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Schlagwort: LE United

RB Leipzig Hooligans oder Ultras?

Fan Gruppierung L.E. United bei RB Leipzig sorgt für Furore

Auch gestern beim Spiel in Wolfsburg waren die sportlichen Jungs von L.E. United wieder mit unterwegs. Allerdings standen sie außerhalb des Gästeblock separat hinter ihrer Totenkopf Fahne. Dass solche eine Entwicklung nicht an RB Leipzig vorbei gehen würde, war eigentlich klar. Doch eine Frage drängt sich dabei unmittelbar auf – sind die Leute mit den markigen Fischerhüten nun eigentlich Ultras oder Hooligans?

„Wenn uns einer an die Wäsche will und keine Polizei zur Stelle ist, werden wir von unserem guten Recht Gebrauch machen, uns selbst zu schützen. Das kann uns niemand verwehren.”

Sie tragen Hoodies der Ultra-Marke PGWEAR “Pyrotechnics is not a crime”, trinken Bier aus Plastikbechern, und aber auch sonst machen sie auf den Fotos einen eher ultra-mäßigen Eindruck. Also Hooligans sollte man daher als Begriff unbedingt wohl nicht verwenden, zumal solche Vereinigungen (United) ohnehin hierzulande verboten sind. Und laut der sächsischen Hooligan-Datei gibt es bei Red Bull lediglich nur einen einzigen registrierten Hooligan:

(…) So entfallen die mit Abstand meisten Fälle auf den Drittligisten Dynamo Dresden (328). Auf Platz zwei rangiert Viertligist FSV Zwickau (154), gefolgt von den Leipziger Vereinen Lok (72) und Chemie (19). Dem Umfeld des Drittligisten Erzgebirge Aue wird kein einziger Datensatz zugeordnet, RB Leipzig genauso wie dem VfB Auerbach nur jeweils einer, dem Chemnitzer FC vier und dem VFC Plauen immerhin neun“ (…)

RB Leipzig: Weder links noch rechts!

RB Leipzig möchte “politisch neutral” auftreten

So gab es nach dem vermeintlichem Fankrieg zwischen LE United und den Red Aces ein erstes Treffen der Offiziellen Fanclubs (OFC) der Roten Bullen:

Natürlich kam die Frage nach L.E. United, der Abmahnung und dem Stand der Dinge. Mintzlaff teilte mit, dass es Gespräche zwischen den beteiligten Parteien gibt und man sich auch zusammensetzen wird, um diesen Konflikt zu lösen. Ganz allgemein war es Mintzlaff wichtig klarzustellen, dass der Verein gegen Homophobie und Rassismus stünde, wie die ganze Bundesliga, aber ansonsten das Stadion politikfrei blieben müsste. Das gelte für links wie rechts gerichtete politische Meinungsbekundungen. Dieses Theme erklärte der Geschäftsführer zu Chefsache, derer er sich höchst selbst annehmen will.

Es kamen Fragen zu den neuen OFC-Ausweisen. Diese sollen ab Mitte Dezember verfügbar sein. Über den Erwerb wird der Verein zeitnah informieren. Angedacht sind 3€ pro Ausweis zu entrichten, weil „man als OFC-Mitglied ja schon Geld spart und man deshalb die Kosten weitergeben kann“. Mit den neuen Ausweisen sollten die alten Ausweise nicht mehr gültig sein. Dies wurde nach leichten Unmutsäußerungen verworfen (Mitbestimmung!). Die Ausweise dienen zum Nachweis der Berechtigung des OFC-Rabatts auf den Tickets. Das war nicht allen klar.

Ansonsten gab es noch eine Nachfrage wegen des Datenschutzes. RB Leipzig versichert mit in Kraft treten der neuen Datenschutznovelle alle Standards zu erfüllen. (rb-fans.de)

L.E. United Hardcore Fans: Totenkopf und Fischerhut bei Facebook

Realsatire: Während Red Aces eher dem linken Spektrum in der RB Fanszene zugeordnet werden, steht man laut Berichten bei L.E. United mehr politisch rechts – sozusagen linke Ultras versus rechte Hooligans. Ein politischer interner Konflikt, welchen auch andere Fußball Szenen in der Vergangenheit hierzulande zu bestehen hatte. Aber so oder so, dem neutralen Betrachter kann man dabei ein leichtes Lächeln sicherlich nicht verübeln. (ostfussball.com berichtete bereits)

L.E. United versus Red Aces – herrscht bei Red Bull Fankrieg?

RB Leipzig Fans prügeln unter sich

Zwei Mitglieder der Red Aces (RB Ultras) sind nach dem vergangenen Heimspiel gegen Hannover 96 angeblich angegriffen und verprügelt worden. Wie Spiegel Online berichtet, wurde einem Ultra von Red Bull dabei das Nasenbein gebrochen. Angeblich soll die Fan-Gruppierung L.E. United dahinter stecken. Doch dagegen wehrt sich die Fangruppe L.E. United auf ihrer Facebook Webseite nun energisch:

Wir erinnern – L.E. United, das waren die harten Jungs von RB mit den schwarzen Fischerhüten. Mittlerweile haben sie im Logo gar einen echt krassen Totenkopf nebst modischer Anglermütze. Mehrere Zeugen berichten von einem Vorfall nach dem Frankfurt-Spiel am Stadion. Demnach sei ein Vater mit sein Sohn von einigen dieser Hutträgern verbal mit den Worten „Kinder haben beim Fußball nichts zu suchen“ angegriffen worden. In der Mitteldeutschen Zeitung gab ein United-Capo anschließend sogar Interviews.

„Wenn uns einer an die Wäsche will und keine Polizei zur Stelle ist, werden wir von unserem guten Recht Gebrauch machen, uns selbst zu schützen. Das kann uns niemand verwehren.”

The show must go on: Während Red Aces eher dem linken Spektrum in der RB Fanszene zugeordnet werden, steht man laut Berichten bei L.E. United mehr politisch rechts – sozusagen linke Ultras versus rechte Hooligans. Ein politischer interner Konflikt, welchen auch andere Fußball Szenen in der Vergangenheit hierzulande zu bestehen hatte. Aber so oder so, dem neutralen Betrachter kann man dabei ein leichtes Lächeln sicherlich nicht verübeln.

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