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Schlagwort: Schulden

Hansa Rostock will Ostseestadion noch 2021 verkaufen

Der FC Hansa Rostock und das Ostseestadion – keine Liebesgeschichte? Zunächst einmal eine Kuriosität am Rande. Denn die Rostocker bekamen das Stadion Ende der Neunziger mehr oder weniger als Geschenk überreicht. Der Club überwies einen symbolischen Euro und die Arena gehörte ihnen. Ein tolles Geschäft. Oder nicht? Aktuell ist es eher so, dass die Kredite und Zinsen, sowie die Unterhaltung des Stadions und deren Modernisierung große Löcher in die Clubkasse reißen. Und finanziell steht es um den FC Hansa Rostock ohnehin nicht gut. Denn der Club ist durch die Corona-Krise hart getroffen. Irgendwie muss Geld in die Kasse kommen. Und der Verkauf vom Ostseestadion könnte hier die Lösung sein.

Ein weiterer, wichtiger Baustein der Rostocker ist der Klassenerhalt. Denn für den Verbleib in der 2. Bundesliga könnten hohe Einnahmen durch Fernsehrechte erzielt werden. Da besteht ein Millionen-Unterschied zur 3. Liga. Doch bislang sieht es so aus, als würde der FC Hansa eher gegen den Abstieg spielen. Vier Punkte aus fünf Spielen ist nicht wahnsinnig gut. Zumal der Tabellenletzter auch schon drei Zähler auf dem Konto hat. Rostock ist auf Platz 13 also nur einen Zähler vom letzten Rang entfernt. An dieser Stelle wollen wir kurz mal schauen, wie es für die Rostocker weitergeht.

  • September 2021 (13.30 Uhr) – FC Hansa Rostock vs. SV Darmstadt 98
  • September 2021 (18.30 Uhr) – 1. FC Nürnberg vs. FC Hansa Rostock
  • September 2021 (20.30 Uhr) – FC Hansa Rostock vs. FC Schalke 04

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FC Rot-Weiß Erfurt: Millionen Schulden

Rot-Weiß Erfurt ist sportlich, wie finanziell in einer prekären Situation

*Unterschiedlichen Angaben über den Schuldenberg des Vereins: RWE Präsident Rolf Rombach hatte diesen letzte Woche auf 5,5, Millionen Euro beziffert, Vize Frank Nowagsprach von mindestens 6,5 Millionen Euro. Er verwies zugleich darauf, dass der Fußballfan ein Recht auf die komplette Wahrheit hätte. Rolf Rombach wollte sich allerdings dazu gestern nicht äußern und wird zu diesem Thema erst auf der Mitgliederversammlung reden.

Ähnlich schwierig sah es zuletzt auch beim Chemnitzer FC aus. Doch dort  konnten die Schulden um 500.000 Euro abgebaut werden. Bohne: „700.000 Euro bleiben noch. Unser Ziel ist die Schwarze Null zum 30. Juni 2018.” Hoffen wir, dass man auch in Erfurt wieder die Kurve kriegt…

FC Rot-Weiß Erfurt: Einziger Profiverein im Türkei Trainingslager

FC Rot-Weiß Erfurt reist in der Winterpause in das türkische Lara

Erfurt plant sein Trainingslager vom 10. bis 17. Januar im türkischen Lara, einem Ortsteil der türkischen Stadt Antalya. Damit ist der Verein der einzige deutsche Profiverein, welcher in der Winterpause in die Türkei reist. Das sonst beliebte Reiseziel unserer Fußballvereine wird hierzulande derzeit politisch boykottiert bzw. wegen akuter Terrorgefahr gemieden. Beim FC Rot-Weiß Erfurt scheint man allerdings unbeeindruckt. 

Schon im Sommer war Besiktas-Vorzeigestürmer Mario Gomez aus Angst vor Anschlägen und Demokratieabbau aus der Türkei quasi zurück nach Deutschland geflüchtet. Seitdem hat sich die politische Situation am Bosporus weiter verschärft. Während Präsident Erdogan weiter an einer islamischen Diktatur bastelt, versinkt das Land weiter im Chaos. Erst vor zwei Tagen detonierte erneut eine Bombe und riss 13 Menschen in den Tod.

(…) Es war eine schwierige Entscheidung, die mich sehr beschäftigt hat. Schweren Herzens will ich euch Besiktas-Fans persönlich mitteilen, dass ich in der kommenden Saison nicht für diesen tollen Verein, vor euch überragenden Fans und in diesem einzigartigen Stadion spielen werde. Der Grund dafür ist ausschließlich die politische Situation! Weder sportliche noch andere Gründe haben mich dazu bewegt. Einzig und allein die schrecklichen Geschehnisse der letzten Tage. Ich hoffe, ihr versteht das! Ein fettes Danke dem Verein, euch Fans und einfach all den Menschen mit denen meine Familie und ich viel Freude hatten! Es war ein überragendes Jahr mit der absoluten Krönung der Meisterschaft. Ich hoffe, dass diese politischen Probleme bald friedlich gelöst werden. Dann ist es mein großer Wunsch nochmal für Besiktas zu spielen! Der Verein und das Land sind mir in diesem einem Jahr sehr ans Herz gewachsen. Hoffentlich bis bald (…)

 

Aber vielleicht überdenken die Erfurter auch noch ihre Trainings-Pläne im Winter bis dahin nicht nur der politischen Situation geschuldet: Im „Bericht des Präsidiums“ beleuchtete Präsident Rolf Rombach die aktuelle wirtschaftliche Situation, die wahrlich besorgniserregend ist. Danach steuert der Verein zum Ende dieser Saison auf einen Fehlbetrag von 1,3 Mio Euro zu. Ein auflaufendes Minus, das die ebenfalls unerfreulichen Zahlen der vergangenen Jahre noch in den Schatten stellt. Die Gesamtschulden des Klubs haben sich danach mittlerweile auf über 5 Mio Euro erhöht.. Die Ursache, so der Präsident, liege nicht beim Aufwand, sondern in der mangelnden Ertragskraft. Während der Durchschnitt in der Liga 8.864 Mio Euro erwirtschafte, läge der FC Rot-Weiß über 3. Mio Euro darunter.

3.Liga Fass ohne Boden – nach Chemnitz nun Zwickau

FSV Zwickau in finanziellen Schwierigkeiten

So informiert der FSV Zwickau aktuell auf seiner Homepage:

Nachdem Differenzen zwischen einzelnen Vorstandsmitgliedern im Hinblick auf eine weitere Zusammenarbeit im Vorstand nicht überwunden werden konnten, sind Toralf Wagner und darauf folgend Matthias Chodora von ihren Vorstandsämtern in der letzten Woche zurückgetreten. Wir bedauern die Entscheidung zum Rücktritt und bedanken uns für die aufopferungsvolle und leidenschaftliche Mitarbeit im Vorstand und im Verein in den vergangenen Jahren, die wesentlichen Anteil an dem heute Erreichten unseres Vereins hat. (fsv-zwickau.de)

 

Hintergrund: Es soll im Etat der laufenden Saison ein finanzielles Loch klaffen. Es handele sich um einen Betrag im mittleren sechsstelligen Bereich. Ähnlich wie in Chemnitz ist nun die Stadt bei der Hilfe gefragt. Zuletzt hatte die Stadt Zwickau auch ein neues Stadion gebaut, um die Auflagen des DFB in der dritten Liga zu erfüllen. Doch nun scheint die 3.Liga sich für viele Vereine immer mehr als finanzielles Risiko zu gestalten.

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