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Schlagwort: Ultras Frankfurt

Ultras Chemnitz: “Unendliche Leere, Atemlosigkeit, Schockzustand”

Nach Fahnen-klau und anschließender Auflösung zweier Ultra-Gruppen in Chemnitz

Die gute Nachricht zuerst: Nein – niemand ist wirklich gestorben. Der dramatische Trauerakt der Chemnitzer Fanszene, welcher einem schon fast epischem Nachruf gleicht, bezieht sich lediglich auf den Verlust zweier handgemalter Fahnen!

“Unendliche Leere, Atemlosigkeit,Schockzustand”, anders können wir unser aktuelles Befinden seit Freitag nicht verdeutlichen. Nix wird mehr so sein, wie es vorher einmal war.  Mit der bedauerlichen aber unvermeidlichen Auflösung der beiden Gruppen “Ultra-Bande Karl-Marx-Stadt” und der “Contra Cultura Chemnitz” bleiben wir als einziger Teil der Ultra-Szene Karl-Marx-Stadt in der Südkurve zurück. Und aktuell überwiegt bei uns die Trauer über diesen herben Verlust für die gesamte Fanszene, und den Verlust von Freunden an unserer Seite – in und außerhalb der Kurve. Wir können nur hoffen, dass die entstandenen Freundschaften und das in den Jahren gemeinsam Geschaffene in irgend einer Form erhalten bleiben, und eine starke Szene dennoch weiter fortbestehen wird. Zum Wohle der Fanszene, zum Wohle des Vereines und zum Wohle unserer Heimatstadt. Ihr seid immer willkommen an unserer Seite. Lasst uns gemeinsam aus dieser Niederlage stark zurückkommen und weiterhin alles für unsere Liebe geben!  Der vergangene Freitag hat uns gezeigt, dass wir als Fans im Stadion und auch außerhalb noch enger zusammenrücken müssen! (facebook.com)

Zur Erklärung:

Jede Ultra-Gruppe in Deutschland hat ihre eigenen Fahnen, Zaunfahnen und Banner. Untereinander verfeindete Gruppen versuchen, an die Devotionalien der anderen zu kommen, um diese dann als Trophäen auszustellen oder beim nächsten Wiedersehen im Stadion im eigenen Block zu präsentieren bzw. zu verbrennen. Dabei werden die Fahnen verkehrt herum aufgehängt. Gelingt der Fahnenklau, so ist die beklaute Ultra-Gruppe dem reinen Kodex nach sogar angehalten, sich aufzulösen. Klingt komisch – ist aber so. Angeblich hatten am vergangenem Freitag verfeindete Ultras aus Frankfurt bei einem Überfall an einer Raststätte die beiden Chemnitzer Fahnen der genannten Gruppen erbeutet.

 

RB Leipzig: Zusätzliche Tickets an SGE Fans

Über 5000 Fans von Eintracht Frankfurt werden am Samstag in Leipzig dabei sein

Möglich gemacht haben die zusätzlichen Tickets eine Fanfreundschaft zwischen den Ultras der SGE mit der BSG Chemie in Leipzig. Diese hatten nämlich vorsorglich zusätzliche Gäste-Eintrittskarten für ihre Freunde in der ” Bullenarena” besorgt.

Schaut man sich die Kommentare unter dem Video auf der Facebookwebseite von “Deutschland sagt Nein zu RB Leipzig” an, kann man allerdings nur hoffen, dass es ruhig in Leipzig bleibt. Obwohl da sicherlich schon jetzt so einige Zweifel beim Betrachter aufkommen.

Ultras Frankfurt, RB Leipzig, 50+1 und Bobic

Red Bull Marketing nun in der 1. Bundesliga

Das Leipziger Reagenzglasprojekt mit dem Namen “RasenBallsport” hat sich quasi in den letzten sieben Jahren mit Hilfe von Mateschitz-Millionen von der Oberliga in die 1. Bundesliga “hoch geschlafen”. Das kommt zwar vielleicht bei den “Leipziger Neufans” super an, beim Rest der Liga erntet man jedoch in den Fankurven kaum Lorbeeren.

Fredi bobic

Nun haben die Ultras Frankfurt ( Fanfreundschaft mit Chemie Leipzig) in Sachen Fredi Bobic, 50+1 und RB Leipzig auf ihrer Homepage zum großen Rundumschlag ausgeholt –

(…) Und dann hat sich Herr Bobic vor einigen Tagen in einer Kolumne zu Wort gemeldet. Schon die Überschrift bei Sport 1 sorgte bei vielen Eintracht-Fans für Unbehagen: „Leipzig hat längere Tradition als alle“ Kurz sacken lassen, dann legte er nach. „Klar: RB Leipzig kann sich nicht als Traditionsklub bezeichnen. Die Stadt aber hat als Deutscher Meister von 1903 eine längere Fußball-Tradition als alle anderen in Deutschland.“ Er schließt also von einer Meisterschaft eines ganz anderen Vereins vor 113 Jahren, dass sich das Marketingkonstrukt eines Herrn Mateschitz auf dessen Tradition berufen kann. Interessant. Dürfen sich der FSV dann auch ein paar unserer Erfolge auf die Fahnen schreiben? Bobic weiter: „Hier schlummert ein Potenzial auch in der Fanszene, weshalb ich den Neuling sogar als Bereicherung für die Liga sehen würde.“ Eigentlich müßig, derartige krude Gedanken noch zu kommentieren. Im Zusammenhang mit Red Bull überhaupt von Fanszene zu reden und diesen widerlichen Fußballfeinde als Bereicherung anzusehen, ist nicht nachvollzuziehen (…) [ultras-frankfurt.de]

Fakt ist aber, in der kommenden Spielzeit wird Red Bull in der 1. Bundesliga dabei sein. Dafür haben die Funktionäre der Verbände vom SFV, NOFV, DFB sowie DFL in den letzten sieben Jahren “gute” Arbeit geleistet – Red Bull hat lediglich jede Grauzone ausgenutzt. Sollte man also in Frankfurt einen Schuldigen suchen, dann doch bitte vor der eigenen Haustüre! Mögen muss man das Marketingprojekt aus Österreich dennoch nicht.

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