindex von Google enorm gestärkt.

Das sind die Online Casinos mit Lizenz (Wir dürfen leider keine Direktlinks setzen!):

Das Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration hat den folgenden Anbietern eine Genehmigung für die Veranstaltung und den Vertrieb von Online-Casinospielen erteilt:

888 Germany Ltd.
Genehmigungen: Veranstaltung (auch Online-Poker), Fernvertrieb
Hinweis: Derzeit kein Angebot auf der Grundlage dieser Lizenz!
bet-at-home.com Internet Ltd.
Genehmigungen: Veranstaltung (auch Online-Poker), Fernvertrieb
Hinweis: Derzeit kein Angebot auf der Grundlage dieser Lizenz!
BetVictor Ltd. (vormals: Victor Chandler (International) Ltd.)
Genehmigungen: Veranstaltung (auch Online-Poker), Fernvertrieb
Hinweis: Derzeit kein Angebot auf der Grundlage dieser Lizenz!
Betway Ltd.
Genehmigungen: Veranstaltung, Fernvertrieb
Hinweis: Derzeit kein Angebot auf der Grundlage dieser Lizenz!
Cashpoint Malta Ltd.
Genehmigungen: Veranstaltung, Fernvertrieb
Marke: Merkur-Spielcasino (www.merkur-spielcasino.de)
Electraworks (Kiel) Ltd.
Genehmigungen: Veranstaltung (auch Online-Poker), Fernvertrieb
Marke: Bwin (www.sh.bwin.de)
Greentube Malta Ltd.
Genehmigungen: Veranstaltung, Fernvertrieb
Hinweis: Derzeit kein Angebot auf der Grundlage dieser Lizenz!
Hillside (Gibraltar) Ltd.
Genehmigungen: Veranstaltung, Fernvertrieb
Hinweis: Derzeit kein Angebot auf der Grundlage dieser Lizenz!
Interwetten Gaming Ltd.
Genehmigungen: Veranstaltung (auch Online-Poker), Fernvertrieb
Hinweis: Derzeit kein Angebot auf der Grundlage dieser Lizenz!
LC International Ltd. (ehem. Ladbrokes International PLC)
Genehmigungen: Veranstaltung (auch Online-Poker), Fernvertrieb
Hinweis: Derzeit kein Angebot auf der Grundlage dieser Lizenz!
Löwen Play GmbH
Genehmigungen: Veranstaltung, Fernvertrieb
Marke: Löwen Casino (www.loewen-play-casino.de)
Megapixel Entertainment Ltd.
Genehmigungen: Veranstaltung, Fernvertrieb
Marke: Wunderino (www.wunderino.de)
Marke: Vera&John (www.verajohn.de)
OnGoing Media GmbH
Genehmigungen: Fernvertrieb (für Personal Exchange International Limited)
Hinweis: kein Angebot!
OnlineCasino Deutschland AG
Genehmigungen: Veranstaltung, Fernvertrieb
Marke: OnlineCasino Deutschland (www.onlinecasino.de)
Personal Exchange International Ltd.
Genehmigungen: Veranstaltung (auch Online-Poker), Fernvertrieb
Hinweis: Derzeit kein Angebot auf der Grundlage dieser Lizenz!
PlayCherry Ltd.
Genehmigungen: Veranstaltung, Fernvertrieb
Marke: Sunmaker (www.sunmakercasino.de)
Polco Ltd. of Betfair
Genehmigungen: Veranstaltung (auch Online-Poker), Fernvertrieb
Hinweis: Derzeit kein Angebot auf der Grundlage dieser Lizenz!
REEL Germany Ltd.
Genehmigungen: Veranstaltung (auch Online-Poker), Fernvertrieb
Marken: PokerStars (www.sh.pokerstars.de)
Skill on Net Ltd.
Genehmigungen: Veranstaltung, Fernvertrieb
Marke: DrückGlück (www.drueckglueck.de)
Tipico Company Ltd.
Genehmigungen: Veranstaltung, Fernvertrieb
Hinweis: Derzeit kein Angebot auf der Grundlage dieser Lizenz!
Trading Technologies Ltd.
Genehmigungen: Veranstaltung, Fernvertrieb
Hinweis: Derzeit kein Angebot auf der Grundlage dieser Lizenz!
Unibet (Germany) Ltd.
Genehmigungen: Veranstaltung, Fernvertrieb
Hinweis: Derzeit kein Angebot auf der Grundlage dieser Lizenz!
World of Sportsbetting Ltd.
Genehmigungen: Veranstaltung, Fernvertrieb
Hinweis: Derzeit kein Angebot auf der Grundlage dieser Lizenz!

Quelle: schleswig-holstein.de

Fazit: Das Glücksspiel in Deutschland bedarf endlich einer gemeinsamen Lösung nach EU-Recht. Nach Schleswig-Holstein könnten nun auch NRW und Hessen mit einem eigenem Glücksspielstaatsvertrag nachziehen. Vielleicht ist dies dann auch endlich ein Signal an die anderen Bundesländer, welche weiterhin am Glücksspielmonopol aus eigenen wirtschaftlichen Interessen festhalten. Dies wurde bereits mehrfach durch den EuGH bemängelt. In einer liberalen Gesellschaft sollte jeder mündige Bürger selber entscheiden dürfen, ob man spielen möchte – oder nicht.

Made in Germany: Statt Merkur nun Bally Wulff

Sunmaker bietet weiter Made in Germany an

Als zu Saisonbeginn plötzlich das Glücksspielportal Sunmaker der Hauptsponsor des Ostvereins FC Hansa Rostock wurde, schien die Welt noch in Ordnung. Nun ja, sie dreht sich bekanntlich immer noch – nur leider nicht mehr um die Merkur-Sonne der Firma Gauselmann aus Deutschland im Web. Aus der Kommandozentrale in Espelkamp kam nämlich Anfang November das Aus für die beliebten Online Slots der deutschen Marke Merkur. Doch zum Glück gibt es da nun Bally Wulff aus Berlin. 

Screenshot: sunmaker.com

Was war der Auslöser für den Rückzug?

Verschiedene Medien hatten Anfang November darüber berichtet, wie die Gauselmann-Gruppe über eine Tochterfirma auf der Isle of Man ihre Software für virtuelle Spielautomaten, Blackjack- und Pokertische auch an Anbieter vertreibt, die aus deutscher Sicht illegal sind, aber gezielt deutsche Spieler adressieren. Nun scheint man dagegen, nach zuletzt anders lautenden Meldungen, doch hart durchzugreifen. Inwieweit das nun auch auf das Online Casino Österreich Auswirkungen hat, kann man mit dem heutigen Tag allerdings noch nicht klar prognostizieren. Fakt ist, dass endlich auch in Deutschland etwas nach dem eindeutigem EuGH Urteil von 2016 passieren muss.

Spannend wird es für das kommende Jahr ohnehin. Denn nachdem zuletzt das Verwaltungsgericht in München in seinem von der Kanzlei ARENDTS ANWÄLTE erstrittenen Urteil zu dem Schluss gekommen war, dass das deutsche Lotteriemonopol in seiner derzeitigen Ausgestaltung sowohl gegen die unionsrechtlich garantierte Dienstleistungsfreiheit gem. Art. 56 ff AEUV als auch gegen die verfassungsrechtlich garantierte Berufswahlfreiheit gem. Art. 12 GG verstößt, muss endlich hierzulande in puncto Regulierung etwas geschehen. Und auch der neuerliche Glücksspiel-Änderungsvertrag der Bundesländer wird definitiv nicht ratifiziert, nachdem Schlewsig-Holstein, NRW und Hessen aussteigen wollen.

Bally Wulff statt Merkur

Für die Glücksspielanbieter und auch die große Fangemeinde ist der Wegfall der Merkur Spiele im Internet natürlich zunächst erstmal ein riesen Verlust. Doch mit neuer Software von Gamomat ( Bally Wulff Online) und den zahlreichen anderen Server-seitigen White Label Angeboten von Microgaming, Netent, Blueprint, Amayo oder Novomatic aus Österreich rollt der Rubel aktuell noch ordentlich weiter – auch bei Sunmaker. Und sie sind bekanntlich auch noch Sponsor beim Halleschen FC, ebenfalls ein Verein aus unserer ostdeutschen Region.  Übrigens nicht alle Merkur sollen laut internen Informationen wegfallen. So hat zumindest Platin angekündigt, dass Eye of Horus, El Torero, Fishin Frenzy und Wishing Well sollen erhalten bleiben – zumindest ein kleiner Wermutstropfen. Und wer weiß, vielleicht kehren ja auch die beliebten Merkur Spiele schon bald wieder im Web zurück, sollte es endlich eine einheitliche Regulierung wie in Schleswig-Holstein bundesweit geben.

 

Merkur Online Casino nun für deutsche Spieler gesperrt

Stake7.de nicht mehr in DE verfügbar

Nach den Ankündigungen durch Paul Gauselmann (Merkur, ADP) im vergangenem Monat, wurde nun das Merkur Online Casino Stake7.de für deutsche Spieler gesperrt. So wurden alle deutschsprachigen Unterseiten auf das englische Angebot umgeleitet. Dazu haben wir folgende aktuelle Pressemitteilung vom Glücksspiel- Anbieter erhalten:

Mit großer Trauer müssen wir Ihnen mitteilen, dass die deutschsprachigen Seiten auf Stake7 heute gelöscht wurden. Deutsche Spieler werden ebenfalls IP-blockiert sein. Dies liegt völlig außerhalb unserer Kontrolle und wurde von der Alliance Gaming Limited durchgeführt, die unseren Vertrag gekündigt haben und keine Spiele mehr für Spieler mit Sitz in Deutschland anbieten. Wir arbeiten an einer Lösung und werden uns in Kürze mit einem Update in Verbindung setzen. Vielen Dank für Ihre Geduld. Wir hoffen, dass dies schnell gelöst werden kann. -Stake7-Team

Verschiedene Medien hatten Anfang November darüber berichtet, wie die Gauselmann-Gruppe über eine Tochterfirma auf der Isle of Man ihre Software für virtuelle Spielautomaten, Blackjack- und Pokertische auch an Anbieter vertreibt, die aus deutscher Sicht illegal sind, aber gezielt deutsche Spieler adressieren. Nun scheint man dagegen, nach zuletzt anders lautenden Meldungen, doch hart durchzugreifen – zumindest bei Stake7.de. Denn alle anderen Casino Anbieter bieten die beliebten Merkur Games auch weiterhin auf ihren Portalen an.

Welche weiteren Auswirkungen dies allerdings nun auf die Online Casino Anbieter mit Novomatic (Österreich) und Bally Wulff (Deutschland) Software hat, bleibt nun in den kommenden Monaten abzuwarten. Auch diese Spiele sind größtenteils fast ausschließlich auf den deutschen Markt ausgelegt. Hierzulande, außer in Schleswig-Holstein, wurde allerdings seit 2012 noch nicht eine einzige Lizenz für private Glücksspielanbieter vergeben. Und auch der geplante Glücksspiel-Änderungsvertrag der Bundesländer ab Januar 2018 wird erneut scheitern. Brisant – erstmalig hatte ein deutsches Gericht das von den deutschen Ländern beanspruchte Lotteriemonopol zuletzt als rechtwidrig beurteilt.

Glücksspiel im Internet boomt kräftig

Das Internet wird zum riesigem Glücksspiel Mekka

Und die deutschen Fußballvereine sowie deren große Verbände wie DFB und DFL profitieren massiv vom derzeitigem Spielerwechsel aus der Offline, –  in die Glücksspiel Online Welt. Denn während Spielhallen und Spielotheken aktuell ganz massiv von staatlichen Behörden unter Druck gesetzt werden, gibt es online keine echte Regulierung. Denn der neuerliche Versuch eines Glücksspielstaatsvertrages in Sachen Online Glücksspiel ist bereits jetzt eine Totgeburt, da er keine EU-konforme Änderung beinhaltet.   

So findet man zum Beispiel jede Menge Sportwetten, Poker, Live Casino oder auch anderes Glücksspiel online bei 7Sultans bzw. bei vielen anderen Anbietern im Web und die dazugehörige Werbung in den Stadien, auf Vereinswebseiten, im Fernsehen oder Radio – eben überall allgegenwärtig. Die hiesige Politik tut eben momentan wirklich alles dafür, dass das Online Glücksspiel kräftig boomt. Kurios, dies geschieht auch noch unter dem Deckmantel des vermeintlichen Spieler-Schutz bzw. um die Spielsucht einzudämmen. Da kommt schnell die Frage auf – warum ist das politisch so gewollt? Was will man damit erreichen? Und wann kommt bei so viel Schwachsinn, was momentan hier allgemein so verzapft wird, die virtuelle Entfernung zwischen zwei Glücksspiel-Portalen im Netz als neue Gesetzesvorlage?

Im Gegenzug sind allerdings viele Spielhallen und Spielotheken in ihrer Existenz bedroht. Neue Regelungen mit Abstand von bis zu 500 Metern (Berlin) untereinander oder zur nächsten Schule kommen da schon einer Enteignung gleich. So zumindest sehen das viele Betreiber solcher Spielsalons und klagen vor den Verwaltungsgerichten – zu Recht.  Der Verlust von aber-tausenden Arbeitsplätzen sowie mindere Steuereinnahmen für Kommunen, Gemeinden und den Fiskus stellen zudem die Frage, ob die neuen Regelungen überhaupt sinnvoll sind? Die Spielsucht zumindest wird damit nicht bekämpft – und das sollte ja das eigentliche Ziel dieser Aktion sein. Und von einer echten Regulierung ist man so weit weg, dass wohl in den kommenden 10 Jahren immer noch nichts diesbezüglich passiert.

Wo und was wächst am stärksten im Internet?

Der Markt für Sportwetten und Online Casinos zieht dabei am meisten an. Gerade bei Fußballfans sind Wettangebote sehr hoch im Kurs. Spielautomaten, so genannte Online Slots legen ebenfalls rasant zu. Nur bei Poker ist in den letzten Jahren ein Rückgang zu beobachten, nachdem vor zirka 10 Jahren ein regelrechter Boom einsetzte.  Aber auch die klassischen Glücksspiele wie Lotto, Keno oder Bingo wandern ins Web ab. Während man 6 aus 49 beim staatlichen Anbieter jede Woche zweimal spielen kann, geht das online in diversen Portalen aller 5 Minuten schon. Und irgendwie bekommt man dabei das Gefühl nicht los, hier hat aber jemand so richtig die Zeichen der Zeit verpasst.

Wo spielen deutsche Spieler am liebsten?

Bei den Sportwetten sind das ganz klar die Anbieter wie Tipico, Mybet oder BWIN, welche den Markt fest unter Kontrolle haben. Staatliches Oddset spielt da eher keine Rolle – schlechte Quoten und schlechtes Image haben die Spieler längst zum Abwandern animiert. Bei den Automaten sind es hierzulande die beliebten Novomatic, Merkur und Bally Wulff Spiele, welche bekannt aus den Hallen nun auch als Online Spielautomaten zur Verfügung stehen. Große Portale wie Stargames oder Sunmaker haben mit bekannten Spielen wie Book of Ra und Double Tripple Chance schon ein Millionen Publikum angelockt. Riesige Millionen Jackpots an den Automaten Spielen inklusive. Und nicht selten liest man wie mit vergleichsweise geringem Einsatz wieder einmal abgeräumt wurde. Der Schinken rollt also weiter – raus aus den Hallen, rein in das Internet heißt die Devise.

Die heimliche Liberalisierung des deutschen Glücksspiel-markt

Privates Glücksspiel weiter auf dem Vormarsch in Deutschland

Während Behörden oder Landesdirektionen im Auftrag des staatlichem Lotto weiter gegen kleine Webseiten mit Glücksspiel-Werbung vorgehen, sind jedoch die großen Fische im Gambling-Business hierzulande schon längst nicht mehr zu stoppen. Denn der private Markt für Online Casinos, Casino Spiele, Poker oder auch Wettangebote aller Art hat sich still und heimlich trotz vermeintlicher Verbote und Untersagungen liberalisiert. Gerade im Fußball wird das Marketing durch große private Anbieter immer stärker und deutlich präsenter. 

Nachdem bereits viele Bundesligavereine (Bayern München, Hamburger SV, RB Leipzig – um an dieser Stelle nur einige zu nennen) einen verlässlichen Partner aus dem Bereich privates Glücksspiel gefunden haben, ziehen nun auch die großen Verbände nach. So vermeldeten wir bereits letztes Jahr ein Sponsoring zwischen Tipico ( Casino, Casinospiele, Wettangebote) und dem Sächsischen Fußballverband (SFV), nun zog auch der Deutsche Fußballverband (DFB) mit BWIN (Casino, Casinospiele, Wettangebote) als Hauptsponsor für die 3.Liga nach.

(…) bwin ist neuer Hauptpartner der 3. Liga. Der Vertrag läuft über zwei Jahre und umfasst die Spielzeiten 2017/2018 und 2018/2019. Mit bwin haben die 3. Liga und ihre Vereine erstmals seit Gründung der Liga im Sommer 2008 einen Hauptpartner. Die Partnerschaft beinhaltet unter anderem, dass bwin im Rahmen der rechtlichen Vorgaben auf dem Trikotärmel der Drittligisten, in den Stadien sowie in den Publikationen und Onlineauftritten der Klubs werben kann. Außerdem wird bwin in allen Stadien der 3. Liga werblich sichtbar sein. In ihrer Eigenvermarktung bleiben die Vereine gleichzeitig frei (…) [dfb.de]

(Screenshot: bwin.de)

Möglich macht es die europäische Dienstleistungsfreiheit, welche über den Gesetzen der BRD steht und ein staatliches Glücksspiel-Monopol verbietet. Die Dienstleistungsfreiheit ermöglicht Anbietern gewerblicher, kaufmännischer, handwerklicher und freiberuflicher Tätigkeiten den freien Zugang zu den Dienstleistungsmärkten aller Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Sie ist in Art. 56 bis Art. 62 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) geregelt. Sie ist eine der vier Grundfreiheiten des Europäischen Binnenmarktes neben der Personenfreizügigkeit, der Warenverkehrsfreiheit und der Kapitalverkehrsfreiheit.

Schmerzlich musste dies zuletzt das staatliche Lotto in NRW zur Kenntnis nehmen. Durch die Zahlung von 11,8 Mio. Euro durch Westlotto an Mybet wird nun ein Rechtsstreit beendet, der insgesamt rund zehn Jahre gedauert hatte. Die Zahlung wird noch innerhalb des 2. Quartals 2017 geleistet werden. Auch das vorgeschobene Argument des vermeintlichen Spielerschutz konnte daran nichts mehr ändern. (ostfussball.com berichtete bereits) Und die schmerzliche Zahl von über 600.000 spiel-süchtigen Menschen unter der Aufsicht der staatlichen Behörden spricht da ohnehin seine eigene Sprache!

Aber auch die neuerliche Reform der Bundesländer zum Glücksspielstaatsvertrag  wurde längst zur Totgeburt deklariert. Dazu kommen klare Worte nicht nur aus Schleswig-Holstein: “Der Glücksspieländerungs-Staatsvertrag, wie er im Frühjahr vorgelegt wurde, wird bei uns im Landtag keine Mehrheit finden. Wenn er nicht von allen 16 Ländern unterschrieben wird, tritt er nicht in Kraft. Das ist der erste Punkt. Das zweite ist, den jetzigen werden wir kündigen.” Damit wäre eigentlich alles gesagt! Und wie ein echter EU-konformer Glücksspielstaatsvertrag mit guten Erfolgsaussichten aussieht, können sich die anderen Innenminister der Bundesländer gerne im nördlichsten Bundesland abschauen und einfach einheitlich übernehmen. Eine andere Alternative gibt es ohnehin nicht.

FC Hansa Rostock: Online Casino wird Hauptsponsor

Glück für Hansa – Online Casino Sunmaker steigt voll ein

Das Internet-Portal sunmaker.com, Spezialist im Bereich Online Casino, wird ab der Saison 2017/18 Hauptsponsor des Fußball-Drittligisten FC Hansa Rostock. Sunmaker war einst das erste Merkur Online Casino im Internet. Doch längst hat sich das Portal mit den beliebten Merkur Games weiter entwickelt. Und mittlerweile gehört es zu den beliebtesten Casinos im deutschen Web.

sunmaker schlagworte

Screenshot: sunmaker.com

Sunmaker bisher Sponsor der 3.Liga:

Mittlerweile drei ostdeutsche Fußballvereine der 3. Liga dürfen sich über einen warmen Regen aus dem Hause Sunmaker freuen.  Der Anbieter von Glücksspiel unterstützt neben dem Chemnitzer FC und dem FC Hansa Rostock auch den Halleschen FC.  Weitere Vereine aus dem Westen der Republik, welche mit Werbeverträge ausgestattet wurden, sind der VfL Osnabrück, SC Paderborn und Preußen Münster. (ostfussball.com)

Pikante Angelegenheit: Online Casinos, sowie Werbung (online und offline) dafür, sind laut staatlichen Behörden in Deutschland strengstens verboten. So ist es durchaus möglich, dass nun eine hohe Geldstrafe sowie gar eine Untersagung durch staatliche Aufsichtsbehörden im Namen des staatlichen Glücksspielmonopol gegen den FC Hansa Rostock verhängt wird. Und dies auch, obwohl der deutsche Glücksspielstaatsvertrag bereits zum dritten mal als rechtswidrig durch den EuGH deklariert wurde. Ja sie tun es trotzdem…

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