Ostfussball.com

Eine subjektive Sichtweise unserer Ostvereine sowie Ostclubs

Kategorie: Sport Politik (Seite 4 von 6)

Deutsche Sportlotterie: Nach Flop nun Neustart

Lotterie, welche Sportler in Deutschland unterstützen soll

Die Deutsche Sportlotterie wagt nach dem Flop des vergangenen Jahr nun einen Neuanfang. Die neue Kampagne der Deutschen Sportlotterie steht unter dem Motto „Spiel für mich! Gewinn für Dich! Bis zu 1 Mio. Euro“.

Eigentlich ist die Sportförderung bereits bei den staatlichen Lotterien eingeschlossen. Deshalb erschließt sich der Sinn dieser weiteren Lotterie für den neutralen Beobachter nicht so richtig. Zumal nun der staatliche Betreiber Lotto Hessen 77 % der Anteile besitzt und explizit auf Unabhängigkeit von Politik auf deren Webseite hingewiesen wird? “Die gemeinnützige Deutsche Sportlotterie arbeitet unabhängig von Politik und Sportverbänden.”

dsl_logo_quer[…] Die Deutsche Sportlotterie stellt sich jetzt neu auf: Mit einer radikal vereinfachten Spielformel, einem verdoppelten Hauptgewinn und einer gezielten Kampagne, die auf die Bedürfnisse der deutschen Spitzenathleten hinweist. Gesellschafter Philipp Lahm wandte sich auf der Pressekonferenz zur Vorstellung der Neuerungen in München vor allem an die deutschen Landeslotteriegesellschaften, ihr Vertriebsnetz für die Deutsche Sportlotterie und die damit verbundene, breite Sportförderung zu öffnen. Seit Februar profitieren bereits zehn Sportler aus den ersten verfügbaren Erträgen der Deutschen Sportlotterie. Darunter auch die in München anwesenden Gold- und Bronzemedaillengewinner von Rio, Sebastian Brendel (Kanu) und Artem Harutyunyan (Boxen)[…]  Text & Quelle

Wie hoch ist die Auszahlungsquote bei der Deutschen Sportlotterie?

Lediglich 31 Prozent werden als Gewinne wieder ausgeschüttet. Dies ist in etwa auf dem schwachem Niveau der anderen staatlichen Lotterie-Angebote. Nimmt man die zusätzlichen Gebühren von weiteren 50 Cent pro Tipp bei dieser Rechnung noch hinzu, ergibt sich sogar noch ein schlechterer Wert bei der Auszahlungsquote. Glücksspiele privater Anbieter im Internet bieten im Vergleich dazu durchschnittlich 96%.

Laut Informationen sollen zudem 30 Cent je 1 Euro an die Athleten und die NADA gehen, 17 % werden als Steuern abgeführt und 22 % für tatsächliche Kosten wie Transaktionsgebühren, Werbung, Betriebskosten, Partnerprogramme, Provisionen für Vereine und Sponsorings einbehalten, so zumindest findet man Infos dazu auf Wikipedia.de

Fazit: Schwaches Angebot für Spieler im Vergleich zu anderen privaten Glücksspiel-angeboten im Internet, auch wenn die Förderung von Sportlern an sich eine gute Sache ist. Dafür gibt es zumindest einen Pluspunkt bei der Bewertung.

Bewertung: 1/5 – leider nicht zu empfehlen.

FDP: Pyrotechnik ist kein Verbrechen – Chemnitzer Weg

“Chemnitzer Weg” für die Jungen Liberalen nun auch als Beschlussvorlage bei der FDP

Die harte Gangart des DFB / DFL in Sachen Verbot von Pyrotechnik in den deutschen Stadien ist komplett gescheitert! Das vermeintliche Machtwort aus Frankfurt hat im Prinzip das Gegenteil erreicht. Denn noch nie zuvor wurde soviel unkontrolliert in den Arenen gezündet, wie in dieser Spielzeit 2016 /2017 – Zeit um endlich auch beim längst ergrautem Verband umzudenken. Die FDP hat sich dazu nun öffentlich positioniert, und einen sechs Jahre alten Vorschlag aus Chemnitz wieder rausgekramt – 

Was ist der Chemnitzer Weg?

Nichts anderes, als kontrolliertes Abbrennen von Pyrotechnik in Stadien, was bereits in 2010 positive Erfahrungen beim Chemnitzer FC und seinen ultra-orientierten Fußballfans erzielte.

(…) Nach einigen erfolgreichen Verläufen dieser Art entschied man sich einen weiteren Schritt zu gehen. Demnach war es den ultraorientierten Jugendlichen ein großes Bedürfnis, Pyrotechnik auch authentisch und gemäß ihrer spezifischen Jugend(fan)kultur im Block zu entzünden. Folglich suchte man gemeinsam nach Möglichkeiten, dies umzusetzen. Schnell wurde klar, dass diesbezüglich folgende Eckpunkte als unbedingte Voraussetzungen feststanden:

  • abgesperrter Bereich im Block
  • feste Zuweisungen von Personen und Verantwortungsbereichen
  • ausschließliche Nutzung von Rauchfackeln, die nicht unter das Sprengstoffgesetz fallen
  • feste Zuweisung von Zeitpunkten vor oder nach dem Spiel, um den Spielbetrieb nicht zu beeinflussen

Basierend auf diesen Voraussetzungen wurden auch die weitergehenden Schritte genehmigt und erfolgreich umgesetzt. Im Rahmen des Sachsenpokalfinales zwischen dem Chemnitzer FC und dem FC Erzgebirge Aue gab es sogar eine gemeinsame Aktion auf beiden Fanseiten. Vor dem Hintergrund, dass die Fans beider Vereine eine Erzfeindschaft verbindet, ist dieser Akt des Dialoges vor dem Spiel sehr hoch einzuschätzen. Zudem kam es an diesem Tag zu keinen Zwischenfällen rund um das Spiel (…) [cfc-fanpage.de]

Schmierentheater Leipziger Derby endlich vorbei

Leipziger Stadtderby ohne Randale, dafür aber mit politischem Nachwehen

Zunächst gab es ein Video bei Youporn mit massenweiser vorzeitiger Erektion, dann sogar ein echtes Porno mit Lok-Fans, einem Chemie-Fan als Sexsklave an der Kette und echten weiblichen Pornodarstellerinnen, dann ein Pokalspiel auf schwachem sportlichem sowie auch fantechnischem Niveau, und last but not least auch noch einen politisch-motivierten Hausbesuch, sozusagen als absolutes Highlight des ganzen krankhaft veranlagtem Schmierentheaters. Widerlicher geht es nun wirklich nicht mehr!

Auf einer linksradikalen Webseite findet man dazu folgende Stellungnahme –

(…) Während Repaczki vermutlich mit seinen Kameraden das Derby verfolgte, haben wir seinem Zuhause einen Besuch abgestattet. Wir haben die Chance genutzt um die Wohnung durch großflächigen Einsatz von Bitumen und Zerstörung von Sanitäranlagen, Elektrogeräten und anderen Einrichtungsgegenständen unbewohnbar zu machen.

Er ist „langjährig aktiver Neonazi, zeitweise Mitarbeiter der NPD-Landtagsfraktion und aktiv bei den ‚Jungen Nationaldemokraten‘, vorher ‚Freier Widerstand Leipzig‘ und ‚Jugendsturm Leipzig‘. Istvan tauchte mehrfach bei Legida auf, beteiligte sich am Naziangriff auf Connewitz am 11. Januar 2016 und fotografierte für die ‚Imperium Fighting Championship‘.“ (…)

Goethe: „Mein Leipzig lob’ ich mir! Es ist ein klein Paris und bildet seine Leute.“

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk am Ende

RBB stellt Verfahren gegen Kathrin Weihrauch ein

Und schon bald könnte dieser Fall das Ende der Zwangsgebühr GEZ in Deutschland bedeuten. Denn macht das Modell Schule, werden öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten schon bald mit leeren Hosentaschen dastehen, sprich das Geld für die Finanzierung des Staatsfernsehen über die GEZ-Gebühr in Höhe von rund 8 Milliarden (???) Euro, also 22 Millionen Euro jeden Tag, könnte bald Geschichte sein.

 

Übrigens ist das mehr als der Etat, dem der kompletten  Filmindustrie in Hollywood zur Verfügung steht. Pensionsansprüche abgehalfterter Politiker und gigantische Zahlungen an Intendanten, riesige Redaktionen kosten halt massig Geld. Geld was die Bürger dieses Landes allerdings immer öfters nicht mehr bereit  sind zu zahlen. 4 Millionen sollen es bereits bundesweit sein. Und eine von ihnen ist Frau Weihrauch:

(…) Ein Vorbild für Menschen, die sich hartnäckig weigern, den Rundfunkbeitrag von 17,50 Euro monatlich zu zahlen. Weihrauch hat dieser Bewegung ein Gesicht gegeben. Es ist offen und freundlich und trägt einen knallroten Lippenstift. Weihrauch verbreitet Optimismus (…) [welt.de]

Zuletzt hatte der MDR (Mitteldeutsche Rundfunk) aus diesen politischen Gründen die 46-jährige Sieglinde Baumert aus der thüringischen Landstadt Geisa wegen Nichtzahlung ins Gefängnis stecken lassen – ein unglaublicher Vorfall:

(…) Ausgerechnet unser Mitteldeutscher Rundfunk, ehemals das Fernsehen der DDR, bringt eine deutsche Bürgerin im Jahre 2016 politisch hinter Gitter. Sie wollte nicht mehr für das Staatsfernsehen bezahlen und musste dies mit schwedischen Gardinen und Verlust des Arbeitsplatz teuer bezahlen (…) [ostfussball.com]

Wir als Redaktion hatten anschließend unsere Konsequenzen gezogen und ab sofort keine Werbung mehr in Form von Ankündigungen zu Live-spielen inklusive Links der 3. Liga beim MDR vorgenommen.

Facebook laufen die User weg – weniger Zensur

Facebook will weniger zensieren – Zensurminister Maas hatte das Gegenteil gefordert

Die Zensur übernehmen in Deutschland derweil die Mitarbeiter der Bertelsmann-Tochter Arvato. Ergo, die deutsche Presse zensiert also sozusagen für richtig fette Stundenlöhne bei Facebook. Und dabei bekommen sie jede Menge Hinweise, wie zum Beispiel von der mysteriösen Amadeu Antonio Stiftung. Ex Stasi Mitarbeiterin Anetta Kahane dürften die neuen Ankündigungen von Mark Zuckerberg sicherlich weniger gefallen.

 

So konnte man heute auf heise.de lesen:

Facebook hat angekündigt, künftig seine eigenen Regeln zu brechen: Das Soziale Netzwerk will verstärkt Inhalte zulassen, die gegen die “Gemeinschaftsstandards” verstoßen, aber von öffentlichem Interesse sind. Facebook hat angekündigt, Inhalte mit “Nachrichtenwert” und “hoher Bedeutung für das öffentliche Interesse” künftig weniger streng zu zensieren. Man werde solche Inhalte künftig verstärkt selbst dann zulassen, wenn sie gegen die hauseigenen “Gemeinschaftsstandards” verstoßen, erklärte das Unternehmen in einem Blogeintrag. Durch “neue Werkzeuge und Ansätze” will Facebook mehr Bilder und Artikel zulassen, aber gleichzeitig sicherstellen, das Jugendliche sowie empfindliche Nutzer keine “drastischen Inhalte” zu sehen bekommen. Details zu diesen geplanten Mechanismen verriet Facebook nicht.

Tja, so ist das eben auch in Wirtschaftsunternehmen in der schönen, heilen Web 2.0 Welt. Wer Inhalte löscht, macht sich langfristig unglaubwürdig. Weniger User sind weniger Einnahmen. Und das ist wiederum Gift für jede Aktiengesellschaft.

Red Bull TV sagt Servus zu Identitären

Red Bull hat nicht nur einen Fußballverein in Leipzig

Sondern auch noch unter anderem in Salzburg sowie einen eigenen TV Sender mit Namen Servus TV. Dieser hatte in den Hangar 7 zum Thema: “Wie gefährlich sind unsere Muslime?” auch einen Vertreter der Identitären Bewegung eingeladen und bekommt nun für diese offene Diskussionsrunde teilweise den politischen Shitstorm in den sozialen Netzwerken zu spüren.

Aber auch in der aktiven Fanszene von Leipzig scheint man nicht unbedingt begeistert zu sein. Waren es doch gerade Jene, welche sich gegen Aufmärsche von Legida in Leipzig teilweise massiv entgegen gestellt hatten. Hat der Austritt verschiedener RB Fanclubs aus dem Fanverband noch vor zwei Wochen eventuell gar einen politischen Hintergrund? Zuvor hatte ja bereits Red Bull Vorzeigesportler Felix Baumgartner immer wieder für Furore mit vermeintlich rechts-populistischen Aussagen und Nähe zu Norbert Hofer (FPÖ) gesorgt.

 

Doch wo man nun Feinde in den eigenen Reihen hat, findet man eben auch plötzlich neue Freunde außerhalb. Und nicht alle Kommentare unter dem Artikel bewerten den Auftritt des Chef der Identitären Bewegung als durchweg negativ:

“Servus TV, einer der wenigen Sender, die man noch schauen kann. Wenn alle anderen Sender massiv linkslastig sind, warum dann nicht zumindest einer rechtsorientiert..ist nur des Rechtens! Dank an Servus TV!” (oe24.at)

Was ist die Identitäre Bewegung?

“Dass du auf unsere Seite gestoßen bist, zeigt schon, dass du auf der Suche nach etwas bist. Dich stört, wie es derzeit in unserem Land abläuft, du erkennst vielleicht sogar deine Stadt und dein Viertel nicht mehr wieder. Du hast am eigenen Leib erlebt, was dieser Multikulti-Wahn wirklich für uns Deutsche bedeutet. Du ahnst, was hinter den Parolen von „Vielfalt“ „Chance“ und „Bereicherung“ wirklich steckt. Wir werden dir reinen Wein einschenken und schonungslos die Wahrheit sagen: Die Lage ist mehr als ernst…”

Quelle: identitaere-bewegung.de

Fazit: Red Bull ist in jeder Hinsicht polarisierend. Eines kann man den Herren und Damen in der dortigen Marketingabteilung sicherlich nicht absprechen – sie verstehen ihr Handwerk auf ganzer Linie!

Achso, Fußball wurde heute auch noch in Leipzig gespielt. RB Leipzig gewinnt auch gegen den SV Werder Bremen mit 3:1 und ist nun als “Bayern-Jäger” klar auf Champions League -Kurs in der 1. Bundesliga.

Sächsischer Fußballverband und Polizei im Schlafmodus

Völlig Gaga – wegen fehlender Sicherheitskräfte Spiel auf Wochenende des Leipziger Derby verlegt

Und wenn du denkst, es geht nicht mehr – kommt ein noch was Dümmeres aus Sachsen her. So in etwa könnte man den neuerlichen “Schachzug” des Sächsischen Fußballverband (SFV) in Zusammenarbeit mit der sächsischen Polizei bewerten. Was sich momentan wie ein roter Faden an Inkompetenz von sächsischer Regierung über Landesdirektion bis hinunter zur Polizei zieht, nun auch beim SFV, ist mit verständlichen Worten kaum noch zu beschreiben. Wir versuchen es trotzdem:

1.Meldung: Wegen gewalttätigen Gegendemonstranten bei Pegida in Dresden wird RB Leipzig II  – BFC Dynamo abgesagt:

(…) Die für Sonntag angesetzte Regionalliga-Partie zwischen der zweiten Mannschaft von RB Leipzig und dem BFC Dynamo in Markranstädt ist abgesagt worden. Das teilte der Nordostdeutsche Fußballverband am Dienstag mit. Grund sei die Sicherheitslage in Sachsen. Ein neuer Termin steht noch nicht fest. Der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) hat in Absprache mit dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) und der Polizei den 11., 12. oder 13. November vorgeschlagen. Beide Vereine müssen sich jetzt auf einen neuen Spieltermin einigen (…)

2. Meldung – Verlegung auf das Wochenende mit höchstem Risikofaktor ( Chemie – Lok ist wohl das gefährlichste Derby in ganz Deutschland!) 

(…) Die Polizei bereitet sich bereits auf ein Spiel mit extrem hohem Sicherheitsrisiko vor. „Klar ist, dass wir einen Großeinsatz mit mehreren Hundertschaften fahren und den Fokus auf das gesamte Stadtgebiet erweitern müssen“, sagt ein Sprecher der Leipziger Polizei und ergänzt: „Aber wir müssen schauen, wie viele Kräfte wir an dem Wochenende überhaupt zur Verfügung haben.“ Denn gespielt wird am 12. oder 13. November. Ein Wochenende, an dem der ob seiner rechten Hooliganszene berüchtigte und mit Lok in Freundschaft verbundene BFC Dynamo in der Regionalliga Nordost bei der U23 von RB Leipzig antritt. Etwa 1500 Berliner werden zu der Partie erwartet. „Das sind für uns dann zwei absolute Highlights, die einen extrem hohen Personalaufwand abfordern“, heißt es bei der Polizei (…)

Letzte Meldung? Polizei: “Wir schaffen das!”

(…) Das ursprünglich für den gestrigen Sonntag geplante Duell in der Regionalliga Nordost zwischen RB Leipzig II und BFC Dynamo wurde neu terminiert. Die Partie geht am Samstag, 12. November, ab 14 Uhr über die Bühne (…)

 

Unser Tipp: Warum verlegt man die Partie nicht eigentlich noch einen Tag eher auf den 11.11. – 11.11 Uhr? Da könnten sogar die ganzen Jecken im Leipziger Rathaus noch etwas mitfeiern. Helau!

Die Rückkehr der Stasi im deutschen Fußball

Die Staatssicherheit nennt sich heute Nachrichtendienst

Und seine Mitarbeiter sind die so genannten V-Leute. Zu DDR-Zeiten waren es IM (Inoffiziellen Mitarbeiter) der Stasi, welche in allen Bereichen des Lebens als Schnüffler tätig waren – so auch im Fußball. Und was niemand wirklich für möglich gehalten hätte, wird nun jedoch 27 Jahre nach dem Mauerfall doch wieder zur Gewissheit. Nämlich genau diese V-Leute des “Nachrichtendienst” sollen Mitglieder eines Fanclubs angeworben haben, Informationen über die Ultras zu sammeln. Und dies passiert ausgerechnet auch noch in der Geburtsstadt des Vorzeige-Kommunisten Karl Marx.

Neue Dimension erreicht: Polizei versucht V-Mann in Eintracht-Fanszene anzuwerben: Da staunte ein Eintracht-Fan in einer Kneipe in seinem Heimatdorf in der Eifel am vergangenen Samstag nach der Klatsche gegen Koblenz nicht schlecht: Einer uns und in der Eintracht-Szene vertrauten Person wurde ganz unscheinbar in einer Kneipe bei einem Bier von einem uns auch bekannten Polizisten ein Angebot unterbreitet, für 400 Euro im Monat für die Trierer Polizei als V-Mann zu arbeiten und Informationen über die Trierer Ultra-Szene zu sammeln und mitzuteilen!

Quelle: insane-ultras.de

Was sind V-Leute?

V-Person (auch V-Mann, abgekürzt VP genannt, Mehrzahl auch V-Leute, in Österreich auch Konfident), bezeichnet eine Verbindungs- oder Vertrauensperson, die als ständiger Informant eines Nachrichtendienstes, des Zolls oder der Polizei arbeitet.

 

Und so war das damals. Einen Unterschied zu heute findet man nicht mehr.

“Wir sollten vor allem vorbeugend tätig werden. Auch in der DDR hatten sich Fußballfans in den Achtzigern oft zu Prügeleien verabredet. Wir versuchten Informationen zu kriegen, wo sich Randale anbahnt.  Wenn wir es mitbekamen, gaben wir das weiter an die Volkspolizei in Berlin oder in den betreffenden Städten. Manchmal wusste man ja auch aus Erfahrung, dass es in Dresden immer da kracht und in Leipzig immer dort. In den Städten gab es außerdem Mitarbeiter in den MfS-Bezirksverwaltungen, mit denen wir uns natürlich im Vorfeld der Spiele austauschten: Wie sind »unsere« Fans gerade drauf? Wie brisant ist das Spiel, wie könnten die Reaktionen der Fans auf das jeweilige Ergebnis aussehen? ”

11freunde.de

Zensur im Internet geht weiter

De Maizière will Facebook-Meinung weiter einschränken

Schneller Löschen oder besser gleich kritische Artikel oder Bilder zum Upload sperren, das möchte unser Innenminister aktuell auf Facebook durchdrücken. “Verdächtigen” und “Terroristen” soll so der Zugang zum sozialen Netzwerk verwehrt werden. Gleichzeitig möchte er auch die umstrittene Vorratsdatenspeicherung auf Facebook ausweiten. Nach Netzsperren, Bundestrojaner und Zensurwächter Bertelsmann nun der nächste Schritt  in Richtung Diktatur.

“Das Problem ist, dass es einen Unterschied zwischen etwa Kinderpornografie und rassistischen Inhalten gibt. Ein Bild von Hitler etwa könnte Satire sein, was ein automatischer Filter schwer erkennen kann. Kritiker warnen deshalb vor solchen Verfahren, weil sie zum einen zu einer “unkontrollierbaren Zensurinfrastruktur” führen könnten, wie es Markus Beckedahl von netzpolitik.org beschreibt. Zum anderen habe es eine Privatisierung der Rechtsdurchsetzung zur Folge: Statt sich auf die staatlichen Stellen und Strafverfolger zu verlassen, würden die Unternehmen quasi selbst zum Richter.” (zeit.de)

stadionfans facebook

Und selbst die sonst so linientreue “Süddeutsche” zieht kritisch Bilanz:

“Auf Facebook aber drückt stattdessen ein Mitarbeiter die Taste Löschen – und die Sache ist erledigt. Natürlich nur für Facebook. Anderen Menschen fehlt ja etwas, nämlich der Text von Sprengnagel. Perfide daran ist, dass die meisten Nutzer meist gar nicht wissen, dass etwas fehlt. Anders als in einem Gerichtsverfahren, ist die Öffentlichkeit nicht zugelassen, wenn Facebook seine Urteile fällt.”(sz.de

Im Prinzip ist es aber egal, wie die Zensur der Meinungsfreiheit hierzulande stattfindet – am Ende werden alle Seiten verlieren. Die Politik macht sich weiter unglaubwürdiger und verliert weiter Wähler und das Netzwerk Facebook wird über kurz oder lang User verlieren. Was jedoch am schwersten wiegt, ist der Verlust unserer Demokratie. Und schade, dass wir 27 Jahre nach dem Mauerfall wieder genau dort stehen, wo wir damals standen.

Facebook: Löschung von Ultras & Hooligans

Facebook Zensur schreitet weiter voran

Auch Webseiten auf Facebook zum Thema Ultras und Hooligans stehen immer mehr im Fiskus der Zensurwächter. So wurde jetzt die größte U&H-Seite im sozialen Netzwerk mit über 133.000 Likes abgeschaltet. Über die genauen Hintergründe ist uns allerdings bisher noch nichts bekannt. Fakt ist allerdings – Arvato von Bertelsmann sucht im Auftrag der Regierung nach kritischen Artikeln und Kommentaren und löscht diese auch nach eigenem Ermessen.

Wer oder was ist Arvato? Das sagt Wiki:

(…) Mit dem Social Media Monitoring bietet Arvato online services Unternehmen an, die Kommunikation in relevanten Foren, Blogs und Communities zu beobachten und über eine Beeinflussung zu beraten. Zitat: „arvato online services, Full-Service-Dienstleister für Online-Marketing und Loyalty-Services, hat sein Portfolio um Social Media Monitoring erweitert. Unternehmen erhalten damit die Möglichkeit, relevante Foren, Blogs und Communities zu beobachten und die Darstellung des eigenen Portfolios und Images im Netz zu überwachen. Im Januar 2016 gab Facebook bekannt, dass Arvato die Facebookseiten auf Hasskommentare durchsuchen soll. Diese sollen von einem 100köpfigen Adminteam überprüft und bewertet werden und gegebenenfalls gelöscht werden. Die Initiative geht auf eine Anregung von Bundesjustizminister Heiko Maas zurück, der sich für mehr Engagement in den sozialen Netzwerken ausgesprochen hat, um gegen sogenannte Hasskommentare vorzugehen (…)

Insgesamt wird dieses Vorgehen hierzulande sehr kritisch und als großer Einschnitt in die Meinungsfreiheit gesehen. Mittelfristig werden solche Aktionen dem Netzwerk Facebook hierzulande zehntausende User und unserer Regierung sicherlich das letzte Vertrauen kosten. Dass es sich wahrscheinlich um einen politischen Hintergrund der Löschung handeln könnte, verrät der nachfolgende Post:

So werden Hooligans meist dem rechtem, Ultras jedoch mehr dem linken Spektrum zugeordnet – letztere Subkultur jedoch nicht zwingend. Es gibt auch rechte bzw. politisch-neutrale Gruppierungen in der Ultrasszene. Die nun entfernte Webseite U&H (Ultras & Hooligans) stand unseres Wissens politisch eher rechts. Nach der Löschung gibt es aber bereits wieder eine neue FB-Homepage der alten Betreiber. Und innerhalb kürzester Zeit hat die neue Facebookseite bereits schon wieder über 7000 Likes generieren können. Allerdings nicht zu vergleichen mit der enormen Reichweite vorher.

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