Ostfussball.com

Eine subjektive Sichtweise unserer Ostvereine sowie Ostclubs

Schlagwort: Ultra (Seite 1 von 4)

Dynamo

Beeindruckende DYNAMO Choreo

Vor dem wichtigen Spiel in der 2. Bundesliga gegen den 1. FC Kaiserslautern haben Dresdner Fans gestern eine grandiose Choreografie präsentiert.

gefunden: Kurvenvideos

SG Dynamo Dresden – 1. FC Kaiserslautern 1:2 (1:0)

Am Ende reichte es leider nicht für Dynamo Dresden, die noch bis zu 85. Minute mit 1:0 vorne lagen. Dann drehten die Gäste die Partie . Dynamo steht nun mit lediglich 14 Punkten in der Tabelle auf dem Relegationsplatz. Und Tabellen-letzter Kaiserslautern hat nun nur noch 4 Punkte Abstand auf die Dynamos.

Bayern Fans boykottieren Spiel bei Red Bull Leipzig

Ultràgruppe Schickeria München sowie andere Bayern Fangruppen verzichten

…auf die Anreise zum morgigen DFB-Pokalspiel bei Red Bull Leipzig. In der 1. Hauptrunde spielte der FC Bayern München beim Chemnitzer FC und gewann dort klar mit 5:0. Die Ultras aus München warteten dort mit einer Pyroaktion mit jeder Menge Rauch zu Beginn der Partie sowie lautstarken Protesten (Fußballmafia) gegen den DFB auf.

„Wie schon letzte Saison beim Bundesliga-Auswärtsspiel in Leipzig werden wir beim Pokalspiel im Oktober nicht präsent sein.“ 

Schon vergangenes Jahr hatte die aktive Fanszene von Bayern München das Spiel in Leipzig boykottiert und folgende Mitteilung dazu öffentlich im Vorfeld bekannt gegeben:

“Die Mannschaft von RedBull, für die der Standort Leipzig aus wirtschaftlichen wie aus strategischen Überlegungen ausgesucht wurde, ist für uns derzeit die Spitze des Eisberges dieser Entwicklung, weil dieses Team einzig und allein deswegen besteht, um für einen Energie-Drink zu werben. Diese Mannschaft hat keinen Verein mit Geschichte und keine gewachsene Fanbasis hinter sich. Beides sind für uns zentrale Elemente der emotionalen Seite des Fußballs in den Profiligen.

Das Spiel gegen die Mannschaft von RedBull ist für uns trotzdem eine Gelegenheit zu sagen, dass wir dieses Werbekonstrukt ablehnen, das die emotionale Seite des Fußballs mit Füßen tritt”. (südkurvenbladdl.de)

Das DFB Pokalspiel am Mittwoch, den 25.10.2017 wird übrigens live in der ARD ab 20.45 Uhr übertragen. (ostfussball.com berichtete bereits)

Energie Fans bei Facebook

Politischer Kampf von Energie Fans auf Facebook

Nachdem im Stadion aktuell mehrere Gruppen ihren offiziellen Rücktritt bekannt gegeben hatten, verlagert sich die die Diskussion immer mehr auf das (a)soziale Netzwerk Facebook. Ähnlich wie die komplette Gesellschaft unter Merkel, ist eben auch die Fanzene bei Energie Cottbus gespalten. Doch wirklich gut getan hat politischer Einfluss in den Kurven bisher noch nie.

Politisch etwas rechts…

…oder hätten sie es dann doch lieber etwas weiter links?

Doch trotz aller fan-technischen Unstimmigkeiten läuft es gerade für den ehemaligen Bundesligisten von 2009 recht gut in der Regionalliga Nordost bzw. dem Brandenburg Pokal. In der Meisterschaft ist man bisher ungeschlagen auf Tabellenplatz 1 und am vergangenem Wochenende zog man souverän gegen Bernau ins Landespokalviertelfinale ein. So kann es gerne weiter gehen.

Lok versus Chemie – Ausschreitungen

Fußballspiel 1. FC Lokomotive Leipzig gegen FC Energie Cottbus am 3. Oktober 2017 – Nebenschauplatz

So informiert die Leipziger Polizei zu dem Vorfall:

(…) Gegen 17:45 Uhr warten einige Lok-Fans auf dem Bahnsteig des Leipziger Hauptbahnhofes, auf dem Fans des BSG Chemie von einem Auswärtsspiel aus Halberstadt mit dem Zug anreisten sollten. Doch jene Fans wurden noch vor Einfahrt des erwarteten Zuges durch Einsatzkräfte der Polizei aus dem Hauptbahnhof verwiesen.

Dennoch kam es auf dem Bahnhofsvorplatz, an der Zentralhaltestelle/Willy-Brandt-Platz, zu einem Übergriff einzelner BSG-Fans auf ein paar Lok-Fans. In dessen Verlauf stießen BSG-Fans einen Lok-Fan vor eine einfahrende Straßenbahn, der jedoch nicht von dieser erfasst wurde (glücklicherweise). Zudem warfen BSG-Fans Flaschen in Richtung der polizeilichen Einsatzkräfte, die mit der Klärung der Situation beauftragt waren.

Aufgrund des Geschehens, bei dem mindestens der Verdacht der versuchten gefährlichen Körperverletzung im Raum steht, erfolgte die Identitätsfeststellung jener Personengruppe, aus deren Mitte heraus die mutmaßlichen Tatverdächtigten handelten. Dazu wurde die Weiterfahrt der Straßenbahn unterbunden (…)

Ultras

Ultras im Ostfußball

Die Subkultur mit Namen ULTRAS ist bereits Ende der achtziger Jahre im Fußball entstanden. Viele Ultras-Gruppen sind in der Zeit gekommen und gegangen. Doch der Grundgedanke ist allerdings auch weiterhin geblieben – der Kampf gegen den zunehmenden Kommerz im deutschen Fußball! Und gerade in Zeiten von inflationären Transfers, fast unbezahlbaren Ticket-preisen sowie korrupten Verbänden zeigt sich, dass das Engagement von jugendlichen Ultras wichtiger ist, denn je !  Angeblich soll es in Deutschland mehr als 25.000 Ultras geben, organisiert in mehr als 300 Ultras Gruppen. 

Hier eine informative Liste der ostdeutschen Ultras von der Webseite stadionfans.de:

1.FC Union Berlin :
Wuhlesyndikat
Hammerhearts
East Devils
Teen Spirit Köpenick
Crimark
Kranker Haufen
Sektion Weißensee

RB Leipzig :
Red Aces
Lecrats

Dynamo Dresden :
Ultras Dynamo 2000
Young UD (Nachwuchsgruppe der Ultras Dynamo)
Sektion Oschatz
DD-Süd
Eastside Dresden
Yellow Madness
SGD Supporters Bautzen
Aktivist 53
Brigade 53
Banda 53
Forza SGD
Dritte Generation Ost
East Crew Dynamo
Los Jetzt Hier
Fanclub Prohlis
Devils Dynamo
Facefisters
Companeros Dynamo
OSL-Bande
Elbinferno
Ostdeutsche Jungs
Crime Kings
Görlitz
Solo Ultra SGD (nur bei Jugendspielen aktiv)

Erzgebirge Aue :
Erzbrigade
Brigade Jugend (Nachwuchs)
Fialova Sbor
Guerillas
Violett Maniacs
Ultras Aue (Aufgelöst 2011)

Hansa Rostock :
Suptras Rostock
Fanatics
Revolte Rostock 08
Hansa Power Hamburg
Baltic Boyz
Devil Fish
Plattenbau Rostock
Ghettofans
Wolgastä
Vorpommern Mob
Hansafans Schwerin
VTPNB
Unique Rebels (Aufgelöst 2011)

Hallescher FC:
Saalefront Ultras
Sektion 19 (Nachwuchsgruppe der Saalefront)
Redwhite Crew
Ultras Redwhite (Aufgelöst)

1.FC Magdeburg:
Blue Generation
Next Generation (Jugendgruppe der Blue Generation)
Commando Eastside

Chemnitzer FC :
Ultras Chemnitz
Contra Cultura Chemnitz
Ultra’ Bande Karl Marx Stadt
Nachwuchs Bande Karl Marx Stadt (Nachwuchs Ultra’ Bande)

FSV Zwickau :
Red Kaos Zwickau

FC Carl Zeiss Jena:
Horda Azzuro
Harakiri (Nachwuchs Horda Azzuro)
Kernberg Bande

BFC Dynamo:
Ultras BFC
Fraktion H

SV Babelsberg:
Filmstadt Inferno
Sektion Nord
Ultras Babelsberg (Inaktiv)

Energie Cottbus :
Ultima Raka
Collektivo Bianco Rosso 2002
Preußen Kartell
Berliner Jungz
Frontside
Inferno Cottbus (Aufgelöst 2017)
Unbequeme Jugend (Aufgelöst 2017)

1.FC Lokomotive Leipzig:
Fanszene Lok Leipzig
Fankurve 1966
Blue Side Lok (Aufgelöst 2011)
Scenario Lok (Aufgelöst 2014)

Wacker Nordhausen:
Ultras Nordhausen

BSG Chemie Leipzig :
Diablos Leutzsch
Ultra Youth (Nachwuchs Diablos Leutzsch)

Quelle: stadionfans.de

Fanszene Chemnitz: “Völlig überzogenen Einsatz der Polizei”

3.Liga Spiel zwischen Unterhaching gegen den Chemnitzer FC mit Polizeigewalt

Wir dokumentieren an dieser Stelle die Stellungnahme der Fanszene Chemnitz e.V.:

Die Aufgabe der Polizei bei Fussballspielen besteht darin, ohne Gewaltanwendung deeskalierend zu handeln. Der gestrige Einsatz im Münchner Vorort hat dem in keinster Weise entsprochen.Bereits bei der Ankunft wurden die Anhänger, welche per Zug anreisten, einer in dem Maße völlig überzogenen Personenkontrolle unterworfen. Schon hier spürte man ein hohes Maß an Grundaggressivität seitens der Beamten. Im Stadion wurden Fanclub-Fahnen ohne triftigen Grund aus den Händen der Anhänger gerissen, was einen Tumult zur Folge hatte.Daraus resultierten willkürliche körperliche Angriffe der Polizei, welche sich in Schlagstockeinsätzen, Fußtritten in Gesichtshöhe (!) sowie dem völlig überzogenen Einsatz von Pfefferspray aus nächster Nähe äußerten. Hierbei wurden auch Kinder und Frauen ohne Rücksicht bedroht und teilweise verletzt.

Eine sachliche Klärung war zu keiner Zeit gegeben und wurde von Seiten der Beamten nur mit höhnischem Gelächter und weiteren Provokationen abgetan. Der “Fanszene Chemnitz e.V.” fordert eine entsprechende, ordnungsgemäße und selbstreflektierende interne Aufarbeitung seitens der bayrischen Beamten und behält sich bei etwaigen Sanktionen gegen einzelne Fans weitere Schritte vor. Selbst der im Gästeblock eingesetzte Ordnungsdienst der Spielvereinigung Unterhaching zeigte sich entsetzt über das aggressive Verhalten der eingesetzten Polizeibeamten und erkannte, dass die Provokationen nur einer weiteren Eskalation dienen sollten. Über den Ordnungsdienst selbst können wir im Übrigen nur gute Worte verlieren – am freundlichen und entspannten Auftreten der in Unterhaching eingesetzten Ordner, die bei Temperaturen von über 30 Grad sogar Gästefans mit Wasser versorgten, könnten sich einige Ordnungsdienste in Deutschland ein Beispiel nehmen.

Sollten uns Anhänger Beweismaterial und/oder Erfahrungsberichte in Bezug auf das strafrechtliche Verhalten der Polizei mitteilen wollen, so kann dieses gern an info@fanszene-chemnitz.de gesendet werden. Wir werden uns gemeinsam mit dem “Fanprojekt Chemnitz” und der Fanbeauftragten um eine korrekte Aufarbeitung der Geschehnisse bemühen.
hier gefunden: [stadionfans.de]

Viva la Revolution – Aufstand der Ultras – BFU

Der Aufstand – Krieg dem DFB

Es brodelt gewaltig im Land. Nicht nur politisch brennt es in Deutschland an allen Ecken, auch im Fußball probt die junge Generation den Aufstand gegen korrupte Verbände und kriminelle Strukturen unter den Funktionären. Der Blickfang Ultra Saison-Rückblick 2016 /2017 steht daher auch ganz im Zeichen der Zeit. So berichtet unsere Partnerseite meyview.com detailliert: 

(…) Vor zwei Jahren fast noch ’Schwan’. Im vorigen Jahr dann ’Phönix aus der Asche’. Nun die siebte Ausgabe eines BFU-Saisonrückblicks. Und diese – jedenfalls erinnerlich – so zeitlich nah zur Vorsaison wie wohl nie zuvor. Chapeau für jemanden, der im fast zeitgleich erschienenen BFU-Stammheft schreibt –

“… So gefestigt wie viele Ultragruppen oder Kurven heute sein mögen, so langweilig kommen sie mir auch vor … (Mirko Otto, ’Salut!’ in Blickfang Ultra # 41).

Mitnichten langweilig betrachtet sich allerdings das 2016/17’er BFU-Saisonheft. Mit darin 33 vertretenen Ultra-Gruppierungen. Wie mittlerweile gehabt wieder im A4-Format. Liebevoll und fast perfekt layoutet. 296 Seiten stark. Solch Brett will erst einmal gestemmt sein …

Viele Bilder. Weniger oder mehr umfangreiche Texte. Lesen bildet. Und alles sollte gelesen werden. Schließlich sind es unwiderrufliche Dokumente der Zeitgeschichte. So wie auch das Coverbild (…)

bfu_saison_16_17

Quelle: meyview.com

Folgenden Inhalt gibt es in der 41. Ausgabe:

• Ich rette den Fußball.
• 15 Jahre Ultras Wuppertal
• Weckruf gegen die Selbstzerstörung
• Der kleine Lehrer und der Präsident
• Italien im Winter 2016/17
• Interview Ultras Dynamo – Teil II
• Interview zum Buch Fanszene Polen
• Pyro, Gesänge und rivalisierende Gruppen Rumänien vs. Polen
• Kreuzworträtsel
• Ein Besuch in Josef Grubers Sturmhaubenmuseum
• Spruchbänder
• uvm.
• garniert wie üblich mit hervorragenden Bildern und Schnappschüssen aus Europas Stadien

Das Heft umfasst 116 Seiten. (stadionfans.de)

Ähnliche Artikel: 
-> BILD ERKLÄRT DIE ULTRAS – FAKE NEWS?
-> BILD UND DFB, ULTRAS UND HOOLIGANS
-> KRIEG DEM DFB – DYNAMO ULTRAS IN KARLSRUHE

FC Erzgebirge Aue: Kommentare auf “Vereinsholocaust”

“Sportgerichtsbarkeit = Vereinsholocaust”

Ein Banner Aufschrift prangte am vergangenem Wochenende in der aktiven Fan-kurve der Aue Fans beim Spiel in Braunschweig. Die Message ging dabei an den DFB und seinem zweifelhaftem Sportgericht, welches eine Art Scharia in der deutschen Gerichtsbarkeit darstellt, um Vereine für Pyroaktionen der eigenen Fans in den Stadien zu bestrafen.

Nun regten sich sofort die gutmenschlichen Geister, ob man denn den Begriff Holocaust (Vollständige Verbrennung) in diesem Zusammenhang überhaupt nennen dürfte. Oder ob dies gegenüber den jüdischen Opfern im zweiten Weltkrieg nicht respektlos erscheint? Zumindest der Kumpel-Verein hat sich erstmal ganz schnell politisch-korrekt verhalten und offiziell distanziert:

“Der FC Erzgebirge Aue distanziert sich auf das Schärfste von dem beim Auswärtsspiel in Braunschweig im Auer Fanblock gezeigten Transparent, welches die DFB-Sportgerichtsbarkeit in einen Kontext zum Dritten Reich bzw. zum singulären Verbrechen des Holocaust setzt.”

Einige Kommentare auf Facebook haben wir nun an dieser Stelle herausgesucht:

Schon einmal schockten Auer Fans mit ähnlichen Nazi Vergleichen Sie zeigten 2015 im Stadion ein Plakat, das Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz in Nazi-Uniform mit der Aufschrift “Aus Österreich nur das Beste für Deutschland” zeigte. Ein Österreicher ruft und ihr folgt blind, wo das endet weiß jedes Kind. Ihr wärt gute Nazis gewesen!” Das DFB Sportgericht hatte damals eine Strafe von 35.000 Euro gegen den sächsischen Verein ausgesprochen. Ein strafrechtliches Verfahren unserer Justiz wurde hingegen unter dem Gesichtspunkt der Meinungsfreiheit eingestellt.

Wahlkampf: FDP entdeckt Zielgruppe Ultras

Welche Partei wählen Ultras?

Oberflächliche Menschen oder B*** Leser, welche wohl Ultras mit Hooligans gleichsetzen, würden wohl zuerst auf irgendeine Partei aus dem rechtem Spektrum tippen. Doch dabei sind die meisten Ultras eher dem linken bzw. dem neutralen (liberalen) Lager zu zuordnen.

Eine Partei hat sich jetzt ganz mit Wahlwerbung speziell auf die Zielgruppe Ultras eingeschossen – und zwar die liberale FDP.  Und dass FDP und Ultras viele gemeinsame Standpunkte besitzen, darüber hatten wir ja auch schon berichtet. So zum Beispiel über den kontrollierten Einsatz von zugelassenen Pyroartikeln  durch Fußballfans / Ultras in speziell abgesperrten Zonen der deutschen Stadien.

“Chemnitzer Weg” lautet noch vor einigen Jahren das Zauberwort, zudem Ultras vieler Vereine eingeladen hatten um zusammen mit dem Verband einen Kompromiss zu finden. Der DFB hatte damals alle Dialoge zum Thema jedoch abgebrochen und seither eine harte Linie gegen die aktiven Fans in den Kurven gefahren…und nichts erreicht. Ganz im Gegenteil, ganz aktuell eskaliert die Situation in den Stadien.

Da verwundert es auch nicht, wenn die FDP bei einen Wahlumfrage auf unserer Webseite gleich mal zur zweitstärksten Kraft gekürt wird und nun auch ganz speziell im größten deutschen Ultras Forum Stadionfans.de (ehemals Ultras.ws) Wahlwerbung in Form von Online Bannern auf dem besten Platz im dortigen Header macht.

(Screenshot: Ultras

Übrigens der Wahlslogan der FDP mit dem Foto von Christian Lindner lautet: “Deine Daten sollten viel dürfen, nur nicht gegen dich verwendet werden.” Ob es allerdings von den Ultras erhört wird, wird sich in knapp einem Monat zeigen. Denn zu viel Vertrauen wurde leider in der Vergangenheit durch Lobbyismus, speziell in der liberalen Partei zerstört. Aber zumindest der Wahlkampfauftakt von Angela Merkel zeigt doch klar und deutlich, dass sich kleinere Parteien als die CDU über steigende Werte am 24.9. 2017 freuen dürfen.

Eine aktuelle Abstimmung findet man auch hier

DFB Reinhard Grindel bekommt Post … von Ultras

Offener Brief an DFB-Chef Reinhard Grindel

Der CDU Politiker lies für den DFB sein Bundestagsmandat fallen. Im November 2015 wurde Kritik an Grindel öffentlich. Bei der Abstimmung zur Novelle des § 108e StGB zur Strafbarkeit von Abgeordnetenbestechung am 23. April 2014 war Grindel einer von sieben Abgeordneten, die sich enthielten, drei stimmten gegen die Novelle, während 582 Abgeordnete dem Gesetz zustimmten. Zudem wurde er insbesondere wegen seiner Doppelrolle als DFB-Funktionär und Mitglied des Sportausschusses kritisiert, und schon vor seiner Wahl zum DFB-Schatzmeister wurde in einem offenen Brief davor gewarnt, Grindel ins DFB-Präsidium zu wählen.

Wir lassen den offenen Brief an dieser Stelle unkommentiert:

Lieber Reinhard,
ich grüße dich aus der schwersten Zeit des Jahres – der Sommerpause. Woanders rollt schon der Ball, ich muss leider noch etwas geduldig sein. Sicher geht es dir wie mir und du hast über die lange Durststrecke der spielfreien Zeit ein wenig Frust angestaut. Anders kann ich mir deinen trotzigen Wutanfall am Anfang der Woche nämlich gar nicht erklären.
Ich weiß ja nicht, ob du dir mit deinem unrefkletierten und weltfremden Geschimpfe einen Gefallen getan hast, mein Lieber. Denn was du da forderst von den Ultras, dass dich diese hätten zu einem Gespräch bitten können, ist doch etwas geheuchelt. Vor allem angesichts der Tatsache, dass du dich in deiner Vergangenheit eher aufgrund deiner zurückhaltenden Art in aller Munde gebracht hast. Oder wie war das vor drei Jahren noch einmal mit der Abstimmung zur Novelle der Abgeordnetenbestechung?

Wie hätte denn deiner Meinung nach das Gespräch aussehen können, an welchem du „sicher“ teilgenommen hättest? In etwa so wie in der AG Fanbelange? Von einem Dialog auf Augenhöhe war damals die Rede. Frag doch deinen Vize, unseren gemeinsamen Freund Christian, wie das gelaufen ist. Wie er uns Ultras und aktive Fans immer wieder vertröstet hat. Wie er uns für blöd verkaufen wollte, indem er uns gegenüber den verständnisvollen Fußballfan gespielt hat und den Vereinen klar machte, dass sie nichts zu befürchten hätten, da er „die Fans im Griff“ habe. Lieber Reinhard, da musst selbst du Verständnis dafür haben, dass ein Dialog auf dieser Ebene nicht stattfinden kann. Du kannst ja bei deiner Meinung bleiben, dass wechselseitige Fangesänge keine Dialogkultur sind, wie du sie definierst. Nur sehen wir noch viel weniger Kultur in der geheuchelten Augenhöhe eurer letzten Dialogstrukturen.

Im Grunde kann ich dich ja verstehen. Jeder braucht ein Feindbild, da passen die Ultras super rein. Zünden Pyrotechnik und benehmen sich daneben, machen auf Missstände aufmerksam und das meist auf eine unmissverständliche Art und Weise. Wie ärgerlich das sein muss, wenn man jeden Spieltag aufs Neue damit konfrontiert wird, in was für einem korrupten und heuchlerischem Laden man doch tätig ist. Und du dachtest wahrscheinlich, es geht nicht schlimmer, als du damals dein Bundestagsmandat gegen die DFB-Präsidentschaft eingetauscht hast. Wie du dich doch geirrt hast.

Und jetzt auch noch die Sache mit den Chinesen. Auf einmal rührt sich überall Kritik und nicht nur bei den randalierenden Querulanten, die dir dein Leben so schwer machen. Dabei hattest du wie immer nur „das Gute“ im Sinn: das liebe Geld. Du sprichst von einer „sinnvollen Marketingvereinbarung zugunsten der Regionalliga Südwest“, wir und viele mit uns sprechen von einem verspäteten Aprilscherz. Reinhard, jetzt mal unter uns: Wäre es nicht viel sinnvoller gewesen, die Vereine in die Entscheidung mit einzubeziehen, als sie vor vollendete Tatsachen zu stellen und ihnen einzureden, es sei nur zu ihrem Besten? Können die das nicht am besten selbst beurteilen? Sind sie deswegen nicht unter einer gemeinsamen Liga zusammen geschlossen, um ihre Interessen bestmöglich zu vertreten? Oder haben wir da einiges in Bezug auf die DFL und das Prinzip von Demokratie missverstanden?

Mensch, Reinhard, im Grunde wollen wir doch alle das gleiche: den Fußball so lieben und leben, wie wir ihn uns vorstellen. Dass es dabei auch bei einer Vielzahl von Menschen eine Vielzahl von Meinungen gibt, ist klar. Um dann auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen, muss man sich austauschen. Dieser Austausch kann aber nur funktionieren, wenn beide Dialogparteien sich auf einer Ebene verstehen. Leider hast du auch durch deine Reaktion im Internet erneut gezeigt, dass ihr hohen Funktionäre des deutschen Fußballs genau diese einfachen Grundzüge der menschlichen Kommunikation nicht verstanden habt. Oder wie passt es zusammen, dass du Dialogbereitschaft forderst und im gleichem Atemzug die Aufgeforderten als verblendet bezeichnest?

Am meisten hat mich dann dein Aufruf gerührt. Auf den DFB würden Wechselgesänge oder Spruchbänder keinen Eindruck machen. Vielmehr wünschst du dir starke Argumente. Als würden wir nicht seit Jahren und Jahrzenten immer wieder kanonartig diese Argumente runterbeten, ohne dass sich auch nur das geringste ändert. Und als hätten wir nicht eine Schelle nach der nächsten kassiert, da die Interessen der aktiven Fanszenen anscheinend wirklich niemanden von euch wichtigen Menschen mit dem grünen Logo auf der Brust zu interessieren scheinen. Willst du mir wirklich sagen, dass dich die Argumente der Fanszenen bisher nicht erreicht haben? Ist es in deiner Welt wirklich so, dass die Ultras nur randalierende Idioten ohne Zukunftsperspektiven sind, die sich allein den DFB zum Ziel ihrer Attacken gemacht haben, eben einfach weil sie Lust darauf haben? Hast du nie überlegt, warum es kritische Gesänge, Spruchbänder oder Stellungnahmen gibt? Und wenn sich Protest an so vielen Stellen und auf so vielen Ebenen regt: denkt man dann nicht auch über die Wahrscheinlichkeit der eigenen Schuld nach?

Verstehst du jetzt, warum dich keiner eingeladen hat und du wie das zuletzt gewählte Kind damals im Sportunterricht beleidigt um dich schlagen musst? Wie es in den Wald hinein geschrien wird, so schallt es aus den Kurven heraus. Die Wechselgesänge werden so lange nicht aufhören, bis sich endlich etwas in euren Köpfen geändert hat. Es formiert sich geballter, flächendeckender Widerstand von der Regionalliga Südwest bis hin zur ersten Bundesliga. Die von euch als zutiefst verfeindeten Kurven dargestellten Fanszenen haben längst erkannt gegen wen sich ihre berechtigte Wut zu richten hat.

Ihr bewegt euch fernab der ordentlichen Gerichtsbarkeit, seid korrupt und werdet straffällig und dennoch meinst du, dass der Ruf des DFB makellos sei. Erspare uns bitte weitere Ausführungen über deine Dialogbereitschaft, solange du sie nicht ernst meinst, dann erspare ich dir weitere Briefe dieser Art. Denn zur Zeit kann ich über deine „Polemik und Unwissenheit nur den Kopf schütteln“.

Einer dieser Ultras

http://www.profans.de/allgemein/offener-…02-08-2017

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