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Dynamo Dresden macht aus 2. Liga Europapokal

Ultras Dynamo erklären 2. Bundesliga zum Europapokal

Die Aktion soll Erinnerung an das Halbfinale im Uefa-Cup der Saison 1988/89 wecken, welches der VfB damals im Hinspiel mit 1:0 gewann und im Rückspiel in Dresden durch ein 1:1 ins Finale einzog. Dort scheiterte Stuttgart dann an Maradona`s SSC Neapel. So findet man auf der Homepage von Ultras Dynamo folgenden Aufruf an alle Dynamo-Fans:

Am 02. April spielt die SGD in Stuttgart. Wir rufen alle Dynamofans auf, sich um 10 Uhr am Parkplatz Neckarwiesenstraße 7 einzufinden. Von dort werden wir um 11 Uhr gemeinsam zum Stadion laufen. Auf Dynamo!

(Foto & Text: ultras-dynamo.de )

Knapp 6000 Tickets wurden bisher in Dresden abgesetzt. Da die Zahl der Dynamo-Anhänger, so genannte Exil-Dynamos,  gerade im Bundesland Baden-Würtemberg aber enorm hoch ist, ist sogar mit deutlich mehr schwarz-gelben Fans in Stuttgart zu rechnen. So könnte die 10.000er Marke eventuell geknackt werden!?

Für beide Vereine geht es in diesem wichtigen Spiel immer noch um den Aufstieg in die 1. Bundesliga. An der Tabellenspitze thront derweil aber ein ganz anderer Ostverein. Seit letzter Woche belegt nämlich der 1. FC Union Berlin den 1. Platz der 2. Bundesliga. Und vielleicht gelingt am Ende irgendwie der völlig wahnsinnige Ost-Doppelpack-Aufstieg. Denn dann hätte der Ostfußball nach vielen, vielen Jahren der Abstinenz gleich zwei Vertreter aus unserer Region im Fußball-Oberhaus.

Und ja – man wird ja mal träumen dürfen…

Dynamische Agenten beim Chemnitzer FC?

Was wollen die Dynamos ehrenamtlich beim Chemnitzer FC?

Nichts Gutes – das zumindest vermutet die aktive Fanszene des Chemnitzer FC offen auf seiner Facebookwebseite und lässt nun Folgendes zur Umstrukturierung des Vorstandes mit Leuten aus dem Umfeld des Kontrahenten SG Dynamo Dresden verlauten- 

(…) Jetzt entscheidet bald eine dynamische Troika über Deinen weiteren Weg. Die drei Herren aus Pirna werden sicher alles daran setzen, einen direkten sportlichen Konkurrenten aus der Region nach oben zu führen. Deren Verträge sind ehrenamtlich und befristet, das lohnt sich richtig. Da ist es nur logisch, dass dieser Bohne gar nicht erst nach Chemnitz zum Arbeiten kommen will. Ein glühender Dynamo-Fan und großer Sponsor der SGD hat da wohl einfach besseres zu tun. In Deine Karten kann er dennoch mit seinen Kumpels Marquard und Herber schauen. Und über den fragwürdigen Einfluss des Energieversorgers EINS haben wir da noch gar nicht geredet. Ich mache mir ernsthafte Sorgen um Dich. Jetzt stolperst Du in der Nähe der Aufstiegsplätze durch die Saison und hinter Deinem und unserem Rücken spielen die falschen Entscheider ihr noch viel falscheres Spiel mit Dir (…)

Die gebrachten Argumente sind durchaus nachzuvollziehen und gerade im Hinblick auf die regionale Sport, – und Finanzpolitik der jeweiligen Vereine sicherlich höchst brisant.

SG Dynamo Dresden: Teilausschluss und 40.000 Euro Strafe

Erneut harte Strafe gegen die SG Dynamo Dresden durch das DFB-Sportgericht

Das Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Frankfurt hat heute in mündlicher Verhandlung die Berufung im Fall des Zweitbundesligisten Dynamo Dresden zurückgewiesen. Nach dem Urteilsspruch hat Achim Späth, der Vorsitzende des DFB-Bundesgerichts, im DFB.de-Interview mit Mitarbeiter Michael Morsch darüber gesprochen.

(…) Die Berufungen gegen das vorangegangene Sportgerichtsurteil vom 7. November 2016 waren unserer Ansicht nach zurückzuweisen. Allerdings haben wir die verhängte Geldstrafe von 60.000 auf 40.000 Euro reduziert. Dynamo Dresden stand ja bereits unter Bewährung, nachdem das Sportgericht den Verein am 15. Juli 2016 wegen Zuschauer-Vorkommnissen in neun Fällen unter anderem zu einem Zuschauer-Teilausschluss auf Bewährung verurteilt hatte. Daraufhin folgten in kürzerer Zeit weitere sechs Fälle von unsportlichem Verhalten der Dresdner Zuschauer, weshalb das Sportgericht am 7. November 2016 unter anderem die Strafaussetzung zur Bewährung widerrief. Das waren also insgesamt 15 Vorfälle in nur wenigen Monaten. Weitere drei Verfahren wurden darüber hinaus eingestellt.

(Foto: youtube.com)

Der „Bullenkopf-Wurf“ macht nicht einmal 20 Prozent des ausgesprochenen Strafmaßes aus. Fakt ist vielmehr, dass es in den zurückliegenden Monaten zahlreiche Verfehlungen durch Dresdner Zuschauer gegeben hat. Das hat in seiner Gesamtheit zum ausgesprochenen Strafmaß und zur Bestätigung des Widerrufs der Strafaussetzung zur Bewährung geführt (…)

Quelle: dfb.de

Fazit: Die Delikte werden immer geringer, die Strafen im härter. Die Zeiten von Massenschlägereien oder Blocksturm in den Bundesliga Stadien sind längst vorbei.  Heute sind es Pyro-vergehen, kritische Banner oder eben Schlachtabfälle – also im Prinzip Meinungsäußerungen aus der Fankurve, welche mit überzogenen Strafen geahndet werden. Fußball ist hierzulande somit ein Spiegelbild der gesamten Gesellschaft. Nur mundtot wird man damit wohl niemanden in Dresden machen – ganz im Gegenteil….

TRANSFERFENSTER #2 IN DER WINTERPAUSE GEÖFFNET – OSTVEREINE

Erste Ostclubs schlagen auf dem Transfermarkt 2017 zu

In Deutschland sind die Wechselperioden für Amateur- und Vertragsspieler seit den 1990er Jahren einheitlich geregelt: Analog zu den im UEFA-Gebiet weitgehend einheitlichen Zeiträumen werden auch im Amateurbereich die Transferperioden entsprechend festgelegt. Die Wechselperioden sind dementsprechend auch in den Amateurklassen für die Zeiträume vom 1. Juli bis 31. August sowie vom 1. bis 31. Januar festgesetzt. Wir fassen zusammen, was sich seit den ersten Tagen in unserer Region bisher getan hat.

transfermarkt-2017

Weitere Transfers seit dem 4. Januar in unserer ostdeutschen Region:

Der defensive Mittelfeldspieler Vitaly Janelt wechselt auf Leihbasis von RB Leipzig zum VfL Bochum. Er war dort wegen disziplinarischer Strafe aus der Mannschaft geflogen. Innenverteidiger Marcel Gebers wechselt ablösefrei vom FSV Zwickau zum SV Meppen. Sören Brandy vom 1. FC Union Berlin wechselt zum 2. Bundesliga Konkurrenten Arminia Bielefeld. Als Ersatz kommt Sebastian Polter für 1, 6 Millionen von den Queens Park Rangers in die Wuhlheide. Philip Heise kommt vom VfB Stuttgart nach Dresden. Über Ablöseforderungen ist bei diesem Deal allerdings nichts bekannt. Timur Özgöz kehrt vom SV Babelsberg in seine Heimat Türkei zurück. Dort wird er fortan für den Erstligisten Elazigspor kicken. Von FC St. Gallen kommt Mittelstürmer Albert Bunjaku zum FC Erzgebirge Aue und erhält einen Zweijahresvertrag. Alle weiteren ostdeutschen Transfers in der Winterpause findet man auch hier.

SG Dynamo Dresden: Phantombild des Killerschützen

Mordversuch: Dynamo Spieler mit Pistole niedergestreckt

Mord, Totschlag, Terror, Diebstahl und Vergewaltigungen – Deutschland verändert sich. Nun hat dieser Wahnsinn auch den deutschen Fußball erreicht. Wie Dynamo Dresden am späten Dienstagabend mitteilte, wurde der 21-Jährige am Morgen zusammen mit zwei Familienangehörigen in Wiesbaden Opfer eines Gewaltverbrechens. Marc Wachs von Dynamo Dresden wird Opfer eines Gewaltverbrechens. Der 21-Jährige erleidet eine Schussverletzung und muss notoperiert werden.

Phantombild des Täters – Polizei bitte um Mithilfe

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Photo: Polizei Hessen

So wurde der Spieler mit einer Pistole schwer verletzt und musste notoperiert werden. Der Zustand sei nach Aussage der Ärzte jedoch nicht lebensbedrohlich. Eine Familienangehörige sei in Folge der Tat verstorben, ein weiterer Angehöriger wurde schwer verletzt, befindet sich jedoch ebenfalls außer Lebensgefahr.

Das ist der beliebteste ostdeutsche Verein 2016

Ostvereine Vergleich in den Google Trends

Dazu haben wir die derzeit besten fünf ostdeutschen Vereine der 1. Bundesliga bis zur 3. Liga, laut aktueller Tabellen-Situation miteinander verglichen. Und das Ergebnis fällt dabei ziemlich eindeutig aus. Der beliebteste Verein aus unserer Region laut Google Trends ist die SG Dynamo Dresden.

Das höchste Such-aufkommen für den Spitzenreiter wurde dabei in der Zeit vom 14.- 20. August dieses Jahres registriert. Den zweitbesten Tageswert erreichte demnach der 1. FC Union Berlin am 23. Oktober. Der dritte Platz geht an die „Rasenballsportler“ aus Leipzig, wobei sie über den gesamten Zeitraum von 12 Monaten auf Rang 2 „trenden“. Weit abgeschlagen sind auf den weiteren Plätzen der FC Erzgebirge Aue und der 1. FC Magdeburg zu finden.

google-trends

(Screenshot: google.de/trends)

Erklärung: Bei der Auswertung wurden die verschiedenen Kriterien „Deutschland, letzte 12 Monate, Sport sowie Websuche“ berücksichtigt.

Bemerkung: Da der FC Hansa Rostock laut aktueller Tabellen-Situation sportlich nicht in der Top 5 rangiert, wurde der Verein von der Ostseeküste allerdings nicht in diese Wertung einbezogen. In den Trends von Google nimmt er jedoch inoffiziell ganz klar den zweiten Platz hinter den Dynamos aus der sächsischen Hauptstadt ein.

Dynamo Dresden in München – Medienspiegel

20.000 Dynamfans beim TSV 1860 München

Aber leider gab es auch dieses Mal wieder Meldungen über sinnlosen Vandalismus sowie Ausschreitungen. Hier der aktuelle Medienspiegel – 

Leider gab es auch dieses Mal wieder sinnlose Zerstörung, ben auf der Strecke Hof – München einen Regionalzug verwüstet. Wie die Bundespolizei mitteilte, klafften in einigen Abteilen Löcher in den Verkleidungen. Ausklappbare Tische und Müllbehälter wurden abgerissen, Fußböden vermüllt. Derzeit werden Zeugen befragt. Die Bundespolizei ermittelt unter anderem wegen Sachbeschädigung gegen unbekannt. Mit dem Alex-Zug, den die Vogtlandbahn betreibt, waren gestern zahlreiche Dynamo-Fans von Hof aus zum Spiel ihrer Mannschaft bei 1860 München gereist. Die Bundespolizei geht davon aus, dass die Verwüstungen von Dynamo-Anhängern stammen […]

mdr.de I 4. Dezember 2016 I

[…] Mit einer kaputten Lok blieb der Zug, der in Hof losgefahren war, zeitweise in Schwandorf liegen – was mutmaßlich eine Gruppe von Fans dazu veranlasste, einen Wagen „komplett zu zerlegen“, wie ein Sprecher der Bundespolizei sagte. Aufgeschnittene Sitzpolster, eine zersplitterte Scheibe, herabgerissene Ablagen und Mülleimer, überquellende Toiletten und überall Müll – dieses Bild bot sich der Polizei bei der Ankunft des Zugs in München. Die Bundespolizei geht von einem Schaden in deutlich fünfstelliger Höhe aus […]

sz.de I 4. Dezember 2016 I

[…] Bei der Auswärtsfahrt nach München verwandelten Dynamofans einen Zug auf dem Weg von Hof nach München in einen Saustall. Die Bundespolizei in Bayern veröffentlichte bei Twitter Fotos von dem verwüsteten Zug. Überall liegt Müll herum, leere Flaschen, Papier, der Boden ist von verschütteten Getränken total verklebt. An den Fenstern und Wänden kleben Aufkleber von Dynamo Dresden. Auf einem Bild ist die Wandverkleidung des Zuges demoliert und die Rückenlehne einer Sitzbank wurde abgerissen. Ein Sprecher der Bundespolizei: „Es wurden unter anderem Verkleidungen heruntergerissen, Löcher in Isolierungen geschlagen und eine Scheibe zersplittert.“ […]

| tag24.de | 4. Dezember 2016 |

***

[…] Am Samstag war Dynamo Dresden beim TSV 1860 zu Gast – und mit ihrem Verein rund 20.000, zum Teil gewaltbereite, Anhänger des Vereins. Es kam zu mehreren Ausschreitungen. Die Polizei zog ein negatives Fazit . An der Allianz Arena selbst  gelang es ca. 40 „Problemfans unkontrolliert ins Stadion zu gelangen“. Die Polizei musste mithilfe der „Anwendung unmittelbaren Zwangs“ eingreifen und weitere Ausschreitungen verhindern. Dabei wurde ein Beamter leicht verletzt. Am nördlichen Eingang provozierten sich beide Fanlager von TSV 1860 und Dynamo Dresden gegenseitig, von vermummten Dresdnern flogen immer wieder Flaschen. Auch die Einlasskontrollen verliefen alles andere als reibungslos. Erneut musste ein „unkontrolliertes Eindringen“ von der Polizei verhindert werden. Im Stadion gingen die Probleme weiter. Die Anhänger der Gäste wollten sich Zutritt zu einem Block verschaffen, für den sie aber keine Eintrittskarte hatten. Ordnungsdienst und Polizei konnten sie aber daran hindern […]

Insgesamt wurden laut Polizeibericht zehn Personen festgenommen und sechs weitere wurden aufgrund verschiedener Delikte angezeigt.

| tz.de | 4. Dezember 2016 |

Quelle: stadionfans.de

Ostvereine News #2

Aktuelle Fußball Meldungen aus der Region Ostdeutschland

Derzeit gibt es wieder mehr Schatten als Licht im ostdeutschen Fußball. Ein paar positive Meldungen gibt es dennoch. Hier ein Überblick der aktuellen Geschehnisse .

Schlagzeilen Pressespiegel Ostvereine

Magdeburg mit Stadion-Problemen: Der 1. FC Magdeburg rechnet frühestens für den kommenden Sommer mit einer Lösung für die Statik-Probleme in der Magdeburger Arena. Präsident Peter Fechner begründete dies bei MDR SACHSEN-ANHALT damit, dass Bauvorhaben noch ausgeschrieben werden müssten. Die Kommunen hätten dafür sehr enge Spielräume. Bis dahin vertraut der Präsident des 1. FC Magdeburgs auf das Verständnis der Fans. Kein Fußballanhänger wolle sich selbst in Gefahr bringen. Jedoch wollten die Fans Klarheit, dass eine gemeinsame Lösung gefunden werde.

Chemnitzer Finanzkrise: Unterdessen wird beim Drittligisten an einem Sanierungskonzept gearbeitet. Zur Schließung des Finanzlochs der Himmelblauen sei auch ein Benefizspiel denkbar, ließ Vorstandsvorsitzender Mathias Hänel auf „Freie Presse“-Anfrage durchblicken. „Das ist ein interessanter Gedanke, wenn er sich denn realisieren lässt“, sagte Hänel. Auch aus Sicht von Sportdirektor Beutel ist dies eine Idee, „die man auf keinen Fall ausschließen sollte“. Konkret darüber gesprochen habe man im Verein noch nicht.

Erzgebirge Aue beendet Vorstandskrise: Es war eine turbulente Mitgliederversammlung am Samstag in Aue. Es ging hoch her – und war erst nach knapp fünf Stunden vorüber. Tage später meldete sich Helge Leonhardt zu Wort. „Die Priorität für den Verein“, sagte der Präsident des Aufsteigers, „ist die Fortsetzung des geordneten Tagesgeschäfts und die Vermeidung von Chaos.“ Ihn und seinen Bruder Uwe, der im Aufsichtsrat der Veilchen sitzt, hatten die Mitglieder mit schweren Vorwürfen der Vetternwirtschaft konfrontiert.

Dresden mit Invasion in München: So wie für manch einen die Insel Mallorca das 17. Bundesland Deutschlands ist, sehen Dynamo-Fans in der Partie bei 1860 das 18. Heimspiel der Saison. Nicht nur, dass am Samstag rund 15.000 Schwarz-Gelbe in der Allianz Arena dabei sein werden, auch die dortige Punkteausbeute kann sich sehen lassen.

Hallescher FC zu geringer Zuschauerschnitt: „Wir liegen unter den Erwartungen“, moniert Manager Ralph Kühne in der „Bild“. So zog das Topspiel gegen den VfL Osnabrück am 29. Oktober lediglich 6.029 Fans an. „Das ist ein Stück weit eine Enttäuschung“, so Kühne, laut dem das Spiel acht bis zehntausend Zuschauer verdient gehabt hätte. Doch selbst die Ost-Duelle gegen Chemnitz (8.700) und Rostock (8.600) waren im Vergleich zu den Vorjahren nur schwach besucht. Der Negativrekord in der bisherigen Saison wurde beim Spiel gegen den FSV Frankfurt am 17. September aufgestellt, als lediglich 5.798 Fans ins Stadion gekommen waren. Zum Vergleich: Das Test- bzw. Jubliäumsspiel gegen Borussia Dortmund lockte 14.000 (!) Zuschauer an.

Union Berlin wächst weiter: Mehr Umsatz (31,2Millionen Euro), mehr Gewinn (390 000 Euro), mehr Mitglieder (13828), mehr Zuschauer pro Spiel (21433), mehr Sponsoren (346). Für die laufende Spielzeit werden weitere Steigerungen vorausgesagt. Union ist ein prosperierendes Unternehmen. Nur konsequent, dass der Verein nun den Ausbau des eigenen Stadions anstrebt. Und das, obwohl die Alte Försterei erst 2013 mit einer neuen Haupttribüne ausgestattet wurde. Rund 22 000 Plätze bietet das Stadion derzeit, die sind aktuell bei Heimspielen fast immer belegt. An Karten zu kommen ist nicht immer leicht, vor allem wenn Spitzenspiele wie zuletzt gegen Hannover oder Stuttgart anstehen.

 

Der Fall Pittiplatsch der “ Böse“

Oder wie beim öffentlich-rechtlichen TV Sender MDR wieder einmal alles in die Hose ging

Der mit Steuergeldern hoch-subventionierte Heimatsender MDR stoppt ab sofort Mahnverfahren gegen Dynamo-Dresden-Fans wegen einer Pittiplatsch-fahne im Fanblock aufgrund massiver Fanproteste, so die letzte kleinlaute Nachricht aus dem Leipziger Funkhaus. Doch zuvor wollte man sich noch einmal so richtig lächerlich bei seinen Geldgebern machen – wir fassen daher nochmals kurz zusammen:

Stamps of Germany (DDR) 1964, MiNr 1027

(…) Offenbar das Pittiplatsch – Cry Freedom aufnehmend, zitiert die Dresdner Morgenpost (TAG24) im zugehörigen Beitrag den Sprecher des MDR, Sebastian Henne, bezüglich der erfolgten anwaltlichen Abmahnung: “Weil unsere Markenrechte verletzt werden und weil zu allem Übel die Pittiplatsch-Figur der Dynamo-Fans auch noch Aggressionen ausstrahlt.“

Gemeinsam mit dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB), beide Sendeanstalten sind Rechtsnachfolger des DDR-Fernsehens, würde der MDR “gegen die Pitti-Fahnen – aber auch Sticker“ – vorgehen.

“Während die übrigen Sandmännchen-Figuren wenigstens originalgetreu verwendet werden, wurde Pittiplatsch teilweise so abgewandelt, dass das Gesicht nun böse und angriffslustig erscheint“ (Sebastian Henne,tag24.de).

Was würde wohl Pittiplatsch der Liebe dazu sagen? Wenn es nicht so Platsch-Quatsch wäre (…) [meyview.com]

und weiter…

(…) Der MDR hatte sich die Markenrechte an der Figur gesichert, ein Eigentum, dass er auch gegen Zitate und auch gegen die Benutzung durch seine eigenen Zuschauer zu schützen gedenkt. Oder besser gedachte. Denn inzwischen hat der Kampf um die Kultfigur die Leitmedien erreicht. „MDR will bösen Pittiplatsch im Fanblock verbieten“, schreibt die „Welt“,“It’s a Pitti!“, ätzt das Fachmagazin 11Freunde.

Angeblich geht es nicht um Markenrechte. Sondern um Pittis bösen Blick. „Während die übrigen ,Sandmännchen‘-Figuren wenigstens originalgetreu verwendet werden, wurde Pittiplatsch teilweise so abgewandelt, dass das Gesicht nun böse und angriffslustig erscheint“, heißt es beim MDR, der vor Jahren bereits einen von PPQ initiierten Einsatz von Pittiplatsch gegen rechts mit Hilfe einer Abmahnung unterbunden hatte. Pitti, der schwarze Zwerg, der Kobold, der eigentlich ein frühes Symbol für die Weltöffnung der DDR war, wird von Ewiggestrigen benutzt, um ein statisches Gesellschaftsbild zu etablieren. Ein Gesichtsausdruck nur wird ihm zugestanden. Ein Gefühl. Ein kindlich blödes Lachen (…) [ppq.de]

und weiter

(…) Wir, verschiedene Fangruppierungen der SG Dynamo Dresden, wollen die seit vielen Jahren existierende, für uns wehende Fahne erhalten. Leider bestrebt nach dem Verlust des Senderechtes der MDR diese besagte Fahne aus dem Verkehr zu ziehen und eine Unterlassung über fadenscheinige Argumentation zu erwirken.
Seit es diese Fahne gibt, hat der MDR diese Fahne schon sehr oft im Kamerafokus gehabt und es gab dazu nie Anlass diese zu verbieten.  Der betroffene Fanvereine der SGD und die Fans identifizieren sich mit der Fahne „Pittiplatsch“ als Symbol zum Verein und ostdeutscher Tradition. Es ist Willkür des MDR diese wegen angeblicher Verunglimpfung zu verbieten. Es soll einfach um den Erhalt der selbst bestimmenden Fankultur und den Erhalt der Fahne gehen. Der betroffene Fanclub im Block ohne diese Fahne ist nicht denkbar (…) [openpetition.de]

So da waren sie also wieder – die Funktionäre des Staatsfernsehen. Und warum wir auch bei diesem Fall nicht mehr auf den MDR direkt verlinken – DARUM!

Ostderbys: Chemnitz vs. Zwickau und Dresden vs. Aue

Gleich zwei brisante Ostderbys an diesem Wochenende in Sachsen

Man muss sich nicht unbedingt mögen, und überhaupt gibt es echte Liebe bei den Ostvereinen ohnehin nur recht selten. So ist es auch bei den beiden Duellen zwischen Chemnitz und Zwickau sowie Dresden und Aue am kommenden Wochenende in Sachsen. Manche sprechen gar von Hassliebe, doch so weit wollen wir an dieser Stelle allerdings nicht gehen.

So trifft bereits morgen Abend ab 19.00 Uhr in Chemnitz der CFC auf die Nachbarn des FSV Zwickau. Nur rund 30 Kilometer trennen die ewigen Kontrahenten voneinander. Etwa 12.000 Zuschauer werden dann live unter Flutlicht in der „Fischerwiese“ dabei sein. Ein öffentlich-rechtlicher Sender mit Sitz in Leipzig wird einen Livestream zur Verfügung stellen.

Am Sonntag geben sich dann die „Veilchen“ ab 13.30 Uhr bei der SG Dynamo Dresden die Ehre. Letztes Jahr noch ein Drittligaduell, diese Spielzeit ein Derby eine Klasse höher. Die Partie ist mit 29.000 Zuschauern bereits ausverkauft.  Live gibt es Dynamo gegen Aue leider nur beim Pay TV Sender Sky.

Letzte Meldungen:

CFC / FSV: (…) Als sich der CFC und der FSV im Mai 1999 letztmalig in der damals drittklassigen Spielklasse gegenüberstanden, siegten die Himmelblauen mit 4:0. Wurden Staffelsieger und stiegen dann auch auf. Für den FSV Zwickau, der den sofortigen Wiederaufstieg in die 2. Liga anstrebte, bedeutete der 3. Platz hinter dem später aufgelösten VfB Leipzig eine Zäsur. Wirtschaftlich angeschlagen, ging es finanziell und sportlich rasant bergab. Insolvenz 2000, die zweite dann 2010. Zeitweise verschwand man in den Niederungen der damals fünftklassigen Sachsenliga. Mühsam der Weg aus der Trostlosigkeit, der Aufwärtstrend, wenn auch nur langsam, begann mit dem erfolgreichen zweiten Insolvenzverfahren 2010 und dem Sprung in die jetzt viertklassige Regionalliga Nordost 2012. Nach Jahren gravierender sportlicher und wirtschaftlicher Fehler war die Tendenz deutlich positiver (…) [cfc-fanpage.de]

Rudolf-Harbig-Stadion

SGD / FCE: (…) Ihr könnt Euch sicherlich noch an das lila Schwein erinnern, welches im letzten Heimspiel gegen den Schacht durchs Stadion schwebte. Auch diesen Sonntag wird sich das Schwein wieder blicken lassen. Da diesem allerdings nach dem letzten Auftritt ein Stadionverbot auferlegt wurde, kann es sich diesmal nur vorm Stadion zeigen. Wir bieten euch die Möglichkeit für ein exklusives meet and greet mit der lila Sau vor dem Spiel. Das heißt, Ihr könnt gegen eine kleine Spende ein Erinnerungsfoto schießen. Mit dem eingenommenen Geld unterstützen wir Dynamo bei der Begleichung der Strafe für das Pokalspiel, welche zum jetzigen Zeitpunkt noch aussteht. Sollte wider Erwarten keine Strafe fällig werden, wird der Betrag an Dynamos Nachwuchsabteilung gespendet (…) [ultras-dynamo.de]