Archiv der Kategorie: Fußballfans

Studie: Kein Bock auf RB Leipzig, Hoffenheim & Co.

Situationsanalyse Profifußball 2017

Eine Studie mit mehr als 17.000 Teilnehmern gibt Einblick in die prekäre Situation im deutschen Profifußball. Demnach wollen knapp über die Hälfte der Anhänger von Bundesligisten dem Profifußball auf absehbare Zeit den Rücken kehren.

Einer der Gründe sind Vereine wie das künstliche Konstrukt RB Leipzig.  Denn während die Leipziger Neufans sich selbst, „ihren Verein“ „ihre Mannschaft“ und „ihre Champions League“ abfeiern, wird das außerhalb der Stadt Leipzig weitgehend als unattraktiv empfunden.

„In der Bundesliga herrscht zusehends Langeweile!“

„Die Grenze der Fußballkommerzialisierung ist erreicht!“

(…) Die Fans sehen sich immer mehr in der zahlenden, aber ungehörten Rolle. Man sei zwar für die Stimmung im Stadion gut genug, aber das Mitspracherecht bleibe verwehrt. Fans sollen nur noch funktionieren und den Pay-TV und Merchandise-Absatz erhöhen.

Selbst den organisierten Fangruppen fehlt es an Mitspracherecht. Weiterhin wird die totale Kommerzialisierung als weiteres Problem genannt. Zu hohe Ticketpreise gehen mit nicht-fangerechten Anstoßzeiten einher, das Bezahlfernsehen entscheide über die Spielansetzung – die Grenze des Kommerz sei erreicht.

Als dritter Grund gelten die Retorten-Konstrukte aus Leipzig und Hoffenheim. Die schlechte finanzielle Regelung sorgt für einen Spannungsabfall in der Bundesliga. Der Anteil an uninteressanten Bundesligisten nehme immer mehr und trage damit zur Distanzierung bei (…)

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Bis zu 10.000 RB Fans zu Hertha BSC Berlin

Red Bull Fan – Invasion in Berlin

Bis zu 10.000 RB Fans wollen beim Spiel in Berlin dabei sein. Ähnlich wie bei den Spielen von Hertha BSC gegen den FC Bayern München und Borussia Dortmund, wird die kürzeste Anfahrt zu einem Bundesliga-Auswärtsspiel der Saison für ostdeutsche Fans der absolute Quotenbringer. 

Und für RB Leipzig könnte dieses Spiel zugleich den Auftakt für die Champions League bedeuten. Mit einem Sieg würde eine Red Bull Mannschaft erstmal in die europäische Königsklasse einziehen. In bisher acht Anläufen mit RB Salzburg gelang dies über die Qualifikation allerdings niemals. Nun soll es aber endlich klappen.

Trofeo UEFA Champions League

Im weiteren Kampf um den dritten Platz in der Champions League kommt es am Samstag, den 6. Mai auch zum direkten Duell zwischen der TSG Hoffenheim und Borussia Dortmund. Der vorzeitige Meister FC Bayern München schaffte bereits den Einzug Europas höchste Spielklasse.

Polizeigewalt gegen Aue Fan – Medienspiegel

Video von Polizeigewalt gegen einen Auer Fan in Nürnberg sorgt weiter für Wirbel

Unfassbare Szenen beim Spiel zwischen dem FC Nürnberg gegen den FC Erzgebirge Aue in der 2. Bundesliga – wir fassen an dieser Stelle zusammen –

Video: Polizeieinsatz gegen Fans aus Aue:

(…) Nach Spiel des FC Erzgebirge Aue am Sonnabend in Nürnberg ermittelt die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth gegen einen Polizeibeamten und gegen einen Fan aus Aue. Die Sprecherin des Polizeipräsidiums Mittelfranken, Elke Schönwald, sagte MDR SACHSEN, beim Polizisten bestehe der Verdacht auf Körperverletzung im Amt, dem Fan aus Aue würden Nötigung, Widerstand gegen Polizisten und Körperverletzung vorgeworfen. Hintergrund ist ein Video von einem Polizeinsatz in Nürnberg gegen einen Aue-Fan, das im Internet aufgetaucht war (…) [stadionfans.de]

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(…) Plötzlich griff er einen Beamten an und schlug ihm mit beiden Fäusten mehrfach ins Gesicht. Es entstand eine Rangelei, bei der letztlich mehrere Beamte gebunden waren. Der Beschuldigte konnte nur durch Einsatz unmittelbaren Zwanges zu Boden gebracht werden. Während dieser Amtshandlung wurden die eingesetzten Beamten von gut einem Dutzend Gästefans angegriffen. Es gelang nur unter erheblichem Einsatz unmittelbaren Zwanges in Form von Drücken und Schieben, die Angreifer abzuwehren. Dabei konnte sich der 30-Jährige wieder befreien und zunächst flüchten. Im Rahmen der Verfolgung gelang es erneut, den Flüchtenden zu stellen und von weiteren Kräften der Bereitschaftspolizei festnehmen zu lassen. Auch in dieser Situation verhielt sich der Beschuldigte sehr aggressiv und musste erneut durch Anwendung unmittelbaren Zwanges zu Boden gebracht werden. Diesmal wurden die Einsatzkräfte von mehreren Dutzend Gästefans angegriffen. Letztlich setzten die Beamten zur Abwehr des Angriffs Pfefferspray, Einsatzstock und unmittelbaren Zwang in Form von körperlicher Gewalt ein (…) [polizei.bayern.de]

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(…) Die Fanbetreuung des FCE hat inzwischen dazu aufgerufen, Hinweise, Bilder und Videos zur Verfügung zu stellen. Wie „Freie Presse“ von Rechtsanwalt Alexander Lindner erfuhr, hatte er mit den Hauptbetroffenen Kontakt. „Beide wollen Strafanzeige stellen, vorerst gegen unbekannt. Vor allem, was man am Ende des Videos sieht, ist aus meiner Sicht strafrechtlich relevant, egal was sich vorher ereignet hat“, so Lindner. Der Getretene stamme aus Schneeberg und sei bei der Polizeiaktion derart verletzt worden, dass er mit Prellungen und einer Gehirnerschütterung in ein Krankenhaus kam. Was genau passiert ist, müsse nun geklärt werden, sagte der Anwalt (…) [freiepresse.de]

Der Ostfußball lebt …und wie!

So lief das Wochenende in unserer ostdeutschen Region

Eine Atmosphäre wie zu besten DDR-Oberliga Zeiten – ostdeutsche Teams und Fans zeigen eindrucksvoll, dass der Ostfußball niemals seine enorme Anziehungskraft verloren hat!

2. Bundesliga: Der FC Union Berlin verliert zwar Spitzenspiel und auch die Tabellenführung, doch zeigt eindrucksvoll, welches enorme Potenzial in dieser Fanszene steckt. 10.000 Berliner begleiteten ihr Team nach Hannover.

2. Bundesliga: Ebenfalls 10.000 Fans brachte die SG Dynamo Dresden zum Spiel nach Stuttgart mit. Leider reichte am Ende die zwischenzeitliche 3:0-Führung nicht für die Sachsen.

3. Liga: Der 1. FC Magdeburg steuert weiter in Richtung 2. Bundesliga. Mit einem 2:0-Sieg gegen den FC Rot-Weiß Erfurt vor über 20.000 Zuschauern darf man nun tatsächlich vom Aufstieg träumen.

Regionalliga Nordost: In einer spannenden Partie zwischen dem 1. FC Lokomotive Leipzig und dem BFC Dynamo konnte sich am Ende der Gastgeber in Unterzahl gegen den Rekordmeister der DDR mit 3:2 durchsetzen.

Regionalliga Nordost: Im Spitzenspiel der 4.Liga gewann der FC Energie Cottbus vor 13.000 Zuschauern mit 3:1 gegen den Tabellenführer Carl Zeiss Jena und verringerte den Abstand auf nur noch fünf Punkte. Beim Spiel gab es insgesamt 10 Karten, inklusive einen Wollitz an der Linie. Emotionen pur! 

NOFV-Oberliga: Die BSG Chemie Leipzig ist nach dem 2:0-Sieg gegen Wismut Gera nach wie vor Tabellenführer und heute war ein rundum gelungener Tag mit einer satten Choreo und jeder Menge Action auf den Rängen. Gelingt den Leipzigern tatsächlich der Durchmarsch?

RB Fanclub Kultras beim GEZ-Sender

Bornaer RB Fans gründen Fanclub – Mitteldeutscher Heimatsender wieder dabei

Und weiter geht es beim öffentlich-rechtlichem GEZ-Sender in Sachen “ RB Fans sind die Besten“.  „Böse Zungen behaupten gar, der Mitteldeutsche Heimatsender mache so etwas mit Absicht um RB Fans zu diskreditieren. Doch das ist wirklich keine Satire oder irgendwelche böse Hintergedanken schelmiger MDR-Redakteure – nein die ticken wirklich so, auch beim MDR.“ (ostfussball.com)

Boss im Club ist Michel Zibell. Er hatte die Idee, die Kultras zu gründen und einen Raum in seinem Firmengebäude zur RBKultra-Lounge umzubauen. Er sagt: „Unsere Bullen-Lounge ist das, was wir in dem Verein sehen. RBL ist hochmodern, hochprofessionell, natürlich auch edel und schick. Alles in allem ist es eine gute Linie die man da fährt bei RB Leipzig. Ein gut geführtes Unternehmen. Und dem eifern wir nach.“ Einmal in Fahrt, gibt’s die Erklärung für die Bezeichnung „Kultra“ gleich hinterher: „Kultra, weil man uns diese Kultur nicht gönnen mag. Wir möchten zeigen, dass Fans auch anders sein können als ultra: 100 Prozent Verein, 200 Prozent Einsatz – aber ohne dritte Halbzeit und den anderen Schwachsinn.“ Gut gebrüllt, Bulle. „Andere Fanclubs haben 100 und mehr Mitglieder, das ist ist uns zu unübersichtlich. Wir stehen zu unserer Kleinheit. 98 Prozent der Bewerber kriegen eine Absage.“ Zu den zwei Prozent, die alle Aufnahmehürden übersprungen haben, gehört Fleischermeister Winni Müller. Eine kluge Entscheidung: Winni macht die besten Haxen weit und breit.

Jeder Verein bekommt genau die Fans, welche er verdient. Und Haxen Winni samt seinen Kultra-Kumpels aus der ländlichen Provinz gehören einfach unbedingt ins Red Bull Universum! Und auch danke MDR, dass unsere monatlichen GEZ-Gebühren so gut angelegt sind. Ihr habt in eurem Sendehaus wirklich verstanden, was echte mediale Grundversorgung der Bevölkerung bedeutet. Toll, weiter so!

RB Leipzig Fans bei Sport im Osten

Und wenn man glaubt peinlicher kann es nicht mehr werden

…setzt man beim MDR in der Sendung Sport im Osten noch einen oben drauf. Ulrike Witt (LVZ) und ihr Papa sind wahrscheinlich die größten RB Fans überhaupt und durften deswegen auch mal in der legendären SpiO-Kabine ran.

Böse Zungen behaupten gar, der Mitteldeutsche Heimatsender mache so etwas mit Absicht um RB Fans zu diskreditieren. Doch das ist wirklich keine Satire oder irgendwelche böse Hintergedanken schelmiger MDR-Redakteure – nein die ticken wirklich so, auch beim MDR.

Ulrike Witt ist übrigens ein Lohnschreiberling für die Leipziger Volkszeitung (LVZ), sozusagen das bezahlte Sprachrohr für den allseits beliebten Neu-Leipziger Verein eines österreichischen Getränke-Konzerns. Immer wieder sorgt man von dieser Stelle für positive Artikel oder Umfragen zu RB Leipzig.

Von jämmerlich bis peinlich oder gar fremdschämen gehen die Kommentare unter dem Video. Doch warum eigentlich nur? Wir verstehen das nicht, denn das ist doch einfach nur pures Entertainment! Danke dafür – das die eigentlich triste Woche so gut beginnt…

Hallescher FC: Kritik an Rauswurf des Fanprojektleiter

Offener Brief der HFC Fanszene an den Bürgermeister in Halle

...mit großem Entsetzen und völligem Unverständnis die Information erreichte, dass Steffen Kluge ab sofort nicht mehr in der Funktion des Leiters Fanprojekt Halle aktiv sein wird –

Halle (Saale), das Fußballstadion

(…) Das plötzliche Herauslösen von Herrn Kluge aus seiner Funktion als Fanprojektleiter – ohne erkennbaren Grund – wird die im bundesweiten Vergleich sehr ausgewogene Balance am Standort Halle zwischen Verein, Fans und Sicherheitsinstitutionen massiv stören und auf längere Sicht destabilisieren. Diese personelle Einzelmaßnahme produziert Konsequenzen, die in ihrem Ausmaß nicht absehbar sind, sowohl für die Fanszene des HFC als auch für das Fanprojekt selbst. Wie sollen die über Jahre aufgebauten Kontakte und Netzwerke `ersetzt´ werden? Was passiert mit den künftig durch Steffen Kluge geplanten Projekten? Wie soll die Vertrauensbasis für diese spezifische Form der Sozialarbeit mit einer potenziell neuen Fanprojektleitung hergestellt werden? Auch, wie soll die Arbeit in den nächsten Wochen und Monaten aussehen? Die neu installierte Leitung würde von der sensiblen Fanszene des HFC niemals zeitnah akzeptiert werden und würde Jahre eines Neuaufbaus bedeuten. Wie soll da eine soziale Arbeit an der `Basis´ erfolgen? Warum gewachsene Strukturen und Vertrauensverhältnisse zerstören? Und die wohl allerwichtigste Frage von allen: Welchen Grund hat die Absetzung von Herr Steffen Kluge?

Wir bitten Sie, die Entscheidung, Herrn Kluge von seiner Aufgabe zu entbinden, zu überdenken! Wir als Fanszene des HFC können und wollen diese Entscheidung nicht so hinnehmen da sich diese jeglicher Grundlage entzieht! Wir bitten Sie zeitnah um einen Gesprächstermin, um die Folgen dieser abrupten Personalentscheidung auf die aktuell noch stabile, aber stets fragile Konstellation aller Beteiligten aus der Sicht der Fanvertretungen zu erläutern.

Mit rot-weißen Grüßen

HFC-FANKURVENRAT
HFC-Fanszene e.V.
Saalefront-Ultras (…)

alles lesen: hallescherfc.de

Red Bull doch nicht so dufte?

Anti Red Bull Doppelhalter nun DFB-gerecht serviert?

Nachdem vergangene Woche das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) den Chemnitzer FC mit einer Geldstrafe in Höhe von 1.500 Euro wegen einem Doppelhalter mit der Aufschrift „Scheiß Red Bull“ belegt hatte, gab es gestern beim Spiel in Zwickau die Antwort auf das befremdliche Urteil aus dem so fernen Frankfurt. 

Schön bunter Doppelhalter: „Also wir finden Red Bull jetzt nicht so dufte“

Ob die weisen grauen Männer beim Deutschen Fußball Verband (DFB) allerdings nun mit dem neuerlichen Schriftzug zufrieden sind, ist bisher nicht bekannt. Offiziell wollte sich dazu in der Frankfurter Chefetage des allseits beliebten Verband bisher niemand zu Wort melden bzw. eine Stellungnahme abgeben. Das ist schade. Wir bleiben aber dran…

Bezirksderby: Zwickau Hui – Chemnitz Pfui

So lief das Ostderby zwischen dem FSV Zwickau und dem Chemnitzer FC


Schöne Atmosphäre gab es gestern im neuen Zwickauer Stadion im Ortsteil Eckersbach. Während auf dem Rasen ein Chemnitzer Eigentor die Partie für Zwickau entschied, lief es so auf den Rängen:

Während zum „Warm Up“ auf Zwickauer Seite ein lautstarkes „Asozialer Chemnitzer FC“ angestimmt wurde, nahm sich die himmelblaue Anhängerschaft selber auf die Schippe und stimmte zugleich mit ein. Das Intro zu Beginn der Partie im Ultras-block von Red Kaos in silbern und der Aufforderung zum Klassenerhalt in der 3.Liga muss wohl tatsächlich bei den rot-weißen Spielern angekommen sein. Nicht nur schön anzusehen sondern eben auch effektiv!

Denn so hat der Chemnitzer FC zwar die besseren Möglichkeiten auf dem Spielfeld, doch der FSV glänzt vor großer Kulisse (knapp 10.000 Zuschauern), darunter über 2000 Chemnitzer, vor allem mit absolutem Kampfes, – und Siegeswille. Und dass die 3.Liga in Sachen Aufstieg kein Selbstläufer ist, muss der vermeintlich große Favorit aus der Bezirkshauptstadt erneut schmerzlich feststellen. So wird das wieder nichts! Für Zwickau sollte jedoch das Abstiegsgespenst als bestes Team der Rückrunde mit dem gestrigen Ergebnis endgültig gestorben sein.

Foto & Video by StadionFans.de (Ultras Forum)

Nach der Pause tut dann die Chemnitzer Fanszene mit viel Rauch und einem Banner mit der Aufschrift „Chemnitzer Fußballchaoten“ noch etwas für das finanzielle Repressalien-Konto beim geliebten DFB. Die Verantwortlichen des CFC werden es bei der angespannten finanziellen Situation schmerzlich zur Kenntnis genommen haben. Das war es aber auch schon und der FSV Zwickau bringt die wichtigen drei Punkte gegen den Abstieg locker über die Runden. Nach dem Spiel blieb es beim Abmarsch der beiden Lager weitgehend ruhig und ohne Ausschreitungen.

Union Berlin schießt übers Ziel hinaus

Der 1. FC Union Berlin bald in der 1. Bundesliga angekommen?

Die Ost(Berliner) stehen momentan auf dem direkten Aufstiegsplatz ins deutsche Fußball-Oberhaus. Was zu Beginn der Spielzeit keiner glaubte – der Zwerg aus dem Osten der Hauptstadt kann den Aufstieg plötzlich schaffen! Und beim 2:0-Sieg gegen die Würzburger Kickers am vergangenem Wochenende machte man mit einer Choreo schon mal auf die positive Situation beim ostdeutschen Vorzeigeverein an der Alten Försterei aufmerksam. 

Ein Blick in die Vergangenheit bzw. Tradition des Vereins klärt auf: Zu DDR Zeiten war Union Berlin zwar immer eine „Fahrstuhlmannschaft“  zwischen Oberliga und Liga, doch auf seine Fans konnte man sich auch damals schon immer voll verlassen. Der Verein füllte unabhängig von Ligazugehörigkeit sein Stadion und tausende Unioner pilgerten Woche für Woche auswärts zu spielen. Und daran hat sich auch bis heute nichts geändert. Für viele ostdeutsche Fußballanhänger verkörpert Union Berlin in der heutigen Kommerz-verseuchten Zeit den Gegenpart zum unbeliebten Projekt von Red Bull in Leipzig – und die leise Hoffnung, dass im deutschen Fußball vielleicht doch noch nicht alles verloren ist.

Übrigens: Bei einem Aufstieg in die 1. Bundesliga würde der 1. FC Union Berlin rund 40 Millionen Euro in der kommenden Spielzeit aus den Fernsehrechten der DFL kassieren. Derzeit sind es rund 9 Millionen.