Archiv der Kategorie: Sport Politik

(Sport) Wetten auf die Bundestagswahl

Wettangebote auf Merkel oder Schulz

Sportwetten, Live-wetten, Casino, Live Casino, Games, Virtual und Poker gehören zum Wettangebot von Bet at Home. Doch der Online Glücksspielanbieter mit Sitz in Düsseldorf, welcher zum Beispiel Schalke 04 und Hertha BSC als Sponsor unterstützt, wagt sich nun auch an die Prognose zur Bundestagswahl 2017. So können angemeldete User nun auf CDU, SPD, FDP, GRÜNE, LINKE und AFD wetten. Folgende Wetten sind derzeit aktuell:

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Wer wird nach der Wahl zum 19. Deutschen Bundestag der/die nächste deutsche Bundeskanzler/in?

Welche Partei gewinnt bei der Wahl zum 19. Deutschen Bundestag die meisten Sitze?

Wie viele Prozent der Stimmen erhält die CDU/CSU bei der Wahl zum 19. Deutschen Bundestag?

Wie viele Prozent der Stimmen erhält die SPD bei der Wahl zum 19. Deutschen Bundestag?

Wie viele Prozent der Stimmen erhalten die Grünen bei der Wahl zum 19. Deutschen Bundestag?

Wie viele Prozent der Stimmen erhält die FDP bei der Wahl zum 19. Deutschen Bundestag?

Wie viele Prozent der Stimmen erhält Die Linke bei der Wahl zum 19. Deutschen Bundestag?

Wie viele Prozent der Stimmen erhält die AfD bei der Wahl zum 19. Deutschen Bundestag?

Welche Koalition wird nach der Wahl zum 19. Deutschen Bundestag gebildet werden (die erstgenannte Partei stellt den/die Bundeskanzler/in)?

Wird M. Schulz nach A. Merkel neuer Bundeskanzler von Deutschland?

Wie viele Prozent der Stimmen erhält Die Linke bei der Wahl zum 19. Deutschen Bundestag?

Wie viele Prozent der Stimmen erhält die AfD bei der Wahl zum 19. Deutschen Bundestag?

Wo hin die Wahl 2017 tatsächlich geht, ist derzeit wirklich hoch spekulativ. Der Zuspruch für die Merkel-CDU ist laut verschiedener Umfragen zwar bei rund 40 %, doch die Stimmung im Land sagt etwas Anderes. Flüchtlingskrise, EU-Krise, Griechenland-Krise, VW-Krise und viele andere Baustellen gab es unter der CDU-Regierung in den vergangenen Jahren. Und zumindest im Osten der Republik kann man da aber sicherlich von anderen Wahl-Ergebnissen ausgehen. Für Wettanbieter und Buchmacher in Deutschland natürlich glänzende Voraussetzungen.

Bundestagswahl 2017

  • CDU - 2
  • SPD - 0
  • FDP - 6
  • AFD - 10
  • GRÜNE - 1
  • LINKE - 3
  • ANDERE - 0
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Die heimliche Liberalisierung des deutschen Glücksspiel-markt

Privates Glücksspiel weiter auf dem Vormarsch in Deutschland

Während Behörden oder Landesdirektionen im Auftrag des staatlichem Lotto weiter gegen kleine Webseiten mit Glücksspiel-Werbung vorgehen, sind jedoch die großen Fische im Gambling-Business hierzulande schon längst nicht mehr zu stoppen. Denn der private Markt für Online Casinos, Casino Spiele, Poker oder auch Wettangebote aller Art hat sich still und heimlich trotz vermeintlicher Verbote und Untersagungen liberalisiert. Gerade im Fußball wird das Marketing durch große private Anbieter immer stärker und deutlich präsenter. 

Nachdem bereits viele Bundesligavereine (Bayern München, Hamburger SV, RB Leipzig – um an dieser Stelle nur einige zu nennen) einen verlässlichen Partner aus dem Bereich privates Glücksspiel gefunden haben, ziehen nun auch die großen Verbände nach. So vermeldeten wir bereits letztes Jahr ein Sponsoring zwischen Tipico ( Casino, Casinospiele, Wettangebote) und dem Sächsischen Fußballverband (SFV), nun zog auch der Deutsche Fußballverband (DFB) mit BWIN (Casino, Casinospiele, Wettangebote) als Hauptsponsor für die 3.Liga nach.

(…) bwin ist neuer Hauptpartner der 3. Liga. Der Vertrag läuft über zwei Jahre und umfasst die Spielzeiten 2017/2018 und 2018/2019. Mit bwin haben die 3. Liga und ihre Vereine erstmals seit Gründung der Liga im Sommer 2008 einen Hauptpartner. Die Partnerschaft beinhaltet unter anderem, dass bwin im Rahmen der rechtlichen Vorgaben auf dem Trikotärmel der Drittligisten, in den Stadien sowie in den Publikationen und Onlineauftritten der Klubs werben kann. Außerdem wird bwin in allen Stadien der 3. Liga werblich sichtbar sein. In ihrer Eigenvermarktung bleiben die Vereine gleichzeitig frei (…) [dfb.de]

(Screenshot: bwin.de)

Möglich macht es die europäische Dienstleistungsfreiheit, welche über den Gesetzen der BRD steht und ein staatliches Glücksspiel-Monopol verbietet. Die Dienstleistungsfreiheit ermöglicht Anbietern gewerblicher, kaufmännischer, handwerklicher und freiberuflicher Tätigkeiten den freien Zugang zu den Dienstleistungsmärkten aller Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Sie ist in Art. 56 bis Art. 62 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) geregelt. Sie ist eine der vier Grundfreiheiten des Europäischen Binnenmarktes neben der Personenfreizügigkeit, der Warenverkehrsfreiheit und der Kapitalverkehrsfreiheit.

Schmerzlich musste dies zuletzt das staatliche Lotto in NRW zur Kenntnis nehmen. Durch die Zahlung von 11,8 Mio. Euro durch Westlotto an Mybet wird nun ein Rechtsstreit beendet, der insgesamt rund zehn Jahre gedauert hatte. Die Zahlung wird noch innerhalb des 2. Quartals 2017 geleistet werden. Auch das vorgeschobene Argument des vermeintlichen Spielerschutz konnte daran nichts mehr ändern. (ostfussball.com berichtete bereits) Und die schmerzliche Zahl von über 600.000 spiel-süchtigen Menschen unter der Aufsicht der staatlichen Behörden spricht da ohnehin seine eigene Sprache!

Aber auch die neuerliche Reform der Bundesländer zum Glücksspielstaatsvertrag  wurde längst zur Totgeburt deklariert. Dazu kommen klare Worte nicht nur aus Schleswig-Holstein: „Der Glücksspieländerungs-Staatsvertrag, wie er im Frühjahr vorgelegt wurde, wird bei uns im Landtag keine Mehrheit finden. Wenn er nicht von allen 16 Ländern unterschrieben wird, tritt er nicht in Kraft. Das ist der erste Punkt. Das zweite ist, den jetzigen werden wir kündigen.“ Damit wäre eigentlich alles gesagt! Und wie ein echter EU-konformer Glücksspielstaatsvertrag mit guten Erfolgsaussichten aussieht, können sich die anderen Innenminister der Bundesländer gerne im nördlichsten Bundesland abschauen und einfach einheitlich übernehmen. Eine andere Alternative gibt es ohnehin nicht.

Stasi Vortrag in Berlin – aktueller denn je

Klassenkampf im Trainingsanzug. DDR-Spitzensport im Visier der Stasi

In Zeiten von Netzwerkdurchsuchungsgesetz, politischem Denunziantentum, Delegierungen im Fußball, Betriebssportgemeinschaften wie in Leipzig, Meinungsdiktatur durch Politik, Verbände und Medien sowie massivem Überwachungsstaat fühlen sich viele Menschen hierzulande wieder in dunkelste DDR Zeiten zurückversetzt. Und da kommt natürlich eine Veranstaltung in Berlin zum Thema „Stasi“ im Jahre 2017 gerade recht, um Vergleiche in Betracht zu ziehen – 

Bundesarchiv Bild 183-1990-0116-013, Berlin, Stürmung Stasi-Zentrale

Dr. Ralph Kaschka (BStU) spricht über die Aufgaben der Stasi bei der Überwachung und Kontrolle des Leistungssports. Ziel war es, den Erfolg der DDR-Sportler „abzusichern“, vor vermeintlich schädlichen Einflüssen aus dem Westen abzuschirmen und Fluchten zu verhindern. Der Vortrag zeigt, wie die Stasi auch zur Geheimhaltung des systematischen Dopings beitrug. Dafür war in Sportclubs, Nationalmannschaften und im privaten Umfeld der Athleten ein Netz inoffzieller Mitarbeiter (IM) im Einsatz. Nicht nur Trainer oder Ärzte, auch Sportler versuchte sie als Spitzel zu werben.

Im Anschluss an den Vortrag bietet Dr. Christian Halbrock (BStU) eine Führung über das Stasi-Gelände zum Thema Sport an. Dabei geht es u.a. zum Lichtenberger Hans-Zoschke-Stadion, das ab 1975 zwischen den Bauten der Stasi zunehmend zur Enklave im Sperrgebiet geriet. Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Quelle: Stasi-Unterlagen-Archiv“. Darin erläutern Archivare, Rechercheure und Forscher die Arbeit mit dem Archivgut der DDR-Geheimpolizei.

Nächste Termine:
25.07.2017: „Paketmardern“ auf der Spur. Ost- und Westpakete im Spiegel der Stasi-Akten
29.08.2017: Verschluss-Sachen. Dokumente, Fotos und Objekte aus 40 Jahren Stasi
26.09.2017: Auf Spurensuche. Unidentifizierte Bilder im Fotobestand

[berliner-woche.de]

Red Bull Ultras zu kritisch – Polizei in Sorge?

Frank Gurke von der Leipziger Polizei besorgt

Na wenn kritische Fans bei Red Bull in Leipzig kein Punkt sind, die Polizei auf dem Plan zu rufen, was dann? So äußert sich die Polizei im Online Magazin „Zeit“ diesbezüglich hoch besorgt:

„Die Ultras treten zunehmend kritisch auf – besonders bei Auswärtsspielen. Diese Fans sind teilweise martialisch und selbstbewusst. Zudem nutzen sie Pyrotechnik.“ Das sagt Frank Gurke. Er leitet jenes Referat der Leipziger Polizei, in dem die Polizeieinsätze rund um Fußballspiele vorbereitet werden, und er warnt: „Wir müssen aufpassen, dass es sich nicht in eine falsche Richtung entwickelt.“

Klar, das geht gar nicht, wo kämen wir denn da hin, wenn hier jeder Kritik äußern oder sogar Selbstbewusstsein an den Tag legen dürfte! Aber auch das äußere Erscheinungsbild dieser „martialischen Problemfans“ passt nicht unbedingt in die Vorstellung von Gurke:

In der Kurve, so schildern es viele Fans, würden zuletzt häufiger recht speziell gekleidete Anhänger gesichtet: schwarze Jacke, schwarze Sonnenbrille. Ein Bild, das man im Leipziger Block, wo doch die Professorin neben dem Familienvater jubeln soll, nicht erwartet.

Sonnenbrillen! Ja wirklich, die haben tatsächlich Sonnenbrillen auf! Auch noch schwarze Sonnenbrillen! Das geht natürlich eindeutig zu weit. Aber nur gut, dass die Polizei in Leipzig, wie immer alles schon im Vorfeld unter Kontrolle hat – vor allem die „zunehmend kritischen“ und „selbstbewussten“ Fans mit den Sonnenbrillen sind sicherlich ein ernst zunehmendes Problem in der sonst so „friedlichen“ sächsischen Stadt unter der erfolgreichen Führung von Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD).

Verleihung Konrad-Adenauer-Preis der Stadt Köln 2015 an Vitali Klitschko-7686 (cropped)

Wissenswertes über die aufstrebende (Rekord) Stadt Leipzig:

*Laut Statistik sind Berlin und Leipzig Deutschlands Kriminalitätshochburgen. Das geht aus der Polizeilichen Kriminalitätsstatistik des Bundes für das Jahr 2016 hervor. 

Und weiter nachgeschaut:

*Leipzig hat unter Sachsens Großstädten die meisten Schulden. Nach einer vom Finanzministerium veröffentlichten Statistik lag der Schuldenstand der Messestadt Ende 2015 bei gut 686 Millionen Euro. Das sind 1281 Euro pro Einwohner.

 

Knast für Football Army Dynamo Dresden?

Sachsens Innenminister fordert Knast für Dynamo Fans

Der politische Klassenkampf zwischen DFB / DFL und Ultras geht in die nächste Runde. Nachdem DFL Boss Seifert den Krieg eröffnete, die Ultras von Dynamo am Wochenende in Karlsruhe martialisch antworteten, meldete sich nun auch der sächsische Innenminister Markus Ulbig zu Wort: 

„Ich hoffe, dass das am vergangenen Freitag verabschiedete Gesetz jetzt konsequent angewendet wird. Straftäter unter dem Deckmantel von Fußballfans müssen schnell ermittelt, verurteilt und eingesperrt werden. „Fußball muss nicht nur im Stadion, sondern auch davor sicherer werden. Das kann aber nicht allein die Aufgabe der Polizei sein. Hier erwarte ich von allen, die im Fußball Verantwortung tragen, dass sie sich künftig noch deutlicher von den gewaltbereiten „Fans“ distanzieren und entsprechende Maßnahmen ergreifen, um alle friedlichen und sportbegeisterten Fans aber auch die Polizei besser zu schützen.“

(Foto: YouTube.com)

Worum geht es in dem neuen Gesetz?

Wer Polizeibeamte, Gerichtsvollzieher oder Rettungssanitäter körperlich angreift, soll künftig mit härteren Strafen rechnen müssen. Wo es bisher meist mit einer Geldstrafe sein Bewenden hatte, soll künftig eine Mindeststrafe von drei Monaten Haft drohen.

Allerdings wird es sicherlich sehr schwer werden, die Täter zu ermitteln – waren sie doch allesamt getarnt. Knast für die Dresdener Football Army – also wohl eher nicht. So wird es wahrscheinlich wieder bei einer Kollektivstrafe + hohen Summe X für die SG Dynamo Dresden durch das DFB-Sportgericht bleiben.

Bei der aktuellen Eskalation der Geschehnisse im deutschen RasenBallsport fragt man sich allerdings, was nun hierzulande wohl als Nächstes passiert. Werden die (ost)deutschen Ultras / Fans bald gemeinsam vor der Zentrale der Fußball-Funktionäre in Frankfurt am Main auftauchen? So weit weg davon ist man sicherlich nicht mehr…

Strafen für Roter Stern Leipzig und Bornaer SV

So informiert der Sächsische Fußballverband (SFV) –

(…) Im Zusammenhang mit dem Abbruch des Meisterschaftsspiels der SFV-Landesklasse Nord am 22.04.2017 zwischen dem Bornaer SV 91 und Roter Stern Leipzig 99 hat das Sportgericht des Sächsischen Fußball-Verbandes den Verein Roter Stern Leipzig im schriftlichen Verfahren wegen eines schuldhaft verursachten Spielabbruches und eines unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger durch zwei rechtlich selbständige Handlungen mit einer Geldstrafe von 1.500 Euro belegt.

Das in der 83. Spielminute abgebrochene Spiel ist für die Heimmannschaft, den Bornaer SV 91, mit 2:0 Toren und 3 Punkten
als gewonnen gewertet worden. Zudem wurde der Bornaer SV 91 wegen eines nicht ausreichenden Ordnungsdienstes und wegen eines unsportlichen Verhaltens seiner Spieler zu einer Geldstrafe in Höhe von 500 Euro verurteilt (…)

Rudolf-Harbig-Stadion (1)

Was war passiert?

Das Spiel zwischen dem Bornaer SV und dem Roten Stern Leipzig war in der 83. Minute durch den Roten Stern zum Abbruch gebracht worden. Hintergrund war der Jubel der Bornaer nach dem 1:0 Führungstreffer durch Rodger Baedge. Beim Jubeln zeigten Spieler des Bornaer SV die Trikots der drei Akteure, die in Absprache beider Vereine und aus Solidarität am Samstag mit einem Stadionverbot belegt worden waren. Denn ihnen wird vorgeworfen, bei den Angriffen von Hooligans und Neonazis im Januar 2016 auf Connewitz dabei gewesen zu sein. Unter anderem war auch das Vereinsheim des Roten Stern an diesem Tag Ziel der Randalierer. [ostfussball.com]

Red Bull Ultras wollen weiter machen!

Stellungnahme der Red Aces

Mit einem kritischem Spruchband gegen den eigenen Red Bull Chef D. Mateschitz meldete sich die junge Ultra-Fraktion von RB Leipzig beim Spiel am vergangenem Wochenende auf Schalke zu Wort. Nun gibt es auf ihrer Homepage nach zahlreichen Berichten in den Medien, auch eine eigene Stellungnahme. Daran zeigt sich die Ultra-Gruppe „Red Aces“ gewohnt kampfbetont  –

(…) Die Aussagen in ihrer Gesamtheit zwingen zur Frage, aus welcher Richtung der Wind bei Red Bull weht. Akzeptanz für fremdenfeindliche und reaktionäre Positionen, mit denen Mateschitz im Interview nicht sparsam umgeht, scheinen der heilen Welt der Roten Bullen innewohnend zu sein.

Schwere Geschütze fährt Red Bull erst dann auf, wenn einige, junge Engagierte den Versuch wagen, selbstbestimmte und unabhängige Strukturen im Stadion aufzubauen. Bewährungs-Hausverbote für politische Spruchbänder sind ein beliebtes Stilmittel in Leipzig, um „Täter“ einzuschüchtern. Nach Tagesfacon werden in der Geschäftsstelle Spruchbandverbote ausgesprochen. Das aktuellste Geschehnis dieser Restriktionswelle ist das Verbot, das neue Fanzine innerhalb des Zentralstadions zu verteilen.

Doch Kapitulation wäre zu einfach. Wir bleiben. Für unsere Träume, die wir haben und für die Werte, an die wir glauben. Und wir werden sie weiterhin ins Stadion transportieren. Gemeinsam allen autoritären Strukturen zum Trotz.

Für die selbstbestimmte Kurve! (…)

alles lesen: [red-aces.de]

Red Bull Car

Alle Hürden, Barrieren und Steine, die uns in den Weg gelegt werden, wirken im Verhältnis zur Philosophie Mateschitz’ absolut grotesk.

„Fragt sich an dieser Stelle nur, wer am Ende diesen internen Klassenkampf in der heilen Welt von Red Bull gewinnen wird? Auf der einer Seite die junge links-politische Ultra-Fraktion der aktiven RB-Fangemeinde, auf der anderen der Besitzer als Geldgeber des sooooooo göttlichem Brot & Spiele Event in Leipzig.

Die Antwort müssen wir nicht geben, denn die beteiligten Parteien wissen es ohnehin schon. Zumal sich die Geschichte nur wiederholt. Vermeintliche Ultras gab es auch schon mal bei RB Salzburg, die Betonung liegt allerdings auf gab… (ostfussball.com berichtete bereits)“

RB Leipzig: RB-Fans kritisieren RB-Chef

RB Ultras mit Kritik an D. Mateschitz

Der politische Konflikt in der Leipziger Red Bull Fanszene spitzt sich weiter offen zu. So berichteten wir erst vor zirka 14 Tagen:

(…) Im Gegensatz zu seinen bunten RB Leipzig Fans setzt man in der Konzernzentrale von Red Bull in Österreich auch ganz gerne mal auf einen Besuch von der Identitären Bewegung im Hangar 7 oder positioniert sich in Richtung Norbert Hofer oder H.C. Strache von der FPÖ. Red Bull Leipzig polarisiert eben nicht nur extern, sondern nun auch noch intern. Ein besseres Wort dafür wäre wohl die politische Spaltung innerhalb der Fanszene.

Somit bleibt eigentlich nur eine Frage am Ende: Gibt es bald schon eine kritische RB-Choreo gegen D. Mateschitz in Leipzig? (…) [ostfussball.com]

Bitteschön, da ist sie –

Fragt sich an dieser Stelle nur, wer am Ende diesen internen Klassenkampf in der heilen Welt von Red Bull gewinnen wird? Auf der einer Seite die junge links-politische Ultra-Fraktion der aktiven RB-Fangemeinde, auf der anderen der Besitzer als Geldgeber des sooooooo göttlichem Brot & Spiele Event in Leipzig. Die Antwort müssen wir nicht geben, denn die beteiligten Parteien wissen es ohnehin schon. Zumal sich die Geschichte nur wiederholt. Vermeintliche Ultras gab es auch schon mal bei RB Salzburg, die Betonung liegt auf gab…

Politik beim Fußball im Leipziger Land

Leipziger Provinz-Fußball versinkt im politischen Dilemma

Anfang des vergangenen Jahres gab es im Leipziger Stadtteil Connewitz einen politisch motivierten Angriff durch Hooligans aus dem rechten Spektrum. Zuvor tobte ein linker Mob in den Straßen der ehemaligen Heldenstadt.

(…) 211 Personen waren zu einem nicht unerheblichen Teil bereits als „rechtsmotiviert“ und/oder „Gewalttäter Sport“ aktenkundig sowie aufgrund mitgeführter Utensilien dem Fußballfanklientel zuzuordnen. Ein seitens der Leipziger Verkehrsbetriebe zum Transport der vorläufig Festgenommenen zur Verfügung gestellte Bus wurde wiederum durch Täter des linksautonomen Spektrums angegriffen und erheblich beschädigt. In Folge des unsachgemäßen Gebrauchs von Pyrotechnik entstand offenbar auch ein Wohnungsbrand im Dachgeschoss eines Wohnhauses an der Wolfgang-Heinze-/Simildenstraße (…)

[ostfussball.com berichtete]

Seither gab es weitere politische Aktionen linker Aktivisten gegen Mitglieder von Vereinen aus Leipzig bzw. dem Leipziger Land, da eine Liste mit den Personalien von 215 rechten Angreifern inklusive Klarnamen und Fotos nun im Netz kursiert. Zahlreiche Hooligans von Dynamo Dresden und Lok Leipzig , Erfurt, Chemnitz, Jena und Gera waren dabei. Aber eben auch aus der stark konservativen Provinz von Zwenkau bis Borna.

Rudolf-Harbig-Stadion (1)

Und so ging es bei diesem politischen Eklat am vergangenem Wochenende in die nächste Runde:

(…) Das Spiel zwischen dem Bornaer SV und dem Roten Stern Leipzig ist in der 83. Minute durch den Roten Stern zum Abbruch gebracht worden. Hintergrund war der Jubel der Bornaer nach dem 1:0 Führungstreffer durch Rodger Baedge. Beim Jubeln zeigten Spieler des Bornaer SV die Trikots der drei Akteure, die in Absprache beider Vereine und aus Solidarität am Samstag mit einem Stadionverbot belegt worden waren. Denn ihnen wird vorgeworfen, bei den Angriffen von Hooligans und Neonazis im Januar 2016 auf Connewitz dabei gewesen zu sein. Unter anderem war auch das Vereinsheim des Roten Stern an diesem Tag Ziel der Randalierer(…)[stadionfans.de]

Ein Ende ist damit allerdings nicht in Sicht. Ganz im Gegenteil, denn bisher gab es auf solche Aktionen immer anschließend Reaktion. Die politische Stimmung wurde zuletzt weiter durch Aussagen des RB Leipzig Chef D. Mateschitz aufgeheizt. Grund sind Aussagen des Österreichers, in denen dieser die Flüchtlingspolitik seines Heimatlandes kritisiert und Helfern Scheinheiligkeit unterstellt. Und das kommt bei der eigenen Fanszene von RB Leipzig nicht gut an. Diese stehen bekanntlich politisch links und hatten sich in der Vergangenheit mehrfach aktiv gegen die Demonstrationen von Legida, einem Pegida-Ableger, gestellt…

Deutschland verrecke!?

BVB Mannschaftsbus angegriffen

Deutschland wurde gestern erneut durch einen feigen Anschlag erschüttert. So überschlugen sich gestern Abend die Meldungen vor dem Championsleague Spiel zwischen Borussia Dortmund und dem AS Monaco:

(…) Staatsanwältin Sandra Lücke, die wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts ermittelt, ergänzt: „Ein Schreiben wurde in Tatortnähe gefunden. Die Echtheit dieses Schreiben wird zur Stunde geprüft.“ In diesem Schreiben wird Verantwortung für die Tat übernommen. Nach BILD-Information lief bereits kurz nach der Attacke die Fahndung nach einem möglichen Fluchtfahrzeug der Täter! Es soll sich um einen PKW mit ausländischem Kennzeichnen handeln. So gingen die Ermittler gestern Abend von einer besonderen Form von Rohrbomben aus. Die Polizei: „Es handelte sich um ernstzunehmende Sprengsätze!“ Die Spurensicherung muss nun auswerten, ob diese Form der Bombe Rückschlüsse auf die Angreifer zulässt (…)

Nun ist ein Bekennerschreiben der ANTIFA auf einer linksextremen Webseite erschienen, welches mittlerweile dort für die Öffentlichkeit gesperrt wurde. Dazu kursiert allerdings ein Screenshot im Internet –

Text und Foto: [stadionfans.de]

Heute Abend soll nun die Championsleague-Partie in Dortmund tatsächlich nachgeholt werden. Dazu werden abertausende Polizisten die Stadt in NRW kurzfristig zu einem Hochsicherheitstrakt deklarieren. Nichts wird heute in Dortmund passieren. Denn anderswo werden die Feinde dieses Landes irgendwo wieder zuschlagen. Vielleicht nicht gleich heute oder morgen, aber sicherlich schon bald auch in deiner Stadt…