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RB Leipzig: Weder links noch rechts!

RB Leipzig möchte “politisch neutral” auftreten

So gab es nach dem vermeintlichem Fankrieg zwischen LE United und den Red Aces ein erstes Treffen der Offiziellen Fanclubs (OFC) der Roten Bullen:

Natürlich kam die Frage nach L.E. United, der Abmahnung und dem Stand der Dinge. Mintzlaff teilte mit, dass es Gespräche zwischen den beteiligten Parteien gibt und man sich auch zusammensetzen wird, um diesen Konflikt zu lösen. Ganz allgemein war es Mintzlaff wichtig klarzustellen, dass der Verein gegen Homophobie und Rassismus stünde, wie die ganze Bundesliga, aber ansonsten das Stadion politikfrei blieben müsste. Das gelte für links wie rechts gerichtete politische Meinungsbekundungen. Dieses Theme erklärte der Geschäftsführer zu Chefsache, derer er sich höchst selbst annehmen will.

Es kamen Fragen zu den neuen OFC-Ausweisen. Diese sollen ab Mitte Dezember verfügbar sein. Über den Erwerb wird der Verein zeitnah informieren. Angedacht sind 3€ pro Ausweis zu entrichten, weil „man als OFC-Mitglied ja schon Geld spart und man deshalb die Kosten weitergeben kann“. Mit den neuen Ausweisen sollten die alten Ausweise nicht mehr gültig sein. Dies wurde nach leichten Unmutsäußerungen verworfen (Mitbestimmung!). Die Ausweise dienen zum Nachweis der Berechtigung des OFC-Rabatts auf den Tickets. Das war nicht allen klar.

Ansonsten gab es noch eine Nachfrage wegen des Datenschutzes. RB Leipzig versichert mit in Kraft treten der neuen Datenschutznovelle alle Standards zu erfüllen. (rb-fans.de)

L.E. United Hardcore Fans: Totenkopf und Fischerhut bei Facebook

Realsatire: Während Red Aces eher dem linken Spektrum in der RB Fanszene zugeordnet werden, steht man laut Berichten bei L.E. United mehr politisch rechts – sozusagen linke Ultras versus rechte Hooligans. Ein politischer interner Konflikt, welchen auch andere Fußball Szenen in der Vergangenheit hierzulande zu bestehen hatte. Aber so oder so, dem neutralen Betrachter kann man dabei ein leichtes Lächeln sicherlich nicht verübeln. (ostfussball.com berichtete bereits)

L.E. United versus Red Aces – herrscht bei Red Bull Fankrieg?

RB Leipzig Fans prügeln unter sich

Zwei Mitglieder der Red Aces (RB Ultras) sind nach dem vergangenen Heimspiel gegen Hannover 96 angeblich angegriffen und verprügelt worden. Wie Spiegel Online berichtet, wurde einem Ultra von Red Bull dabei das Nasenbein gebrochen. Angeblich soll die Fan-Gruppierung L.E. United dahinter stecken. Doch dagegen wehrt sich die Fangruppe L.E. United auf ihrer Facebook Webseite nun energisch:

Wir erinnern – L.E. United, das waren die harten Jungs von RB mit den schwarzen Fischerhüten. Mittlerweile haben sie im Logo gar einen echt krassen Totenkopf nebst modischer Anglermütze. Mehrere Zeugen berichten von einem Vorfall nach dem Frankfurt-Spiel am Stadion. Demnach sei ein Vater mit sein Sohn von einigen dieser Hutträgern verbal mit den Worten „Kinder haben beim Fußball nichts zu suchen“ angegriffen worden. In der Mitteldeutschen Zeitung gab ein United-Capo anschließend sogar Interviews.

„Wenn uns einer an die Wäsche will und keine Polizei zur Stelle ist, werden wir von unserem guten Recht Gebrauch machen, uns selbst zu schützen. Das kann uns niemand verwehren.”

The show must go on: Während Red Aces eher dem linken Spektrum in der RB Fanszene zugeordnet werden, steht man laut Berichten bei L.E. United mehr politisch rechts – sozusagen linke Ultras versus rechte Hooligans. Ein politischer interner Konflikt, welchen auch andere Fußball Szenen in der Vergangenheit hierzulande zu bestehen hatte. Aber so oder so, dem neutralen Betrachter kann man dabei ein leichtes Lächeln sicherlich nicht verübeln.

Neid auf RB-Fankultur?

RB Leipzig Chef Mintzlaff: „Um unsere Fankultur werden wir beneidet“

Als dies gestern in den sozialen Medien artikuliert wurde, ging ein lauter Aufschrei durch die Reihen. Klar kann man schon mal etwas medial auf den Putz hauen. Doch mal ehrlich – welche neue Fankultur und welche neidvollen Vereine sollen das eigentlich sein? 

Zwei Zitate von gestern, die es durchaus in sich haben:

Wir haben eine Fankultur, um die uns andere Vereine beneiden. Bei uns wird dieses Thema neu definiert. Und wir wollen noch mehr junge Fans gewinnen.“

und weiter…

“Viele sind überrascht, wie nachhaltig und sorgsam wir mit Geld umgehen. Wir bedienen keine Klischees. Wichtig ist, dass wir weiterhin auf dem Boden bleiben.”

Ehrlich gesagt, sind wir über solche Aussagen mehr überrascht? Denn er spricht hier doch tatsächlich über jenen Verein, der in den vergangenen fünf Jahren laut transfermarkt.de rund 150 Millionen Euro mehr für Spieler ausgegeben als eingenommen hat.

Über Oliver Mintzlaff:
Vom 1. Januar 2014 bis April 2017 war Mintzlaff als „Head of Global Soccer“ der Red Bull GmbH für sämtliche Fußball-Aktivitäten des Konzerns verantwortlich. Am 12. Juni 2014 wurde er auf der Mitgliederversammlung des RasenBallsport Leipzig e.V. zum Vorstandsvorsitzenden gewählt. Seit dem 1. Januar 2016 ist er der alleinige Geschäftsführer der RasenBallsport Leipzig GmbH. Nach mehreren Aufstiegen spielt RB Leipzig seit der Saison 2016/17 in der 1. Bundesliga.

RB Leipzig: Fans feiern international

RB Leipzig Fans in Porto

Zumindest die Leipziger Fans waren schon mal reif für die internationalen Bühne.  Nach Porto waren immerhin rund 1200 RB Fans mitgereist und sorgten dort für gute Stimmung im und um das legendäre Stadion “Estádio do Dragão”. Am Ende verloren die Roten Bullen mit 1:3 – nun bereits das dritte Spiel (Pokal und Meisterschaft gegen den FC Bayern München, Champions League) in Folge.

Video: “Einmal Leipzig, immer Leipzig”

Wann spielten Fußball Teams aus dem Osten Deutschland das letzte Mal international?

In der Spielzeit 1990/1991 schaffte die SG Dynamo Dresden den Einzug in das Viertelfinale des Europapokal. Damals schied man gegen Roter Stern Belgrad aus, nachdem man zuvor Mälmö FF und Union Luxemburg besiegt hatte.  Der 1. FC Magdeburg musste sich im gleichen Jahr in der 2. Runde Girondins Bordeaux geschlagen geben. Auch der Chemnitzer FC spielte damals noch international. Im UEFA-Pokal 1990/91 war nach zwei 0:2-Niederlagen gegen Borussia Dortmund bereits nach der ersten Runde Schluss.

Der FC Hansa Rostock bekam es gar in der darauffolgenden Spielzeit 1991/1992 mit dem großen FC Barcelona zu tun. Ein 1:0-Sieg zu Hause, damals vor nur 8500 Zuschauern im Ostseestadion, reichte allerdings nicht gegen die Katalonier, denn im Stadion “Nou Camp” verlor man klar mit 1:3. Der Hallesche FC musste sich in dieser Spielzeit international bereits in der 1. Runde mit 2:1 und 0:3 Torpedo Moskau geschlagen geben, während der FC Rot-Weiß Erfurt mit zwei Siegen gegen den FC Groningen triumphierte, ehe man an Ajax Amsterdam, dem späteren Sieger scheiterte.

Im Cup der Pokalsieger 1990/91 spielte damals auch der PSV Schwerin gegen Austria Wien und musste sich mit 0:2 geschlagen geben. Und ein Jahr später nochmals der Eisenhüttenstädter FC Stahl gegen Galatasaray Istanbul ( 1:2 und 0:3). Danach war bekanntlich Schicht im Schacht, was internationale Spiele für unsere Ostvereine betreffen sollte. Nun hat diesen Part der Leipziger Neu-verein, allerdings nur mit massiver Subventionierung eines österreichischen Getränkekonzern übernommen. Sicherlich nicht die feine englische Art, doch zumindest die Anhänger aus Leipzig sind mit dieser Situation sichtlich zufrieden.

Champions League: 1200 RB Fans in Porto – Spiel live im ZDF

RB Leipzig Fans beim FC Porto

Nachdem zuletzt nur wenige RB Fans aufgrund der aktuell politischen Lage in der Türkei den Weg nach Istanbul gefunden hatten, sind heute zirka 1200 Fans aus Leipzig beim Champions League Auswärtsspiel in Porto dabei. So starteten gestern bereits verschiedene Fraktionen der Roten Bullen mit dem Flieger ins etwas wärmere Portugal. 

Und nachdem sich bereits gestern der FC Bayern München mit einem 2:1-Sieg bei Celtic Glasgow für die K.O. – Runde qualifiziert hatte, könnte sich auch Leipzig mit drei Punkten in der Ferne die Chance auf ein Weiterkommen sichern. Für Borussia Dortmund bestehen allerdings, auch mit einem Sieg gegen APOEL heute Abend, nur noch rein theoretische Chancen.

Letzte Meldung:

Zur Freude aller RB Fans überträgt das ZDF das Rückspiel von RB Leipzig gegen den FC Porto heute Abend live im Free-TV. Um 20.25 Uhr melden sich Moderator Jochen Breyer und Experte Oliver Kahn aus Porto. Ab dem Anstoß um 20.45 Uhr kommentiert dann Martin Schneider das Geschehen.

RB Leipzig laut Umfragen Top und Flop

Zwei Umfragen – zwei unterschiedliche Ergebnisse für RB Leipzig

Wie beliebt ist RB Leipzig wirklich? Laut einer aktuellen Studie der britischen Marktforschung YouGov (bezahlte Umfragen) soll das Retortenprojekt eines österreichischen Getränke-Abfüllers mit seiner Dependance in Leipzig angeblich die meisten Fans im Osten besitzen. Der Neu-Leipziger Club soll laut dieser Umfrage gar vor Traditionsvereinen wie Hamburger SV, Borussia Mönchengladbach, Eintracht Frankfurt oder Schalke 04 in der Beliebtheitsskala stehen. 

(…) Für die Umfrage werden fußballinteressierte Personen in Deutschland ab 14 Jahren gefragt, welcher der Fußballclubs ihr persönlicher Lieblingsclub ist. Innerhalb dieses Rankings befindet sich Borussia Dortmund mit 15,1 Prozent auf Platz 2 und der RB Leipzig mit 4,2 Prozent auf Platz 4. Platz 1 besetzt der FC Bayern München (17,9 Prozent). Auf Platz drei ist ganz knapp vor dem RB Leipzig der 1. FC Köln (4,2 Prozent). Mit 3,7 Prozent folgt der Hamburger SV (…) [yougov.de]

Soweit  so gut. Denn ganz anders sieht es dabei bei einer aktuellen Umfrage unter ostdeutschen Fußballfans aus, welche wir auf unserer Webseite ohne Bezahlung gestartet haben. Genau unter jenen Anhänger, welche RasenBallsport Leipzig quasi direkt vor der eigenen Haustüre haben. Und demnach ist RB Leipzig weder der beliebteste Verein in der Region Ostdeutschland und noch nicht einmal in seiner Heimatstadt Leipzig. Denn selbst da haben die beiden Vereine Lok und Chemie aus der Regionalliga Nord (4.Liga) mehr Zuspruch.

Screenshot: aktuelle Umfrage

Insgesamt dominieren im Osten Vereine wie Dynamo Dresden, Hansa Rostock oder der FC Magdeburg das Geschehen. Der einzige Vertreter der 1. Bundesliga, Red Bull Leipzig bekommt dabei nur eine mittelmäßige Note. Diese Umfrage deckt sich zugleich mit den schlechten Zahlen bei den Auswärtsfahrten von Anhängern des “Brauseclubs” in Champions League sowie 1. Bundesliga. Noch Fragen- Nein?! In diesem Zusammenhang fällt mir dann nur noch spontan ein Zitat von Winston Churchill ein: “Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast!”

RB Leipzig: Immer weniger wollen auswärts unterstützen

Auswärts nur noch drittklassig

In der Champions League waren es gar zuletzt nur 250 RB Fans in Istanbul, gestern ein für Bundesliga-Verhältnisse kleiner kläglicher Haufen in Köln – und zum Topspiel in Dortmund werden es statt 8000 nur noch 3000 Auswärts-Fahrer sein. Der “große Stern am ostdeutschen Horizont” verblast bereits im zweiten Jahr Bundesliga-Zugehörigkeit. 

Wie Borussia Dortmund auf seiner Webseite veröffentlichte, können Dortmunder Anhänger nun Tickets erwerben, die RB Leipzig aus den Kontingenten für Gästefans zustehen. Rund 8.000 Tickets könnte RB Leipzig für den Signal Iduna Park abrufen. Für die Partie zwischen dem BVB und RB Leipzig werden allerdings nur rund 3.000 RB-Fans erwartet. Die Partie ist das Spitzenspiel des 8. Spieltags der Bundesliga und wird am 14.10.2017, um 18.30 Uhr angepfiffen.

Man wollte unbedingt dazu gehören, Bundesliga um jeden Preis lautete die Devise bei den Leipziger Neufans – Hauptsache endlich wieder guter Fußball. Nun scheint man jedoch in der Realität angekommen zu sein und panische Angst vor gewalttätigen Übergriffen bestimmt das Geschehen, berechtigt. Denn der vermeintlich beliebte Verein ist alles andere als beliebt. Ganz im Gegenteil – vielerorts schlägt den Leipzigern purer Hass entgegen. Und ohne eine natürlich gewachsene Fanszene ist da eben auswärts kaum zu bestehen. Doch zumindest die Heimspiele beim Reagenzglas-verein sind noch gut besucht…solange der Erfolg bleibt.

Addendum – Red Bull macht nun auch auf Asylkritik

Red Bull Politik Magazin

Während die aktiven Fußballanhänger in Leipzig teilweise politisch weit links stehen, macht der Chef von Red Bull Leipzig nun einen auf  Breitbart. Doch wie überall derzeit, ist auch die RB Fanszene diesbezüglich gespalten.

Und selbst im vermeintlich bunten Leipzig hat die AfD bis zu 28,4 % (Grünau, Lausen) bei der Bundestagswahl erreichen können. In Sachsen sind sie nun bei den Wählern sogar stärkste Kraft und wollen bereits in zwei Jahren den Ministerpräsident stellen. Da kommt das neue politische Magazin aus dem Hause Red Bull gerade recht. Hat der Red Bull Marketing Experte D. Mateschitz wieder mal den richtigen Riecher, auch aus dieser Situation Kapital zu schlagen? Eine Marktlücke ist es auf jeden Fall.

Vor der Bundestagswahl hatten diverse Gruppen der RB Fans aufgerufen, AfD-Plakate zu entfernen. Geholfen hatte es wohl nichts – ganz im Gegenteil. Doch die politisch aktiven Red Bull Jünger wollen unbedingt weitermachen. Wie lange kann das eigentlich noch funktionieren?

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Gerade mal 250 Fans von Red Bull werden ihren Verein in Istanbul unterstützen. Das ist zu einem der unsicheren politischen Situation in der Türkei, zum anderen den teuren Tickets (600 Euro inkl. Übernachtung) geschuldet. Aber auch die Angst vor türkischen Hooligans spielt dabei sicherlich eine große Rolle. Und da man in Leipzig quasi über keine gewachsene aktive Fanszene, sprich Ultras, verfügt – hat man in der Hauptstadt der Türkei auch überhaupt nichts entgegenzusetzen. Zum Vergleich – 20.000 Kölner Fans waren vergangene Woche in der Euro League in London dabei.

Der Verkauf der Tickets läuft allerdings ungeachtet aller Vorbehalte in Leipzig immer noch weiter. Für das Auswärtsspiel verlangt RB Leipzig und dessen Partner Dertour rund 600 Euro inkl. einer Übernachtung im 3 Sterne Hotel. Ein ziemlich mieser Deal, was wohl eher in die Kategorie Wucher gehört, meinen da sogar eingefleischte RB-Anhänger. Übrigens der AS Monaco hat bereits alle Tickets für sein Champions League Spiel in Istanbul zurück gegeben. Die Sicherheit der Fans hat im Fürstentum oberstes Gebot. Gut so!

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Gleich zwei Meldungen erschüttern die RB Fan-Gemeinde. Während am Samstag ein Banner der RB Fans aus Altenburg wahrscheinlich durch gegnerische bzw. konkurrierende Fans geklaut wurde, musste ein weiblicher Fan ihren Schal abgeben. Nach Angaben der Polizei war die Frau am Waldplatz unterwegs, wo ihr der Red Bull Fan-schal von hinten rabiat entrissen wurde. 

Was die Neufans von Red Bull in Leipzig noch nicht wissen – Schal, – und Banner-klau gehört seit vielen, vieln Jahren im deutschen Fußball sozusagen als fan-technische Randerscheinung dazu. Ob das Banner im Stadion an die Gladbach-Fans ging, mag zu bezweifeln sein. Denn in Leipzig hat man quasi den Erzfeind direkt überall vor der Haustüre. Denn auch schon in der Vergangenheit waren solche Fan-Banner des öfteren in der Red Bull Arena “einfach so” verschwunden.

Doch ein Auflösung wie in anderen Gruppen kommt bei RB Leipzig wegen Banner-Verlust natürlich nicht in Frage. Schnell ein neues Banner bestellt, bedruckt, bezahlt – und die Party in Leipzig kann schon wieder weitergehen.

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