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Eine subjektive Sichtweise unserer Ostvereine sowie Ostclubs

Schlagwort: Ultras Dynamo (Seite 2 von 2)

Ostdeutschland – Football Army Medienspiegel

Ost, Ost, Ostdeutschland!

So hallte es am vergangenem Wochenende durch das idyllische Baden. Mit einem Manöver demonstrierten zirka 2000 Dynamo Ultras / Fans in Karlsruhe eindrucksvoll, dass nun das Regiment der aktiven deutschen Fan-Szenen nach Dresden übergegangen ist. Und während diese Art von Guerilla Marketing in den sozialen Netzwerk-Kurven teilweise frenetisch gefeiert wird, schäumen die Mainstream Medien sowie die betroffenen Verbände. Grund genug für uns, noch einmal die Geschehnisse an dieser Stelle zusammen zu fassen –

“Krieg dem DFB!” – Denn der könnte den Auftritt der Dynamofans als tatsächliche Kriegserklärung werten. Und das könnte für den Verein, besonders in der kommenden Saison, für einschneidende Konsequenzen sorgen. (Tag24.de)

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Nachdem DFL Boss Seifert den Krieg eröffnete, die Ultras von Dynamo am Wochenende in Karlsruhe martialisch antworteten, meldete sich nun auch der sächsische Innenminister Markus Ulbig zu Wort (ostfussball.com)

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… hat der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes die Ermittlungen aufgenommen. In ungewohnter Schärfe reagierte der DFB auf die Krawalle und das bisherige Krisen-Management des Vereins. Innenminister Thomas de Maizière nannte die Vorkommnisse “völlig inakzeptabel”. (t-online.de)

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Sportgeschäftsführer Ralf Minge von Dynamo Dresden hat sich am Dienstagabend kritisch über die Szenen in Karlsruhe geäußert. Beim “19:53 – Der Dresdner Fußballtalk” sagte er, er finde die Vorfälle “auf Deutsch gesagt scheiße”. (mdr.de)

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Mitten in der Innenstadt von Karlsruhe, vor und im Stadion haben am Sonntag rund 2.000 Dynamo-Dresden-Hooligans mit einem martialischen Auftritt schockiert. Beim „Sturm“ in den Auswärtssektor verletzten die gewalttätigen Fans laut Polizei 21 Ordner. (orf.at)

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Was für ein geiler Scheiß ist das denn?! Das schaut aus wie auf dem Balkan oder in Polen. Ich hatte mich zuvor nicht mit dem Spiel befasst, für mich kam dieses Filmchen, das von der „Kübelpappe“ aus gefilmt wurde und inzwischen wohl zigmal kopiert und zig hunderttausendfach angeschaut wurde, völlig aus der Kalten. (turus.net)

Weitere nachfolgende Infos zum Thema Football Army Dynamo Dresden findet man dazu auch im Ultras Forum im folgendem Thread: stadionfans.de

Krieg dem DFB – Dynamo Ultras in Karlsruhe

Motto-fahrt der UD im Military Look

Die Ultras von Dynamo Dresden hatten aufgerufen und zahlreiche Fans waren dem Aufruf gefolgt. Der politische Klassenkampf im deutschen Fußball wurde zuletzt durch den DFL Boss Seifert via “Kriegserklärung” eingeleitet und eine Eskalation der angespannten Situation offensichtlich gezielt in Kauf genommen.

Und so wie es aussieht, sind die Ultras durchaus gewillt sofort zu antworten. “Krieg dem DFB” lautet die Message auf einem riesigem Banner beim sanktioniertem “Geister-Auswärtsspiel” in Karlsruhe.

Wie der SWR berichtet, kam es schon auf dem Weg zum Stadion zu heftigen Ausschreitungen. Es soll nach dem Zünden von Feuerwerkskörpern zu Verletzten gekommen sein. Im Stadioninnenraum wurde im Gästeblock, der komplett in Militär-Farben gehüllt war, Pyrotechnik gezündet und ein Banner mit dem Spruch “Krieg dem DFB” präsentiert.  Rund 900 Polizisten waren im Einsatz. (Ultras Forum)

Der deutsche Fußball steht nun am Scheideweg.  Gelebte, aber durchaus kritische Fankultur in den Kurven oder kommerzielle “Brot und Spiele Events”, wie in Leipzig bereits praktiziert, stehen dabei zukünftig zur Auswahl…

Dynamo Dresden macht aus 2. Liga Europapokal

Ultras Dynamo erklären 2. Bundesliga zum Europapokal

Die Aktion soll Erinnerung an das Halbfinale im Uefa-Cup der Saison 1988/89 wecken, welches der VfB damals im Hinspiel mit 1:0 gewann und im Rückspiel in Dresden durch ein 1:1 ins Finale einzog. Dort scheiterte Stuttgart dann an Maradona`s SSC Neapel. So findet man auf der Homepage von Ultras Dynamo folgenden Aufruf an alle Dynamo-Fans:

Am 02. April spielt die SGD in Stuttgart. Wir rufen alle Dynamofans auf, sich um 10 Uhr am Parkplatz Neckarwiesenstraße 7 einzufinden. Von dort werden wir um 11 Uhr gemeinsam zum Stadion laufen. Auf Dynamo!

(Foto & Text: ultras-dynamo.de )

Knapp 6000 Tickets wurden bisher in Dresden abgesetzt. Da die Zahl der Dynamo-Anhänger, so genannte Exil-Dynamos,  gerade im Bundesland Baden-Würtemberg aber enorm hoch ist, ist sogar mit deutlich mehr schwarz-gelben Fans in Stuttgart zu rechnen. So könnte die 10.000er Marke eventuell geknackt werden!?

Für beide Vereine geht es in diesem wichtigen Spiel immer noch um den Aufstieg in die 1. Bundesliga. An der Tabellenspitze thront derweil aber ein ganz anderer Ostverein. Seit letzter Woche belegt nämlich der 1. FC Union Berlin den 1. Platz der 2. Bundesliga. Und vielleicht gelingt am Ende irgendwie der völlig wahnsinnige Ost-Doppelpack-Aufstieg. Denn dann hätte der Ostfußball nach vielen, vielen Jahren der Abstinenz gleich zwei Vertreter aus unserer Region im Fußball-Oberhaus.

Und ja – man wird ja mal träumen dürfen…

SG Dynamo Dresden: Umzug aus Block K

Nach DFB-Strafe ziehen Ultras in Dresden um

Immer öfters bleiben die Fankurven durch Kollektivstrafen des DFB geschlossen. Nun trifft es wieder einmal die Ultras der SG Dynamo Dresden. Doch die wollen trotzdem ins Stadion und ziehen einfach kurzerhand in einen anderen Block beim Spiel gegen Heidenheim um – 

 

Ankündigung der UD:

(…) Hallo Dynamofans,das Spiel gegen Heidenheim wird ein besonderes Spiel werden. Nicht nur wegen dem unmöglichen Termin und Anstoßzeit, sondern auch weil der deutsche Vorzeige-Verband beschlossen hat, dass der K-Block geschlossen bleibt.Wir verlegen den K-Block an diesem Spieltag auf die “Dynamo-D”-Tribüne direkt gegenüber des K-Blocks. Wir empfehlen allen Leuten, die sonst im K-Block stehen, schnellstmöglichst Karten für die Blöcke A-C zu kaufen. Nach Abzug der Dauerkarten wird es für dieses Spiel nur 12000 Karten geben, also haltet euch ran! Wir sind trotzdem da. Auch am Mittwoch. Auch 17:30 Uhr. Blöcke A bis C! Dynamo ist wie wir – ein unzähmbares Tier (…) [ultras-dynamo.de]

SG Dynamo Dresden: Bullenkopf Urteil wider Meinungsäusserung

DFB Sportgericht setzt neue Maßstäbe in Sachen Dynamo Fans Bestrafung

Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) verhängte am Montag nach einer mündlichen Verhandlung in Frankfurt/Main einen Teilausschluss der Zuschauer sowie eine Geldstrafe in Höhe von 60.000 Euro. Grund sind vor allem die Vorfälle während des DFB-Pokalspiels gegen RB Leipzig, so auf stadionfans.de ganz aktuell zu finden.

Achtlos weggeworfene Schlachtabfälle im Dynamo Stadion als offenes Zeichen der Verachtung gegenüber einem künstlichem Projekt im deutschen Fußball sind der neuerliche Stein des Anstoßes aus dem so fernen Frankfurt am Main. Eine Meinungsäusserung in dieser Form ist vom Verband nicht gewünscht oder besser gesagt sogar strafbar – und wie! Doch lehnt sich der DFB damit nicht zu weit aus dem Fenster? So findet man dazu auf der Webseite: meyview.com einen interessanten Kommentar, welchen wir an dieser Stelle dokumentieren möchten:

(…) Hat Herr Lorenz recht? In Diensten des DFB allein schon Kraft seines Amtes wegen? Oder überhaupt? Bilde sich jede und jeder eine eigene Meinung. In die meinungsfreiheitliche Zukunft unter Ägide des Deutschen Fußball-Bundes schauend? Mit einem Blick zurück –

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(Ultras Dynamo, ’Zentralorgan’, 28. August 2016 – Screenshots: O.M.)

Subversive Elemente bei Dynamo Dresden? 

“Das Gericht verkennt nicht, dass das Risikospiel gegen RB Leipzig aufgrund der Bemühungen des Vereins gewaltfrei abgelaufen ist“, sagte Richter Lorenz. “Gleichwohl zeigen mehrere Fälle nach dem Pokalspiel, dass Dynamo Dresden derzeit aufgrund des Verhaltens Teile seiner Anhänger keine günstige Prognose gestellt werden kann.“

Text & Quelle: meyview.com

Geht es auch ohne Ultras?

Ohne Ultras im Stadion

Die Ultrabewegung hat in Deutschland längst ihren Zenit überschritten. Noch schlimmer – die Subkultur, welche einst die Hooligans in den neunziger Jahren ablöste, steht nun selber vor ihrem Ende. So sind sie zwar in den Kurven immer noch präsent, aber mittlerweile sind sie austauschbar wie ein schmutziges Trikot ihrer Fußballhelden auf dem Platz. Das eigentliche Ziel – den Einzug des Kommerz im deutschen Fußball zu verhindern, konnte lediglich als Aufschub, sozusagen Teilergebnis, verbucht werden. 

ultras

So wurde beispielsweise zum Boykott des Spiels Red Bull Leipzig gegen Borussia Dortmund aufgerufen, was jedoch auf den Kartenverkauf im Gästeblock der “Leipziger Schüssel” keinen Einfluss ausübte. Innerhalb kürzester Zeit war dieser dennoch mit über 4000 Gästekarten vergriffen. Zwar nun ohne Ultras, aber trotzdem voll mit BVB-Fans. Die Stimmung kann man nur vermuten, wird dann ähnlich wie bei den DFB-Länderspielen sein. Dort wo längst die letzten Hools oder Ultrafans verbannt wurde, herrscht feuchtkaltes Fluidum oder eine aufgesetzte Atmosphäre bei den gekünstelten Laolas und bereitgelegten Sponsor-pappen zum Klatschen. Selbst aufwendige Choreos werden so von den Vereinen nun selbst übernommen. Kritische Banner oder Spruchbänder gegen Vereine und Verbände werden so deutlich dezimiert.

Und es gibt genügend Anhänger, welche gerne auf Ultras verzichten können und die modernen Arenen füllen. Es ist ein seit Jahren hochgezüchtetes steriles Publikum, dem es völlig egal ist, was hinter den Kulissen passiert. Einzig wichtig ist nur, sich einfach berieseln zu lassen und das großartige Event in vollen Zügen zu genießen. Diese Brot & Spiele sollen die Menschen begeistern und von ihren Alltagssorgen ablenken – gleichzeitig aber auch die Produktempfehlung der dahinterstehenden Wirtschaft  zu etablieren. Und so wurde längst eine Matrix installiert, um die Gewinnmaximierung des Fußballgeschäft weiter voran zu treiben. Utopische Spielergehälter, Millionen Transfers, horrende Ausgaben für Trainer und Funktionäre haben einen Filz entstehen lassen, der selbst in führenden Positionen eklatante Auswüchse entstehen lassen hat. Echte Kritikpunkte  erzeugen solche Meldungen allerdings längst nicht mehr – woher das Geld kommt spielt keine Rolle, Hauptsache es rollt, so Theo Zwanziger einst zum Engagement der Schalker mit Gazprom.

Auch die ständig steigenden Ticketpreise werden immer weiter von den Besuchern akzeptiert und auch durch die Verbände gefördert. So steigen nämlich nicht nur die Einnahmen in den Stadien, nein der gemeine Zuschauer wird förmlich dazu aufgefordert, zukünftig für vergleichsweise schlappe 20 Euro im Monat die Bundesliga via Pay TV zu schauen. In der 1. Bundesliga sind 100,- Euro für einen Sitzplatz indes im Stadion keine Seltenheit. Da lebt es sich doch als Couchpotato deutlich besser auf dem heimischen Sofa inkl. Bier für 50 Cent die Flasche, statt 5 Euro an den zügellosen Catering-stellen hinter den sterilen Betonblöcken lange Wartezeiten in Kauf zu nehmen. Und sind die Stadien irgendwann zu teuer, spielt man eben vor leeren Rängen und ersetzt dann die fehlenden Sprechchöre durch Support-Aufzeichnungen längst vergangener Tage.

Ja es geht auch ohne Ultras, vielleicht etwas anders als gewohnt, aber eben immer noch Fußball. Doch die gute Nachricht zuletzt – echte Nostalgiker finden immer noch “Old School Fußball” in den Nachwuchsteams oder Amateurligen.

Dynamo Dresden: Nachschlag Hooligan Aufstiegsfeier

Dynamo Ultras Capo mit Statement

Die Dynamo Hooligan Aufstiegsfeier der Ultras Dynamo (UD) war, sagen wir es mal vorsichtig, etwas in der Stimmung gekippt. Andere würden es wohl schlicht weg asozial nennen, nein das machen wir aber nicht. Denn man zeigt sich ja …wie immer, hinterher einsichtig –

Lehmann: “Das von unseren Jungs war richtig scheiße. Ich habe da auch einige Namen auf dem Tisch liegen. Denen wird der Kopf abgerissen & die fliegen auch raus. Ich hatte es erst später richtig gesehen was richtig passiert ist. Sowas geht mal gar nicht. Da wird was passieren”

Und davon spricht der Chef der Ultras: “Leute ich war im K Block – es wurden Kinder vom Zaun gezogen, die runter gefallen sind und es wurden Typen geschlagen, die die Kinder schützen wollten und die die zurückhalten wollten das war nicht normal ohne scheiß.” (Kommentar auf Facebook)

Dynamo ist eben anders. Andere nennen so etwas asozial – wir jedoch niemals…

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