Archiv der Kategorie: Fanproteste

Red Bull – „Krebsgeschwür des Sports“

Nach RB Salzburg und RB Leipzig, nun auch bald RB U. Calcio?

Entsteht schon bald der dritte Red Bull Fußballclub in Europa? Laut verschiedenen Meldungen soll Red Bull Interesse an Udinese Calcio haben. Zumindest die Ultras von Udinese gehen bereits auf die Barrikaden und rufen zum Kampf gegen das „Krebsgeschwür des Sports“ auf.

Zuvor hatte man bei Austria Salzburg verschiedene Banner gegen Red Bull, unter anderem mit nachfolgendem Text, hochgehalten.

„DM DU HURENSOHN: WENN AUCH UDINESE WIRD VERNICHTET, GEHÖRST DU BASTARD HINGERICHTET!“

Mit dem Kürzel „DM“ ist wahrscheinlich Dietrich Mateschitz, Besitzer von Red Bull, gemeint.

Auf der Webseite der Ultras Udinese hat man nun eine Stellungnahme zum Thema abgegeben und auf die Gefahren einer Übernahme durch Red Bull hingewiesen.

In Deutschland hat Red Bull mit dem Marketing-Konstrukt RB Leipzig in dieser Spielzeit erstmals die Teilnahme an der Champions League erreicht. Das Stadion in Leipzig ist regelmäßig voll und auch für die aller zwei Wochen stattfindende Event-Veranstaltung finden sich somit genügend Konsumenten ein. Das starke Red Bull Marketing zeigt eben seine Wirkung…

RasenBallsport des DFB in der Kritik – „Krieg dem DFB“

Krieg dem DFB

Am letzten Spieltag der Saison solidarisierten sich mehrere Ultra`, – Fan-Szenen aus verschiedenen Vereinen mit den Ultras von Dynamo Dresden. Diese hatten vergangene Woche mit einer beeindruckenden Aktion in Karlsruhe für ordentlich Furore bei den deutschen Fans, aber auch Besorgnis beim Verband und in den Medien gesorgt. 

Nun gab es „Krieg dem DFB“ – Banner in verschiedenen Stadien, so zum Beispiel in Zwickau, Hamburg, Gladbach, Rostock, Berlin, Leverkusen.

Sollte sich der Konflikt zwischen dem DFB /DFL und den aktiven Fans in den Kurven nach der Sommerpause ausweiten, kann man schon jetzt von einem Flächenbrand zu Beginn der kommenden Spielzeit ausgehen. Wir resümierten diesbezüglich ja bereits letzte Woche eine Eskalation im politischen Klassenkampf zwischen Kommerz und Ultras:

Bei der aktuellen Eskalation der Geschehnisse im deutschen RasenBallsport fragt man sich allerdings, was nun hierzulande wohl als Nächstes passiert. Werden die (ost)deutschen Ultras / Fans bald gemeinsam vor der Zentrale der Fußball-Funktionäre in Frankfurt am Main auftauchen? So weit weg davon ist man sicherlich nicht mehr… (ostfussball.com)

Ein ehrlicher Dialog zwischen den Parteien wäre also jetzt die letzte Möglichkeit, die extrem angespannte Situation zu deeskalieren. Ob das überhaupt aufgrund der festgefahrenen Strukturen innerhalb der Verbände, aber auch Ultras-Szenen überhaupt noch möglich ist, wird sich dann zeigen…

Knast für Football Army Dynamo Dresden?

Sachsens Innenminister fordert Knast für Dynamo Fans

Der politische Klassenkampf zwischen DFB / DFL und Ultras geht in die nächste Runde. Nachdem DFL Boss Seifert den Krieg eröffnete, die Ultras von Dynamo am Wochenende in Karlsruhe martialisch antworteten, meldete sich nun auch der sächsische Innenminister Markus Ulbig zu Wort: 

„Ich hoffe, dass das am vergangenen Freitag verabschiedete Gesetz jetzt konsequent angewendet wird. Straftäter unter dem Deckmantel von Fußballfans müssen schnell ermittelt, verurteilt und eingesperrt werden. „Fußball muss nicht nur im Stadion, sondern auch davor sicherer werden. Das kann aber nicht allein die Aufgabe der Polizei sein. Hier erwarte ich von allen, die im Fußball Verantwortung tragen, dass sie sich künftig noch deutlicher von den gewaltbereiten „Fans“ distanzieren und entsprechende Maßnahmen ergreifen, um alle friedlichen und sportbegeisterten Fans aber auch die Polizei besser zu schützen.“

(Foto: YouTube.com)

Worum geht es in dem neuen Gesetz?

Wer Polizeibeamte, Gerichtsvollzieher oder Rettungssanitäter körperlich angreift, soll künftig mit härteren Strafen rechnen müssen. Wo es bisher meist mit einer Geldstrafe sein Bewenden hatte, soll künftig eine Mindeststrafe von drei Monaten Haft drohen.

Allerdings wird es sicherlich sehr schwer werden, die Täter zu ermitteln – waren sie doch allesamt getarnt. Knast für die Dresdener Football Army – also wohl eher nicht. So wird es wahrscheinlich wieder bei einer Kollektivstrafe + hohen Summe X für die SG Dynamo Dresden durch das DFB-Sportgericht bleiben.

Bei der aktuellen Eskalation der Geschehnisse im deutschen RasenBallsport fragt man sich allerdings, was nun hierzulande wohl als Nächstes passiert. Werden die (ost)deutschen Ultras / Fans bald gemeinsam vor der Zentrale der Fußball-Funktionäre in Frankfurt am Main auftauchen? So weit weg davon ist man sicherlich nicht mehr…

Ultras asozial – DFB korrupt?

Theo Zwanziger bekräftigt erneut Korruptionsvorwürfe gegen DFB

Es sind schon harte Worte, welche diese Tage die Chefetage der Deutschen Fußball Liga in Richtung Ultras in den Fankurven verlassen hatten. „Totengräber des Fußball“ und „Asozial“ wetterte DFL-Chef Seifert in Richtung Ultras. Doch wie ist es eigentlich um unsere Funktionäre bestellt? Da steht doch immer noch ein Korruptionsverdacht im Raum, welchen Theo Zwanziger nun erneut bekräftigte: 

Theo zwanziger 20060119

Einige aktuelle Zitate von Zwanziger gegenüber der BILD:

„Da kann es nach den heutigen Erkenntnissen keine zwei Meinungen mehr geben. Denn anders als beim Warner-Vertrag führt der Weg – wieder einmal – nach Katar zu Bin Hammam. Der hat für uns gestimmt und weitere Stimmen besorgt“

Das korrupte FIFA-System hat auch vor Deutschland nicht Halt gemacht.

Der sogenannte Freshfields-Bericht zur Aufarbeitung der dubiosen Zahlung von 6,7 Millionen Euro in Richtung Katar sei „sein Geld nicht wert.“ „Der Bericht ist in vielen Punkten angreifbar, sein Zustandekommen ist intransparent, es gab erkennbar keine Ausschreibung, zwischen DFB und Freshfields bestehen personelle Verquickungen, das Verhalten von Personen des Auftraggebers wird beschönigt“

Und auch das Fan-Bündnis Profans hatte sich zum Thema „Wer im Glashaus sitzt“ bereits gestern zu Wort gemeldet:

„Die Herrschaften aus der Abteilung „Wie kaufe ich am besten eine Großveranstaltung nach Deutschland, um noch mehr Kohle aus der Fußball-Piñata rauszuschlagen“ möchten uns also etwas von „juristischen Grenzen“ und „sozialem Miteinander“ erzählen. Da lacht das Volk, da tobt der Saal und will das Ganze noch einmal!“

(ostfussball.com berichtete bereits)

Profans Kommentar auf DFL Aussagen

Kampfansage in den Kurven angenommen

So zumindest kann man wohl den Kommentar des Fan-Bündniss „Profans“ auf die Aussagen des DFL Boss vergangene Woche verstehen. „Totengräber des Fußball“ und „Asozial“ bezeichnete Seifert demnach die Ultras in den Stadien. Und das solche Statements aus dem so fernen Frankfurt nicht lange mit Antworten auf sich warten lassen, sollte dabei Jedem klar sein. 

Stellungnahme Profans: 

ProFans - OHNE UNS KEIN KICK!

(…) Welches Kalkül wirklich hinter den primanerhaften Aussagen einiger Funktionäre steckt, wissen wir natürlich nicht, wundern uns allerdings, wenn einige Funktionäre nach gängigen Stadion-Schmähgesängen öffentlich den moralischen Zeigefinger heben und ihrerseits Fußballfans als „Schwachmaten“ oder „Idioten“ schmähen. So richtig humorvoll allerdings wird es, wenn die Altvorderen von DFB und DFL auf die Bühne treten und Äußerungen von Fankurven „missbilligen“ und „verachten“. Die Herrschaften aus der Abteilung „Wie kaufe ich am besten eine Großveranstaltung nach Deutschland, um noch mehr Kohle aus der Fußball-Piñata rauszuschlagen“ möchten uns also etwas von „juristischen Grenzen“ und „sozialem Miteinander“ erzählen. Da lacht das Volk, da tobt der Saal und will das Ganze noch einmal! Während das Sportgericht schon die nächsten unverhältnismäßigen Strafen auswürfelt, die Vereine den entsprechenden Druck auf die Fans mittels überzogenen Repressionen weiterleiten und die aufgestachelte Öffentlichkeit verbal auf die Fankurven einprügelt, werden mal wieder Maßnahmen gegen Fußballfans gefordert, die an der Rechtsstaatlichkeit komplett vorbei gehen (…)

Was ist Profans?

„Das unabhängige Bündnis „ProFans“ sieht sich als bundesweite Interessenvertretung für aktive Fan- und Ultragruppen in Deutschland. Das vordergründige Ziel der gemeinsamen Arbeit ist der Einsatz zum Erhalt der Fankultur, die uns allen am Herzen liegt.“

[profans.de]

RB Leipzig: RB-Fans kritisieren RB-Chef

RB Ultras mit Kritik an D. Mateschitz

Der politische Konflikt in der Leipziger Red Bull Fanszene spitzt sich weiter offen zu. So berichteten wir erst vor zirka 14 Tagen:

(…) Im Gegensatz zu seinen bunten RB Leipzig Fans setzt man in der Konzernzentrale von Red Bull in Österreich auch ganz gerne mal auf einen Besuch von der Identitären Bewegung im Hangar 7 oder positioniert sich in Richtung Norbert Hofer oder H.C. Strache von der FPÖ. Red Bull Leipzig polarisiert eben nicht nur extern, sondern nun auch noch intern. Ein besseres Wort dafür wäre wohl die politische Spaltung innerhalb der Fanszene.

Somit bleibt eigentlich nur eine Frage am Ende: Gibt es bald schon eine kritische RB-Choreo gegen D. Mateschitz in Leipzig? (…) [ostfussball.com]

Bitteschön, da ist sie –

Fragt sich an dieser Stelle nur, wer am Ende diesen internen Klassenkampf in der heilen Welt von Red Bull gewinnen wird? Auf der einer Seite die junge links-politische Ultra-Fraktion der aktiven RB-Fangemeinde, auf der anderen der Besitzer als Geldgeber des sooooooo göttlichem Brot & Spiele Event in Leipzig. Die Antwort müssen wir nicht geben, denn die beteiligten Parteien wissen es ohnehin schon. Zumal sich die Geschichte nur wiederholt. Vermeintliche Ultras gab es auch schon mal bei RB Salzburg, die Betonung liegt auf gab…

Kein Bock auf Red Bull – Darmstadt Ultras verzichten

Lilien Fans bleiben zu Hause

Das Spiel zwischen RB Leipzig und Darmstadt 98 wird ohne Gästefans auskommen müssen. Die Gründe zum Boykott des Red Bull Teams sind allseits längst bekannt, deshalb möchten wir es an dieser Stelle auch nicht das Xte mal eingehen. Denn auch die RB Fans haben sich längst ja daran gewöhnt, ihr sensationelles Mega-Event in Leipzig fast jedes Heimspiel alleine zu zelebrieren. 

So informieren die aktiven Fans auf ihrer Homepage über ein Alternativprogramm für alle Daheimgebliebenen – 

Natürlich freut sich das Team und die FuFa über alle Fans und Mitglieder, die unsere Lilien auswärts supporten. Wer aber die Fahrt nach Leipzig, aus welchen Gründen auch immer, nicht auf sich nehmen möchte: Es gibt eine Alternative für Euch! Verfolgt das Spiel gemeinsam mit der Fan- und Förderabteilung und dem Block1898 am heimischen Böllenfalltor! Wir wollen gemeinsam das erleben und das feiern, was Darmstadt 98 so besonders macht und uns von anderen Clubs unterscheidet – unser lebendiges und vielfältiges Vereinsleben. Die Fan- und Förderabteilung und Block1898 laden daher alle Lilienfans und Heiner (ob schon Mitglied beim SVD oder noch nicht) dazu ein, den Spieltag gemeinsam an unserem geliebten Böllenfalltor zu verbringen.

Ab 12 Uhr wird auf dem Stadionvorplatz für allerlei Programm gesorgt sein. Neben verschiedenen Ständen der Fan-Organisationen und Vereinsabteilungen, bieten wir Stadionführungen an, kicken gemeinsam beim Straßenfussball oder üben uns im Dosenwerfen. Für große und kleine Lilien wird etwas dabei sein und falls ihr selbst noch eine nichtkommerzielle Idee habt, dann schreibt uns einfach an kontakt@fufa-sv98.de oder kontakt@block1898.de – wir helfen und unterstützen euch gern bei der Umsetzung. Neben weiteren Angeboten, wird es auch ausreichend Essen und Getränke zur Stärkung geben.

Foto & Text: block1898.de

Protest gegen RB Leipzig in Augsburg

Protestbanner gegen Red Bull Leipzig trotz Verbot

Mit einem Maulkorb hatten die Verantwortlichen des FC Augsburg versucht, kritische Banner (wahrscheinlich auf Anweisung des DFB) gegen RB Leipzig im Vorfeld der Partie gegen die „Bullen“ zu verhindern. Gelungen ist das natürlich nicht. Aus einzelnen Protestbannern wurde nun sogar gleich eine komplette Choreo der Augsburger Fanszene gegen die Allianz aus DFB und Red Bull. 

„DFL, RB und DFB Hand in Hand, fahren den Fußball an die Wand!“, so die eindeutige Message an die Funktionäre beim  unbeliebten Verband bzw. den Konzern aus Österreich. 

Und dass mit derartigen Verboten oder Einschränkungen etwas erreicht werden kann, daran glaubt wohl hierzulande niemand. Ganz im Gegenteil, denn durch solche Maßnahmen und massiven Eingriffen gegen die Meinungsfreiheit wird sich die Situation weiter zwischen Fußballfans und dem DFB bzw. Red Bull verschärfen.

Übrigens auch kleinere Banner mit Spruchbändern schafften es ins Stadion: „Red Bull hat mehr tote Sportler auf dem Gewissen als die Dortmunder Steine schmissen!“ Und ein weiteres Spruchband lautete: „Lieber als FCA-Fan sterben wie als RB-Kunde leben!“

FC Augsburg: Maulkorb für Kritik an RB Leipzig

Augsburger Verbot von Protestbanner gegen Red Bull Leipzig

Überall in deutschen Stadien gab es an den vergangenen Wochenenden zahlreiche Protestaktionen mit Bannern und Spruchbändern gegen das künstliche Projekt RasenBallsport aus Leipzig. Der DFB hatte angekündigt, gegen diese „Störer“ zu ermitteln und vorzugehen. Und wahrscheinlich hat man nun auch diesbezüglich Druck auf die Bundesligavereine im Hintergrund durch den Verband ausgeübt. 

(Foto: YouTube.com)

So informiert der FC Augsburg auf seiner Webseite vor dem Spiel gegen RB Leipzig in diesem Zusammenhang:

(…) Daher werden im Rahmen der freien Meinungsäußerung nicht alle Plakate oder Banner grundsätzlich untersagt. Vielmehr müssen Publikationen im Vorfeld des Spiels beim Verein angemeldet und genehmigt werden.

Neben dieser Anmeldung ergreift der FCA im Vorfeld weitere Maßnahmen: So werden gegen Leipzig die ohnehin schon strengen Sicherheitsvorkehrungen weiter verstärkt. Neben der Tatsache, dass die Anzahl der Ordnungskräfte aufgrund der Sicherheitslage der letzten Monate bereits erhöht wurde, werden gegen den Aufsteiger nochmals zusätzliche Kräfte im Einsatz sein.

Auch die Abstimmung und der Austausch mit den Sicherheitsbehörden wurden nochmals intensiviert, um alle uns möglichen Maßnahmen im Vorfeld des Spiels zu ergreifen. Am Spieltag selbst wird eine Sektorentrennung erfolgen, die je nach Sicherheitslage auch in den Heimbereichen durchgeführt werden kann (…) [fcausgsburg.de]

Dass mit derartigen Verboten oder Einschränkungen etwas erreicht werden kann, daran glaubt wohl hierzulande niemand. Ganz im Gegenteil, denn durch solche Maßnahmen und massiven Eingriffen gegen die Meinungsfreiheit wird sich die Situation weiter zwischen Fußballfans und dem DFB bzw. Red Bull verschärfen.

RB Leipzig: Vor dem Bayern-Spiel Kritik von eigenen RB Fans

Sexismusvorwurf in Richtung Red Bull Vereinsführung

Und schon wieder gibt es neuen Zoff zwischen Red Bull Leipzig und seinen aktiven Fans (Ultras?). Hatte der Austritt verschiedener RB Fanclubs aus dem Fanverband eventuell gar einen politischen Hintergrund? Zuvor hatte ja bereits Red Bull Vorzeigesportler Felix Baumgartner immer wieder für Furore mit vermeintlich rechts-populistischen Aussagen und Nähe zu Norbert Hofer (FPÖ) gesorgt. Jetzt ist ein Facebookpost mit Pornoqueen Micaela Schäfer der neuerliche Stein des Anstoßes. 

Stellungnahme der aktiven Fanszene:

(…) Zwei Tage vor dem Spitzenspiel in München wurden wir auf ein Facebook-Posting Ihres offiziellen Accounts aufmerksam. „Das Duell – der ultimative Vergleich. Bayern gegen Sachsen“ weist dabei jedweden, angestrebten Witz und Humor von sich. Vielmehr arbeitet es mit offen sexistischen und rassistischen Stigmata, die wohl den ganz normalen Fan von nebenan zum Lachen bringen sollen. Die Inhalte dieses Postings sind allerdings absolut untragbar und arbeiten, im Stile eines Mario Barths, mit sogenannten Altherrenwitzen und im weiteren Verlauf auch mit spielerisch-verarbeiteten Rassismen.

Im Falle der Kategorie „berühmte Töchter“ wird, hier im Konkreten Micaela Schäfer, auf ihren Körper und ihre sexuelle Verwertbarkeit reduziert. Ohne dabei politisch d´accord mit der aufgelisteten Person zu sein, bleibt es humorlos und schlicht sexistisch, die Aussage zu treffen, dass sie „ toll mit Bällen umgehen kann“. Einem Verein, dem es so häufig an Pluralität fehlt und der anderseits so an seinem sauberen Image festhält, steht es mehr schlecht als recht zu Gesicht, mit solchen dumpfen Phrasen Social Media zu betreiben.
Im Weiteren verdeutlicht sich der Sachverhalt in der Kategorie „Lieblings-Saisonessen“. Auch hier wird mit vermeintlich stimmungsanheizenden Stigmata und „Wortwitzeleien“ gearbeitet – ebenfalls schlicht beleidigend und witzlos.

Die Geschäftsführung von RB Leipzig verfolgt seit jeher eine protektionistische Fanpolitik, die zur Genüge verbietet und sanktioniert. Dabei nicht selten antirassistische, antisexistische und antidiskriminierende Spruchbänder. Stattdessen arbeitet man, wie hier bewiesen, lieber selbst mit diskriminierenden Stigmata, um den eigenen, mitunter apolitischen ,Fans einen müden Lacher abzuringen. Mit solch einer Haltung trägt man nicht zur Lösung bei, sondern wird selbst zum Teil des Problems.

Deswegen die Aufforderung an Sie, der Sache gerecht zu werden, den Post zu löschen und dazu im besten Falle uns gegenüber Stellung zu nehmen. Leisten sie bildungspolitische Arbeit und unterstützen Sie die Sensibilisierungsprozesse einer Fankurve und derer Fans, die einen antidiskriminierenden Fußball möglich machen wollen (…) [red-aces.de]

Heute spielt RB Leipzig ab 20.00 Uhr bei den Bayern in München. Etwa 7500 Fans aus Leipzig werden an einem Mittwoch live in der Allianz Arena dabei sein. Hätte es mehr Away-Tickets gegeben, wäre man sicherlich auch mit 15.000 Anhängern, wie zuletzt Dynamo Dresden, angereist. Echte Ultras gibt es übrigens offiziell allerdings keine bei den „Roten Bullen“.  Die Red Aces werden dennoch wieder dabei sein.