Ostfussball.com

Eine subjektive Sichtweise unserer Ostvereine sowie Ostclubs

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Leipziger Derby 2016 – Warm machen

In Leipzig gibt es zwei große Vereine – Lok und Chemie

…mittlerweile ja auch noch einen künstlich-gepushten Club eines Limonaden-Konzern aus Österreich, aber um den soll es heute ausnahmsweise mal nicht auf unserer Webseite gehen. Wenn also die beiden großen Vereine, die BSG Chemie Leipzig gegen den 1. FC Lokomotive Leipzig spielt, so nennt man das Leipziger Derby. Und diese Partie wird am Sonntag, dem 13. November, um 14 Uhr im Alfred-Kunze-Sportpark über die Bühne gehen.

 

Vermutlich ist es das letzte große Derby in Deutschland und wahrscheinlich auch das Härteste, so die Kenner der Szene. Und da muss was dran sein – denn es ist fast noch einen Monat hin, aber bereits jetzt überschlagen sich dazu die Meldungen. Deshalb fassen wir wie gewohnt als Medienspiegel im Vorfeld zusammen:

(…) Ebenfalls fest steht: Die blau-gelben Gäste erhalten ein Kontingent von 750 Karten. Dies entspricht deutlich mehr als die üblichen 10% der aktuellen Kapazitätsgrenze von 4.999 Zuschauern. Eine Austragung im ehemaligen Zentralstadion kam für unseren Verein nicht in Frage. Die finanziellen Aspekte dabei sind beinahe nebensächlich. Viel wichtiger: Punkt 8 unseres Leitbildes, in dem es unmissverständlich heißt: „Unsere Heimat ist der Alfred-Kunze-Sportpark in Leipzig-Leutzsch.“ (…) [stadionfans.de]

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(…) Fakt ist, selten dürfte ein Derby zwischen einem Fünft- und einem Viertligisten dermaßen hohe Wellen schlagen wie das Duell BSG Chemie Leipzig vs. 1. FC Lokomotive Leipzig. Mehr Derby geht nicht. Das „Mehr“ wird jeder für sich selbst interpretieren. Die einen freuen und hoffen inbrünstig, dass dem Rivalen auf dem grünen Rasen endlich mal wieder ein Bein gestellt wird, ach was, dass der Rivale so richtig derb aus dem Landespokal gegrätscht wird. Andere lechzen nach einer grandiosen, knisternden Fußballatmosphäre. Wiederum andere verspüren nur Hass. Tief sitzenden Hass auf den Lokalrivalen. Wie tief bei manchen der Hass sitzen muss, wird deutlich, wenn man auf den einschlägigen Facebook-Seiten und in diversen Foren stöbert. Manch einer redet gar nicht groß um den heißen Brei herum und lässt die Maske sogleich fallen. Erstaunlich, wie offen der eine oder andere die Gegenseite beleidigt und harte Konsequenzen ankündigt (…) [turus.net]

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(…) Lok-Freundschaft BFC Dynamo weilt einen Tag vorher in der Stadt. Das ursprünglich geplante Duell in der Regionalliga Nordost zwischen RB Leipzig II und BFC Dynamo wurde neu terminiert. Die Partie geht am Samstag, 12. November, ab 14 Uhr über die Bühne (…) [ostfussball.com]

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(…) Es gibt einen Sicherheitszuschlag von drei Euro. Der Stehplatz kostet also statt 7 zehn Euro, die Tribüne 14 statt elf. Chemie-Vorstand Dirk Skoruppa (51): „Damit decken wir die Kosten für die zusätzlichen Maßnahmen gerade so ab.“ Die eigene Security wird deutlich erhöht. Zudem wird die Lok-Security im Gästeblock im Einsatz sein. Über einen Fanshuttle von Probstheida nach Leutzsch wird nachgedacht (…)

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(…)  Fakt ist: In Leutzsch freut man sich in jedem Fall schon auf das Spiel. „Viele Fans haben diese Paarung noch nie selbst erlebt. Nach der Wende gab es das Duell mit anderen Vereinsnamen. Es ist das echte Leipziger Derby und ich hoffe, dass beide Fangruppen sich gut präsentieren, um alle, die auf negative Schlagzeilen warten, zu enttäuschen.“ Einen Seitenhieb auf Lok konnte sich Kühne nicht verkneifen. „Unsere Spieler müssen wir für das Spiel nicht motivieren. 80 Prozent von ihnen haben schon in grün-weiß gespielt. Bei Lok spielen dagegen nur Jungs, weil es da einen guten Vertrag gibt.“ Dennoch meldet auch Chemie heute: „Der 1. FC Lok und die BSG Chemie werden bei der Organisation des Spiels auch weiterhin eng zusammenarbeiten.“ Keine schlechte Idee im Vorfeld der Partie am 13. 11. im AKS (…) [l-iz.de]

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(…) Nach der Sicherheitsberatung am Montag wurden nun auch die Modalitäten festgeklopft, wie Fans an Karten kommen können. Während Lok Leipzig sein Auswärtskontingent selbst verkauft, haben bei Chemie Leipzig vorerst alle grün-weißen Fanclubs Vorkaufsrecht. „Die Fanclubs teilen uns bis Anfang nächster Woche mit, wie viele Karten sie benötigen“, erklärte BSG-Vorstandssprecher Dirk Skoruppa am Dienstag gegenüber LVZ.de.
In der ersten Novemberwoche können dann Vereinsmitglieder und Inhaber von Chemie-Dauerkarten ein Ticket für das Derby erwerben. „Falls danach noch welche übrig sind, werden erst in der letzten Woche vor dem Derby auch noch Karten in der Geschäftsstelle in Leutzsch angeboten“, so Skoruppa weiter. Das dürfte angesichts des großen Interesses innerhalb der aktiven grün-weißen Fanszene aber unwahrscheinlich sein (…) [chemie-leipzig.de]

FC Carl Zeiss Jena: Mit roten Zahlen in die 3.Liga?

Der FC Carl Zeiss Jena spielt diese Saison in der Regionalliga Nordost Hop oder Top

Mit vollem finanziellem Risiko strebt der FC Carl Zeiss Jena den Aufstieg in die 3.Liga an. Bisher läuft zumindest sportlich alles nach Plan, denn mit 10 Punkten Vorsprung als Spitzenreiter lässt es sich gut an der Tabellenspitze der Regionalliga Nordost leben. Doch eigentlich ist der Thüringer Verein chronisch krank –  die Fußball Spielbetriebs GmbH erwirtschaftete nämlich ein sattes Minus von 933 000 Euro. So berichtet die Otz:

(…) Laut Geschäftsführer Chris Förster besteht ein strukturelles Defizit in der Regionalliga. Aus den Zuschauereinnahmen seien pro Saison abzüglich der Spieltagskosten 225 000 Euro zu erwirtschaften. Dazu kommen 1,2 Millionen Euro aus dem Sponsoring und 150 000 Euro aus Fanartikeln. Mit Spieler­verkäufen und sonstigen Erlösen stehen maximal 1,7 Millionen Euro zur Verfügung (…)

Und genau da liegt der Knackpunkt momentan. Ein Aufstieg in die 3. Liga hängt immer am seidenen Faden. Am Ende der Meisterschaft im NOFV-Gebiet steht dann nämlich noch die nerven-beraubende Relegation, wo man auf einen gleichwertigen Gegner in Hin,- und Rückspiel trifft. Und dieser Tanz auf der Rasierklinge  hat dann eine Gewinnwahrscheinlichkeit von gerade mal 50 Prozent. Gut für echte Hardcore-Glücksspieler  – für jeden soliden Manager mit Verantwortung für den Verein allerdings eher zum Haare raufen.

 

Fazit: Sollte der Aufstieg in dieser Saison nicht gelingen, könnte der FC Carl Zeiss Jena also statt geplanten Aufstieg in den Profifußball am Ende mit Zwangsabstieg in noch niedrigere Gefilde des Verband-Fußballs konfrontiert werden. Der FCC würde für viele Jahre in der Versenkung verschwinden. Und schon oft sind genau unter diesen Voraussetzungen große Vereine in der Bedeutungslosigkeit verschwunden…

Bundesliga zu schwach oder RB Leipzig zu stark?

RB Leipzig spielt als Aufsteiger alle an die Wand

Der Aufsteiger aus Leipzig sorgt damit weiterhin für Furore im Bundesliga-Oberhaus. Und dabei werden die Schwächen der hochbezahlten Bundesligastars samt ihren schlappen Clubs weiter offensichtlich. Echte Gegenwehr gegen den Newcomer gab es da mehr in der Regionalliga-Nordost (Chemnitz und Halle) oder vielleicht ein wenig zuletzt in  der 3. Liga. Eine Frage kommt bei dieser Konstellation schnell auf: Wie stark ist die 1. Bundesliga eigentlich wirklich? Oder noch einen Schritt weiter. Wird RB Leipzig gar Deutscher Meister?

(…) Höchste Zeit für die Buchmacher, den Leipzig-Leicester-Vergleich rauszuholen. Der aktuelle englische Meister gewann die Premier League zwar erst im zweiten Jahr nach dem Aufstieg, aber schon allein aufgrund der gleichen Anfangsbuchstaben passen die Foxes gut zu den Rasenballern.

Und so liegt die Quote auf Leipzig als Deutscher Meister bei 65.00 – am höchsten, knapp hinter Leverkusen mit 60.00 und deutlich hinter Dortmund mit 10.00. Auf den FC Bayern als Meister zu wetten ist bei einer Quote von 1.10 eher mittelmäßig attraktiv (…)

Das Ziel von RB Leipzig wurde in 2009 klar definiert. D. Mateschitz möchte mit dem Leipziger Team in die Champions League. Das was dem österreichischem Konzern mit RB Salzburg niemals gelang, scheint nun über den Umweg Deutschland plötzlich auf dem Direktweg ohne Qualifikation möglich. Die etablierten Versager in der Bundesliga scheinen dagegen kein Mittel zu finden.

 

Und man denkt an der Pleiße tatsächlich schon einen Schritt weiter. Neues Stadion in Leipzig für die Champions League geplant?

Aktuell fasst das Stadion knapp 44 000 Zuschauer, gegen Dortmund war es ausverkauft, gegen Gladbach auch, gegen Augsburg schon nicht mehr. Auf etwa 55 000 Plätze wäre die Arena ausbaubar, doch in den Champions-League-Träumen von Red Bull geistern wohl eher Zahlen wie 70 000 oder 80 000. (stadionfans.de)

Sächsischer Fußballverband und Polizei im Schlafmodus

Völlig Gaga – wegen fehlender Sicherheitskräfte Spiel auf Wochenende des Leipziger Derby verlegt

Und wenn du denkst, es geht nicht mehr – kommt ein noch was Dümmeres aus Sachsen her. So in etwa könnte man den neuerlichen „Schachzug“ des Sächsischen Fußballverband (SFV) in Zusammenarbeit mit der sächsischen Polizei bewerten. Was sich momentan wie ein roter Faden an Inkompetenz von sächsischer Regierung über Landesdirektion bis hinunter zur Polizei zieht, nun auch beim SFV, ist mit verständlichen Worten kaum noch zu beschreiben. Wir versuchen es trotzdem:

1.Meldung: Wegen gewalttätigen Gegendemonstranten bei Pegida in Dresden wird RB Leipzig II  – BFC Dynamo abgesagt:

(…) Die für Sonntag angesetzte Regionalliga-Partie zwischen der zweiten Mannschaft von RB Leipzig und dem BFC Dynamo in Markranstädt ist abgesagt worden. Das teilte der Nordostdeutsche Fußballverband am Dienstag mit. Grund sei die Sicherheitslage in Sachsen. Ein neuer Termin steht noch nicht fest. Der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) hat in Absprache mit dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) und der Polizei den 11., 12. oder 13. November vorgeschlagen. Beide Vereine müssen sich jetzt auf einen neuen Spieltermin einigen (…)

2. Meldung – Verlegung auf das Wochenende mit höchstem Risikofaktor ( Chemie – Lok ist wohl das gefährlichste Derby in ganz Deutschland!) 

(…) Die Polizei bereitet sich bereits auf ein Spiel mit extrem hohem Sicherheitsrisiko vor. „Klar ist, dass wir einen Großeinsatz mit mehreren Hundertschaften fahren und den Fokus auf das gesamte Stadtgebiet erweitern müssen“, sagt ein Sprecher der Leipziger Polizei und ergänzt: „Aber wir müssen schauen, wie viele Kräfte wir an dem Wochenende überhaupt zur Verfügung haben.“ Denn gespielt wird am 12. oder 13. November. Ein Wochenende, an dem der ob seiner rechten Hooliganszene berüchtigte und mit Lok in Freundschaft verbundene BFC Dynamo in der Regionalliga Nordost bei der U23 von RB Leipzig antritt. Etwa 1500 Berliner werden zu der Partie erwartet. „Das sind für uns dann zwei absolute Highlights, die einen extrem hohen Personalaufwand abfordern“, heißt es bei der Polizei (…)

Letzte Meldung? Polizei: „Wir schaffen das!“

(…) Das ursprünglich für den gestrigen Sonntag geplante Duell in der Regionalliga Nordost zwischen RB Leipzig II und BFC Dynamo wurde neu terminiert. Die Partie geht am Samstag, 12. November, ab 14 Uhr über die Bühne (…)

 

Unser Tipp: Warum verlegt man die Partie nicht eigentlich noch einen Tag eher auf den 11.11. – 11.11 Uhr? Da könnten sogar die ganzen Jecken im Leipziger Rathaus noch etwas mitfeiern. Helau!

Der Fall Pittiplatsch der “ Böse“

Oder wie beim öffentlich-rechtlichen TV Sender MDR wieder einmal alles in die Hose ging

Der mit Steuergeldern hoch-subventionierte Heimatsender MDR stoppt ab sofort Mahnverfahren gegen Dynamo-Dresden-Fans wegen einer Pittiplatsch-fahne im Fanblock aufgrund massiver Fanproteste, so die letzte kleinlaute Nachricht aus dem Leipziger Funkhaus. Doch zuvor wollte man sich noch einmal so richtig lächerlich bei seinen Geldgebern machen – wir fassen daher nochmals kurz zusammen:

 

(…) Offenbar das Pittiplatsch – Cry Freedom aufnehmend, zitiert die Dresdner Morgenpost (TAG24) im zugehörigen Beitrag den Sprecher des MDR, Sebastian Henne, bezüglich der erfolgten anwaltlichen Abmahnung: “Weil unsere Markenrechte verletzt werden und weil zu allem Übel die Pittiplatsch-Figur der Dynamo-Fans auch noch Aggressionen ausstrahlt.“

Gemeinsam mit dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB), beide Sendeanstalten sind Rechtsnachfolger des DDR-Fernsehens, würde der MDR “gegen die Pitti-Fahnen – aber auch Sticker“ – vorgehen.

“Während die übrigen Sandmännchen-Figuren wenigstens originalgetreu verwendet werden, wurde Pittiplatsch teilweise so abgewandelt, dass das Gesicht nun böse und angriffslustig erscheint“ (Sebastian Henne,tag24.de).

Was würde wohl Pittiplatsch der Liebe dazu sagen? Wenn es nicht so Platsch-Quatsch wäre (…) [meyview.com]

und weiter…

(…) Der MDR hatte sich die Markenrechte an der Figur gesichert, ein Eigentum, dass er auch gegen Zitate und auch gegen die Benutzung durch seine eigenen Zuschauer zu schützen gedenkt. Oder besser gedachte. Denn inzwischen hat der Kampf um die Kultfigur die Leitmedien erreicht. „MDR will bösen Pittiplatsch im Fanblock verbieten“, schreibt die „Welt“,“It’s a Pitti!“, ätzt das Fachmagazin 11Freunde.

Angeblich geht es nicht um Markenrechte. Sondern um Pittis bösen Blick. „Während die übrigen ,Sandmännchen‘-Figuren wenigstens originalgetreu verwendet werden, wurde Pittiplatsch teilweise so abgewandelt, dass das Gesicht nun böse und angriffslustig erscheint“, heißt es beim MDR, der vor Jahren bereits einen von PPQ initiierten Einsatz von Pittiplatsch gegen rechts mit Hilfe einer Abmahnung unterbunden hatte. Pitti, der schwarze Zwerg, der Kobold, der eigentlich ein frühes Symbol für die Weltöffnung der DDR war, wird von Ewiggestrigen benutzt, um ein statisches Gesellschaftsbild zu etablieren. Ein Gesichtsausdruck nur wird ihm zugestanden. Ein Gefühl. Ein kindlich blödes Lachen (…) [ppq.de]

und weiter

(…) Wir, verschiedene Fangruppierungen der SG Dynamo Dresden, wollen die seit vielen Jahren existierende, für uns wehende Fahne erhalten. Leider bestrebt nach dem Verlust des Senderechtes der MDR diese besagte Fahne aus dem Verkehr zu ziehen und eine Unterlassung über fadenscheinige Argumentation zu erwirken.
Seit es diese Fahne gibt, hat der MDR diese Fahne schon sehr oft im Kamerafokus gehabt und es gab dazu nie Anlass diese zu verbieten.  Der betroffene Fanvereine der SGD und die Fans identifizieren sich mit der Fahne „Pittiplatsch“ als Symbol zum Verein und ostdeutscher Tradition. Es ist Willkür des MDR diese wegen angeblicher Verunglimpfung zu verbieten. Es soll einfach um den Erhalt der selbst bestimmenden Fankultur und den Erhalt der Fahne gehen. Der betroffene Fanclub im Block ohne diese Fahne ist nicht denkbar (…) [openpetition.de]

So da waren sie also wieder – die Funktionäre des Staatsfernsehen. Und warum wir auch bei diesem Fall nicht mehr auf den MDR direkt verlinken – DARUM!

„Red Bull Fanverband“ zukünftig ohne Fans

Red Bull Fans der ersten Stunde verlassen ihren „Fanverband“

RB Leipzig ist endlich in der 1. Bundesliga angekommen und darf nun diese Spielzeit unter anderem gegen so „großartige Vereine“ wie Hoffenheim, Wolfsburg, Ingolstadt, Augsburg oder Leverkusen antreten. Spiel, Spaß und gute Laune sind also jedes Wochenende angesagt. Und eigentlich müsste die Welt für die neuen Leipziger Fußballfans wirklich in Ordnung sein – doch denk-ste. Einige Fangruppen in der so wundervollen und heilen Red Bull-Welt haben die Nase längst gestrichen voll.

(…) Lieber „Fanverband“,

lange haben wir es miteinander versucht und viel Energie haben wir deinen Sitzungen und Anfragen gewidmet, aber leider haben wir nun einen Zustand erreicht, der für uns nicht mehr tragbar ist. Wo wir bei der Gründung im Januar 2013 ein offenes Forum für alle organisierten Fans in Sektor B schaffen wollten, hast du starre und sinnfreie Strukturen geschaffen. Wo wir kurze Wege und schnelle Antworten brauchten, hast du nahezu inhaltsfreie Versammlungen und überforderte “Funktionäre” geboten. Schon allein mit diesem „Funktionäre-Anbieten“ hast du dich ins Abseits befördert.

Dein erster Sinn war es zu verbinden, zu kommunizieren und uns einander näher zu bringen, aber das reichte dir nicht. Du wolltest mehr sein. Du wolltest die Entscheidungshoheit haben, du wolltest alles wissen und alles kontrollieren. Aber warum und wofür, die Antwort bleibst du uns bis heute schuldig. Und als ob dieser alltägliche Mangel nicht schon genug wäre, wurden in jüngster Zeit wieder Grenzen überschritten, die wir beim besten Willen nicht mehr vertreten können.
Wir ziehen aus alldem unsere Konsequenzen und verlassen den Fanverband.
rasenballisten, LeCrats, Red Aces, Rabauken

Leipzig, 2016 (…) [stadionfans.de]

Für den Rest in der RB-Kurve heißt es aber trotzdem weiter klatschen und feiern. Und wen interessieren schon so ein paar kritische Miesepeter – die werden schon bald durch neue „Fans“ ersetzt. Hauptsache guter Fußball lautet doch ohnehin die Devise. Red Bull liefert – die zahlenden Kunden dürfen konsumieren.

Glücksspiel Aktien sind wie Glücksspiel auf Glücksspiel

Aktien auf Glücksspielanbieter sind voll im Trend

Doch diese Anlageform bietet wie alle Aktienangebote neben angestrebten hohen Kursgewinnen, eben auch viel Risiko. Deshalb sollte man bereits vorher eventuelle Kurssprünge in verschiedene Richtungen an den Märkten fest im eigenen Business-plan einplanen. Denn wie auch bei anderen Unternehmen geht die Entwicklung nicht immer nur in eine Richtung.

Auch ist hierzulande eine echte rechtliche Grundlage quasi für Casino online spielen, Sportwetten oder andere Glücksspiele wie Poker oder Bingo im Prinzip nicht vorhanden. Der ganze Markt befindet sich in einer so genannten Grauzone – eine echte Regulierung nach europäischem Recht ist leider aus staatlichen Monopol-gründen in weiter Ferne. So hatten wir kürzlich auch an anderer Stelle einen lesenswerten Bericht zum Thema Glücksspielaktien gefunden, und dies zum Anlass genommen, darüber zu berichten:

(…) Und wie man sieht, geht es auch charttechnisch ordentlich zur Sache. Denn Aktien kennen bekanntlich keine einheitliche Richtung. Viele Dinge beeinflussen den Markt und nicht jedes Casino oder Wettportal arbeitet lukrativ. Sei es durch wirtschaftliche Fehlentscheidungen oder zum Beispiel auch größeren Gewinnen (Jackpot) für Spieler. So findet man zum Beispiel Bet at Home, Lotto24 und GVC in einer positiven, William Hill, Unibet oder Mybet auf einer negativen Richtung in den vergangenen 12 Monaten.

Letzterer Anbieter steht sogar kurz vor der Pleite, was der schwache Kurs unter 50 Cent eindeutig belegt. Immerhin war das Wertpapier mal knapp 100 Euro im Jahre 2000 wert und hat in dieser Zeit also rund 96 % verloren – Besserung nicht in Sicht. Gut, vielleicht, wenn man in den nächsten 50 Jahren vor Gericht endlich mal die Millionen Entschädigung von Westlotto erhalten sollte. Doch daran glaubt man wohl in der Mybet-Zentrale selbst nicht mehr (…)

Entwicklung der Bet at Home Aktie – Sponsor von Hertha BSC:


-Kurs von finanzen.net

Unsere Einschätzung: Wer auf eine solide langfristige Kurssteigerung setzt, sollte sicherlich andere notierte Börsenwerte in seinem Depot aufnehmen.  Doch auch da muss man ja im Jahre 2016 sehr vorsichtig agieren, wenn man beispielsweise die VW-Aktie bisher als sichere Anlage bewertet hatte. Konservative Werte sind eben trotzdem am Ende spekulativ – warum also nicht mal auf Glücksspiel-Aktien setzen? Zumal viele große Glücksspielanbieter wie bsw. Tipico bereits als Sponsoren von Ostvereinen oder gar unserem Vorzeigebundesligaclub RB Leipzig fungieren. Fans bekommen so nicht nur die Möglichkeit  des Mitspielens, sondern auch am Erfolg des Vereinsunterstützer teilzuhaben.

BMG: Stiller Protest gegen Red Bull Leipzig

Der Protest gegen Red Bull in Leipzig wird von Woche zu Woche weitergeführt

Während das große Brot & Spiele Event in der 1.Bundesliga heute Abend erneut mit so genannten Fans aus Leipzig ausverkauft ist, wird die aktive Fanszene aus Gladbach gegen das künstliche Projekt, welches mit tatkräftiger Unterstützung der Mateschitz-Millionen den Weg ins Oberhaus gefunden hat, still in der Gästekurve protestieren. So wurde auf der Webseite der Ultras für heute Abend 19 lange Schweigeminuten bekannt gegeben:

blog_header

(…) Das von Red Bull erschaffene Kunstprodukt aus Leipzig stellt allerdings eine neue Dimension der Abscheulichkeit dar. Die bisherige Logik der Vereinsunterstützung wird durch dieses Konstrukt umgekehrt, da hier ein Verein einzig und allein zu dem Zweck gegründet wurde, Werbeträger für ein Unternehmen zu sein. Damit geht es noch über solche, ebenfalls abzulehnende, Modelle wie in Hoffenheim oder Wolfsburg hinaus. Und natürlich ist es weiter denn je entfernt von traditionellen Vereinsformen, die sich ihre Zuwendungen dadurch verdienen, dass sie aus eigener Kraft sportlichen Erfolg und Attraktivität erlangen.

Nicht nur die Gründung und dessen Zweck sprechen eine klare Sprache, sondern auch die Organisation und Struktur des Ganzen. Mitbestimmung, Teilhabe und eine lebendige Fankultur sind in diesem Konstrukt nicht gewollt, sondern ausschließlich der Konsum des Produkts.

Ab 19:00 heißt es dann: Vollgas, Borussia supporten und den Protest gegen Red Bull hinausschreien! Um Geschlossenheit in dieser Hinsicht zu demonstrieren wird es am Mittwoch vor dem Gästeblock und am FPMG-InfoMobil Mottoschals für 5 Euro geben. Dem Motto wird auch in größerer Form im Stadion ab der 19. Minute entsprochen (…)

Foto & Text: [blog1900.de]

Den vermeintlichen Fans von Red Bull Leipzig, eigentlich auch sonst noch Anhänger von Bayern, BVB oder Gladbach ect., wird diese Aktion natürlich völlig egal sein. Längst haben sie sich an die Proteste allerorts gewöhnt und wissen damit umzugehen. Hauptsache Bundesliga lautet die Devise – und warum sollte man sich auch mit solchen Nebensächlichkeiten wie Tradition oder echtem sportlichen Wettbewerb auseinandersetzen, wenn man hier alles ohne wirkliche Mithilfe oder Mitgliedschaft direkt vor die Nase gesetzt bekommt? „Kindergarten“ oder „ewig Gestrige“ sind die Leute, die das immer noch nicht verstehen wollen, wie gut es Red Bull doch mit dem Fußball meint. Und in sieben Jahren von den Amateuren in die 1.Bundesliga ist immerhin absolut rekordverdächtig. Die Spiele gegen so „hochinteressante Gegner“ wie  Hoffenheim, Wolfsburg, Ingolstadt, Leverkusen oder Augsburg hat man sich in Leipzig eben wirklich verdient!

Chemnitzer FC: Pyroshow gegen Zwickau mit Nachspiel

Pyro und blauer Rauch bei Chemnitzer Choreo sorgt für Beschwerden

Nicht bei allen Besuchern des Sachsenderby´s Chemnitzer FC gegen den FSV Zwickau ist das Intro der Chemnitzer Ultras gut angekommen. Neben zahlreichen Beschwerden von Zuschauern soll auch die LED Videowand im neuen Stadion in Mitleidenschaft gezogen wurden sein. Der Eigentümer, die Stadt Chemnitz, hat nun Beschränkungen sowie Sicherheitsvorkehrungen für die restliche Spielzeit angekündigt.

So informiert der Chemnitzer FC aktuell auf seiner Webseite:

(…) Vor dem Hintergrund der Vorkommnisse auf der Südtribüne vor dem Anpfiff des Heimspiels gegen den FSV Zwickau am vergangenen Freitag, den 16.09.16, haben die Behörden der Stadt Chemnitz den Chemnitzer FC dazu aufgefordert, die kommenden drei Heimspiele in der community4you ARENA unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen durchzuführen. Dies wurde in der heutigen Sicherheitsberatung im Vorfeld des Heimspieles gegen den VfL Osnabrück mitgeteilt.

Zusätzlich zu einer eventuell anstehenden Strafe entstehen somit erhebliche Mehrkosten für den Chemnitzer FC. Desweiteren trafen beim Verein zahlreiche Beschwerden von Zuschauern über die Rauchentwicklung im Stadion ein und es entstanden im Bereich der Südtribüne weitere Schäden am Stadion, wie bspw. an der neuen LED-Leinwand. Die damit für die Reparatur anfallenden Kosten können derzeit noch nicht abgeschätzt werden.

Der Verein arbeitet momentan zielgerichtet an der kurzfristigen Aufklärung der Geschehnisse. „Dabei suchen wir im ersten Schritt vor allem das persönliche Gespräch mit den Fanvertretern.“, erklärt Geschäftsführer Dr. Dirk Kall. Noch in dieser Woche wird es dazu einen gemeinsamen Termin geben (…) Quelle: chemnitzerfc.de

FCM-Fans: Teilausschluss und neuerliche Randale

FC Magdeburg Fans müssen heute teilweise auf der Tribüne Platz nehmen

Gegen Werder Bremen 2 werden die Blöcke 3 bis 6 der Nordtribüne, gemeinhin Block U genannt, geschlossen bleiben. Grund ist ein Urteil des DFB-Bundesgerichts vom 9. August 2016.

 

So informierte die Ultragruppe Blue Generation direkt im Anschluss:

Es ist bekannt, dass zum Heimspiel gegen Werder Bremen II Block U geschlossen bleiben wird. Folglich werden wir auf die Südtribüne gehen und von dort aus den großen 1. FCM unterstützen. Der Vorverkauf für die Südtribüne soll in Kürze beginnen. Außerdem empfehlen wir Euch, von einer anteiligen Ausbezahlung Eurer Dauerkarten abzusehen und die Kohle beim Club zu belassen. Schweine DFB!

„Schweine“ kann man sicherlich auch zu Recht zu den Leuten sagen, welche den Zug zurück aus Münster mit einem Schaden von 50.000 Euro verlassen hatten. Ob der Vandalismus von Personen aus dem Dunstkreis der Ultras ausging, ist allerdings derzeit noch nicht geklärt:

[…] Fans des 1. FC Magdeburg sollen […] auf dem Rückweg aus Münster für Sachbeschädigungen an einem Doppeldeckerwaggon der Deutschen Bahn gesorgt haben. Zwischen Braunschweig und Magdeburg sollen FCM-Fans Tische, Lampen, Deckenverkleidungen und Glas zerstört haben […]

Laut Angaben der Bundespolizeiinspektion Magdeburg, die den Gesamtschaden auf 50.000 Euro schätzt, sollen FCM-Fans vorher die im Wagen befindlichen Kameras überklebt haben. Dennoch sollen Videoaufnahmen existieren, mit denen die Bundespolizei nun nach beteiligten Fans fahnden will […] [stadionfans.de]

Mit dem Ultra-gedanke haben solche sinnlosen Aktionen jedoch rein gar nichts zu tun – sicherlich auch nicht der feige Überfall auf einen Dresden-Anhänger im Magdeburger Hauptbahnhof. Ein Dynamo-Fan ist in Magdeburg zusammengeschlagen und ausgeraubt worden. Wie die Bundespolizei mitteilte, war der 18-jährige am Sonntagabend am Hauptbahnhof unterwegs und sang dabei ein Lied der SGD. Das nahmen vier unbekannte Täter zum Anlass um ihn bei den Schließfächern abzufangen und auf ihn einzuschlagen. Dabei wurde er schwer verletzt. Die Täter flüchteten anschließend mit der Tasche des Opfers, im Gepäck mehrere Dynamo-Fanutensilien.

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