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Ultras Dynamo zur Spieltags-Zerstückelung

Dynamo Ultras – unser Problem mit euch

Im Rahmen der dynamischen Artikelreihe „Unser Problem mit euch“, oder besser gesagt – hier bekommt jeder mal sein Fett weg (auch wir von ostfussball.com schon öfters) , geht es diesmal um echte Zerstückelungen. Heute in der Kategorie: Die Geld-geilen Fernsehsender. Klingt jetzt vielleicht auf den ersten Blick eher nach Freddy vs. Jason, entpuppt sich aber im Endeffekt als durchaus interessanter Denk-Anstoß. 

ICE 3 Oberhaider-Wald-Tunnel

*Auf den Fußballfan im Stadion wird dabei schon lange keine Rücksicht mehr genommen und noch weniger wird hier an Gästefans gedacht, welche sich hunderte Kilometer durchs Land bewegen!

(…) … warum die ganze Spieltagszerstückelung? Es müssen so viele Spiele wie möglich zu verschiedenen Zeiten stattfinden, um den TV-Markt mit Angeboten zu füttern. Privatsender, aber auch das öffentlich-rechtliche Fernsehen, zahlen Unsummen, um diese mehr oder weniger attraktiven Spiele im TV zu zeigen. Eine Überzahl an Sendeplätzen des Volksports Fußball bringt hohe Einschaltquoten, wobei sich durch eine weitere Verbreitung und Streuung des Spieltags die TV-Gelder für DFL/DFB, aber auch für die Vereine, weiter maximieren lassen. Diese Spirale und der damit verbundene Verkauf des Sports an die heimischen Sofas muss gestoppt werden, denn wohin solche Kreisläufe führen, zeigt ein Blick über den Tellerrand.

Die Zerstückelung der Spieltage in den deutschen Profiligen muss deshalb aus unserer Sicht ein Ende haben. Die Montagsspiele, egal ob in der 1. oder 2. Liga, dürfen nicht mehr stattfinden. Die Anstoßzeiten der Profiligen müssen mehr Rücksicht auf den ganzen Amateurfußball nehmen, denn dieser ist die Stütze des Fußballs. Spielpläne müssen wieder fanfreundlicher gestaltet werden, wobei Entfernungen zwischen den beiden Fußballstätten berücksichtigt werden sollen, denn die Stadiongänger sind das Fundament des Fußballs. Wenn die Basis erst einmal zu bröckeln beginnt, egal ob durch den nicht mehr kickenden Kreisligaspieler oder durch den Stadiongänger, der nicht mehr im Block steht, bricht das ganze Kartenhaus Volksport Fußball bald in sich zusammen (…) [ultras-dynamo.de]

Bringen wird es allerdings nicht viel, da ja die eigenen Vereine ganz gerne immer mehr Geld in ihre klammen Kassen bekommen möchten. Und eine wirkliche Lobby für Fußballfans wird es niemals geben. Von daher muss wohl auch hierzulande erst alles vollends gegen die Wand gefahren werden, bis sich in diesem Zusammenhang etwas bewegt. Parallelen zu anderen aktuellen politischen Entscheidungen in Deutschland sind da durchaus zu finden…

Energie Fans bei Facebook

Politischer Kampf von Energie Fans auf Facebook

Nachdem im Stadion aktuell mehrere Gruppen ihren offiziellen Rücktritt bekannt gegeben hatten, verlagert sich die die Diskussion immer mehr auf das (a)soziale Netzwerk Facebook. Ähnlich wie die komplette Gesellschaft unter Merkel, ist eben auch die Fanzene bei Energie Cottbus gespalten. Doch wirklich gut getan hat politischer Einfluss in den Kurven bisher noch nie.

Politisch etwas rechts…

…oder hätten sie es dann doch lieber etwas weiter links?

Doch trotz aller fan-technischen Unstimmigkeiten läuft es gerade für den ehemaligen Bundesligisten von 2009 recht gut in der Regionalliga Nordost bzw. dem Brandenburg Pokal. In der Meisterschaft ist man bisher ungeschlagen auf Tabellenplatz 1 und am vergangenem Wochenende zog man souverän gegen Bernau ins Landespokalviertelfinale ein. So kann es gerne weiter gehen.

Lok versus Chemie – Ausschreitungen

Fußballspiel 1. FC Lokomotive Leipzig gegen FC Energie Cottbus am 3. Oktober 2017 – Nebenschauplatz

LE Hauptbahnhof-4

So informiert die Leipziger Polizei zu dem Vorfall:

(…) Gegen 17:45 Uhr warten einige Lok-Fans auf dem Bahnsteig des Leipziger Hauptbahnhofes, auf dem Fans des BSG Chemie von einem Auswärtsspiel aus Halberstadt mit dem Zug anreisten sollten. Doch jene Fans wurden noch vor Einfahrt des erwarteten Zuges durch Einsatzkräfte der Polizei aus dem Hauptbahnhof verwiesen.

Dennoch kam es auf dem Bahnhofsvorplatz, an der Zentralhaltestelle/Willy-Brandt-Platz, zu einem Übergriff einzelner BSG-Fans auf ein paar Lok-Fans. In dessen Verlauf stießen BSG-Fans einen Lok-Fan vor eine einfahrende Straßenbahn, der jedoch nicht von dieser erfasst wurde (glücklicherweise). Zudem warfen BSG-Fans Flaschen in Richtung der polizeilichen Einsatzkräfte, die mit der Klärung der Situation beauftragt waren.

Aufgrund des Geschehens, bei dem mindestens der Verdacht der versuchten gefährlichen Körperverletzung im Raum steht, erfolgte die Identitätsfeststellung jener Personengruppe, aus deren Mitte heraus die mutmaßlichen Tatverdächtigten handelten. Dazu wurde die Weiterfahrt der Straßenbahn unterbunden (…)

CDU bittet um beide Stimmen – bei Hooligans und Ultras

CDU wirbt im Hooligan bzw. Ultras Forum für Stimmen

Dass die Bundestagswahl 2017 leider immer skurrilere Formen annimmt, beweist dieses Foto im Ultras Forum:

Ob der Spruch: „Die CDU macht sich stark für ein Land, in dem Sie gut und gerne leben“ bei den Ultras und Hooligans gut ankommt, mag durchaus bezweifelt werden. Allgemein erzeugen doch solche hohlen Phrasen nur noch Wut im Bauch bei den Wählern. Zumindest zuletzt bei der Wahlkampagne der FDP im besagtem Forum konnte man ja noch durchaus so etwas wie einen gemeinsamen Konsens erkennen – aber die CDU?  Wie tief will man noch sinken, in Zeiten – wo ihre Parteikönigin Angela Merkel in jeder Stadt dieses Landes gnadenlos ausgepfiffen wird?  Am Sonntag ist dann hoffentlich in jeder Hinsicht dieses politische Spektakel beendet!

Merke(l): Ultras sind meist unpolitisch, aber wenn dann eher links orientiert. Bei Hooligans ist das ähnlich, nur steht man wenn schon Politik gemacht wird, meist weit rechts daneben. Für eine zwar vermeintlich „(linke) CDU“ gibt es da wohl aber trotzdem nur geringe Chancen. Das Geld für dieses Online Marketing hätte man sich also gerne sparen können.

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Ultras Chemnitz: „Unendliche Leere, Atemlosigkeit, Schockzustand“

Nach Fahnen-klau und anschließender Auflösung zweier Ultra-Gruppen in Chemnitz

Die gute Nachricht zuerst: Nein – niemand ist wirklich gestorben. Der dramatische Trauerakt der Chemnitzer Fanszene, welcher einem schon fast epischem Nachruf gleicht, bezieht sich lediglich auf den Verlust zweier handgemalter Fahnen!

„Unendliche Leere, Atemlosigkeit,Schockzustand“, anders können wir unser aktuelles Befinden seit Freitag nicht verdeutlichen. Nix wird mehr so sein, wie es vorher einmal war.  Mit der bedauerlichen aber unvermeidlichen Auflösung der beiden Gruppen „Ultra-Bande Karl-Marx-Stadt“ und der „Contra Cultura Chemnitz“ bleiben wir als einziger Teil der Ultra-Szene Karl-Marx-Stadt in der Südkurve zurück. Und aktuell überwiegt bei uns die Trauer über diesen herben Verlust für die gesamte Fanszene, und den Verlust von Freunden an unserer Seite – in und außerhalb der Kurve. Wir können nur hoffen, dass die entstandenen Freundschaften und das in den Jahren gemeinsam Geschaffene in irgend einer Form erhalten bleiben, und eine starke Szene dennoch weiter fortbestehen wird. Zum Wohle der Fanszene, zum Wohle des Vereines und zum Wohle unserer Heimatstadt. Ihr seid immer willkommen an unserer Seite. Lasst uns gemeinsam aus dieser Niederlage stark zurückkommen und weiterhin alles für unsere Liebe geben!  Der vergangene Freitag hat uns gezeigt, dass wir als Fans im Stadion und auch außerhalb noch enger zusammenrücken müssen! (facebook.com)

Zur Erklärung:

Jede Ultra-Gruppe in Deutschland hat ihre eigenen Fahnen, Zaunfahnen und Banner. Untereinander verfeindete Gruppen versuchen, an die Devotionalien der anderen zu kommen, um diese dann als Trophäen auszustellen oder beim nächsten Wiedersehen im Stadion im eigenen Block zu präsentieren bzw. zu verbrennen. Dabei werden die Fahnen verkehrt herum aufgehängt. Gelingt der Fahnenklau, so ist die beklaute Ultra-Gruppe dem reinen Kodex nach sogar angehalten, sich aufzulösen. Klingt komisch – ist aber so. Angeblich hatten am vergangenem Freitag verfeindete Ultras aus Frankfurt bei einem Überfall an einer Raststätte die beiden Chemnitzer Fahnen der genannten Gruppen erbeutet.

 

Cottbusser Ultras sagen „goodbye“

Ultras Cottbus beenden Aktivität

Nach Inferno Cottbus (IC) stellt nun auch Ultima Raka (UR) ihre Tätigkeiten als Ultra-Gruppe beim Viertligisten FC Energie Cottbus ein:

Sport frei Energie-Fans,

auch wenn es uns verdammt schwer fällt, müssen wir euch leider verkünden, dass wir unsere Aktivitäten für unbestimmte Zeit einstellen werden. So beschissen das auch ist, so sehen wir nach Gesprächen mit anderen Akteuren über die zukünftige Ausrichtung der Cottbuser Fanszene leider keine Möglichkeit, unser Fandasein weiterhin frei nach unseren Vorstellungen auszuleben.

Natürlich werden wir als Freunde beisammen bleiben und Energie in der bevorstehenden spannenden Zukunft begleiten, so wie es jeder andere Fan auch macht. Auch in Sachen Aktion Ehrenamt werden wir unserem Verein weiterhin treu zur Hand gehen. Denn unsere Liebe zum Verein und unsere Freundschaft kann uns keiner nehmen!

Danke für eure jahrelange Unterstützung und bis bald im Stadion!

Ultima Raka 2002 im September 2017

Übrigens noch eine Randnotiz: Die befreundeten Ultragruppen Contra Cultura und Ultra Bande aus Chemnitz hatten am Wochenende ebenfalls ihre Auflösung, allerdings wegen Fahnenklau, bekannt gegeben.

Ultras

Ultras im Ostfußball

Die Subkultur mit Namen ULTRAS ist bereits Ende der achtziger Jahre im Fußball entstanden. Viele Ultras-Gruppen sind in der Zeit gekommen und gegangen. Doch der Grundgedanke ist allerdings auch weiterhin geblieben – der Kampf gegen den zunehmenden Kommerz im deutschen Fußball! Und gerade in Zeiten von inflationären Transfers, fast unbezahlbaren Ticket-preisen sowie korrupten Verbänden zeigt sich, dass das Engagement von jugendlichen Ultras wichtiger ist, denn je !  Angeblich soll es in Deutschland mehr als 25.000 Ultras geben, organisiert in mehr als 300 Ultras Gruppen. 

Fußballanhänger(Ultras Hapoel Tel Aviv)

Hier eine informative Liste der ostdeutschen Ultras von der Webseite stadionfans.de:

1.FC Union Berlin :
Wuhlesyndikat
Hammerhearts
East Devils
Teen Spirit Köpenick
Crimark
Kranker Haufen
Sektion Weißensee

RB Leipzig :
Red Aces
Lecrats

Dynamo Dresden :
Ultras Dynamo 2000
Young UD (Nachwuchsgruppe der Ultras Dynamo)
Sektion Oschatz
DD-Süd
Eastside Dresden
Yellow Madness
SGD Supporters Bautzen
Aktivist 53
Brigade 53
Banda 53
Forza SGD
Dritte Generation Ost
East Crew Dynamo
Los Jetzt Hier
Fanclub Prohlis
Devils Dynamo
Facefisters
Companeros Dynamo
OSL-Bande
Elbinferno
Ostdeutsche Jungs
Crime Kings
Görlitz
Solo Ultra SGD (nur bei Jugendspielen aktiv)

Erzgebirge Aue :
Erzbrigade
Brigade Jugend (Nachwuchs)
Fialova Sbor
Guerillas
Violett Maniacs
Ultras Aue (Aufgelöst 2011)

Hansa Rostock :
Suptras Rostock
Fanatics
Revolte Rostock 08
Hansa Power Hamburg
Baltic Boyz
Devil Fish
Plattenbau Rostock
Ghettofans
Wolgastä
Vorpommern Mob
Hansafans Schwerin
VTPNB
Unique Rebels (Aufgelöst 2011)

Hallescher FC:
Saalefront Ultras
Sektion 19 (Nachwuchsgruppe der Saalefront)
Redwhite Crew
Ultras Redwhite (Aufgelöst)

1.FC Magdeburg:
Blue Generation
Next Generation (Jugendgruppe der Blue Generation)
Commando Eastside

Chemnitzer FC :
Ultras Chemnitz
Contra Cultura Chemnitz
Ultra‘ Bande Karl Marx Stadt
Nachwuchs Bande Karl Marx Stadt (Nachwuchs Ultra‘ Bande)

FSV Zwickau :
Red Kaos Zwickau

FC Carl Zeiss Jena:
Horda Azzuro
Harakiri (Nachwuchs Horda Azzuro)
Kernberg Bande

BFC Dynamo:
Ultras BFC
Fraktion H

SV Babelsberg:
Filmstadt Inferno
Sektion Nord
Ultras Babelsberg (Inaktiv)

Energie Cottbus :
Ultima Raka
Collektivo Bianco Rosso 2002
Preußen Kartell
Berliner Jungz
Frontside
Inferno Cottbus (Aufgelöst 2017)
Unbequeme Jugend (Aufgelöst 2017)

1.FC Lokomotive Leipzig:
Fanszene Lok Leipzig
Fankurve 1966
Blue Side Lok (Aufgelöst 2011)
Scenario Lok (Aufgelöst 2014)

Wacker Nordhausen:
Ultras Nordhausen

BSG Chemie Leipzig :
Diablos Leutzsch
Ultra Youth (Nachwuchs Diablos Leutzsch)

Quelle: stadionfans.de

Ultras Dynamo über den DFB – „Es ist eine gezielte Mafia“

Ultras Dynamo bezeichnen DFB als eine „gezielte Mafia“

14-01-10-tbh-013

Wir dokumentieren den Artikel der UD gekürzt auf unserer Webseite:

(…) Aufklärung? Fehlanzeige!

In der Aufklärung der Korruptionsaffäre beauftragte der DFB eine Anwaltskanzlei namens „Freshfields“. Ein Gutachten besagt, dass es keine Korruption gegeben habe, es sei jedoch nicht auszuschließen, dass Bestechungsgelder geflossen seien. Dieses nichts aussagende Gutachten kostete den DFB mehrere Millionen Euro. Man versuchte folglich nur, den eigenen Namen wiederherzustellen und ins rechte Licht zu rücken.

Dabei liegen die Fehler im Organisationskomitee für die WM 2006. Beckenbauer als Präsident leitete die Geldflüsse ein. Von Niersbach stammt anscheinend die handschriftliche Notiz auf dem Schuldschein für Dreyfuss. Später behauptet er, von allem nichts gewusst zu haben. Im Nachgang revidierte er das auf den Zeitraum vor 2005. Zwanziger unterschrieb als DFB Präsident 2006 die Steuererklärung des Verbandes für den Zeitraum, als Dreyfuss ausgezahlt wurde. Irgendwo hat jeder eine Aktie an der Schmiergeldaffäre, zugeben will es aber keiner und zeigt mit dem Finger auf andere.

Selbst 17 Jahre nach der gekauften Wahl sind die alten Praktiken immer noch in der DFB-Spitze zu spüren. Im Mai dieses Jahres stimmte der jetzige Präsident des DFB Reinhard Grindel für eine Neubesetzung des Ethikrates bei der FIFA. [8] Die früheren beiden Chef Ethiker des nun abgesetzten Ethikrates waren federführend in der Aufklärung des „Sommermärchenskandals“. Das ist auf jeden Fall ein Fingerzeig in die Richtung, in die man an der Spitze des DFB gehen möchte. Vertuschung statt lückenlose Aufklärung scheint die Devise zu sein (…)

alles lesen: [ultras-dynamo.de]

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Um was geht es den Fans in den Kurven überhaupt?

Das sind gleich mehrere kriminelle Anschuldigungen, welche da weiterhin unaufgeklärt im Raum stehen. In Gladbach wurden sie am vergangenem Wochenende auf insgesamt 12 Plakaten zusammengefasst: Geldwäsche, Verschleierung, Betrug, Manipulation, Lügen, Schmiergeld, Wett-Affäre, Unterschlagung, Steuerhinterziehung, Bestechung, Vetternwirtschaft und Korruption beim DFB.

Aber auch in ostdeutschen Stadien wurde wieder lautstark gegen den DFB demonstriert. So zum Beispiel in Zwickau: „Unser Problem mit euch: Ihr wollt keinen Korruptionsverzicht “. Auch im Dresdner K-Block gab es diese Message zu lesen. Ich Chemnitz gab es einen gemeinsamen Wechselgesang mit den KSC Fans: „Fußballmafia DFB“ sowie „Scheiß DFB“ und ein Plakat: „Unser Problem mit euch: Der Rubel rollt, die Funktionäre geschmiert – wen kümmert es da, dass die Basis krepiert“. Ähnliche Sprechchöre waren auch beim Ostderby zwischen Magdeburg und Rostock zu vernehmen. Auch die Fanszene von Union Berlin beteiligte sich am Aktionsspieltag gegen Korruption beim DFB.

Fanprojekt Halle: Stellungnahme der aktiven Fanszene

HFC-Fans kein Vertrauen mehr zur Stadt Halle

ErdgasSportpark1

Wir dokumentieren die Stellungnahme:

(…) Wir begrüßen die Entscheidung des DFB sehr, die Förderung unter städtischer Trägerschaft zu verwehren, und stattdessen einen freien Träger für den Wiederaufbau zu suchen. Das Vertrauen zwischen Stadt und HFC-Fans war und ist durch die Art und Weise der Absetzung des Fanprojektleiters und dem daraufhin seitens der Stadt verwehrten Dialog unwiederbringlich zerstört. Für eine gut funktionierende soziale Jugendfanarbeit ist jedoch das Vertrauen und der Dialog auf Augenhöhe der wichtigste Baustein. Leider hat man im Rathaus bis heute nicht verstanden, was Fanprojektarbeit bedeutet. Dies untermauerte die Aussage von Herrn Paulsen: „Es ist bedauerlich, dass der Boykott gerade von denjenigen Fans ausgeht, die nicht Zielgruppe des Projektes sind.“

Es bleibt die erschreckende Erkenntnis, wie der Oberbürgermeister als Einzelperson die gut funktionierende Fansozialarbeit von 10 Jahren per Handstreich zerstören konnte. Es zeigt aber auch, wie wichtig es ist, das Fanprojekt einem freien Träger zu übergeben, um politische Machtspiele in diesem Bereich zu vermeiden.

Wir hoffen, dass der DFB gemeinsam mit den anderen Fördermittelgebern und unter Einbindung der Fanszene einen freien Träger findet, um die ausgezeichnete Arbeit des Fanprojektes in Halle fortzuführen. Wir hoffen auch, dass die Mitarbeiter des alten Fanprojektes dem neuen Fanprojekt positiv gegenüber stehen und bedanken uns abermals für die jahrelange gute Zusammenarbeit.

HFC-FANKURVENRAT
HFC-Fanszene e.V.
Saalefront-Ultras (…) [fankurvenrat]

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