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Schlagwort: Kampagne

Tipico – nur wer mitspielt, ist mittendrin!

Werbekampagne von Tipico

Tipico, Bwin, Mybet oder auch Sunmaker – der deutsche Profi-Fußball gehört fortan den privaten Glücksspiel-Anbietern hierzulande. Und wer sich dazu den neuen Videoclip von Tipico auf YT anschaut, wird daran sicherlich auch nicht den geringsten Zweifel mehr hegen.

Bassige Technodrums, Gangster Slang, fanatische Hardcore Ultras mit Bengalos bewaffnet – und mittendrin die Protagonisten des FC Bayern München.  Das Werbevideo zeichnet dabei die perfekte Umgebung eines neu-pubertären Volkssport mit allen seinen dreckigen Ecken und Kanten. “Tipico, nur wer mitspielt, ist mittendrin” ist die Antwort auf “Mittendrin, statt nur dabei”.

Es geht wieder los!
Pünktlich zum Startschuss der Bundesliga-Rückrunde geht Tipico mit seiner neuen Markenkampagne on Air.
Mit von der Partie sind zum dritten Mal in Folge die Topspieler des FC Bayern München sowie Torwartlegende und Markenbotschafter Oliver Kahn.

Im Fokus des energiegeladenen Auftritts stehen jedoch die Fans. Der Spot folgt einem jungen Fußball-Anhänger auf seinem Weg zum Spiel. In packenden Bildern begegnen wir dabei unterschiedlichen Fans und ihrer Fußball-Leidenschaft und enden schließlich mit einem elektrisierenden Finale.

Begleitet werden die spektakulären Szenen von einem Voice-over, gesprochen von Hip-Hop-Größe Summer Cem, und dem treibenden Beat von Musikproduzent Joshimixu.

Tipico bei YouTube

Erst letzte Woche gab die DFL in Sachen TIPICIO /BUNDESLIGA folgende Meldung heraus: Tipico erhält ab sofort den offiziellen Partnerstatus und darf u.a. mit den Wettbewerbslogos der Bundesliga und 2. Bundesliga werben. Gleichzeitig erwirbt Tipico ab der Saison 2018/19 ein in den Medienverträgen der DFL verankertes Erstverhandlungsrecht und sog. „Matching Offer Right“ in Bezug auf bestimmte Sonderwerbeformen bei nationalen Lizenznehmern sowie Branchen-Exklusivität bei entsprechenden Buchungen. Und schließlich wird der neue Partner im Rahmen eines „Digitalpakets“ auf den medialen Plattformen der DFL eingebunden. Die werbliche Nutzung von Club-Rechten ist indes nicht Vertragsbestandteil. (ostfussball.com)

Chemie Leipzig: Fickt euch, ihr Holocaust-Relativierer!

“Ficken” wird Politik,- und gesellschaftsfähig

Nachdem die Auer Fanszene mittels Banner über das DFB Sportgericht mit einem Holocaust Vergleich im Rahmen der “Fick Dich DFB Aktion” auf sich aufmerksam machte, melden sich nun andere Ultraszenen zu Wort und bekunden nun wiederum ihren Unmut (fickt euch) darüber. So melden sich unter anderem Fans von Chemie Leipzig zu Wort “Fickt euch, ihr Holocaust-Relativierer!”:

(…) Die Kritik am DFB und seinen Verbänden, Sportgerichten und undemokratischen Strukturen hat jede Berechtigung. Der Verein in Frankfurt ist ein weitestgehend korruptes Gebilde alternder Männer, für die Fußball eine in erster Linie kommerzielle Sache ist. Das kann man so benennen, das muss man kritisieren und kann die Kritik sicherlich auch überspitzen und überzeichnen – nicht zuletzt um sie hör- und sichtbar zu machen.

Nichts, aber auch gar nichts hat dieser DFB mit der Shoah, der Vernichtung der europäischen Juden zu tun. Wer von einem »Vereinsholocaust« faselt und damit wohl so etwas wie das »Verschwinden von traditionellen Fußballclubs« ausdrücken will, der hat nicht nur im Geschichtsunterricht gefehlt. Leute, die so einen Bullshit auf Tapeten pinseln, verharmlosen die Shoah auf eine unsägliche Weise und reihen sich ein in eine Reihe antisemitischer Argumentationen, die die Singularität des Verbrechens an den Juden in Frage stellen. Jedem halbwegs gebildeten Menschen fällt auf, dass es zwischen der industriellen Vernichtung von 6 Millionen Menschen im Nationalsozialismus und dem »Sterben« einiger Traditionsvereine durch die Kapitalismus-immanente Kommerzialisierung des weltweiten Fußballs graduelle Unterschiede gibt. Ebenso muss man kein Politikwissenschaftler sein, um zu erkennen, dass zwischen der Einschränkung der Meinungsfreiheit durch die DFB-Sportgerichte und der Unmenschlichkeit und der gesellschaftlichen Gleichschaltung durch den Volksgerichtshofs im NS nicht nur Welten sondern Galaxien liegen.

In Aue ist diese Erkenntnis noch nicht angekommen. Mit »Geschmacklosigkeit« oder Tangierung von sprachlichen Grenzen hat das Ganze wenig zu tun. Es ist der dummdreiste Versuch von Antisemiten, die wahrscheinlich nicht mal kapieren dass sie welche sind, die Shoah zu instrumentalisieren und deren Opfer zu verhöhnen. In einer Kampagne bundesweiter Ultras-Gruppen hat so eine Position nichts zu suchen (…)

Rechtshilfekollektiv Chemie Leipzig

Übrigens: “Das Verb ficken wird heute als vulgärer Ausdruck für die Ausübung des Geschlechtsverkehrs gebraucht. Es hatte ursprünglich eine weitergehende Bedeutung und wird gelegentlich noch in anderen Zusammenhängen verwendet.”

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