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Hat Red Bull Leipzig bereits ein Hooligan-Problem?

Achtung: Beim selbsternannten Familien-verein passieren merkwürdige Dinge!

Im sozialen Netzwerk Facebook wird nun ganz aktuell von den „Jungs der Südkurve“ vor seltsam gekleideten Personen im Block B bei Red Bull in Leipzig gewarnt. Unglaublich – denn diese fiesen Rabauken sollen sich demnach als Angler verkleidet haben. Doch in Wirklichkeit soll es sich dabei nicht um Mitglieder des Leipziger Anglerverein, sondern um so genannte Alt-Hooligans handeln. Echt mies! 

(…) Den aufmerksamen Beobachter ist unlängst eine Truppe mit schwarzen Fischerhüten aufgefallen, dessen Namen wir hier vorerst nicht nennen wollen. Die Mitglieder stammen offenkundig aus mehreren Fanclubs und haben sich zusammengetan. Mehrere Zeugen berichten von einem Vorfall nach dem Frankfurt-Spiel am Stadion. Demnach sei ein Vater mit sein Sohn von einigen dieser Hutträgern verbal mit den Worten „Kinder haben beim Fußball nichts zu suchen“ angegriffen worden.

Zuvor wurde der kleine Junge, wenn auch wohl versehentlich, umgestoßen und fing zu weinen an. Dies bemerkten andere RB Fans und stellten die stark alkoholisierten Personen zur Rede, welche agressiv reagiert haben sollen. Daraufhin kam die Polizei hinzu und es kam von Seitens der Hutträgern zu Übergriffen auf Ordner und Polizisten. Ein versuchter Übergriff auf unseren Capo im Zusammenhang der beschriebenen Situation wurde ebenfalls berichtet.

Schild - Angeln verboten

Diese Truppe hat in den vergangenen Wochen bereits vereinzelt für Aufsehen gesorgt. So hat man sich mehrfach auf Alt-Hooligan-Niveau negativ gegenüber anderen RB Fans verhalten. Den Körperkontakt zu Fans von anderen Vereine ist man auch nicht abgeneigt, es scheint sogar so, dass dieser Kontakt regelrecht gesucht wird (…) [stadionfans.de}

Zuletzt gab es bereits erschreckende Nachrichten aus der ehemaligen Heldenstadt, dass selbstbewusste und kritische Fans, sogar mit dunklen Sonnenbrillen, in den friedlichen RB-Kurven aufgetaucht wären. Bei der Leipziger Polizei zeigt man sich diesbezüglich extrem besorgt.

RasenBallsport des DFB in der Kritik – „Krieg dem DFB“

Krieg dem DFB

Am letzten Spieltag der Saison solidarisierten sich mehrere Ultra`, – Fan-Szenen aus verschiedenen Vereinen mit den Ultras von Dynamo Dresden. Diese hatten vergangene Woche mit einer beeindruckenden Aktion in Karlsruhe für ordentlich Furore bei den deutschen Fans, aber auch Besorgnis beim Verband und in den Medien gesorgt. 

Nun gab es „Krieg dem DFB“ – Banner in verschiedenen Stadien, so zum Beispiel in Zwickau, Hamburg, Gladbach, Rostock, Berlin, Leverkusen.

Sollte sich der Konflikt zwischen dem DFB /DFL und den aktiven Fans in den Kurven nach der Sommerpause ausweiten, kann man schon jetzt von einem Flächenbrand zu Beginn der kommenden Spielzeit ausgehen. Wir resümierten diesbezüglich ja bereits letzte Woche eine Eskalation im politischen Klassenkampf zwischen Kommerz und Ultras:

Bei der aktuellen Eskalation der Geschehnisse im deutschen RasenBallsport fragt man sich allerdings, was nun hierzulande wohl als Nächstes passiert. Werden die (ost)deutschen Ultras / Fans bald gemeinsam vor der Zentrale der Fußball-Funktionäre in Frankfurt am Main auftauchen? So weit weg davon ist man sicherlich nicht mehr… (ostfussball.com)

Ein ehrlicher Dialog zwischen den Parteien wäre also jetzt die letzte Möglichkeit, die extrem angespannte Situation zu deeskalieren. Ob das überhaupt aufgrund der festgefahrenen Strukturen innerhalb der Verbände, aber auch Ultras-Szenen überhaupt noch möglich ist, wird sich dann zeigen…

Ostdeutschland – Football Army Medienspiegel

Ost, Ost, Ostdeutschland!

So hallte es am vergangenem Wochenende durch das idyllische Baden. Mit einem Manöver demonstrierten zirka 2000 Dynamo Ultras / Fans in Karlsruhe eindrucksvoll, dass nun das Regiment der aktiven deutschen Fan-Szenen nach Dresden übergegangen ist. Und während diese Art von Guerilla Marketing in den sozialen Netzwerk-Kurven teilweise frenetisch gefeiert wird, schäumen die Mainstream Medien sowie die betroffenen Verbände. Grund genug für uns, noch einmal die Geschehnisse an dieser Stelle zusammen zu fassen –

„Krieg dem DFB!“ – Denn der könnte den Auftritt der Dynamofans als tatsächliche Kriegserklärung werten. Und das könnte für den Verein, besonders in der kommenden Saison, für einschneidende Konsequenzen sorgen. (Tag24.de)

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Nachdem DFL Boss Seifert den Krieg eröffnete, die Ultras von Dynamo am Wochenende in Karlsruhe martialisch antworteten, meldete sich nun auch der sächsische Innenminister Markus Ulbig zu Wort (ostfussball.com)

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… hat der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes die Ermittlungen aufgenommen. In ungewohnter Schärfe reagierte der DFB auf die Krawalle und das bisherige Krisen-Management des Vereins. Innenminister Thomas de Maizière nannte die Vorkommnisse „völlig inakzeptabel“. (t-online.de)

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Sportgeschäftsführer Ralf Minge von Dynamo Dresden hat sich am Dienstagabend kritisch über die Szenen in Karlsruhe geäußert. Beim „19:53 – Der Dresdner Fußballtalk“ sagte er, er finde die Vorfälle „auf Deutsch gesagt scheiße“. (mdr.de)

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Mitten in der Innenstadt von Karlsruhe, vor und im Stadion haben am Sonntag rund 2.000 Dynamo-Dresden-Hooligans mit einem martialischen Auftritt schockiert. Beim „Sturm“ in den Auswärtssektor verletzten die gewalttätigen Fans laut Polizei 21 Ordner. (orf.at)

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Was für ein geiler Scheiß ist das denn?! Das schaut aus wie auf dem Balkan oder in Polen. Ich hatte mich zuvor nicht mit dem Spiel befasst, für mich kam dieses Filmchen, das von der „Kübelpappe“ aus gefilmt wurde und inzwischen wohl zigmal kopiert und zig hunderttausendfach angeschaut wurde, völlig aus der Kalten. (turus.net)

Weitere nachfolgende Infos zum Thema Football Army Dynamo Dresden findet man dazu auch im Ultras Forum im folgendem Thread: stadionfans.de

Knast für Football Army Dynamo Dresden?

Sachsens Innenminister fordert Knast für Dynamo Fans

Der politische Klassenkampf zwischen DFB / DFL und Ultras geht in die nächste Runde. Nachdem DFL Boss Seifert den Krieg eröffnete, die Ultras von Dynamo am Wochenende in Karlsruhe martialisch antworteten, meldete sich nun auch der sächsische Innenminister Markus Ulbig zu Wort: 

„Ich hoffe, dass das am vergangenen Freitag verabschiedete Gesetz jetzt konsequent angewendet wird. Straftäter unter dem Deckmantel von Fußballfans müssen schnell ermittelt, verurteilt und eingesperrt werden. „Fußball muss nicht nur im Stadion, sondern auch davor sicherer werden. Das kann aber nicht allein die Aufgabe der Polizei sein. Hier erwarte ich von allen, die im Fußball Verantwortung tragen, dass sie sich künftig noch deutlicher von den gewaltbereiten „Fans“ distanzieren und entsprechende Maßnahmen ergreifen, um alle friedlichen und sportbegeisterten Fans aber auch die Polizei besser zu schützen.“

(Foto: YouTube.com)

Worum geht es in dem neuen Gesetz?

Wer Polizeibeamte, Gerichtsvollzieher oder Rettungssanitäter körperlich angreift, soll künftig mit härteren Strafen rechnen müssen. Wo es bisher meist mit einer Geldstrafe sein Bewenden hatte, soll künftig eine Mindeststrafe von drei Monaten Haft drohen.

Allerdings wird es sicherlich sehr schwer werden, die Täter zu ermitteln – waren sie doch allesamt getarnt. Knast für die Dresdener Football Army – also wohl eher nicht. So wird es wahrscheinlich wieder bei einer Kollektivstrafe + hohen Summe X für die SG Dynamo Dresden durch das DFB-Sportgericht bleiben.

Bei der aktuellen Eskalation der Geschehnisse im deutschen RasenBallsport fragt man sich allerdings, was nun hierzulande wohl als Nächstes passiert. Werden die (ost)deutschen Ultras / Fans bald gemeinsam vor der Zentrale der Fußball-Funktionäre in Frankfurt am Main auftauchen? So weit weg davon ist man sicherlich nicht mehr…

Inferno Cottbus – das wars!

Ultras Cottbus lösen sich auf

Stellungnahme via Facebook:

Achtzehn Jahre für Energie Cottbus durch Deutschland und Europa – mit Leib und Seele, stets ohne Kompromisse. Demgegenüber stehend: achtzehn Jahre Verbot, Verrat, Verleumdung. Ein obszönes Spruchband? Ein Bengalo auf dem Feld? Eine Schmiererei im Hinterland Teltow-Flämings? Oder doch ein seidener Faden als Verbindung in Politmilieus? Das Prädikat „Inferno Cottbus“ war stets schnell, nein, sofort vergeben. Investigativen Jungspunden und verzweifelten Journailleveteranen waren wir allzu oft das gern genommene Karrieresprungbrett. Ihnen Spalier stehend und applaudierend: immer die Führung des FC Energie.

Wir sind fertig mit dieser verschwörerischen Apparatur der Hetzerei. Keinen Tag länger sind wir der Sündenbock für das Versagen Dritter. Der Punkt der Lüge ist erreicht, an dem wir uns entgegenstellen, uns selbst zu Wort melden. Ein letztes Mal. Der Name „Inferno Cottbus“ ist für alle Zeit untrennbar mit der Fanszene des FC Energie verknüpft. Jene Fanszene, die wir in Trümmern liegend nun hinterlassen. Inferno Cottbus 1999 gibt mit dem heutigen Tag seine Auflösung bekannt. In Cottbus verwurzelt, mit Energie verbunden.

IC’99 am 10. Mai 2017.

Ultras asozial – DFB korrupt?

Theo Zwanziger bekräftigt erneut Korruptionsvorwürfe gegen DFB

Es sind schon harte Worte, welche diese Tage die Chefetage der Deutschen Fußball Liga in Richtung Ultras in den Fankurven verlassen hatten. „Totengräber des Fußball“ und „Asozial“ wetterte DFL-Chef Seifert in Richtung Ultras. Doch wie ist es eigentlich um unsere Funktionäre bestellt? Da steht doch immer noch ein Korruptionsverdacht im Raum, welchen Theo Zwanziger nun erneut bekräftigte: 

Theo zwanziger 20060119

Einige aktuelle Zitate von Zwanziger gegenüber der BILD:

„Da kann es nach den heutigen Erkenntnissen keine zwei Meinungen mehr geben. Denn anders als beim Warner-Vertrag führt der Weg – wieder einmal – nach Katar zu Bin Hammam. Der hat für uns gestimmt und weitere Stimmen besorgt“

Das korrupte FIFA-System hat auch vor Deutschland nicht Halt gemacht.

Der sogenannte Freshfields-Bericht zur Aufarbeitung der dubiosen Zahlung von 6,7 Millionen Euro in Richtung Katar sei „sein Geld nicht wert.“ „Der Bericht ist in vielen Punkten angreifbar, sein Zustandekommen ist intransparent, es gab erkennbar keine Ausschreibung, zwischen DFB und Freshfields bestehen personelle Verquickungen, das Verhalten von Personen des Auftraggebers wird beschönigt“

Und auch das Fan-Bündnis Profans hatte sich zum Thema „Wer im Glashaus sitzt“ bereits gestern zu Wort gemeldet:

„Die Herrschaften aus der Abteilung „Wie kaufe ich am besten eine Großveranstaltung nach Deutschland, um noch mehr Kohle aus der Fußball-Piñata rauszuschlagen“ möchten uns also etwas von „juristischen Grenzen“ und „sozialem Miteinander“ erzählen. Da lacht das Volk, da tobt der Saal und will das Ganze noch einmal!“

(ostfussball.com berichtete bereits)

DFL: „Ultras sind asozial“

DFL Boss Seifert über die Leute in der Kurve

…genauer genommen wettert er über die „wenigen“ Fans (Ultras), die aktiven Fans in den Kurven. Zu viel Pyroaktionen, zu viel kritische Banner – so etwas sollte es nach seiner  Meinung in der wunderbaren Welt der DFL nicht geben. Und die Verhaltensweise von einigen Fans sei nach Ansicht von Seifert asozial. Mit kritischer Meinungsäußerung hätte dies nichts zu tun.

Fußballanhänger(Ultras Hapoel Tel Aviv)

„In Wahrheit sind diese Personen die Totengräber der Fankultur, um die es ihnen angeblich geht.“

„In einem Stadion von 50.000 Zuschauern reichen 50, die dem Spiel den Charakter geben. Perfide ist: Diese 0,1 Prozent finden sich saucool. Mit Prävention sind die nicht mehr zu erreichen“

„95 Prozent der Zuschauer ist nicht mehr klarzumachen, warum Stadien aussehen wie militärische Krisengebiete, weil über der Stadt die Hubschrauber kreisen und vermummte Polizisten herumlaufen“

(stadionfans.de)

Fazit: In den deutschen Stadien hat nun ein echter Klassenkampf begonnen. Und DFL-Seifert´s Worte waren wohl in Zeiten von erdrückender Kommerzialisierung nur noch der Startschuss für den finalen Endkampf gegen Fankultur hierzulande. Der Ausgang dieser Auseinandersetzung ist jedoch noch völlig ungewiss und die Antwort in voller Härte wird sicherlich auch nicht lange auf sich warten lassen.

Red Bull Ultras wollen weiter machen!

Stellungnahme der Red Aces

Mit einem kritischem Spruchband gegen den eigenen Red Bull Chef D. Mateschitz meldete sich die junge Ultra-Fraktion von RB Leipzig beim Spiel am vergangenem Wochenende auf Schalke zu Wort. Nun gibt es auf ihrer Homepage nach zahlreichen Berichten in den Medien, auch eine eigene Stellungnahme. Daran zeigt sich die Ultra-Gruppe „Red Aces“ gewohnt kampfbetont  –

(…) Die Aussagen in ihrer Gesamtheit zwingen zur Frage, aus welcher Richtung der Wind bei Red Bull weht. Akzeptanz für fremdenfeindliche und reaktionäre Positionen, mit denen Mateschitz im Interview nicht sparsam umgeht, scheinen der heilen Welt der Roten Bullen innewohnend zu sein.

Schwere Geschütze fährt Red Bull erst dann auf, wenn einige, junge Engagierte den Versuch wagen, selbstbestimmte und unabhängige Strukturen im Stadion aufzubauen. Bewährungs-Hausverbote für politische Spruchbänder sind ein beliebtes Stilmittel in Leipzig, um „Täter“ einzuschüchtern. Nach Tagesfacon werden in der Geschäftsstelle Spruchbandverbote ausgesprochen. Das aktuellste Geschehnis dieser Restriktionswelle ist das Verbot, das neue Fanzine innerhalb des Zentralstadions zu verteilen.

Doch Kapitulation wäre zu einfach. Wir bleiben. Für unsere Träume, die wir haben und für die Werte, an die wir glauben. Und wir werden sie weiterhin ins Stadion transportieren. Gemeinsam allen autoritären Strukturen zum Trotz.

Für die selbstbestimmte Kurve! (…)

alles lesen: [red-aces.de]

Red Bull Car

Alle Hürden, Barrieren und Steine, die uns in den Weg gelegt werden, wirken im Verhältnis zur Philosophie Mateschitz’ absolut grotesk.

„Fragt sich an dieser Stelle nur, wer am Ende diesen internen Klassenkampf in der heilen Welt von Red Bull gewinnen wird? Auf der einer Seite die junge links-politische Ultra-Fraktion der aktiven RB-Fangemeinde, auf der anderen der Besitzer als Geldgeber des sooooooo göttlichem Brot & Spiele Event in Leipzig.

Die Antwort müssen wir nicht geben, denn die beteiligten Parteien wissen es ohnehin schon. Zumal sich die Geschichte nur wiederholt. Vermeintliche Ultras gab es auch schon mal bei RB Salzburg, die Betonung liegt allerdings auf gab… (ostfussball.com berichtete bereits)“

Block U nicht nach Halle

Ultras Magdeburg: FAHRT NICHT NACH HALLE!

So der aktuelle Aufruf der Ultraszene Magdeburg zum anstehendem Spiel beim HFC Chemie. Doch nicht alle wollen dabei mitmachen. So distanziert sich die Magdeburger Hooliganszene von den Aussagen der Ultras. „Die Sprecher der Ultraszene in Magdeburg haben keinen Einfluss auf die aktive und seit Jahren gewachsene Hooliganszene in Magdeburg und somit ist diese Erklärung für uns unwirksam und keineswegs hinnehmbar.“

Info auf der Webseite der Ultras:

(…) Kein halbes Jahr ist es her, dass unser Freund und Wegbegleiter Hannes im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen erlag. Kein halbes Jahr ist es her, dass wir Fans Schulter an Schulter Hannes Hoffnung spendeten und später gemeinsam um ihn trauerten. Kein halbes Jahr ist es her, dass Hannes sterben musste, weil er einer aus unserer Mitte war. Und bisher verging kein Tag, an dem wir Hannes nicht schmerzlich vermissten.

Viel zu schnell hat der gewohnte Spieltagsablauf bei etlichen Clubfans Einzug gehalten. Der sportliche Höhenflug und andere Nebenschauplätze haben zur Ablenkung, fast bis hin zur Verdrängung der Ereignisse beigetragen. Wir wollen keine ewige Trauer. Trauer kann irgendwann überwunden werden. Aber wir müssen öfter als zuvor innehalten, uns fragen wo wir stehen, was wir wollen und dann, wenn es erforderlich ist, einen Schritt zurücktreten.
Diesen Schritt geht Block U und ruft daher jeden Clubfan auf, das anstehende Pokal- und Ligaauswärtsspiel in Halle, sowie die Stadt an sich, nicht zu besuchen!

Von Personen und Fanclubs, die sich zu Block U zählen und sich mit diesem identifizieren wollen, erwarten wir ein striktes Einhalten dieses Aufrufs. Andernfalls sind drastische Konsequenzen für das Projekt Block U unvermeidbar. Block U behält es sich vor, dieses Verhalten auch bis auf Wei- teres für die kommenden Spiele in Halle umzusetzen (…)

Foto & Text: [blue-generation.de]

1. FC Magdeburg: Ausgliederung beschlossen

1. FC Magdeburg nun mit Spielbetriebs GmbH


1221 der stimmberechtigten 1494 Mitglieder stimmten auf einer außerordentlichen Versammlung für eine Ausgliederung der Profiabteilung in eine eigene Gesellschaft. Damit wurde die Hürde von 75 Prozent Zustimmung locker genommen, 80,7 Prozent der Mitglieder gaben der Vereinsführung ihre Stimme, 1121 wären nötig gewesen. Am Ende der Veranstaltung gab es laute Buh-Rufe der Gegner.

Choreographie 1. FC Magdeburg-Eintracht Braunschweig 2008

Doch was nun wie ein riesiger Erfolg gefeiert wird, kann aber auch schnell nach hinten losgehen – muss aber nicht zwingend. Es gibt wie immer zwei Seiten der Medaille. Bleibt am Ende die Frage: Wie werden die Ultras bzw. aktiven Fußballfans zukünftig damit umgehen? Denn gerade für die Leute in der Fan-kurve wird diese stetige Kommerzialisierung sicherlich immer unerträglicher.

Die Erfolge der letzten Jahre wurden in Magdeburg als e.V. gefeiert. Aufstieg aus der 4. Liga und möglicher Aufstieg in die 2. Bundesliga wurden ohne Ausgliederung erreicht. Für die Mitglieder beim FCM bedeutet die neuerliche Reform nun weniger Mitspracherecht und Entscheidungsgewalt. Insgesamt ein schlechter Tag für die interne Vereins-Demokratie – ob es ein guter Tag für die weitere Entwicklung sein wird, muss sich jedoch erst noch zeigen.