Ostfussball.com

Eine subjektive Sichtweise unserer Ostvereine sowie Ostclubs

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VG Leipzig: Ist Werbung für Glücksspiel verboten?

Die Landesdirektion Sachsen untersagt die Werbung für Sportwetten, Casinospiele und Poker

Nun soll es am 28.4. 2016 vor dem Verwaltungsgericht Leipzig nach fast einem Jahr Untersagung der Werbung eines Freiberufler zu Glücksspielportalen im Internet wie zum Beispiel Mybet, Tipico oder auch Stargames endlich zu einem Urteil kommen. Selbst News und Artikel mit externen Links sollen demnach im Freistaat schon verboten sein. So wurde seitens der LDS eine deftige Strafe in Höhe von 5000,- Euro nebst 1000,- Euro Bearbeitungsgebühren gegen den Freien Journalisten samt seinen zwei kleinen Google-News-Webseiten erlassen.

Dieser hatte sich dagegen gewehrt und eine bereits angekündigte Vollstreckung vor dem VG Chemnitz im August 2015 abgewendet. Allerdings hielt dies die Landesdirektion dennoch nicht davon ab, insgesamt zweimal den Versuch zu starten, den Beklagten zu vollstrecken. Erneut musste das Verwaltungsgericht Chemnitz gegen die übereifrige Referentin eingreifen. Eine geforderte Strafe durch den Rechtsanwalt des Beklagten in Höhe von 10.000 Euro gegen die Landesdirektion blieb jedoch ungeahndet. Aber auch im Anschluss versuchte die Behörde in Leipzig immer wieder Einfluss auf kritische Artikel auf den Homepages des Beklagten zu nehmen. Insgesamt ist der bisherige Verlauf als eine absolute Farce und fernab jeder Rechtsstaatlichkeit anzusehen.

HK Central Statue Square Legislative Council Building n Themis s

Inwiefern nun die bereits dritte Rüge aus Brüssel zum deutschen Glücksspielstaatsvertrag sowie die Einleitung eines Pilotverfahren gegen Deutschland auf den Ausgang des aktuellen Gerichtsverfahren hat, bleibt auf jeden Fall spannend. Demnach hatte der EuGH im Februar 2016 zum wiederholten Male festgestellt – der deutsche Glücksspielstaatsvertrag sei rechts, – und verfassungswidrig. Die deutsche Glücksspielregulierung verstoße somit gegen EU-Recht, weil das von zahlreichen Gerichten gekippte staatliche Glücksspiel-Monopol faktisch fortbestehe (ostfussball.com berichtete bereits mehrfach).

Übrigens hat fast jeder große Fußballverein in Sachsen längst saftige Verträge mit Glücksspielanbietern unbehelligt von der Leipziger Behörde abgeschlossen. So zum Beispiel direkt vor der eigenen Haustüre hat RB Leipzig Tipico als Sponsor oder Dynamo Dresden das Online Casino Deutschland. Ganz zu schweigen von den Millionverträgen außerhalb der sächsischen Landesgrenze mit Hertha BSC oder dem FC Bayern München. Daher ist dringend davon auszugehen, dass gegen den kleinen Betreiber willkürlich vorgegangen wurde. Dieser kleine unscheinbare Präzedenzfall in Sachen Werbung für Glücksspiel könnte hierzulande für weitreichende Auswirkungen für Fußballvereine der 1. bis 3. Bundesliga sorgen. Über den Ausgang Ende April vor dem VG Leipzig werden wir natürlich anschließend exklusiv hier auf unserer Webseite berichten.

Warum RB Leipzig in der Premier League besser aufgehoben wäre

Red Bull Projekt in Leipzig vor dem Sprung in die 1.Bundesliga

Doch das Konstrukt aus dem Reagenzglas findet außerhalb der sächsischen Metropole nur wenig Akzeptanz. Boykotte, Fanproteste sowie Demonstrationen gegen RB Leipzig haben den steilen sportlichen Weg mit Hilfe von Millioneninvestitionen durch die Konzernzentrale in Fuschl seit 2009 gekennzeichnet. Dieses Jahr könnte der Traum von Milliardär D. Mateschitz gelingen, doch auch im deutschen Oberhaus ist man in den Fankurven alles andere als darüber begeistert.

Denn in Deutschland steht der traditionelle Vereinsfußball dem vermeintlichen „Wirtschaftsfußball“ zumindest noch auf dem Papier kritisch gegenüber. Während Fußballfans hierzulande gegen die ständig steigende Kommerzialisierung in den Stadien ankämpfen, steht bei Funktionären und Verantwortlichen in den Verbänden sowie Vereinen auch immer mehr der Punkt „Finanzen“ im Vordergrund. Und die im Prinzip lobenswerte 50+1 Regelung, welche die zu starke Mitsprache von Investoren bzw. Sponsoren in den Vereinen verhindern soll, wurde längst aufgeweicht. Bei RasenBallsport Leipzig gehört der „Verein“ gleich komplett einem Konzern- die Bezeichnung exlusiver „Club“ wäre somit auf jeden Fall besser angebracht.

Blick an England

In England ist dies ähnlich. Da gehören Vereine der Premier League russischen Oligarchen oder arabischen Scheichs. Und neben der Trikotwerbung sind die TV Gelder ein enormer wirtschaftlicher Faktor im englischen Fußball. So haben auch kleine Teams, wie zum Beispiel der Crystal Palace Football Club neben den Einnahmen vom Trikotsponsor der Mansion-Group, die unter anderem auch Online Casinos in der Schweiz und Österreich betreibenAnspruch auf den warmen Regen durch die enorm hohen Fernsehgelder. Ein Wahnsinnsgeschäft mit dem Fußball. Eine schillernde Welt, wo der österreichische Brauseclub sicherlich besser passen würde.

„Denn da wurde noch spekuliert, dass die Premier League mit ihrem künftigen TV-Vertrag ab 2016 ein Volumen von rund fünf Milliarden Euro schaffen könnte – für drei Jahre. Schon das hätte neue Maßstäbe gesetzt. Nun wurden daraus jedoch umgerechnet 6,9 Milliarden Euro für drei Jahre. Selbst gegenüber den Erwartungen ist das ein Riesensprung. Dies bedeutet also, dass die englische Liga pro Saison rund 2,3 Milliarden Euro kassiert. Und überdies: In der Liga stehen ab 2016 pro Saison rund eine Milliarde Euro mehr zur Verfügung als bisher.“ (handelsblatt.com)

Leipzig von oben Zentralstadion

Ziel Champions League

Doch das Ziel von Red Bull mit Leipzig ist nicht nur die Bundesliga, für was ursprünglich mal 100 Millionen Euro vorgesehen war – nein man möchte als Global Player natürlich auch international auf der Bühne Champions League mitmischen. Das wiederum kostet Geld, richtig viel Geld. Wahrscheinlich um die 140 Millionen Euro pro Jahr, wenn man dazu den Etat des FC Bayern München heranzieht. Aber bevor es soweit ist, muss man erstmal den Sprung in die 1. Bundesliga schaffen. Denn vom Willen aufzusteigen war beim Spiel in Nürnberg nicht viel zu sehen. Die wichtige Partie verloren die Roten Bullen verdient mit 3:1. Am Ende könnte man gar in der Relegation scheitern…

Dynamo versus Hansa – Krawalle Medienspiegel

Dynamo Fans treffen auf Hansa Fans

Hier unser Medienspiegel in Wort und Ton. Danke dafür an unsere Partnerwebseite stadionfans.de – 

[…] Insgesamt waren rund 1.150 Beamte im Einsatz, ein Aufeinandertreffen beider Fangruppen konnten sie im Vorfeld des Spiels jedoch nicht verhindern. Auf Höhe der Löbtauer Straße, knapp vier Kilometer vom Stadion entfernt, lieferten sich vermeintliche Fans beider Lager eine Schlägerei (Video unten). Erst als die Polizei wenig später eintraf, lösten sich die Gruppen zum Teil in verschiedene Richtungen auf. Einsatzkräfte der Polizei stellten die Identitäten der noch am Ort verbliebenen Beteiligten fest und nahmen 69 Rostocker Fans in Gewahrsam. Sie wurden erst nach Spielende wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen wegen Landfriedensbruch aufgenommen […]

[liga3-online.de, 20. März 2016, 09:00]

[…] Gewalttätige Ausschreitungen zwischen Fans von Dynamo Dresden und dem FC Hansa Rostock haben […] einen Zug zu einem unfreiwilligen Stopp gezwungen. Nach der Partie, die 2:2 ausging, habe sich die Lage im Regionalexpress von Dresden nach Leipzig so zugespitzt, dass dieser nicht habe weiterfahren können, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Zuvor habe ein Zeuge telefonisch gemeldet, dass sich etwa 60 Reisende schlagen würden. Daraufhin sei ein starkes Aufgebot an Bundespolizisten am Bahnhof Coswig zusammengezogen worden, um einzugreifen.

[sueddeutsche.de, 19. März 2016, 23:25]

[…] Am Samstagabend kam es im Zug RE 16528 von Dresden nach Leipzig verkehrend, im Bereich der Ortslage Coswig zu einer körperlichen Auseinandersetzung von Fußballanhängern der Vereine Dynamo Dresden und Hansa Rostock. Die Bundespolizei wurde durch einen Zeugen telefonisch darüber informiert, dass sich ca. 60 Personen im Zug schlagen würden. Die Situation war so eskaliert, dass der Zug nicht weiterfahren konnte. Daraufhin verlegten starke Bundespolizeikräfte der Abteilung Blumberg zum Bahnhof Coswig und unterstützten die örtlich zuständigen Bundespolizisten aus Dresden. Vor Ort wurde durch die Beamten festgestellt, dass eine sechsköpfige Gruppe Rostock Fans von einer 15 Personen umfassenden Gruppe Dynamoanhänger attackiert worden war. Es gab eine verletzte Person, die sich nicht in ärztliche Behandlung begeben wollte. Von allen Personen wurde die Identität ermittelt und die Bilder der Zugüberwachungskamera gesichert. Ein abschließendes polizeiliches Ergebnis ist noch nicht getroffen, da die Ermittlungen noch andauern […]

[Bundespolizeiinspektion Dresden, 19. März 2016, 21:12]

Quelle: stadionfans.de

Chemie Leipzig: „Nur ein Leutzscher ist ein Deutscher“

Fanszene von Chemie Leipzig gespalten

Nachdem Sympathisanten von Jule Nagel (Linke) im Chemie Ultras Block ein politisches Banner hochhielten, skandierten ältere Chemiker den Spruch aus DDR-Zeiten „Nur ein Leutzscher ist ein Deutscher“. Zur Erklärung – der sächsische Landtag hob zuletzt die Immunität der Linken-Politikerin auf. Die Staatsanwaltschaft Leipzig will Anklage gegen Nagel wegen der öffentlichen Aufforderung zu Straftaten erheben.

Was daraufhin im Alfred-Kunze-Sportpark passierte, schildert die Stellungnahme des Leipziger Vereins –

Alfred-Kunze-Sportpark

(…) Weniger schön sind aber die Szenen, die sich unter den Fans abgespielt haben. Nachdem auf dem Dammsitz einige wenige den alten Spruch „Nur ein Leutzscher ist ein Deutscher“ skandierten, fühlten sich andere dazu berufen, ihnen auch mittels körperlicher Auseinandersetzung klar zu machen, wie wenig sie davon halten.

Liebe Fans, gleich in der Präambel unserer Satzung steht sehr deutlich: „Der Verein ist frei von politischen, ethnischen und konfessionellen Bindungen. Der Verein vertritt den Grundsatz religiöser und weltanschaulicher Toleranz, geschlechtlicher Gleichstellung sowie parteipolitischer Neutralität.“ Macht uns diesen Grundsatz nicht kaputt, bekämpft Euch nicht gegenseitig und übt Euch nicht in Selbstjustiz. Lasst gesunden Menschenverstand walten. Der besagte alte Spruch war früher Gang und Gäbe und gehörte zum Ausdruck der Fans, um ihrem Protest gegen die politischen Machenschaften in der DDR Ausdruck zu verleihen. Leider nutzen heute einige Anhänger genau diese Worte, um zu provozieren und sich zu einer politischen Richtung zu bekennen, die kein Mensch mit gesundem Verstand befürworten kann. Wir appellieren an beide Seiten, die politischen Präferenzen zuhause zu lassen. Eure einzige Präferenz sollte grün-weiß sein! Provoziert Euch nicht gegenseitig und löst Eure Konflikte erst recht nicht in körperlichen Auseinandersetzungen (…) [chemie-leipzig.de]

Ostvereine halten Zuschauerschnitt der 3.Liga hoch

Zuschauerboom in der 3.Liga ist Ostvereinen geschuldet

Zumindest noch in dieser Saison kann man insgeheim von einer DDR-Oberliga 2.0 in der 3.Liga sprechen. Denn insgesamt acht ostdeutsche Vereine haben sich in der dritthöchsten Spielklasse in der Spielzeit 2015/2016 getroffen – so viel wie noch nie zuvor in ihrer Geschichte.

Rudolf-Harbig-Stadion

Und aufgrund der zahlreichen Ostderbys sind natürlich auch die Zuschauerzahlen enorm gestiegen. So steuert man auf einen neuen Zuschauer-Rekord zu. Bereits am 30. Spieltag wurde die Marke von zwei Millionen Zuschauern geknackt . Mit 6.779 Zuschauern im Schnitt ist die dritthöchste deutsche Spielklasse auf dem Weg, zum zweiten Mal in Folge eine neue Bestmarke aufzustellen.

Zuschauerschnitt Ostvereine:

  1. SG Dynamo Dresden 26 788
  2. 1. FC Magdeburg 17616
  3. FC Hansa Rostock 12417

5. FC Erzgebirge Aue 8160
6. Chemnitzer FC 7289
7. Hallescher FC 7199
8. FC Energie Cottbus 7132

11. FC Rot-Weiß Erfurt 5188

Anmerkung: Der hohe ostdeutsche Zuschauerschnitt von 11473 Besuchern pro Spiel wird allerdings lediglich durch die drei Zugpferde Dresden, Magdeburg und Rostock erreicht. Trotzdem liegen auch alle anderen ostdeutschen Vereine, außer Erfurt, leicht über dem Schnitt der 3.Liga. Die Marke von 100.000 Besuchern haben ebenfalls schon Chemnitz, Halle und Cottbus bereits überschritten. Eine durchaus positive Entwicklung, welche jedoch aus jetziger Sicht (eventueller Aufstieg bzw. Abstieg jeweils zweier Ostvereine) im kommenden Jahr, so nicht annähernd erreicht werden kann. Hoffen wir, dass zumindest letzteres Horrorszenario nicht eintreffen wird und alle Ostvereine auch kommende Spielzeit in der 3.Liga wiederzufinden sind.

3.Liga live: Dreimal Ostderbys am Wochenende

Von Freitag bis Sonntag gibt es jeden Tag ein Ostderby live

Und zwar startet bereits morgen Abend ab 17.30 Uhr das Spiel zwischen dem FC Erzgebirge Aue und dem Halleschen FC als Livestream bei mdr.de. Am Samstag ab 14.00 Uhr geht es dann mit Dynamo Dresden versus FC Hansa Rostock in die 2. Runde und am Sonntag ab 14.00 Uhr gibt es den Abschluss mit FC Rot-Weiß Erfurt gegen den Chemnitzer FC. 

Alle Livespiele des 31. Spieltag auf einen Blick:

Freitag, 18. März
17:30 Uhr Erzgebirge Aue – Hallescher FC mdr.de
Samstag, 19. März
14:00 Uhr Dynamo Dresden – Hansa Rostock MDR
SV Wehen Wiesbaden – Energie Cottbus hessenschau.de
SG Sonnenhof Großaspach – Stuttgarter Kickers SWR
Preußen Münster – VfR Aalen sportschau.de
Sonntag, 20. März
14:00 Uhr Rot-Weiß Erfurt – Chemnitzer FC MDR
1. FC Magdeburg – Holstein Kiel mdr.de

Silvio-meissner

Fazit: Für drei Ostvereine geht es in dieser Spielzeit immer noch um den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Fast durch ist die SG Dynamo Dresden, für den FC Erzgebirge Aue und dem 1. FC Magdeburg ist noch alles drin. Mittendrin steht nur der Hallesche FC „Jenseits von Gut und Böse“. Im Gegenzug geht es für Erfurt, Cottbus, Rostock und Chemnitz um wichtige Punkte gegen den Abstieg.  Und am Ende werden wohl in dieser Saison sicherlich 45 Punkte notwendig sein, um einer Talfahrt in die Regionalliga zu entgehen.

Stargames Sportwetten geht online

Ab sofort gibt es auch Sportwetten im größten Novomatic-Portal Stargames

Stargames Sportwetten – bisher konnte man dort lediglich die beliebten Novoline-Spiele wie zum Beispiel Book of Ra oder Sizzling Hot online bei Stargames spielen, nun findet man unter der Rubrik „Sportsbook“ endlich auch ein interessantes Sportwetten-Angebot für Fußballfans. Und mit Admiral hat man ja bei Novomatic in Österreich bereits einen erfahrenen Buchmacher im Angebot.

stargames sportwetten

(Screenshot: stargames.com)

Dürfen Sportwetten von Stargames auch in Deutschland getätigt werden?

Ja! Und so lautet der aktuelle Wortlaut der Landesdirektion Sachsen auf ihrer Webseite zum Schutz vor Geldwäsche:

(…) Der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg hat am 4. Februar 2016 entschieden (Rechtssache C-336/14, Ince), dass private Vermittler von Sportwetten in Deutschland, die Wetten ohne behördliche Erlaubnis grenzüberschreitend an private Anbieter im EU-Ausland vermitteln, nicht wegen illegaler Wettvermittlung bestraft werden dürfen.

Begründung: Wenn aufgrund des noch immer nicht abgeschlossenen Konzessionsverfahrens das europarechtswidrige staatliche Wettmonopol faktisch fortbestehe, sei es unzulässig, Verstöße gegen dieses Monopol zu ahnden (…) [lds.sachsen.de]

Dazu möchten wir an dieser Stelle noch ergänzen, dass der EuGH nicht nur die Regelung für Sportwetten als verfassungswidrig eingeschätzt hat, sondern den ganzen deutschen Glücksspielstaatsvertrag. Dies beinhaltet neben Sportwetten auch Casino Spiele sowie Poker. (ostfussball.com) Alles kann übrigens bei Stargames gespielt werden.

Über Stargames:

Mit einem Alter von mehr als 12 Jahren zählt das 2002 gegründete Stargames Casino zu den Urgesteinen unter den Onlinecasinos und mittlerweile tummeln sich bis zu 30 Millionen Spieler auf der Plattform. Der Anbieter unterscheidet sich doch wesentlich von den anderen Casinos. Neben den Casinogames und Slots können hier vor allem bekannt Spiele, Skilgames wie etwa das Kartenspiel Romme, Skat oder Schnapsen gegen echte Mitspieler gespielt werden. Es finden sich auch beliebte weitere Spiele neben den eigentlichen Casinoangeboten. Das Casinoangebot selbst ist ziemlich umfangreich. Neben fast 100 Slotgames gibt es auch die Klassiker. Besonders sticht hier Roulette mit 5 Varianten hervor. Ein weiteres Highlight ist das das Live Casino, das bedeutet echte Casino-Atmosphäre, ohne dass Sie die eigenen 4 Wände verlassen müssen.

Angeboten werden rund um die Uhr Black Jack, Roulette oder Baccarat mit der Ausnahme Roulette, das nur von 16 bis 24 Uhr gespielt werden kann. Sie können Ihren Croupier auswählen und mit ihm auch bei einem persönlichen Gespräch über die Live-Chat-Funktion fachsimpeln. Persönlicher Kontakt wird in diesem Casino gross geschrieben. Bei vielen der Skilgames kann man mit seinem Spielpartner Chaten und es gibt immer wieder aufregende und hoch dotierte Turniere. Bei den Casinogames vertaut Stargames seit etwa 2 Jahren auf die Software von Novoline. Hier finden Fans von Slotgames alle Dauerbrenner, die einem oftmals bereits aus den Spielhallen vertraut sind.

Es wird auch dem Trend der Zeit, dass man auch von unterwegs sein Glück bei den Games versuchen will, Rechnung getragen. Dauerbrenner wie Book of Ra, Deluxe, Sizzling Hot, Deluxe, Lucky Lady Charm, Deluxe, Dolphin Pearl, Deluxe, Fruits’n’Royals und Just Jewels können auf dem Smartphone oder dem Tabletsowohl auf Android Geräten und auch auf iOS entweder mit Echtgeld-Einsätzen oder mit Spielgeld gespielt werden. Natürlich gibt es in diesem Casino auch diverse Bonis. Der Willkommensbonus von 100% auf bis zu 100 Euro fällt hier aber doch etwas mager aus. Nun seit heute auch Sportwetten.

Konzessionen: Stargames besitzt eine europäische in Malta für sein Gambling-Angebot.

Europe Entertainment Ltd., mit der Registrierungsnummer C42855, ist ein Unternehmen mit beschränkter Haftung und Firmensitz in Malta. Malta zählt seit 2004 zu den Mitgliedstaaten der EU. Das Unternehmen ist lizensiert durch die Malta Gaming Autority (MGA). Es betreibt diese Plattform unter einer Klasse-3-Lizenz mit der Nummer MGA/CL3/391/2007, ausgestellt am 9. März 2009, einer Klasse-1-Lizenz mit der Nummer MGA/CL1/538/2008, ausgestellt am 7. Februar 2010, einer Klasse-1-Lizenz mit der Nummer MGA/CL1/810/2012, ausgestellt am 24. Juli 2012, sowie einer Klasse-2-Lizenz mit der Nummer MGA/CL2/1118/2015, ausgestellt am 12. Januar 2016. Alle Lizenzen fallen unter die Regulierung dieser Behörde. Der registrierte Firmensitz der Europe Entertainment Ltd. befindet sich in „Vincenti Buildings“, Suite 509, 28/19 Strait Street, Valletta, VLT1432, MALTA, EU.

So soll der deutsche Glücksspielstaatsvertrag aussehen

Vorbild Glücksspielregulierung in Schleswig-Holstein

Nur im nördlichsten Bundesland gibt es bereits seit 2011 einen EU-konformen Glücksspielstaatsvertrag. Alle anderen Bundesländer agierten jedoch in Sachen Glücksspiel trotz mehrfacher Abmahnungen aus Brüssel bisher verfassungswidrig, weil das staatliche Monopol praktisch weiterhin bestehe, so urteilte der EuGH im Februar 2016.

sh glücksspiel

(Screenshot: schleswig-holstein.de)

Eckpunkte des Entwurf des verfassungsgemäßem Glücksspielstaatsvertrag für ganz Deutschland

 

Online Casinos Spiele und Poker:

(…) Regulierung von Casino- und Pokerspielen im Internet: „Spieler können in einem unregulierten Markt nicht effektiv geschützt werden und den Ländern entgehen erhebliche Einnahmen – der hessische Vorschlag beendet diesen Zustand“, betonte der Innenminister. Künftig soll Online-Glücksspiel angeboten werden dürfen – bei maximalem Spielerschutz (…)

Sportwetten:

(…) Aufhebung der Zahl der zu vergebenden Sportwettkonzessionen: „Künftig muss gelten: Wer sich an die Regeln hält, darf Glücksspiel anbieten. Wir senken damit nicht die Standards an Spieler- oder Jugendschutz, sondern bewerten in jedem Einzelfall die Qualität eines Angebots“ (…)

Einsatzlimits:

(…) Internet-Höchsteinsatzgrenze von 1.000 Euro: Das bestehende monatliche Online-Einsatzlimit von 1.000 Euro soll durch ein Verlustlimit von in der Regel 1.000 Euro ersetzt werden. Die Möglichkeit, bei Bedarf und entsprechendem Bonitätsnachweis auch höhere Beträge zu spielen und das Limit entsprechend anzupassen, soll bestehen bleiben (…)

Überwachung der gesetzlichen Regelungen:

(…) Gründung einer gemeinsamen Anstalt des öffentlichen Rechts: Nach dem Vorbild der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) bzw. des ZDF soll eine rechtlich selbständige, gemeinsame Anstalt der Länder gegründet werden. Sie wird die verfassungsrechtlichen Bedenken hinsichtlich des bisherigen Glücksspielkollegiums ausräumen (…)

Spielerschutz / Selbstsperre:

(…) Bundesweite zentrale Sperrdatei / Hessische Sperrdatei für Spielhallen; Anschluss der Spielhallen an die bundesweite zentrale Sperrdatei: „Wir benötigen eine echte, bundesweite, alle Spielformen übergreifende Sperrdatei. Das leistet unser Entwurf und schafft ebenso eine Rechtsgrundlage für den umfassenden Anschluss von Spielhallen“ (…)

Quelle: Hessisches Ministerium des Innern und für Sport

50 Jahre Lok Leipzig – so feiert die Fanszene

Lok-Fanszene feiert 50. Geburtstag ihres Verein

Dabei erstrahlte das Leipziger Völkerschlachtdenkmal mit reichlich Pyromaterial. Und wir möchten natürlich die netten Bilder von Facebook an dieser Stelle unseren Lesern nicht vorenthalten, deshalb Kamera ab.

50 Jahre Fußballclub Lok Leipzig50 JAHRE FUSSBALLCLUBNatürlich möchten wir euch das Video nicht vorenthalten!Und Action!

Posted by Fanszene Lokomotive Leipzig on Montag, 14. März 2016

Erinnerungen an das Jahr 1966:

Gleich in der ersten Spielzeit nach der Namensänderung (1965/66) belegte man am Ende Platz 3. Im Jahr darauf wurde man Zweiter mit sieben Punkten Rückstand auf den FC Karl-Marx-Stadt, während Henning Frenzel mit 22 Toren Torschützenkönig der DDR-Oberliga wurde. Zwei Jahre später war man im „Tal der Tränen“ angelangt und musste als Tabellenletzter den Gang in die DDR-Liga antreten – der einzige Abstieg in der Vereinsgeschichte. Am letzten Spieltag der folgenden Saison kam es im Bruno-Plache-Stadion zum Showdown um den Aufstieg gegen Wismut Gera. 30.000 Zuschauer sahen das Spiel, was eine Rekordkulisse bedeutete, und einen schwer erkämpften 1:0-Sieg der Loksche, der den direkten Wiederaufstieg bescherte. Nach dem Aufstieg landete der 1. FC Lok auf dem 10. Platz. 1966 machte der Verein erstmals international auf sich aufmerksam, als er im Messepokal Benfica Lissabon um Eusebio in der 3. Runde ausschalten konnte.

Hessen mit Vorstoß bei Glücksspielregulierung

Gibt es 2016 einen EU-konformen Glücksspielstaatsvertrag?

Sportwetten, aber auch Poker und Casino sollen demnach (schon) dieses Jahr in Deutschland reguliert werden. Alle in der EU lizenzierten Anbieter, welche die Anforderungen zum Spielerschutz erfüllen,  sollen hierzulande Glücksspiel im Internet anbieten, bzw. bewerben dürfen. Bisher war dies lediglich in Schleswig-Holstein umgesetzt. In allen anderen Bundesländern wurde dies aus eigenen Monopol-gründen jedoch stets durch staatliche Behörden verhindert – verfassungswidrig, so lautete zuletzt erneut das vernichtende Urteil aus Brüssel dazu. 

Nun kommt aus Hessen diese Meldung:

(…) Mit einem neuen Reformvorstoß für die Regulierung des Glücksspielmarktes will Hessen die jahrelange Hängepartie bei Sportwett-Lizenzen beenden. Der von Innenminister Beuth (CDU) vorgelegte Entwurf für einen neuen Staatsvertrag der Länder soll am Donnerstag auf der Ministerpräsidentenkonferenz in Berlin erörtert werden. Mit dem Vorstoß reagiert Hessen auch auf Kritik der EU-Kommission, die schon bald ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland einleiten könnte. Hessen ist für die Vergabe von Sportwetten-Lizenzen zuständig (…) [hessenschau.de]

Bundesinnenministerium Eingang Bonn 2008b

Fazit: Im Prinzip bleibt den Bundesländern auch keine andere Möglichkeit, als der Reform zuzustimmen. Jeder Versuch wieder halbherzig aus Gründen des Monopols zu agieren, würde umgehend den EuGH auf den Plan rufen. Und an der europäischen Dienstleistungsfreiheit kommt man einfach nicht vorbei! Auch eine Diskriminierung  deutscher Anbieter ist diesbezüglich nicht zu tolerieren.

„Die Dienstleistungsfreiheit ist eine der vier Grundfreiheiten des Europäischen Binnenmarktes neben der Personenfreizügigkeit, der Warenverkehrsfreiheit und der Kapitalverkehrsfreiheit. Ebenso wie diese hat sie die Beseitigung von Handelshemmnissen innerhalb der Union zum Ziel. Da sie die vorübergehende Tätigkeit in einem Mitgliedstaat regelt, kann sie auch zu den Personenverkehrsfreiheiten gezählt werden.“

[spielotheka.de]

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