Ostfussball.com

Union Berlin: Mehr TV-Geld in der Hand und Offensivmann im Auge

Alte Försterei Union Berlin

Union Berlin empfängt An der Alten Försterei die Borussia aus Gladbach. / Foto: Shutterstock

Für den 1. FC Union Berlin lief die abgelaufene Saison in der Bundesliga hervorragend. Nicht nur sportlich, sondern auch finanziell blicken die „Eisernen“ auf spannende neue Monate. So darf sich im deutschen Oberhaus nur eine Mannschaft über steigende TV-Einnahmen in der neuen Saison freuen. Das sind die Köpenicker.

Trotz der frischen Millionen auf dem Konto bleiben die „Eisernen“ aber offenbar sparsam. Auf dem Transfermarkt sind die Berliner weiterhin im unteren Preisregal auf der Suche. Und hier offenbar fündig geworfen. Laut Medienberichten steht eine Verpflichtung des polnischen Offensivmannes Pawel Wszolek kurz bevor. Der 29-Jährige könnte bereits der fünfte kostenfreie Neuzugang für Union Berlin und Manager Oliver Ruhnert werden.

Jetzt bei bet365 Bonus für die neue Saison holen!

Bundesliga TV-Gelder: Weniger Geld – aber nicht für Union Berlin

Um die Verteilung der TV-Gelder im deutschen Profi-Fußball tobt seit Jahren ein Kampf. Im Vergleich zu anderen Ligen, wie etwa der Premier League, ist die 1. Bundesliga noch recht günstig zu haben. Im kommenden Jahr sogar günstiger als aktuell. Rund 240 Millionen Euro weniger werden die Erstligisten aus dem nationalen TV-Pott in den kommenden vier Jahren erhalten. International fällt der Einschnitt in den TV-Geldern mit rund 300 Millionen Euro weniger sogar noch deutlicher aus. Die logische Folge: Alle Profi-Vereine im Oberhaus erhalten künftig weniger TV-Einnahmen als in der abgelaufenen Spielzeit. Alle Vereine? Nein. Der 1. FC Union Berlin bildet dabei die einzige Ausnahme und kassiert ab der kommenden Saison mehr als bisher.

Genau 39,9 Millionen Euro stehen den Köpenickern ab der kommenden Spielzeit zu. In der gerade beendeten Saison waren es „nur“ 37,8 Millionen Euro. Zum Vergleich: Hertha BSC erhielt in der abgelaufenen Spielzeit ganze 68 Millionen Euro aus dem TV-Vertrag. Ab der kommenden Spielzeit sind es für die Herthaner nur noch 52 Millionen Euro. Ein Minus von 16 Millionen Euro. Bayern München wird künftig 16,7 Millionen Euro weniger erhalten, Borussia Dortmund 16,6 Millionen Euro weniger.

800 Millionen Euro Differenz zwischen erster und zweiter Bundesliga

Alle TV-Gelder zusammen bedeuten übrigens einen enormen Unterschied zwischen der 1. Bundesliga und der 2. Bundesliga. Die Zweitliga-Clubs müssen sich mit rund 800 Millionen Euro weniger im Vergleich zum Oberhaus zufriedengeben. Eine durchaus kuriose Entwicklung. Schließlich resultieren die TV-Einnahmen eigentlich auch aus der Beliebtheit und Nachfrage. Und in dieser Hinsicht scheint die 2. Bundesliga keine 800 Millionen Euro vom Oberhaus entfernt. Aber wie kommt es überhaupt zu den steigenden Einnahmen bei Union, während beim Rest der Liga weniger Geld fließt?

Gewertet werden bei der Verteilung die sportliche Leistung und die Zugehörigkeit zur jeweiligen Liga. Dank zwei Jahren im Oberhaus steigt die Summe also schon einmal deutlich an. Darüber hinaus sind die Berliner als Tabellensiebter deutlich erfolgreicher als im Jahr zuvor (11.).

Trotz TV-Plus: Union bleibt sparsam

Obwohl es finanziell zumindest ein wenig besser für die „Eisernen“ aussieht, werden nicht die Spendierhosen angezogen. Manager Oliver Ruhnert hat bereits in den vergangenen Tagen ordentlich „Schnäppchen“ an Land gezogen. So verpflichteten die Berliner Levin Öztunali, Rani Khedira, Genki Haraguchi und Paul Jackel gleich vier ablösefreie Spieler. Der fünfte Kandidat soll folgen – ebenfalls ablösefrei. Geht es nach polnischen Medienberichten, steht bei den Berlinern der polnische Offensivmann Pawel Wszolek auf der Wunschliste. Das Portal „meczyki.pl“ berichtet sogar davon, dass der Deal kurz vor dem Abschluss steht. Aktuell steht Wszolek noch beim polnischen Club Legia Warschau unter Vertrag. In 24 Partien dieser Saison gelangen ihm drei Treffer und sechs Vorlagen. Ursprünglich wollte Legia mit seinem Offensivmann auch verlängern, die Verhandlungen stocken jedoch. Möglicherweise, weil sich die „Eisernen“ eingeklinkt haben.

Wszolek hat in seiner Karriere bereits einige Vereine kennengelernt. Vor seiner Zeit bei Warschau kickte der Mittelfeldmann in der Serie A für Hellas Verona und Sampdoria Genua. Zudem war der Pole in der Premier League für die Queens Park Rangers aktiv.

Jetzt bei bet365 Bonus für die neue Saison holen!