Ostfussball.com

Eine subjektive Sichtweise unserer Ostvereine sowie Ostclubs

Schlagwort: Bayern München

Bayern München bei Fußballtransfers 2019 auf Platz drei

Am Sonntag, den 7. Juli 2019, läuft die Transferphase noch knapp zwei Monate lang. Für Fußballtransfers in diesem Sommer ist der 2. September. Die ursprüngliche Spanne wurde für deutsche Clubs verlängert, da der 31. August auf einen Samstag fällt. Obwohl wir uns noch recht früh in der Saison befinden – einige Vereine haben gerade erst das Training aufgenommen – möchten wir bereits ein kleines Fazit ziehen. Denn gerade der FC Bayern München scheint sich in diesem Jahr bislang schwer zu tun, Neuzugänge unter Vertrag zu nehmen. Dabei hat der deutsche Rekordmeister weltweit bislang den drittteuersten Transfer 2019 abgeschlossen.

Nach so einer Aussage stellen sich natürlich mehrere Fragen. Welche beiden Kicker finden sich bei den Sommertransfers bisher auf den ersten beiden Plätzen? Findet sich ein weiterer deutscher Verein unter den aktuellen Top Ten der eingekauften bzw. verkauften Spieler? Wir haben einmal ein vorläufiges Ranking erstellt. Weiterlesen

Sammer der Stasi-Unteroffizier – na und?

Mathias Sammer beim Stasi-Wachregiment

B*** haut mal vor Weihnachten wieder ganz ungeniert eine Skandal Meldung raus.

Bundesarchiv Bild 183-1988-0924-024, Dynamo Dresden - BFC Dynamo 2-1
Bundesarchiv, Bild 183-1988-0924-024 / Häßler, Ulrich / CC-BY-SA 3.0 [CC BY-SA 3.0 de], via Wikimedia Commons

Matthias Sammer begann seine Karriere bei Dynamo Dresden. Dass er sich als 19-Jähriger einem Wachregiment der Stasi verpflichtete, bezeichnet er als alternativlos. Als Spitzel habe er aber nie fungiert

Ich war jung und brauchte das Geld, passt da wohl eher! Für die Karriere in der DDR brauchte man so etwas damals, auch als Fußballer. Das Wachregiment hatte vor allem Wachaufgaben. Und jeden, welcher dort seinen Wehrdienst geleistet hat, gleich als Stasi-Spitzel zu bezeichnen, ist glatter Unfug. Aber was will man schon von einer Zeitung erwarten, die seit Jahren nur noch durch stark-schwindende Leserschaft selber in die Schlagzeilen geraten ist…

Die heimliche Liberalisierung des deutschen Glücksspiel-markt

Privates Glücksspiel weiter auf dem Vormarsch in Deutschland

Während Behörden oder Landesdirektionen im Auftrag des staatlichem Lotto weiter gegen kleine Webseiten mit Glücksspiel-Werbung vorgehen, sind jedoch die großen Fische im Gambling-Business hierzulande schon längst nicht mehr zu stoppen. Denn der private Markt für Online Casinos, Casino Spiele, Poker oder auch Wettangebote aller Art hat sich still und heimlich trotz vermeintlicher Verbote und Untersagungen liberalisiert. Gerade im Fußball wird das Marketing durch große private Anbieter immer stärker und deutlich präsenter. 

Nachdem bereits viele Bundesligavereine (Bayern München, Hamburger SV, RB Leipzig – um an dieser Stelle nur einige zu nennen) einen verlässlichen Partner aus dem Bereich privates Glücksspiel gefunden haben, ziehen nun auch die großen Verbände nach. So vermeldeten wir bereits letztes Jahr ein Sponsoring zwischen Tipico ( Casino, Casinospiele, Wettangebote) und dem Sächsischen Fußballverband (SFV), nun zog auch der Deutsche Fußballverband (DFB) mit BWIN (Casino, Casinospiele, Wettangebote) als Hauptsponsor für die 3.Liga nach.

(…) bwin ist neuer Hauptpartner der 3. Liga. Der Vertrag läuft über zwei Jahre und umfasst die Spielzeiten 2017/2018 und 2018/2019. Mit bwin haben die 3. Liga und ihre Vereine erstmals seit Gründung der Liga im Sommer 2008 einen Hauptpartner. Die Partnerschaft beinhaltet unter anderem, dass bwin im Rahmen der rechtlichen Vorgaben auf dem Trikotärmel der Drittligisten, in den Stadien sowie in den Publikationen und Onlineauftritten der Klubs werben kann. Außerdem wird bwin in allen Stadien der 3. Liga werblich sichtbar sein. In ihrer Eigenvermarktung bleiben die Vereine gleichzeitig frei (…) [dfb.de]

(Screenshot: bwin.de)

Möglich macht es die europäische Dienstleistungsfreiheit, welche über den Gesetzen der BRD steht und ein staatliches Glücksspiel-Monopol verbietet. Die Dienstleistungsfreiheit ermöglicht Anbietern gewerblicher, kaufmännischer, handwerklicher und freiberuflicher Tätigkeiten den freien Zugang zu den Dienstleistungsmärkten aller Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Sie ist in Art. 56 bis Art. 62 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) geregelt. Sie ist eine der vier Grundfreiheiten des Europäischen Binnenmarktes neben der Personenfreizügigkeit, der Warenverkehrsfreiheit und der Kapitalverkehrsfreiheit.

Schmerzlich musste dies zuletzt das staatliche Lotto in NRW zur Kenntnis nehmen. Durch die Zahlung von 11,8 Mio. Euro durch Westlotto an Mybet wird nun ein Rechtsstreit beendet, der insgesamt rund zehn Jahre gedauert hatte. Die Zahlung wird noch innerhalb des 2. Quartals 2017 geleistet werden. Auch das vorgeschobene Argument des vermeintlichen Spielerschutz konnte daran nichts mehr ändern. (ostfussball.com berichtete bereits) Und die schmerzliche Zahl von über 600.000 spiel-süchtigen Menschen unter der Aufsicht der staatlichen Behörden spricht da ohnehin seine eigene Sprache!

Aber auch die neuerliche Reform der Bundesländer zum Glücksspielstaatsvertrag  wurde längst zur Totgeburt deklariert. Dazu kommen klare Worte nicht nur aus Schleswig-Holstein: “Der Glücksspieländerungs-Staatsvertrag, wie er im Frühjahr vorgelegt wurde, wird bei uns im Landtag keine Mehrheit finden. Wenn er nicht von allen 16 Ländern unterschrieben wird, tritt er nicht in Kraft. Das ist der erste Punkt. Das zweite ist, den jetzigen werden wir kündigen.” Damit wäre eigentlich alles gesagt! Und wie ein echter EU-konformer Glücksspielstaatsvertrag mit guten Erfolgsaussichten aussieht, können sich die anderen Innenminister der Bundesländer gerne im nördlichsten Bundesland abschauen und einfach einheitlich übernehmen. Eine andere Alternative gibt es ohnehin nicht.

Bundesliga 2016 – Erfolgsmodell Betriebssportgemeinschaften

Telekom vor SAP und Red Bull an der Spitze – der schwarze Kanal

Neues von der sozialistischen Einheitsfront: Das ehemalige staatliche Kombinat “Telekommunikation” führt zwar aktuell noch die Spitze der Bundesliga-Tabelle an, doch dahinter sitzen bereits das EDV/ Datenverarbeitung – Zentrum aus Sinsheim, – sowie das Getränkekombinat aus Leipzig in Lauerstellung. Die zahlreichen Delegierungen zu den Spitzenclubs vor dieser Spielzeit haben ihre Wirkung erzielt.

Lange war es nicht mehr so spannend in der 1. Bundesliga – und vor allem in der ehemaligen Messestadt bzw. Heldenstadt der DDR ist die Euphorie grenzenlos. Noch besser – gibt es hier im Osten bald sogar UEFA-Cup der Landesmeister, kurz CL, zu sehen? Im Fünfjahresplan der Kombinats-spitze wurde dies ja gefordert.

 

Nur noch wenige urkapitalistische Vereine, so genannte e.V.,  sind somit im deutschen Oberhaus vertreten.  Doch auch diese allerletzten Auswüchse des marodierenden Imperialismus werden schon bald von der Bildfläche verschwunden sein und Platz für den „modernen Fußball“ machen. Erich Honecker agitierte zu recht: „Den Sozialismus in seinem Lauf, hält weder Ochs noch Esel auf!“ (wir berichteten bereits)

Und auch bei Sky waren diese BSG`s der absolute Quotenbringer (zumindest nach dem 1. Spieltag).

Die Bundesliga-Tabelle nach Sky-Zuschauerzahlen Saison 2016/17
Platz Vorwoche Verein Mio.
1 TSG Hoffenheim 0,46
1 RB Leipzig 0,46
3 Bayern München 0,45

Doch darüber schäumt die imperialistische Propagandamaschine in den noch mächtigen Presseorganen des Westens. Aktuell sollen es zum Beispiel beim Leipziger Getränkeclub nur noch 0,00 Zuschauer bei Sky gewesen sein. Andere sozialistische  BSG Vereine wie Wolfsburg oder Leverkusen mussten schon oft in der Vergangenheit mit solchen reaktionären Meldungen der Springermedien leben.

Trotz aller Versuche dieser subversiven Elemente in den dunklen Machtorganisationen des sterbenden Kapitalismus, kann man dem Fußball nur noch gratulieren.  Endlich bekommt die Bundesliga, was sie sich seit vielen Jahren harter Arbeit durch DFL und DFB- Funktionäre redlich verdient hat. Und wer weiß, vielleicht wird aus dem eigentlichen flapsigem Namen Bundesliga, endlich wieder die einzig wahre Oberliga.

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