Schlagwort-Archive: Red Bull Leipzig

Protest gegen RB Leipzig in Augsburg

Protestbanner gegen Red Bull Leipzig trotz Verbot

Mit einem Maulkorb hatten die Verantwortlichen des FC Augsburg versucht, kritische Banner (wahrscheinlich auf Anweisung des DFB) gegen RB Leipzig im Vorfeld der Partie gegen die „Bullen“ zu verhindern. Gelungen ist das natürlich nicht. Aus einzelnen Protestbannern wurde nun sogar gleich eine komplette Choreo der Augsburger Fanszene gegen die Allianz aus DFB und Red Bull. 

„DFL, RB und DFB Hand in Hand, fahren den Fußball an die Wand!“, so die eindeutige Message an die Funktionäre beim  unbeliebten Verband bzw. den Konzern aus Österreich. 

Und dass mit derartigen Verboten oder Einschränkungen etwas erreicht werden kann, daran glaubt wohl hierzulande niemand. Ganz im Gegenteil, denn durch solche Maßnahmen und massiven Eingriffen gegen die Meinungsfreiheit wird sich die Situation weiter zwischen Fußballfans und dem DFB bzw. Red Bull verschärfen.

Übrigens auch kleinere Banner mit Spruchbändern schafften es ins Stadion: „Red Bull hat mehr tote Sportler auf dem Gewissen als die Dortmunder Steine schmissen!“ Und ein weiteres Spruchband lautete: „Lieber als FCA-Fan sterben wie als RB-Kunde leben!“

FC Augsburg: Maulkorb für Kritik an RB Leipzig

Augsburger Verbot von Protestbanner gegen Red Bull Leipzig

Überall in deutschen Stadien gab es an den vergangenen Wochenenden zahlreiche Protestaktionen mit Bannern und Spruchbändern gegen das künstliche Projekt RasenBallsport aus Leipzig. Der DFB hatte angekündigt, gegen diese „Störer“ zu ermitteln und vorzugehen. Und wahrscheinlich hat man nun auch diesbezüglich Druck auf die Bundesligavereine im Hintergrund durch den Verband ausgeübt. 

(Foto: YouTube.com)

So informiert der FC Augsburg auf seiner Webseite vor dem Spiel gegen RB Leipzig in diesem Zusammenhang:

(…) Daher werden im Rahmen der freien Meinungsäußerung nicht alle Plakate oder Banner grundsätzlich untersagt. Vielmehr müssen Publikationen im Vorfeld des Spiels beim Verein angemeldet und genehmigt werden.

Neben dieser Anmeldung ergreift der FCA im Vorfeld weitere Maßnahmen: So werden gegen Leipzig die ohnehin schon strengen Sicherheitsvorkehrungen weiter verstärkt. Neben der Tatsache, dass die Anzahl der Ordnungskräfte aufgrund der Sicherheitslage der letzten Monate bereits erhöht wurde, werden gegen den Aufsteiger nochmals zusätzliche Kräfte im Einsatz sein.

Auch die Abstimmung und der Austausch mit den Sicherheitsbehörden wurden nochmals intensiviert, um alle uns möglichen Maßnahmen im Vorfeld des Spiels zu ergreifen. Am Spieltag selbst wird eine Sektorentrennung erfolgen, die je nach Sicherheitslage auch in den Heimbereichen durchgeführt werden kann (…) [fcausgsburg.de]

Dass mit derartigen Verboten oder Einschränkungen etwas erreicht werden kann, daran glaubt wohl hierzulande niemand. Ganz im Gegenteil, denn durch solche Maßnahmen und massiven Eingriffen gegen die Meinungsfreiheit wird sich die Situation weiter zwischen Fußballfans und dem DFB bzw. Red Bull verschärfen.

Hassplakat gegen RB Leipzig in Rostock

Bundesweite Aktionen gegen RB Leipzig laufen aus dem Ruder

In vielen deutschen Stadien zeigt sich die große Abneigung gegen das künstliche Produkt mit Namen „RB Leipzig“ Woche für Woche immer deutlicher. Nun muss der DFB erneut gegen verschiedene Vereine ermitteln – unter anderem auch gegen den FC Hansa Rostock. Auf einem Banner, welches in der 25. Minute auf der Südtribüne am vergangenem Wochenende gezeigt wurde, stand: „In Rostock mit Fäkalien, in Dortmund mit Steinen. So geht man um mit Bullenschweinen!“

Erst gestern gab es die Meldung aus Mönchengladbach, wo ein Banner mit der Aufschrift: „Wir verurteilen jeden geworfenen Stein… der Euch Kunden nicht getroffen hat.“ gezeigt wurde.  In Braunschweig gab es Proteste: „Matteschitz-Feindbild unserer Bewegung! Korrupte Funktionäre verpisst euch! DFB & Medien seht es ein – RB braucht kein Schwein! Kein Vergeben, Kein Vergessen, Bullen haben auch Adressen! Kein Respekt vor der Meinungsfreiheit?“ Und selbst beim Eishockey in Iserlohn wurde ein „RB zerfetzen“ gefordert, so auf dem Portal „Deutschland sagt nein zu RB Leipzig“ zu lesen. Für den DFB kommt nun viel Arbeit zu.

Rostocker Vorstand distanziert sich

„Kritik gegen das Konstrukt RB Leipzig muss zwar prinzipiell erlaubt sein, aber mit dem am Sonntag gezeigten Banner wurden die Grenzen der freien Meinungsäußerung eindeutig überschritten. Wir distanzieren uns ausdrücklich von diesen gewaltverherrlichenden und beleidigenden Aussagen! In Anbetracht der Vorfälle, die sich in Dortmund abgespielt haben, sind solche Sprüche absolut unangebracht und völlig taktlos. Das ist auch nicht die Art und Weise, wie wir uns und unseren kritischen Blick auf die Dinge präsentieren wollen“, so Robert Marien, Vorstandsvorsitzender des F.C. Hansa Rostock. Im Rahmen unserer Möglichkeiten werden wir alles dafür tun, um zur Aufklärung und Identifizierung der Täter beizutragen.

(fc-hansa.de)

Bleibt am Ende die Frage im Raum stehen: Wird man die Meinungsfreiheit in den deutschen Stadien zukünftig komplett unterbinden müssen, um Red Bull Leipzig hierzulande vor Kritik zu schützen?

RB Leipzig: Timo Werner Shitstorm in den sozialen Netzwerken

Nach der Schwalbe und dem anschließendem Interview-Kommentar sind Fans sauer

Und wie man sieht, gibt es so genanntes „Hate Speech“ im Internet 2.0 nicht nur bei politischen Themen, sondern eben auch, wenn es ganz speziell um bzw. gegen Red Bull und seinen Fußballclub samt seinen Spielern in Leipzig geht. Der künstlich gepushte „Verein“ zählt mittlerweile wohl nicht nur hierzulande zum absolutem Hass-Objekt Nummer Eins, wenn man in die europäischen Fan-kurven aufmerksam hineinhört.

Erstaunlich – in Leipzig haben sich trotzdem viele neue Konsumenten für das wohl unsportlichste Projekt aller Zeiten finden lassen, welche dort Woche für Woche in das ehemalige Zentralstadion pilgern um die „großartigen Siege mit ihren Helden“ zu feiern. „Einfach nur guten Fußball sehen“ lautet die Devise dieser neuartigen, fast Sekten-artigen Fan-Gemeinde im Hipster Stil des 21. Jahrhundert. Red Bull hat hier eindeutig eine enorme Marktlücke und ein riesiges Potenzial aus Marketing-zwecken im Millionengeschäft Bundesliga entdeckt. Aber das gefällt natürlich nicht Jedem – vor allem nicht den vermeintlich altmodisch, ewig gestrigen Fußballfans außerhalb Leipzigs.

Timo werner

Der ganze angestaute Frust lädt sich nun nicht mehr hauptsächlich bei Protesten im und um die Bundesliga Stadien ab, sondern er findet nun zum Beispiel bei Facebook sein entladenes Ventil in Form von Kommentaren Jenseits der Gürtellinie. Ganz aktuell auch auf der Facebookwebseite von Timo Werner, welche wir an dieser Stelle trotzdem ungefiltert und unkommentiert dokumentieren möchten –

  • Hurensohn
  • Schande für den Sport
  • Achja bevor ich es noch vergesse Timo….. Du LAPPEN!!!
  • Du bist das aller letzte .unsportlich unfair. Und ein Lügner oben drein
  • Lieber Timo Werner. du bist echt eine Schande für den deutschen Fußball.
  • Wie kann man nur so ein unehrenhafter Spasti sein, der dann auch noch dreist in die Kamera lügt!?
  • keine Haltung .:. keine Disziplin… kein FairPlay … Opfer des Sponsors
  • So jung und schon so verdorben . Typisch RB ! Charakterlos
  • Hundesohn!
  • DU ARSCH-GEFICKTES SUPPENHUHN
  • Tja Timo, einfach schade und ekelhaft sowas, was du da abgezogen hast.
  • Dreckiger Schwalbenhund
  • Betrüger ganz schäbig
  • Hoffe du spielst nie für unser Deutschland, bist eine Schande für den Fußball
  • Du solltest dich was schämen !
  • Du passt richtig zu dem absoluten Hurensohnverein
  • Hallo Rübenschwein, man sollte den DFB-Kontrollausschuss wg. Beihilfe zum Betrug anzeigen! Ba, Pfui du Ekel!
  • Der Begriff Sportler ist bei Ihnen falsch gewählt, Unsportlich passt besser.
  • Arschloch, Wichser, Timo Werner
  • Hoffentlich zieht dieser Junge nie mehr ein Deutschland Trikot an. Verraten und Verkauft
  • Du unsportlicher Betrüger

Gut wir hören an dieser Stelle auf, denn es gibt knapp 6000 Kommentare unter dem Artikel samt Bild von Timo Werner im neuen Adidas-DFB-Dress. Apropos DFB – der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat den Vorgang, der in der 1. Minute des Bundesligaspiels zwischen RB Leipzig und Schalke 04 am vergangenen Samstag zum Elfmeter geführt hat, untersucht und dazu auch Schiedsrichter Bastian Dankert (Rostock) befragt. Gegen den Leipziger Spieler Timo Werner wird nach Durchführung dieser Vorermittlungen kein Verfahren eingeleitet.

Bundesliga zu schwach oder RB Leipzig zu stark?

RB Leipzig spielt als Aufsteiger alle an die Wand

Der Aufsteiger aus Leipzig sorgt damit weiterhin für Furore im Bundesliga-Oberhaus. Und dabei werden die Schwächen der hochbezahlten Bundesligastars samt ihren schlappen Clubs weiter offensichtlich. Echte Gegenwehr gegen den Newcomer gab es da mehr in der Regionalliga-Nordost (Chemnitz und Halle) oder vielleicht ein wenig zuletzt in  der 3. Liga. Eine Frage kommt bei dieser Konstellation schnell auf: Wie stark ist die 1. Bundesliga eigentlich wirklich? Oder noch einen Schritt weiter. Wird RB Leipzig gar Deutscher Meister?

(…) Höchste Zeit für die Buchmacher, den Leipzig-Leicester-Vergleich rauszuholen. Der aktuelle englische Meister gewann die Premier League zwar erst im zweiten Jahr nach dem Aufstieg, aber schon allein aufgrund der gleichen Anfangsbuchstaben passen die Foxes gut zu den Rasenballern.

Und so liegt die Quote auf Leipzig als Deutscher Meister bei 65.00 – am höchsten, knapp hinter Leverkusen mit 60.00 und deutlich hinter Dortmund mit 10.00. Auf den FC Bayern als Meister zu wetten ist bei einer Quote von 1.10 eher mittelmäßig attraktiv (…)

Das Ziel von RB Leipzig wurde in 2009 klar definiert. D. Mateschitz möchte mit dem Leipziger Team in die Champions League. Das was dem österreichischem Konzern mit RB Salzburg niemals gelang, scheint nun über den Umweg Deutschland plötzlich auf dem Direktweg ohne Qualifikation möglich. Die etablierten Versager in der Bundesliga scheinen dagegen kein Mittel zu finden.

Leipzig von oben Zentralstadion

Und man denkt an der Pleiße tatsächlich schon einen Schritt weiter. Neues Stadion in Leipzig für die Champions League geplant?

Aktuell fasst das Stadion knapp 44 000 Zuschauer, gegen Dortmund war es ausverkauft, gegen Gladbach auch, gegen Augsburg schon nicht mehr. Auf etwa 55 000 Plätze wäre die Arena ausbaubar, doch in den Champions-League-Träumen von Red Bull geistern wohl eher Zahlen wie 70 000 oder 80 000. (stadionfans.de)

„Red Bull Fanverband“ zukünftig ohne Fans

Red Bull Fans der ersten Stunde verlassen ihren „Fanverband“

RB Leipzig ist endlich in der 1. Bundesliga angekommen und darf nun diese Spielzeit unter anderem gegen so „großartige Vereine“ wie Hoffenheim, Wolfsburg, Ingolstadt, Augsburg oder Leverkusen antreten. Spiel, Spaß und gute Laune sind also jedes Wochenende angesagt. Und eigentlich müsste die Welt für die neuen Leipziger Fußballfans wirklich in Ordnung sein – doch denk-ste. Einige Fangruppen in der so wundervollen und heilen Red Bull-Welt haben die Nase längst gestrichen voll.

(…) Lieber „Fanverband“,

lange haben wir es miteinander versucht und viel Energie haben wir deinen Sitzungen und Anfragen gewidmet, aber leider haben wir nun einen Zustand erreicht, der für uns nicht mehr tragbar ist. Wo wir bei der Gründung im Januar 2013 ein offenes Forum für alle organisierten Fans in Sektor B schaffen wollten, hast du starre und sinnfreie Strukturen geschaffen. Wo wir kurze Wege und schnelle Antworten brauchten, hast du nahezu inhaltsfreie Versammlungen und überforderte “Funktionäre” geboten. Schon allein mit diesem „Funktionäre-Anbieten“ hast du dich ins Abseits befördert.

Dein erster Sinn war es zu verbinden, zu kommunizieren und uns einander näher zu bringen, aber das reichte dir nicht. Du wolltest mehr sein. Du wolltest die Entscheidungshoheit haben, du wolltest alles wissen und alles kontrollieren. Aber warum und wofür, die Antwort bleibst du uns bis heute schuldig. Und als ob dieser alltägliche Mangel nicht schon genug wäre, wurden in jüngster Zeit wieder Grenzen überschritten, die wir beim besten Willen nicht mehr vertreten können.
Wir ziehen aus alldem unsere Konsequenzen und verlassen den Fanverband.
rasenballisten, LeCrats, Red Aces, Rabauken

Leipzig, 2016 (…) [stadionfans.de]

Für den Rest in der RB-Kurve heißt es aber trotzdem weiter klatschen und feiern. Und wen interessieren schon so ein paar kritische Miesepeter – die werden schon bald durch neue „Fans“ ersetzt. Hauptsache guter Fußball lautet doch ohnehin die Devise. Red Bull liefert – die zahlenden Kunden dürfen konsumieren.

BMG: Stiller Protest gegen Red Bull Leipzig

Der Protest gegen Red Bull in Leipzig wird von Woche zu Woche weitergeführt

Während das große Brot & Spiele Event in der 1.Bundesliga heute Abend erneut mit so genannten Fans aus Leipzig ausverkauft ist, wird die aktive Fanszene aus Gladbach gegen das künstliche Projekt, welches mit tatkräftiger Unterstützung der Mateschitz-Millionen den Weg ins Oberhaus gefunden hat, still in der Gästekurve protestieren. So wurde auf der Webseite der Ultras für heute Abend 19 lange Schweigeminuten bekannt gegeben:

blog_header

(…) Das von Red Bull erschaffene Kunstprodukt aus Leipzig stellt allerdings eine neue Dimension der Abscheulichkeit dar. Die bisherige Logik der Vereinsunterstützung wird durch dieses Konstrukt umgekehrt, da hier ein Verein einzig und allein zu dem Zweck gegründet wurde, Werbeträger für ein Unternehmen zu sein. Damit geht es noch über solche, ebenfalls abzulehnende, Modelle wie in Hoffenheim oder Wolfsburg hinaus. Und natürlich ist es weiter denn je entfernt von traditionellen Vereinsformen, die sich ihre Zuwendungen dadurch verdienen, dass sie aus eigener Kraft sportlichen Erfolg und Attraktivität erlangen.

Nicht nur die Gründung und dessen Zweck sprechen eine klare Sprache, sondern auch die Organisation und Struktur des Ganzen. Mitbestimmung, Teilhabe und eine lebendige Fankultur sind in diesem Konstrukt nicht gewollt, sondern ausschließlich der Konsum des Produkts.

Ab 19:00 heißt es dann: Vollgas, Borussia supporten und den Protest gegen Red Bull hinausschreien! Um Geschlossenheit in dieser Hinsicht zu demonstrieren wird es am Mittwoch vor dem Gästeblock und am FPMG-InfoMobil Mottoschals für 5 Euro geben. Dem Motto wird auch in größerer Form im Stadion ab der 19. Minute entsprochen (…)

Foto & Text: [blog1900.de]

Den vermeintlichen Fans von Red Bull Leipzig, eigentlich auch sonst noch Anhänger von Bayern, BVB oder Gladbach ect., wird diese Aktion natürlich völlig egal sein. Längst haben sie sich an die Proteste allerorts gewöhnt und wissen damit umzugehen. Hauptsache Bundesliga lautet die Devise – und warum sollte man sich auch mit solchen Nebensächlichkeiten wie Tradition oder echtem sportlichen Wettbewerb auseinandersetzen, wenn man hier alles ohne wirkliche Mithilfe oder Mitgliedschaft direkt vor die Nase gesetzt bekommt? „Kindergarten“ oder „ewig Gestrige“ sind die Leute, die das immer noch nicht verstehen wollen, wie gut es Red Bull doch mit dem Fußball meint. Und in sieben Jahren von den Amateuren in die 1.Bundesliga ist immerhin absolut rekordverdächtig. Die Spiele gegen so „hochinteressante Gegner“ wie  Hoffenheim, Wolfsburg, Ingolstadt, Leverkusen oder Augsburg hat man sich in Leipzig eben wirklich verdient!

Hamburger Protestmarsch gegen Red Bull Leipzig

Irrer Protest gegen Leipziger Brauseverein?

Gerade in Hamburg, wo ein schwer-kranker Komapatient Namens Hamburger SV seit vielen nur noch künstlich durch Subventionen eines Milliardärs am Leben gehalten wird, findet nun ein Protestmarsch gegen den Kommerz – sprich Red Bull Leipzig am kommenden Spieltag, statt. Klingt nicht nur irre, ist es auch! Und das hat man wohl auch in Hamburg durchaus an einigen Stellen erkannt:

Red Bull steht also für Kommerzialisierung? Und wofür steht ein HSV, der ohne einen Milliardär bereits seit Jahren ohne gültige Profilizenz in der 4. Liga bolzen würde? Für Gemeinnützigkeit? Wie bescheuert kann man eigentlich noch sein? Und warum veranstalten diese Penner dann eigentlich keinen Marsch gegen ihren eigenen großen Vorsitzenden, der immerhin fast 2 Jahre für genau diesen „Kommerz-Verein“ arbeitete und von dem großen Kommerz-Satan Dietrich Matteschitz ein fürstliches Gehalt abgriff? Ach halt, das ist ja etwas vollkommen anderes. Wahrscheinlich wollte Deadline-Didi damals in Salzburg dieses unheilige Unternehmen unterwandern und an den Rand des Ruins führen, so, wie er es jetzt mit dem HSV macht.

Es tut mir leid, aber diese Verlogenheit macht mich krank. Ausgerechnet die Anhänger des HSV, der aufgrund eklatanter Misswirtschaft über Jahrzehnte allein nicht mehr handlungsfähig und auf fremde, kommerzielle Hilfe angewiesen ist, sollten einfach mal die Fresse halten. Aber nicht nur das. Sie sollten mit Neid nach Leipzig blicken, wo man  einen Plan hat. Wo man Millionen in Infrastruktur und Nachwuchs steckt. Wo man beim Aufbau einer überdurchschnittlichen Profi-Mannschaft eine klare Strategie verfolgt und nicht wie in Hamburg, wo man das Geld zentnerweise verbrennt, sich dabei aber regelmäßig die eigenen Taschen vollstopft. Aber um das zu verstehen, dafür fehlt ca. 90% dieser sogenannten Fans leider das notwendige Blut zwischen den Ohren. (hsv-arena.de)

Erkannt haben diesen Irrsinn die Hamburger Ultras unter Vorsänger „Jojo“ schon vor geraumer Zeit. Diese hatten nämlich der Krankenstation HSV Plus längst den Rücken gekehrt und offiziell Sterbehilfe gefordert. Doch immerhin (18)87 % der Mitglieder hatten sich für das künstliche Koma entschieden. Und so sollte es dann auch sein – ganz demokratisch.

Kuehne Taufe

Doch kann man mit dem Hinweis darauf, dass es mittlerweile (fast) alle so in der 1. Bundesliga machen, die Angelegenheit einfach so legitimieren? Wohl eher nicht! Der Kommerz ist das eigentliche Irrenhaus, welches durch Verbände gefördert und durch seine Konsumenten am Leben gehalten wird. Die Entwicklung des ehemaligen Volkssport ist auch hierzulande geradezu tragisch, doch aufhalten wird man sie nicht. Schon gar nicht mit solchen Aktionen.

Sächsischer Fußballverband (SFV) weiter in der Schusslinie

Konsequenzen und Aufklärung beim SFV gefordert

In Sachen Boykott der Frauen, bzw. – Mädchenmannschaft von Red Bull Leipzig wurde nun eine gemeinsame Erklärung von betroffenen Vereinen sowie dem Sächsischen Fußballverband getroffen, welche wir an dieser Stelle dokumentieren möchten. 

Dabei der letzte Satz der Mitteilung zuerst:

„Der Protest der Vereine richtet sich nicht gegen die Übernahme des Leistungszentrums durch RB Leipzig, gegen den Verein oder die zum Verein gewechselten Spielerinnen. Er richtet sich gegen die Verstöße der Statuten des SFV. Wir erwarten vom Verband, eine rückhaltlose Aufklärung der Vorgänge und der entsprechenden Konsequenzen, um den Mädchen- und Frauenfußball in Sachsen wieder mehr Glaubwürdigkeit zu verleihen. Ein erste Schritt dazu wurde heute gemacht“, so Vereinsvertreter Bodo Lehnig.“

Karte-DFB-Regionalverbände-SN

Alle Anwesenden einigten sich auf folgende Vereinbarungen:

  1. Der Spielbetrieb wird von allen Mannschaften fortgeführt.

  2. Die Mannschaft von RB Leipzig verpflichtet sich, zukünftig in der Saison 2016/2017 mit sieben Spielerinnen des Jahrgangs 1999 und jünger in der Startformation anzutreten.
  3. Die zwei bereits gespielten Partien von RB Leipzig gegen den SV Eintracht Leipzig-Süd und den Chemnitzer FC sowie das ausgefallene Spiel gegen den Bischofswerdaer FV 08 werden neu angesetzt und unter Beachtung von Punkt 2 erneut ausgetragen.
  4. Alle in diesem Zusammenhang eröffneten sportrechtlichen Verfahren werden eingestellt.
  5. Alle Vereine erhalten einen Kostenzuschuss des SFV für den Spielbetrieb mit 14 anstelle von 12 Mannschaften, um erhöhte Aufwendungen für Fahrtkosten, Schiedsrichter etc. ausgleichen zu können.
  6. Der runde Tisch mit den Vereinen wird fortgesetzt.
  7. Als Vertreter der Landesliga-Mannschaften wurde Bodo Lehnig vom Bischofswerdaer FV 08 benannt.
  8. Die von den Vereinen in der gemeinsamen Erklärung genannten Punkte, die vor Ort nicht abschließend geklärt werden konnten, werden durch das Präsidium des SFV aufgeklärt, gegebenenfalls eine sportrechtlichen Bewertung zugeführt und die Ergebnisse beim nächsten runden Tisch mit allen Vereinen diskutiert.

     

Eine Frage wirft die pikante Angelegenheit dennoch auf? Warum sollte der Sächsische Fußballverband wissentlich gegen seine eigenen Statuten verstoßen, wenn Red Bull Leipzig der einzigste wirkliche Nutznießer dieser Aktion ist? *Grübel*