Ostfussball.com

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Ultras Dynamo fordern: Bachmann abschieben

Banner gegen Pegida-Frontmann im Dynamo Stadion

Fußball in Deutschland wird leider nicht nur kommerzieller, sondern auch immer politischer. Viele Fans haben deshalb bereits den Volkssport Nummer 1 den Rücken gekehrt. Nun haben sich die Ultras in der Heimatstadt von Pegida mit einer Tapete gegenüber Lutz Bachmann geäußert:

Zentralorgan: „Erneut missbrauchte Selbstdarsteller und Suffpatriot L. Bachmann Dynamo mit einem absolut geistlosen Beitrag in den sozialen Netzwerken. Die SGD reagierte prompt und beauftragte einen Anwalt mit einer sofortigen Unterlassung der Verwendung unseres Wappens und prüft eine Schadenersatzklage. Bachmann lass endlich deine dreckigen Finger von unserem Verein!“

Lutz Bachmann antwortete daraufhin auf seiner Facebookwebseite:

Allerdings kommt das Spruchband nicht bei allen Dynamo Fans gut an. Zumal doch auch viele unter ihnen selber Sympathisanten der Dresdner Protestbewegung sind. Die schwarz-gelbe Kurve ist eben genau so gespalten, wie der Rest der Gesellschaft. Auch eine der zahlreichen “Errungenschaften” der neuen, alten Groko unter Merkel und ihren politischen Speichelleckern.

Amri hofieren – Ultras Dynamo kriminalisieren

Banneraktion der Dynamo Ultras im “Kalifat” Duisburg

So zumindest wird die westliche Stadt Duisburg in NRW von so manchem Fußballfan aus dem “dunklen Osten” gerne leicht ironisch tituliert. Jetzt machten sich die Ultras aus Dresden dort Luft und teilten nochmals kräftig gegen die Staatsmacht, und deren völlig überzogene Razzia zuletzt gegen das Fanprojekt in der sächsischen Landeshauptstadt, aus.  

„Amri hofieren – UD kriminalisieren – Chapeau Herr Wachtmeister.“

„Soko Dynamo – die nächste Pressekonferenz in eurem Wohnzimmer.“

 „Egal wie viele Türen auffliegen – unser Zusammenhalt wird immer siegen.“

Hintergrund der Aktion: Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) und die Berliner Morgenpost berichteten im Oktober 2017 unter Berufung auf mehrere Strafverteidiger von Islamisten aus der Gruppe um Abu Walaa, dass der in der Islamistengruppe um den Attentäter Amri vom Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen (LKA NRW) als „Vertrauensperson 01“ (VP-01) geführte Mann selbst zu Anschlägen aufgefordert haben soll. Laut einem Zeugen sei dabei auch von einem Anschlag mit einem Lkw die Rede gewesen. Angesichts der nur behördenintern bekannt gewordenen Vorwürfe versuchte das LKA NRW bereits mehrfach, seinen zwischenzeitlich enttarnten V-Mann zu schützen

So berichtet auch Meyview.com:

So lustig war der letzte dieskalendarische Auftritt in der 2. Bundesliga von Ultras Dynamo beim 0:2 verlorenen Auswärtsauftritt der SG Dynamo Dresden zum 18. Spieltag beim MSV Duisburg im Wedaustadion, der MSV-Arena, in der jetzigen Schauinsland-Reisen-Arena?

(Screenshot derwesten.de: O.M.)

Aktuell [18. Dezember, 22:50] online exklusiv nach wie vor so präsentiert durch RevierSport – “Ehrlich. Echt.“ (Eigenwerbung dortselbst). Und von der Funke Mediengruppe. Tief im Westen? Prost?

“Die FUNKE MEDIENGRUPPE ist auf dem Weg, das beste nationale Medienhaus in Deutschland zu werden.“ (Eigenwerbung).

Schau in’s Land? Reisen bildet? Prösterchen? Manches ist so lustig gar nicht …

“… Hat der Trabi schon ausgesagt?? …“

Quelle -> meyview.com

Ultras Dynamo Dresden heute in der Semperoper

Choreo im Wahrzeichen von Dresden geplant

Semperoper at night
By Sebastian Terfloth User:Sese_Ingolstadt [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Sie ist die größte und wahrscheinlich auch die bekannteste Fanszene des Ostens. Nun haben sie sich wieder etwas ganz Besonderes ausgedacht. So informieren die Fans / Ultras aus Dresden auf ihrer Homepage:

Dynamo ist Dresden, Dresden ist Dynamo! Am Montag, 18. Dezember, könnt ihr Teil eines einzigartigen Projekts werden. In Zusammenarbeit mit der aktiven Fanszene der SGD öffnet die Semperoper Dresden ihre Pforten erst- und vielleicht einmalig für eine schwarz-gelbe Choreografie!

Dafür werden ab sofort 1.000 Dynamo-Fans gesucht. Einzige Voraussetzung ist eine dynamische Abendgarderobe (siehe unten).Andreas Mühe – vielfach ausgezeichneter Fotograf, geboren 1979 in Karl-Marx-Stadt – wird die Choreo fotografieren. Die Semperoper wird das Motiv verwenden, um auf ihre Inszenierungen aufmerksam zu machen.
Alle Teilnehmer erhalten einen Gutschein und können sich das Foto ab circa März/April im Fanshop gratis abholen. Bis dahin gilt für das Motiv eine Sperrfrist.

Eckdaten
Dynamo-Choreo in der Semperoper
Einlass 18.12., 23 Uhr, Hauptportal Theaterplatz
Dauer ca. 1 Stunde
1.000 Teilnehmer
kostenfreie Platzkarten ab Dienstag, 12.12., im Fanshop am DDV-Stadion
maximal 5 Karten pro Person
Kleidung: dunkle/r Jacke/Pullover (idealerweise schwarz!) sowie Dynamo-Trikot & Dynamo-Schal

Choreo-Regeln
Keine privaten Fotoaufnahmen (Handys ausschalten, keine Kameras)!
Bitte keine Rucksäcke, Taschen, Beutel mitbringen.
Bitte keine Speisen und Getränke mitbringen.
Die Urheberrechte der Fotoaufnahmen liegen bei Andreas Mühe, die Nutzungsrechte bei der Semperoper Dresden. Ein wichtiger Appell: Die Anzahl der Teilnehmer (und damit der Karten) ist begrenzt. Wenn ihr Karten im Fanshop abholt, seid am 18.12. bitte unbedingt dabei oder stellt sicher, dass die Karten nicht verfallen. (ultras-dynamo.de)

Polizei Razzia bei den Ultras Dynamo “riesiger Erfolg”

370 Polizisten gegen Dynamo Ultras im Einsatz

Nun wurde ein erstes Resümee der Mega-Polizeiaktion mit intensiver Vorbereitung über ganze acht (8!)Monate gezogen. Und da fühlt man sich doch als besorgter Bürger dieses Landes in Zeiten von Terrorismus, offenen Grenzen für Alle und dem ganz alltäglichen Staatsversagen unserer geschäftsführenden Merkel Regierung wieder ein wenig zufrieden gestellt. Oder etwa nicht? Wir fassen daher nochmals kurz zusammen, nachdem das Fanprojekt in Dresden quasi gestürmt bzw. mit knapp vier Hundertschaften der Polizei völlig überrollt wurde:

Während gestern deutschlandweit gegen Linksextremisten (G20 Gegner in Hamburg) seitens der Polizei agiert wurde, gab es auch mehrere Durchsuchungen bei Ultras. So unter anderem auch beim „Fanprojekt Dresden“. Pikant dabei – der eingetragene sächsische Verein wird als anerkannter freier Träger der Jugendhilfe durch eine Drittelfinanzierung (Kommune 25%, Bundesland 25%, DFB/DFL 50%) laut Nationalem Konzept Sport und Sicherheit (NKSS) gefördert. Also quasi eine Aktion gegen sich selbst!? Nach zirka 8 Monaten? (ostfussball.com)

Und darum ging es – im Prinzip um eine verspätete Faschingsveranstaltung mit stilistischen Effekten. Verletzt wurde niemand wirklich schwer, und es gab bei der ganzen Aktion noch nicht mal irgendwelche Anzeigen. Deshalb hier nochmals der Rückblick auf den “martialischen Aufmarsch” gegen den DFB in Karlsruhe im Mai diesen Jahres:

Der Eingriff von Seiten der Staatsgewalt gegen diese subversiven Elemente war also dringend notwendig. Und da hat sich doch der großangelegte Einsatz gegen die Ultras aus Dresden “wirklich gelohnt”. Sehr schlimm was da alles so bei den jungen Fußballfans kurz vor Silvester alles so gefunden wurde:

“Großer Erfolg” der Polizeirazzia mit 370 Polizisten bei UD!!!

“Wir haben keinen Tatverdächtigen, von dem wir konkret sagen könnten, dass er Pyrotechnik geworfen hat” …und gefunden wurde: “Zum Teil verbotene” Böller, Pyrotechnik, ein Schlagring” (Ultras Forum)

Puh, gerade noch mal Glück gehabt. Man stelle sich vor, die Böller und Pyrotechnik wären zum Jahresausklang doch tatsächlich gezündet wurden…

Ultras Dynamo zur Spieltags-Zerstückelung

Dynamo Ultras – unser Problem mit euch

Im Rahmen der dynamischen Artikelreihe “Unser Problem mit euch”, oder besser gesagt – hier bekommt jeder mal sein Fett weg (auch wir von ostfussball.com schon öfters) , geht es diesmal um echte Zerstückelungen. Heute in der Kategorie: Die Geld-geilen Fernsehsender. Klingt jetzt vielleicht auf den ersten Blick eher nach Freddy vs. Jason, entpuppt sich aber im Endeffekt als durchaus interessanter Denk-Anstoß. 

*Auf den Fußballfan im Stadion wird dabei schon lange keine Rücksicht mehr genommen und noch weniger wird hier an Gästefans gedacht, welche sich hunderte Kilometer durchs Land bewegen!

(…) … warum die ganze Spieltagszerstückelung? Es müssen so viele Spiele wie möglich zu verschiedenen Zeiten stattfinden, um den TV-Markt mit Angeboten zu füttern. Privatsender, aber auch das öffentlich-rechtliche Fernsehen, zahlen Unsummen, um diese mehr oder weniger attraktiven Spiele im TV zu zeigen. Eine Überzahl an Sendeplätzen des Volksports Fußball bringt hohe Einschaltquoten, wobei sich durch eine weitere Verbreitung und Streuung des Spieltags die TV-Gelder für DFL/DFB, aber auch für die Vereine, weiter maximieren lassen. Diese Spirale und der damit verbundene Verkauf des Sports an die heimischen Sofas muss gestoppt werden, denn wohin solche Kreisläufe führen, zeigt ein Blick über den Tellerrand.

Die Zerstückelung der Spieltage in den deutschen Profiligen muss deshalb aus unserer Sicht ein Ende haben. Die Montagsspiele, egal ob in der 1. oder 2. Liga, dürfen nicht mehr stattfinden. Die Anstoßzeiten der Profiligen müssen mehr Rücksicht auf den ganzen Amateurfußball nehmen, denn dieser ist die Stütze des Fußballs. Spielpläne müssen wieder fanfreundlicher gestaltet werden, wobei Entfernungen zwischen den beiden Fußballstätten berücksichtigt werden sollen, denn die Stadiongänger sind das Fundament des Fußballs. Wenn die Basis erst einmal zu bröckeln beginnt, egal ob durch den nicht mehr kickenden Kreisligaspieler oder durch den Stadiongänger, der nicht mehr im Block steht, bricht das ganze Kartenhaus Volksport Fußball bald in sich zusammen (…) [ultras-dynamo.de]

Bringen wird es allerdings nicht viel, da ja die eigenen Vereine ganz gerne immer mehr Geld in ihre klammen Kassen bekommen möchten. Und eine wirkliche Lobby für Fußballfans wird es niemals geben. Von daher muss wohl auch hierzulande erst alles vollends gegen die Wand gefahren werden, bis sich in diesem Zusammenhang etwas bewegt. Parallelen zu anderen aktuellen politischen Entscheidungen in Deutschland sind da durchaus zu finden…

Ultras Dynamo über den DFB – “Es ist eine gezielte Mafia”

Ultras Dynamo bezeichnen DFB als eine “gezielte Mafia”

Wir dokumentieren den Artikel der UD gekürzt auf unserer Webseite:

(…) Aufklärung? Fehlanzeige!

In der Aufklärung der Korruptionsaffäre beauftragte der DFB eine Anwaltskanzlei namens „Freshfields“. Ein Gutachten besagt, dass es keine Korruption gegeben habe, es sei jedoch nicht auszuschließen, dass Bestechungsgelder geflossen seien. Dieses nichts aussagende Gutachten kostete den DFB mehrere Millionen Euro. Man versuchte folglich nur, den eigenen Namen wiederherzustellen und ins rechte Licht zu rücken.

Dabei liegen die Fehler im Organisationskomitee für die WM 2006. Beckenbauer als Präsident leitete die Geldflüsse ein. Von Niersbach stammt anscheinend die handschriftliche Notiz auf dem Schuldschein für Dreyfuss. Später behauptet er, von allem nichts gewusst zu haben. Im Nachgang revidierte er das auf den Zeitraum vor 2005. Zwanziger unterschrieb als DFB Präsident 2006 die Steuererklärung des Verbandes für den Zeitraum, als Dreyfuss ausgezahlt wurde. Irgendwo hat jeder eine Aktie an der Schmiergeldaffäre, zugeben will es aber keiner und zeigt mit dem Finger auf andere.

Selbst 17 Jahre nach der gekauften Wahl sind die alten Praktiken immer noch in der DFB-Spitze zu spüren. Im Mai dieses Jahres stimmte der jetzige Präsident des DFB Reinhard Grindel für eine Neubesetzung des Ethikrates bei der FIFA. [8] Die früheren beiden Chef Ethiker des nun abgesetzten Ethikrates waren federführend in der Aufklärung des „Sommermärchenskandals“. Das ist auf jeden Fall ein Fingerzeig in die Richtung, in die man an der Spitze des DFB gehen möchte. Vertuschung statt lückenlose Aufklärung scheint die Devise zu sein (…)

alles lesen: [ultras-dynamo.de]

Weitere interessante Artikel zum Thema DFB:

Ostvereine protestieren gegen den DFB

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Ultras Dynamo warten auf Dialog-Angebot vom DFB

Grindel vom DFB hatte einen Dialog mit den Ultras angekündigt

Passiert ist seither nicht viel, besser gesagt gar nichts. Also wieder nur heiße Luft?  Auf der Webseite der Ultras Dynamo kann man nun diesbezüglich einen so genannten Warte-Zähler betrachten.

Vergangene Zeit seit dem Dialogangebot des DFB
15 Tage, 9 Stunden und 3 Minuten
Erhaltene Einladungen zum Dialog mit dem DFB
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(Screenshot: ultras-dynamo.de )

Ultras Dynamo: “Englische Verhältnisse”

In Deutschland herrscht “Krieg”

Auf der einen Seite stehen die Ultras – auf der anderen Seite der DFB. Und die Fronten sind extrem verhärtet. Mit der Football Army hatte die Dresdner Fanszene die Kriegserklärung des DFL Boss Seifert: „Ultras sind asozial“ oder „Totengräber des Fußballs“ angenommen und deutlich gemacht, dass man bereit ist zu kämpfen. Mittlerweile haben sich insgesamt 33 Fan-Gruppen aus Deutschland dem gemeinsamen Protest angeschlossen. Nun warnen die Ultras aus Dresden vor so genannten “englischen Verhältnissen”:

*Es geht nicht nur um Pyro in den Stadien!

(…) Immer wieder taucht dabei die Phrase „Englische Verhältnisse“ auf. Egal ob als Warnung oder als Drohung. Doch was genau ist damit eigentlich gemeint? Den Gegner auf einen Tee in die Stube einladen? Mitnichten, gemeint ist die Realität in englischen Stadien und darüber hinaus noch die Dominanz des Geldes in den englischen Fußballligen. In den oberen Ligen gleichen die Spiele einem Totentanz, nur bei Derbys kommt das Flair auf, was in den 60er und 70er Jahren viele Blicke auf sich zog und weltweit einzigartig war. Gerade Spieler von Dynamo die in den goldenen Zeiten unseres Klubs auf der Insel im Europapokal spielten, schwärmten und waren von der Stimmung in den englischen Stadien begeistert. Heute ist davon nichts mehr übrig. Stehplätze sucht man vergebens. Ticketpreise sind enorm hoch. Ein Heer an Ordnern und Stewards sorgt für Einhaltung der Regeln. Sitzen ist Pflicht, wer aufsteht wird hingewiesen sich zu setzen. Bei erneutem „Fehlverhalten“ wird man des Stadions verwiesen. Stadionverbote mit lebenslanger Dauer sind keine Seltenheit und jedes noch so kleinste Vergehen wird von Kameras erfasst und drakonisch bestraft. Jede Art von Kreativität und Opposition wird unterdrückt und gar nicht möglich gemacht. Man merkt also, der Stadionbesuch erinnert eher an einen überteuerten Besuch der Oper, bei dem ein Räuspern schon den Sitznachbar verärgern könnte und die Stewards auf den Plan ruft.

Mittlerweile ist es eine gängige Verlautbarung seitens der Verbände, in Deutschland jederzeit „englische Verhältnisse“ einführen zu können. Was zunächst recht simpel klingt, man erhöhe einfach die Ticketpreise und führe möglichst viele, dämliche Regularien für die Zuschauer ein, ist bei näherer Betrachtung eine fast schon makabere Drohung. Denn worüber die deutschen Funktionäre großzügig hinwegsehen, sind die Umstände, die zu diesen Verhältnissen führen konnten. Um sie zu verstehen, muss man ins Jahr 1989 zurückblicken. Es ist der 15. April 1989, der Tag der Katastrophe von Hillsborough mit 96 Toten und 766 Verletzten im Stadion in Sheffield, der den englischen Fußball für immer veränderte. Die Katastrophe ereignete sich während des Halbfinalspiels um den FA Cup zwischen dem FC Liverpool und Nottingham Forest und gilt bis heute als eine der größten Tragödien in der Geschichte des Fußballs. Dem vorangegangen waren die Katastrophen im belgischen Heyselstadion 1985 und der Tribünenbrand in Bradford 1985 (…) [ultras-dynamo.de]

Es wird ernst! Szene-übergreifender Protest gegen den DFB

Ultras Dynamo kündigen Szene-übergreifenden Protest an

Der DFB ist unglaubwürdig, korrupt und geldgierig. Er ist der Totengräber der Fußballs, so zumindest argumentieren die Ultras in Deutschland und kündigen nun für diese Saison massive Proteste (Krieg dem DFB) in den Stadien an. Auf der Webseite der Ultras Dynamo findet man aktuell eine Stellungnahme, welche wir an dieser Stelle dokumentieren möchten:

(…) Fußball ist das Größte! Woche für Woche strömen wir in die Stadien – deutschlandweit, ob auswärts oder daheim. Wir Fans tragen die Stimmung in die Stadien. Die Atmosphäre, die wir erzeugen, ist einzigartig. Doch die Entwicklungen im deutschen Fußball bereiten uns Sorgen. Es wirkt, als hätte sich die Führung des DFB von der Basis entfernt. Was wir damit meinen?

• ein Sportgericht, das intransparent und nach Kalkül sanktioniert
• Sanktionen für Spruchbänder und Gesänge; Verbot der freien Meinungsäußerung
• Überlegungen hinsichtlich der Einführung des „englischen Modells“ / Abschaffung der Stehplätze
• Zerstückelung des Spieltags auf Anstoßzeiten von Freitag- bis Montagabend
• Chinesische U20 in der Regionalliga Südwest
• ein Relegationsmodus, der Clubs für eine gute sportliche Saison bestraft
• ein Pokalfinale im Stile eines Super Bowls mit Helene Fischer als Show-Act
• fehlende Konsequenz im Umgang mit Clubs wie Red Bull, die die 50+1-Regelung untergraben, jedoch öffentlich hofiert werden
• eine gekaufte WM 2006, deren Leichen bis heute in den Kellern des DFB liegen

Das aktuelle Angebot, in Zukunft auf Kollektivstrafen zu verzichten, welches oberflächlich betrachtet großzügig und entgegenkommend wirkt, ändert nichts an unserem Protest. Denn dieses Angebot wird an Bedingungen geknüpft sein, von denen alle Seiten wissen, dass sie nicht zu realisieren sind. Es ist offensichtlich: DFB und DFL vermarkten mit unserer Stimmung das Produkt Fußball. Im Gegenzug drangsalieren sie uns Stadiongänger in einer Art, die nicht mehr akzeptabel ist. Es geht uns nicht um Pyrotechnik oder „Ultras-Angelegenheiten“. Die oben angeführten Punkte betreffen jeden Fußballfan.

In der laufenden Saison werden wir unseren Protest szeneübergreifend in die Stadien tragen. Deutlich, mitunter provokativ – vor allem jedoch in dem Bewusstsein, dass der deutsche Fußball unsere Argumente nicht weiter ignorieren kann. Wir sind uns bewusst: Der DFB wird versuchen unsere Stimme klein zu halten, von sich und seinen Fehlern abzulenken. Mit welchen Mitteln er das tut, sehen wir aktuell an der Kampagne einer Boulevardzeitung, deren einziges Ziel es ist, die Kurven zu spalten. Davor jedoch haben wir keine Angst. Im Gegenteil: Wir haben jetzt erst recht Lust die Zähne zu zeigen. Wir sind zu weit gekommen, um aufzugeben. Dieser Wille vereint tausende Menschen (…) [ultras-dynamo.de]

Bild Zeitung Fragenkatalog: Hetzkampagne oder Schlagzeilen?

Umfrage der Bild zum Thema Ultra- und Hooliganszene im deutschen Fußball

So hinterfragen die Ultras von Dynamo Dresden auf ihrer Homepage: Ist es lediglich eine weitere Hetzkampagne gegen eine scheinbare Randgruppe, um Schlagzeilen zu produzieren? Oder sind gemeinsame Interessen zwischen BILD und DFB der eigentliche Grund für die plötzliche Neugierde an den aktiven Fanszenen Deutschlands? 

(…) Sehr geehrter Herr …….,

bezüglich unserer Anfrage vom 1. August 2017 und Ihrer entsprechenden Nachfrage für die geplante Berichterstattung zum Thema „Ultra- und Hooliganszene im deutschen Fußball“ senden wir allen Bundesligisten eine Anfrage mit gleichlautenden Fragen. Wir würden uns freuen, wenn Sie diese bis zum 8. August beantworten würden.

  • Wie würden sie die aktuelle Situation der Ultra-Szenen in Bezug auf Ihren Club beschreiben?
  • Erkennen Sie Bestrebungen der Ultras, in Führungsgremien ihres Vereins vorzudringen?
  • Wie hat sich die Ultraszene in ihrem Verein in den letzten Jahren verändert?
  • Welche Entwicklungen bereiten Ihnen Sorgen?
  • Wie würden sie die Hooligan-Szene ihres Vereins beschreiben?
  • Hat sich die Problematik mit der Szene in den letzten Jahren verändert?
  • Wenn ja, wie? Was tut ihr Verein im Kampf gegen diese Szene?
  • Sind Vertreter Ihres Clubs mit Vertretern der Ultragruppierungen ihres Vereins im Gespräch?
  • Falls ja – in welcher Form, mit welchem Ziel und mit welchem Ergebnis?
  • Sind Vertreter Ihres Clubs mit Vertretern der Hooligangruppierungen ihres Vereins im Gespräch?
  • Falls ja – in welcher Form, mit welchem Ziel und mit welchem Ergebnis?
  • Was unternimmt ihr Verein konkret in Bezug auf beide Szenen?
  • Gibt es spezielle Programme? Wenn ja, welche?
  • Wie sieht die Kooperation mit der Polizei aus?

(…)

Und weiter im Text:

“Ist es ein Teil einer Kampagne, die die BILD in Zusammenarbeit mit den DFB gestartet hat, um die Proteste der Fankurven gegen die aktuellen Entwicklungen im deutschen Fußball zu unterdrücken? Das Ziel des DFB ist ganz eindeutig, die Fans zu spalten. Dafür hat man mit der BILD einen langjährigen Partner in die Spur geschickt, um nun die Stimmung anzuheizen.”

(ultras-dynamo.de)

Über die Bild Zeitung:

Die verkaufte Auflage ist seit 1998 um 61,7 Prozent gesunken. Das entspricht einem Rückgang von 2.721.503 Exemplaren. Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 4,72 Prozent. Der praktisch kontinuierliche Abwärtstrend fiel dabei stärker aus als bei fast allen anderen Boulevardzeitungen, überregionalen Tageszeitungen sowie Sonntags- und Wochenzeitungen. Gerade für die aktiven Fußballfans ist die BILD das Sinnbild für den Begriff “Lügenpresse”.

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