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Eine subjektive Sichtweise unserer Ostvereine sowie Ostclubs

Schlagwort: Bundesliga (Seite 2 von 2)

Sponsoren geben den Standorten Kick

Ohne Moos nichts los. Auch im Fußball spielt der schnöde Mammon eine Hauptrolle. Das geht beim örtlichen Verein los, der schließlich auch Plätze, Vereinshaus, Ausrüstung und mehr braucht und unterhalten muss, und selbst die Spitzenvereine von Bundesliga und ChampionsLeague sind auf zahlungskräftige Sponsoren angewiesen.

Profitieren tun im Endeffekt alle – der Sponsorenname auf dem Trikot oder den Tribühnenwänden trägt zur Bekanntheit des Unternehmens bei, der Verein hat mehr Geld für bessere Rahmenbedingungen und mit Glück mehr Erfolg. Ein erfolgreicher Verein zieht mehr Fans an, die wiederum Geld in der lokalen Wirtschaft lassen. Im englischen Reading sah die dortige Handelskammer den heimischen Verein vor Jahren sogar als Anreiz für internationale Unternehmen, sich dort niederzulassen, weil sie den Namen Reading aus der Premier-League kannten.

Je bekannter der Club, desto größer ist das Interesse von Sponsoren. Für große Namen sind da auch in der Bundesliga schon mal bis zu zweistellige Millionenbeträge im Spiel. Versicherungsunternehmen wie Die Allianz oder Signal Iduna, die Gambling-Industrie wie Tipico oder Royal Vegas Online Casino, Automarken wie Volkswagen oder Mercedes, sowie Unternehmen wie Postbank, Telekom und Gazprom und viele mehr lassen es sich gern etwas kosten, die besten Kicker der Bundesrepublik in Trikots mit ihrem Namen drauf ins Stadium einlaufen zu sehen.

Die Städte selbst profitieren ebenfalls. Bereits vor wenigen Jahren besuchten im Schnitt 40.000 Zuschauer jedes der 306 Saisonspiele in der Fußball-Bundesliga. Laut einer McKinsey-Studie von 2010 war König Fußball in der Bundesrepublik Jahr für Jahr für eine Wertschöpfung in Höhe von mehr als fünf Milliarden Euro zuständig – soviel wie das Bruttoinlandsprodukt einer durchschnittlichen mittleren Großstadt in der BRD. Der Staat profitierte dabei im Schnitt von Steuern in Höhe von 1,5 Milliarden Euro netto.

Für die Städte selbst bedeutet jedes Spiel einen Anreiz für die Besucher, Geld auszugeben. Wer reist schon nur für das Match an, ohne noch weitere Aktivitäten oder auch nur einen Restaurant- oder Kneipenbesuch hinzuzufügen? Auch öffentliche Verkehrsmittel profitieren von den Spielen. Und für die Bewohner der Städte selbst kommt noch ein ganz anderer Mehrwert hinzu: der Stolz auf den Verein und die Heimat, soziales Engagement und Vorbilder in Form der Fußballhelden.

Auch die Stadien selbst können eine gewisse Berühmtheit gewinnen. Zum Beispiel Wolfsburg. Nach den Volkswagen-Werken liegt das neue Fußballstadium auf der Beliebtheitsskala auf Platz zwei. Der Club-Name selbst wird zum Werbeträger seiner Heimat, wenn der Name der Stadt darin verankert ist. Wer würde schon Kaiserslautern ohne den 1. FC kennen?

Weil Fußball ein gigantisches Geschäft auch für die Sponsoren ist, liegt es für viele von ihnen nahe, sich auch nach anderen förderwürdigen Zwecken umzugucken. Ob eine Kulturveranstaltung, ein Open-Air-Konzert oder ein Sportevent, der Grundgedanke bleibt der gleiche. Je mehr Menschen erreicht werden, desto mehr lohnt es sich für ein Unternehmen zu Werbezwecken in die Tasche zu greifen – auch zu Gunsten des Publikums. Ohne Sponsoren nämlich würde die Veranstaltungslandschaft deutlich ärmer aussehen.

Fußball und Glücksspiel: Der Kampf um Sponsoren

Fußball ist mehr als nur ein Spiel. Es ist ein Lebensgefühl, vereint Menschen, knüpft Freundschaften und bitterböse Rivalitäten. Ob im Hinterhof, auf dem schäbigen Bolzplatz oder in den modernsten Arenen unserer Zeit: Rollt der Ball, sind Nervenkitzel und Spannung garantiert. Der Faszination Fußball entkommt niemand!

Wer nicht spielt, der engagiert sich an der Seitenlinie. Oft mit Ehrgeiz, Feuereifer und dem Herz am rechten Fleck. Dass Fans gern ihre eigene Strategie walten lassen, ist kein Geheimnis. Auch wenn sie keinen Einfluss auf das Treiben auf dem Rasen nehmen können, so hoffen sie heimlich auf zwei Treffer in der ersten Hälfte, weniger als insgesamt fünf Tore und ein Unentschieden beim Spiel der Erzfeinde aus München, Dortmund oder Leipzig. Der Grund: ein potentieller Geldgewinn durch eine clever platzierte Kombiwette!

Sport und Glücksspiel – das geht gut zusammen. Kein Wunder also, dass sich renommierte Buchmacher seit vielen Jahren darum bemühen, einen Fuß in die 1. Bundesliga zu bekommen. Mit Erfolg. Die Teams rechnen mit großzügigen Sponsorengeldern, Fans derweil vertrauen auf Sportund Livewetten mit guten Quoten, die sie direkt im Stadion ausreizen und in der Halbzeitpause justieren können. Und darf es zwischendurch noch eine Partie Black Jack oder ein Coup Roulette sein, genügen wenige Klicks, um Fortuna herauszufordern. Wer Casinos im Test vergleicht, profitiert gleichermaßen von hohen Sicherheitsvorkehrungen und guten Gewinnchancen.

Glücksspielanbieter so weit das Auge reicht
Dass Glücksspiele nahezu obligatorisch in der Kritik stehen und für ihren zweifelhaften Umgang mit suchtgefährdeten Tippern bekannt sind, ist im Hinblick auf die Bundesliga nicht zu bemerken. In der Saison 2015/16 wurden allein in der 1. Bundesliga 17 Sponsoren-Deals mit Glücksspielanbietern unterzeichnet. Erst vor wenigen Jahren haben sich Unternehmen wie Tipico aufgemacht, König Fußball ihren Stempel aufzudrücken. Möglich macht dies der Glücksspielstaatsvertrag. Denn während der Aufenthalt in virtuellen Spielbanken ohne Lizenz in Deutschland eigentlich verboten ist, entscheidet der Sonderweg Schleswig-Holstein. Das Bundesland im Norden entschied sich für einen Alleingang, lizenzierte kurzerhand eine zweistellige Anzahl an Online-Anbietern und ebnete den Weg für lukrative Deals.

Die international agierenden Glücksspiel-Unternehmen haben ihren Fokus auf den deutschen Markt gelegt. Nicht durch puren Zufall, sind die hiesigen Fans doch sowohl für Leidenschaft als auch Kaufkraft bekannt. Wer sich dauerhaft in den Stadien, auf Trikots oder mit Paten wie Oliver Kahn in Szene zu setzen weiß, lässt Gedanken an einen negativen Ruf verschwinden. Und tatsächlich: Mag die Branche auch weiterhin ihre Schattenseiten besitzen, so stellt die Regulierung in SchleswigHolstein sicher, dass Kundenschutz oberste Priorität genießt. Dass sich der deutsche Profifußball einerseits konsequent gegen ausufernde Zockerei einsetzt, trotzdem nur allzu gern mitverdient, geschenkt. Geld regiert die Welt – erst recht beim Kampf um Sponsorengelder und Einfluss.

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Ralf Roletschek [GFDL 1.2], via Wikimedia Commons

Vereine stehen in der Pflicht

Glücksspiele und Sportwetten – so mancher Glaubenskrieg ist schnell aus der Welt geschafft, wenn die richtige Summe den Besitzer wechselt. Die Bundesliga hat sich den neuerlichen Gesetzen angepasst, die Werbung der legal in Deutschland operierenden Anbieter zugelassen. Trotz der Gefahren, die von einer pathologischen Spielsucht ausgehen, eine Win-win-Situation für Vereine und ihre Fans. Denn immerhin können jene nunmehr auf sicherem Wege wetten, ohne sich in einer semilegalen Grauzone zu bewegen. Ein Verlierer könnte scherzen, dass die von ihm verspielte Summe direkt in die Nachwuchsarbeit seines Vereins fließen würde. Das Glücksspiel ist ein fester Bestandteil des deutschen und internationalen Profifußballs. Ob mit oder ohne offizielle Zusammenarbeit.

Letztendlich sollten Fußballfans eigenhändig entscheiden, ob sie den ein oder anderen Euro auf ihren Verein setzen oder mit einer Livewette Verlustkosmetik betreiben möchten. Bei aller Scheu vor dem Glücksspiel ist es Interessierten möglich, ihr Leben für immer zu verändern. Besser noch: Geht eine Kombiwette auf, fällt keine Versteuerung der ergatterten Gelder an. Schließlich konnte selbst der Glückspilz nicht mit seinem Gewinn rechnen. Wir warnen vor, Sportwetten auf die leichte Schulter zu nehmen. Bei Anzeichen auf eine Spielsucht gilt es, schnellstmöglich professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, um der potentiellen Abwärtsspirale zu entgehen. Ansonsten: Kein Geld riskieren, das nicht verloren gehen darf! Lotterien, Casinos, Poker und Wetten sind und bleiben ein Hobby

Sportwetten auf die Bundesliga

Die Bundesliga boomt, Sportwetten auch

Obwohl die Rechtslage bei Glücksspiel in Deutschland alles andere als eindeutig wäre und bisher auch noch nicht keine einzige Lizenz dafür vergeben wurde, boomt das Geschäft mit den beliebten Sportwetten bzw. so genannte Fußball-wetten auf die Bundesliga. Auch kein Wunder, denn der natürliche Spieltrieb treibt uns seit Menschengedenken immer wieder dazu an!

Und wenn man dazu noch Fan eines Bundesliga-verein ist, schlägt man quasi zwei Fliegen mit einer Klappe. So kann man nicht nur am Wochenende live bei seiner Mannschaft im Stadion dabei sein, sondern auch noch zusätzlich mit einer Wette am Erfolg des eigenen Teams teilhaben. Oder wer wettet schon gerne auf die gegnerische Mannschaft? Gut, aber auch das soll es wohl geben. Gerne möchten wir an dieser Stelle auf verschiedene Fragen diesbezüglich eingehen.

Welche Wetten auf die Bundesliga sind möglich?

Da gibt es bei den Bundesliga Wetten allerhand Auswahl. Neben den Wetten an den Spieltagen auf Sieg, Unentschieden und Niederlagen gibt es auch zum Beispiel noch die Möglichkeit auf die Anzahl der gefallenen Tore oder auch Live-wetten zu tätigen. Letztere bieten dabei wohl den größten Reiz bzw. Nervenkitzel bei den Bundesliga Tipps. Aber auch Langzeit-wetten auf die Meisterschaft werden gerne von den Fußballfans genutzt. Meist sind allerdings die Quoten zu unattraktiv, da ohnehin fast jedes Jahr der FC Bayern München die Meister-schale holt. Echte Konkurrenz gibt es nämlich nicht.

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By Ctruongngoc (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Rechtliche Situation zu Sportwetten auf die Bundesliga?

Dazu gab es kürzlich ein Urteil des Bundesverwaltungsgericht in Leipzig:

„Mit Ausnahme von Sportwetten und Lotterien ist das Veranstalten und Vermitteln von öffentlichem Glücksspiel im Internet verboten und dementsprechend zu untersagen“, sagte der Vizepräsident des Bundesverwaltungsgerichts, Josef Christ. Das Verbot verstoße nicht gegen die Dienstleistungsfreiheit in der EU. Christ sagte, dass „dies der Europäische Gerichtshof und das Bundesverwaltungsgericht bezogen auf das vormalige generelle Internetverbot wegen der besonderen Gefährlichkeit des Glücksspiels im Internet gegenüber dem herkömmlichen Glücksspiel bereits festgestellt haben.„

Aber auch das Verwaltungsgericht in München urteilte ganz aktuell und überraschend: ostfussball.com berichtete bereits mehrfach

Welche seriösen Anbieter von Sportwetten gibt es in Deutschland?

Prinzipiell ist erstmal jeder Anbieter von Sportwetten mit einer gültigen Lizenz als seriös einzustufen. Da in Deutschland bisher nicht eine einzige Konzession vergeben wurde, sollte man sich daher unbedingt an europäischen Lizenzen orientieren. Diese liegen im Geltungsbereich der EU und haben deshalb auch hierzulande ihre Möglichkeiten. Informationen findet man dazu auf seriösen Online Portalen immer auf der Startseite im unteren Bereich. Dort sind die jeweiligen Lizenzangaben zu finden, welche meist auf europäischen Länder wie Malta oder Gibraltar verweisen. Ist zudem auch eine zusätzliche deutsche Lizenz aus dem Bundesland Schleswig-Holstein angegeben, bürgt dies für zusätzliche Sicherheiten.

Liste nach Ranking für Sportwetten-Anbieter:

Dazu haben wir auf Deutschlands größter Tageszeitung einen interessanten Artikel zum Ranking gefunden. Dieses wurde nach Kriterien wie Bonus, Zahlungsmethoden, Live-wetten, Kundenservice, Bedienbarkeit, Webseite, Apps sowie Quoten sowie Steuern und Abgaben erstellt. Aber auch der Spieler, – und Altersschutz spielte dabei eine große Rolle. Mit weit über 90 Prozent haben dabei verschiedene Glücksspiel Anbieter das wertvolle Prädikat sehr gut erhalten. Weitere Portale auf dieser Webseite wurden zudem mit “gut” bewertet.

Bundesliga 2016 – Erfolgsmodell Betriebssportgemeinschaften

Telekom vor SAP und Red Bull an der Spitze – der schwarze Kanal

Neues von der sozialistischen Einheitsfront: Das ehemalige staatliche Kombinat “Telekommunikation” führt zwar aktuell noch die Spitze der Bundesliga-Tabelle an, doch dahinter sitzen bereits das EDV/ Datenverarbeitung – Zentrum aus Sinsheim, – sowie das Getränkekombinat aus Leipzig in Lauerstellung. Die zahlreichen Delegierungen zu den Spitzenclubs vor dieser Spielzeit haben ihre Wirkung erzielt.

Lange war es nicht mehr so spannend in der 1. Bundesliga – und vor allem in der ehemaligen Messestadt bzw. Heldenstadt der DDR ist die Euphorie grenzenlos. Noch besser – gibt es hier im Osten bald sogar UEFA-Cup der Landesmeister, kurz CL, zu sehen? Im Fünfjahresplan der Kombinats-spitze wurde dies ja gefordert.

 

Nur noch wenige urkapitalistische Vereine, so genannte e.V.,  sind somit im deutschen Oberhaus vertreten.  Doch auch diese allerletzten Auswüchse des marodierenden Imperialismus werden schon bald von der Bildfläche verschwunden sein und Platz für den „modernen Fußball“ machen. Erich Honecker agitierte zu recht: „Den Sozialismus in seinem Lauf, hält weder Ochs noch Esel auf!“ (wir berichteten bereits)

Und auch bei Sky waren diese BSG`s der absolute Quotenbringer (zumindest nach dem 1. Spieltag).

Die Bundesliga-Tabelle nach Sky-Zuschauerzahlen Saison 2016/17
Platz Vorwoche Verein Mio.
1 TSG Hoffenheim 0,46
1 RB Leipzig 0,46
3 Bayern München 0,45

Doch darüber schäumt die imperialistische Propagandamaschine in den noch mächtigen Presseorganen des Westens. Aktuell sollen es zum Beispiel beim Leipziger Getränkeclub nur noch 0,00 Zuschauer bei Sky gewesen sein. Andere sozialistische  BSG Vereine wie Wolfsburg oder Leverkusen mussten schon oft in der Vergangenheit mit solchen reaktionären Meldungen der Springermedien leben.

Trotz aller Versuche dieser subversiven Elemente in den dunklen Machtorganisationen des sterbenden Kapitalismus, kann man dem Fußball nur noch gratulieren.  Endlich bekommt die Bundesliga, was sie sich seit vielen Jahren harter Arbeit durch DFL und DFB- Funktionäre redlich verdient hat. Und wer weiß, vielleicht wird aus dem eigentlichen flapsigem Namen Bundesliga, endlich wieder die einzig wahre Oberliga.

Bundesliga zu schwach oder RB Leipzig zu stark?

RB Leipzig spielt als Aufsteiger alle an die Wand

Der Aufsteiger aus Leipzig sorgt damit weiterhin für Furore im Bundesliga-Oberhaus. Und dabei werden die Schwächen der hochbezahlten Bundesligastars samt ihren schlappen Clubs weiter offensichtlich. Echte Gegenwehr gegen den Newcomer gab es da mehr in der Regionalliga-Nordost (Chemnitz und Halle) oder vielleicht ein wenig zuletzt in  der 3. Liga. Eine Frage kommt bei dieser Konstellation schnell auf: Wie stark ist die 1. Bundesliga eigentlich wirklich? Oder noch einen Schritt weiter. Wird RB Leipzig gar Deutscher Meister?

(…) Höchste Zeit für die Buchmacher, den Leipzig-Leicester-Vergleich rauszuholen. Der aktuelle englische Meister gewann die Premier League zwar erst im zweiten Jahr nach dem Aufstieg, aber schon allein aufgrund der gleichen Anfangsbuchstaben passen die Foxes gut zu den Rasenballern.

Und so liegt die Quote auf Leipzig als Deutscher Meister bei 65.00 – am höchsten, knapp hinter Leverkusen mit 60.00 und deutlich hinter Dortmund mit 10.00. Auf den FC Bayern als Meister zu wetten ist bei einer Quote von 1.10 eher mittelmäßig attraktiv (…)

Das Ziel von RB Leipzig wurde in 2009 klar definiert. D. Mateschitz möchte mit dem Leipziger Team in die Champions League. Das was dem österreichischem Konzern mit RB Salzburg niemals gelang, scheint nun über den Umweg Deutschland plötzlich auf dem Direktweg ohne Qualifikation möglich. Die etablierten Versager in der Bundesliga scheinen dagegen kein Mittel zu finden.

 

Und man denkt an der Pleiße tatsächlich schon einen Schritt weiter. Neues Stadion in Leipzig für die Champions League geplant?

Aktuell fasst das Stadion knapp 44 000 Zuschauer, gegen Dortmund war es ausverkauft, gegen Gladbach auch, gegen Augsburg schon nicht mehr. Auf etwa 55 000 Plätze wäre die Arena ausbaubar, doch in den Champions-League-Träumen von Red Bull geistern wohl eher Zahlen wie 70 000 oder 80 000. (stadionfans.de)

BMG: Stiller Protest gegen Red Bull Leipzig

Der Protest gegen Red Bull in Leipzig wird von Woche zu Woche weitergeführt

Während das große Brot & Spiele Event in der 1.Bundesliga heute Abend erneut mit so genannten Fans aus Leipzig ausverkauft ist, wird die aktive Fanszene aus Gladbach gegen das künstliche Projekt, welches mit tatkräftiger Unterstützung der Mateschitz-Millionen den Weg ins Oberhaus gefunden hat, still in der Gästekurve protestieren. So wurde auf der Webseite der Ultras für heute Abend 19 lange Schweigeminuten bekannt gegeben:

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(…) Das von Red Bull erschaffene Kunstprodukt aus Leipzig stellt allerdings eine neue Dimension der Abscheulichkeit dar. Die bisherige Logik der Vereinsunterstützung wird durch dieses Konstrukt umgekehrt, da hier ein Verein einzig und allein zu dem Zweck gegründet wurde, Werbeträger für ein Unternehmen zu sein. Damit geht es noch über solche, ebenfalls abzulehnende, Modelle wie in Hoffenheim oder Wolfsburg hinaus. Und natürlich ist es weiter denn je entfernt von traditionellen Vereinsformen, die sich ihre Zuwendungen dadurch verdienen, dass sie aus eigener Kraft sportlichen Erfolg und Attraktivität erlangen.

Nicht nur die Gründung und dessen Zweck sprechen eine klare Sprache, sondern auch die Organisation und Struktur des Ganzen. Mitbestimmung, Teilhabe und eine lebendige Fankultur sind in diesem Konstrukt nicht gewollt, sondern ausschließlich der Konsum des Produkts.

Ab 19:00 heißt es dann: Vollgas, Borussia supporten und den Protest gegen Red Bull hinausschreien! Um Geschlossenheit in dieser Hinsicht zu demonstrieren wird es am Mittwoch vor dem Gästeblock und am FPMG-InfoMobil Mottoschals für 5 Euro geben. Dem Motto wird auch in größerer Form im Stadion ab der 19. Minute entsprochen (…)

Foto & Text: [blog1900.de]

Den vermeintlichen Fans von Red Bull Leipzig, eigentlich auch sonst noch Anhänger von Bayern, BVB oder Gladbach ect., wird diese Aktion natürlich völlig egal sein. Längst haben sie sich an die Proteste allerorts gewöhnt und wissen damit umzugehen. Hauptsache Bundesliga lautet die Devise – und warum sollte man sich auch mit solchen Nebensächlichkeiten wie Tradition oder echtem sportlichen Wettbewerb auseinandersetzen, wenn man hier alles ohne wirkliche Mithilfe oder Mitgliedschaft direkt vor die Nase gesetzt bekommt? “Kindergarten” oder “ewig Gestrige” sind die Leute, die das immer noch nicht verstehen wollen, wie gut es Red Bull doch mit dem Fußball meint. Und in sieben Jahren von den Amateuren in die 1.Bundesliga ist immerhin absolut rekordverdächtig. Die Spiele gegen so “hochinteressante Gegner” wie  Hoffenheim, Wolfsburg, Ingolstadt, Leverkusen oder Augsburg hat man sich in Leipzig eben wirklich verdient!

Ostfußball gerettet – endlich wieder 1.Bundesliga!

Leipziger Fußballhelden retten den Ostfußball!

Nicht nur auf unserer Webseite ist die Freude über die Rückkehr des ostdeutschen Fußball in die erste deutsche Bundesliga riesengroß. Nein, auch anderorts kann man dieses unglaubliche Hochgefühl kaum in Worte fassen… 

spukelch(…) Jahrelang mussten wir unseren zu irgendwelchen Vereinen in den unteren Ligen quälen. Die nichts hatten, außer Tradition. Aber was nutzt die, so ganz ohne Bundesliga? So lässt sie sich ja nicht mal mit einem knackigen Werbeslogan vermarkten. Wir haben zugesehen, wie es Energie Cottbus nach oben schaffte und dabei ganz unprofessionell auf eigene Kraft und Kreativität setzte. Mussten ja wieder abstürzten. Und in Dresden, Berlin, Rostock, Blau-Gelb und Grün-Weiß – Leipzig, Magdeburg, Aue, Chemnitz, Babelsberg, Erfurt, Jena, Halle quälten wir uns mangels Alternativen Woche für Woche zum bundesligafreien Fußball ins Stadion und durften zum Dank auch noch unsere Choreos selber bezahlen, beim Stadionausbau mitackern, die Vereine vor Insolvenzen retten! Schön war das nicht!

Wir mussten jahrelang auf zerrissene Anstoßzeiten, überhöhte Kartenpreise und Sky-Abos verzichten. Viele von uns haben noch nie FIFA-Soccer mit der eigenen Mannschaft spielen können! Statt eines teuren Stars mit eigenem Sportwagenfuhrpark wurden wir mit dessen Abziehbild, der sich gerade mal einen Q5 leisten konnte, abgespeist. Unsere sexy Spielerfrauen schafften es in keinen Modelkalender. Wir harrten unter uns im Stadion aus, ohne dass uns ein Maskottchen zuwinkte. Wo andere seit Jahren klatschpappten taten uns noch die Hände vom selber machen weh. Aber diese grauen Jahre sind Gott sei Dank vorbei. Wir Ossis naschen nun auch am Hochglanzkuchen Bundesliga. Endlich brauchen wir uns im Stadion nicht mehr mit hingeschluderten Werbeblöcken von Provinzunternehmen nerven lassen, sondern bekommen eine Bundesligashow mit High-End-Reklame von Weltkonzernen! Halleluja! Danke Leipzig! (…) [spuckelch.wordpress.com]

Starke sächsische Ost-Clubs – Aufstieg in Leipzig, Dresden, Aue und Zwickau?

2016 könnte die Wiedergeburt des Ostfußball werden

Denn gleich vier Ost-Clubs können innerhalb des Profigeschäft den Aufstieg in den kommenden Wochen klar machen. Die SG Dynamo Dresden hat den Sprung in die 2. Bundesliga bereits geschafft. RB Leipzig und der FC Erzgebirge haben bereits ein Bein in der 1. Bundesliga bzw. 2. Bundesliga und der FSV Zwickau hat die Möglichkeit über die Relegation in der nächsten Spielzeit in der 3. Liga dabei zu sein.

Letzte Meldungen:

Dresden: (…) Als Konsequenz aus wiederholtem Fehlverhalten einer Minderheit von Dynamo-Anhängern – zuletzt beim Auswärtsspiel in Magdeburg und den darauf folgenden Aufstiegsfeierlichkeiten im DDV-Stadion – ergreift die SG Dynamo Dresden eine Reihe von präventiven Maßnahmen. Diese zielen darauf ab, immer wiederkehrendes, teils kriminelles und in hohem Maße gewalttätiges Fehlverhalten, das der Sportgemeinschaft Dynamo Dresden immens schadet, weiter einzudämmen (…) [dynamo-dresden.de]

Aue: (…) Die Fans von Drittligist Erzgebirge Aue können das vielleicht entscheidende Sachsen-Derby am Samstag (14 Uhr, live im MDR) bei Dynamo Dresden auch in einem “Public Viewing” in Zschorlau sehen. Vor den Toren Aues wird auf dem Vereinsgelände des ESV Zschorlau ein Public Viewing organisiert (…) [mdr.de]

Leipzig: (…) Nein, keine Feier-Planungen oder Rechnereien sollen ablenken vom Aufstiegs-Endspurt, von Bielefeld, dem laut Rangnick bisher wichtigsten Spiel. Gegen eine Arminia, die erst drei von 15 Auswärtspartien verlor, die in Freiburg und Nürnberg ein 2:2 ertrotzte, die nach dem Klassenerhalt befreit loslegen kann. Und RB hatte zuletzt Probleme: 0:1 gegen Sandhausen, 1:1 in Kaiserslautern. „Wir müssen immer 20 bis 30 Prozent mehr geben als alle anderen. Aber wir erwarten auch nicht, dass uns jemand etwas schenkt“, erklärte Rangnick (…) [lvz.de]

Zwickau: (…) Nach drei Siegen in Folge gehen die Westsachsen selbstbewusst in diese Partie. Der zuletzt gesperrte Kapitän Toni Wachsmuth kann wieder eingesetzt werden. Dagegen fällt Stürmer Aykut Öztürk (Kreuzbandriss) für den Rest der Serie aus. Das ist natürlich ein herber Verlust. Er gesellt sich zu den Langzeitverletzten Kevin Bönisch, Patrick Wolf und Alexander Morosow. “Alle anderen Spieler sind fit und heiß auf Auerbach”, erklärte Trainer Torsten Ziegner. “Wir wollen läuferisch und kämpferisch genauso aktiv sein wie in unseren letzten Begegnungen. Bei eigenem Ballbesitz gilt es, mit Tempo nach vorn zu spielen.” (…) [fsv-zwickau.de]

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