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Schlagwort: Ausgliederung

Den Chemnitzer FC gibt es zum Sonderangebot

Wer hat noch nicht, wer will nochmal?

Der Chemnitzer FC ist sportlich derzeit die absolute Nummer 1 in der Regionalliga – wirtschaftlich jedoch so platt wie eine Flunder. Nachdem das teure Tafelsilber bereits in die Insolvenz verramscht wurde, geht nun das Eingemachte an diverse Investoren. 

Folgenden interessanten Artikel haben wir dazu aktuell auf Facebook gefunden:

Schadensbilanz seit Eröffnung des Stadions vor 2 Jahren: Verein hat Stadion, Erbbaurecht, Profiabteilung und jahrzehntelang aufgebaute Markenrechte (Wert ca. 50 Millionen) verloren, Stadt hat 30 Millionen in ein nur für den Profifußball nutzbares Stadion investiert und muss dafür nun für 500.000 Euro Betriebskosten jährlich aufkommen, dazu kommen 1,26 Millionen für die voreilig ausgezahlte Erbpacht, die im Insolvenzfall gar nicht hätten gezahlt werden müssen. Eins hat 2,2 Millionen verloren und haftet zusammen mit der GGG im schlimmsten Fall für weitere 6,2 Millionen. Blühende Landschaften und Sportförderung sehen anders aus.

Wenn das ganze ein über mehrere Jahre dauernder Raubüberfall wäre, hätte man sich die Story nicht besser ausdenken können. Komischerweise musste bislang keiner der Verantwortlichen seinen Hut nehmen. Weder die Oberbürgermeisterin, welche sich nicht für wirtschaftliche Belange interessiert und die zur Rettung ihres “Ansehens” besseren Wissens eben mal so paar Millionen in eine Insolvenz gezahlt hat, noch die Stadträte, die allem zustimmen und keine Fragen beantwortet haben wollen. Schuld ist offensichtlich wieder mal niemand und die Bürgerinnen und Bürger sowie die Vereinsmitglieder sollen für das Vertuschen des Verschwindens von knapp 100 Millionen Euro büßen. In wessen Taschen diese Werte geflossen sind und wer sich dafür hat als Steigbügelhalter oder zur Aufhübschung der politischen Karriere hat benutzen lassen, sollte man sich genau anschauen. Das Kapitel der möglichen Insolvenzverschleppung bzw. Untreue bzgl. öffentlicher Mittel wird sicher für einige noch unangenehme Folgen haben. facebook.com

Die Fans stehen nun am Scheideweg. Auf der einen Seite läuft es sportlich gerade richtig gut beim CFC, auf der anderen Seite entsteht hier zukünftig nun um ein wackliges Gebilde in der Hand von dubiosen Geschäftemachern im Stil von RB Leipzig. Die Ultras haben bereits ihren Support teilweise eingestellt, aber auch andere Fans werden wahrscheinlich endgültig gehen und ihre Mitgliedschaft beenden. Wertlos ist diese ohnehin geworden.

Der CFC ist nun eine GmbH

Ausgliederung des Chemnitzer FC bestätigt

Keine Ahnung, ob das nun gute oder schlechte Nachrichten sind!?  Im Endeffekt sollte das jetzt jeder für sich persönlich entscheiden, deshalb übernehmen wir diese Meldung des MDR einfach mal kommentarlos:

Richterin Birgit Feuring bestätigte in einer Pressemitteilung die von der Gläubigerversammlung beschlossene Ausgliederung des Spielbetriebs der ersten Mannschaft. Die Entscheidung des Insolvenzgerichts sei “nicht anfechtbar”. Am 2. Oktober hatte das Insolvenzgericht den Stimmrechtsanteil des größten Gläubigers “eins energie” auf 150.000 Euro festgelegt. Der Energieversorger, der gegen die Ausgliederung ist, hatte 2,2 Millionen Euro Bemessungsgrundlage für sich reklamiert. Entsprechend höher wäre auch der Anteil der Stimmen gewesen. Die Fanszene sowie Vorstandschef Andreas Georgi und Aufsichtsratschef Uwe Bauch standen der Ausgliederung kritisch gegenüber. Sie hatten fehlende Transparenz und fehlende Mitsprache der Mitglieder bemängelt. mdr.de

1. FC Magdeburg: Ausgliederung beschlossen

1. FC Magdeburg nun mit Spielbetriebs GmbH


1221 der stimmberechtigten 1494 Mitglieder stimmten auf einer außerordentlichen Versammlung für eine Ausgliederung der Profiabteilung in eine eigene Gesellschaft. Damit wurde die Hürde von 75 Prozent Zustimmung locker genommen, 80,7 Prozent der Mitglieder gaben der Vereinsführung ihre Stimme, 1121 wären nötig gewesen. Am Ende der Veranstaltung gab es laute Buh-Rufe der Gegner.

 

Doch was nun wie ein riesiger Erfolg gefeiert wird, kann aber auch schnell nach hinten losgehen – muss aber nicht zwingend. Es gibt wie immer zwei Seiten der Medaille. Bleibt am Ende die Frage: Wie werden die Ultras bzw. aktiven Fußballfans zukünftig damit umgehen? Denn gerade für die Leute in der Fan-kurve wird diese stetige Kommerzialisierung sicherlich immer unerträglicher.

Die Erfolge der letzten Jahre wurden in Magdeburg als e.V. gefeiert. Aufstieg aus der 4. Liga und möglicher Aufstieg in die 2. Bundesliga wurden ohne Ausgliederung erreicht. Für die Mitglieder beim FCM bedeutet die neuerliche Reform nun weniger Mitspracherecht und Entscheidungsgewalt. Insgesamt ein schlechter Tag für die interne Vereins-Demokratie – ob es ein guter Tag für die weitere Entwicklung sein wird, muss sich jedoch erst noch zeigen.

FC Hansa Rostock: Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung

Große Mehrheit für Ausgliederung der Profiabteilung beim FC Hansa Rostock

Sportlich wurde der Verbleib in der 3.Liga (fast) gestemmt, nun will man auch wirtschaftlich die Weichen beim FC Hansa Rostock in die richtige Richtung stellen. So soll der Schuldenabbau weiter voran getrieben werden. Zehn Millionen verschwinden jetzt mit der Ausgliederung. Damit bleiben ein bisschen weniger als zehn Millionen übrig.

(…) Der F.C. Hansa Rostock e.V. hat auf seiner heutigen außerordentlichen Mitgliederversammlung im Rostocker Ostseestadion die Ausgliederung seiner Lizenzspielerabteilung beschlossen.

Den Weg für eine Ausgliederung hatten die Mitglieder bereits auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 10.05.2015 geebnet. Mit einer Zustimmung von 99 Prozent wurde seinerzeit die damalige Vorstandschaft mit der Vorbereitung der Ausgliederung beauftragt.

Für die Umsetzung der entsprechenden Pläne stimmten am Sonntag rund 95 Prozent der 909 anwesenden und stimmberechtigten Mitglieder. Satzungsgemäß war für die Ausgliederung eine Dreiviertel-Mehrheit erforderlich.

Neben dem bestehenden F.C. Hansa Rostock e.V. wird nun künftig auch eine F.C. Hansa Rostock GmbH & Co. KGaA existieren, über die der Geschäftsbereich Profifußball organisiert wird – sowie die Bereiche Ticketing, Vermarktung, Medien, Personal und Verwaltung.

Die Rechte an Marke und Logo des F.C. Hansa Rostock sowie die Beteiligung am Ostseestadion werden auch künftig beim Verein verbleiben. Die Nachwuchsabteilung ist ebenfalls weiterhin dem Verein zugehörig (…) [fc-hansa.de]

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