Schlagwort-Archive: Glücksspiel

(Sport) Wetten auf die Bundestagswahl

Wettangebote auf Merkel oder Schulz

Sportwetten, Live-wetten, Casino, Live Casino, Games, Virtual und Poker gehören zum Wettangebot von Bet at Home. Doch der Online Glücksspielanbieter mit Sitz in Düsseldorf, welcher zum Beispiel Schalke 04 und Hertha BSC als Sponsor unterstützt, wagt sich nun auch an die Prognose zur Bundestagswahl 2017. So können angemeldete User nun auf CDU, SPD, FDP, GRÜNE, LINKE und AFD wetten. Folgende Wetten sind derzeit aktuell:

Bet-at-home-Logo

Wer wird nach der Wahl zum 19. Deutschen Bundestag der/die nächste deutsche Bundeskanzler/in?

Welche Partei gewinnt bei der Wahl zum 19. Deutschen Bundestag die meisten Sitze?

Wie viele Prozent der Stimmen erhält die CDU/CSU bei der Wahl zum 19. Deutschen Bundestag?

Wie viele Prozent der Stimmen erhält die SPD bei der Wahl zum 19. Deutschen Bundestag?

Wie viele Prozent der Stimmen erhalten die Grünen bei der Wahl zum 19. Deutschen Bundestag?

Wie viele Prozent der Stimmen erhält die FDP bei der Wahl zum 19. Deutschen Bundestag?

Wie viele Prozent der Stimmen erhält Die Linke bei der Wahl zum 19. Deutschen Bundestag?

Wie viele Prozent der Stimmen erhält die AfD bei der Wahl zum 19. Deutschen Bundestag?

Welche Koalition wird nach der Wahl zum 19. Deutschen Bundestag gebildet werden (die erstgenannte Partei stellt den/die Bundeskanzler/in)?

Wird M. Schulz nach A. Merkel neuer Bundeskanzler von Deutschland?

Wie viele Prozent der Stimmen erhält Die Linke bei der Wahl zum 19. Deutschen Bundestag?

Wie viele Prozent der Stimmen erhält die AfD bei der Wahl zum 19. Deutschen Bundestag?

Wo hin die Wahl 2017 tatsächlich geht, ist derzeit wirklich hoch spekulativ. Der Zuspruch für die Merkel-CDU ist laut verschiedener Umfragen zwar bei rund 40 %, doch die Stimmung im Land sagt etwas Anderes. Flüchtlingskrise, EU-Krise, Griechenland-Krise, VW-Krise und viele andere Baustellen gab es unter der CDU-Regierung in den vergangenen Jahren. Und zumindest im Osten der Republik kann man da aber sicherlich von anderen Wahl-Ergebnissen ausgehen. Für Wettanbieter und Buchmacher in Deutschland natürlich glänzende Voraussetzungen.

Bundestagswahl 2017

  • CDU - 2
  • SPD - 0
  • FDP - 6
  • AFD - 11
  • GRÜNE - 1
  • LINKE - 4
  • ANDERE - 0
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Die heimliche Liberalisierung des deutschen Glücksspiel-markt

Privates Glücksspiel weiter auf dem Vormarsch in Deutschland

Während Behörden oder Landesdirektionen im Auftrag des staatlichem Lotto weiter gegen kleine Webseiten mit Glücksspiel-Werbung vorgehen, sind jedoch die großen Fische im Gambling-Business hierzulande schon längst nicht mehr zu stoppen. Denn der private Markt für Online Casinos, Casino Spiele, Poker oder auch Wettangebote aller Art hat sich still und heimlich trotz vermeintlicher Verbote und Untersagungen liberalisiert. Gerade im Fußball wird das Marketing durch große private Anbieter immer stärker und deutlich präsenter. 

Nachdem bereits viele Bundesligavereine (Bayern München, Hamburger SV, RB Leipzig – um an dieser Stelle nur einige zu nennen) einen verlässlichen Partner aus dem Bereich privates Glücksspiel gefunden haben, ziehen nun auch die großen Verbände nach. So vermeldeten wir bereits letztes Jahr ein Sponsoring zwischen Tipico ( Casino, Casinospiele, Wettangebote) und dem Sächsischen Fußballverband (SFV), nun zog auch der Deutsche Fußballverband (DFB) mit BWIN (Casino, Casinospiele, Wettangebote) als Hauptsponsor für die 3.Liga nach.

(…) bwin ist neuer Hauptpartner der 3. Liga. Der Vertrag läuft über zwei Jahre und umfasst die Spielzeiten 2017/2018 und 2018/2019. Mit bwin haben die 3. Liga und ihre Vereine erstmals seit Gründung der Liga im Sommer 2008 einen Hauptpartner. Die Partnerschaft beinhaltet unter anderem, dass bwin im Rahmen der rechtlichen Vorgaben auf dem Trikotärmel der Drittligisten, in den Stadien sowie in den Publikationen und Onlineauftritten der Klubs werben kann. Außerdem wird bwin in allen Stadien der 3. Liga werblich sichtbar sein. In ihrer Eigenvermarktung bleiben die Vereine gleichzeitig frei (…) [dfb.de]

(Screenshot: bwin.de)

Möglich macht es die europäische Dienstleistungsfreiheit, welche über den Gesetzen der BRD steht und ein staatliches Glücksspiel-Monopol verbietet. Die Dienstleistungsfreiheit ermöglicht Anbietern gewerblicher, kaufmännischer, handwerklicher und freiberuflicher Tätigkeiten den freien Zugang zu den Dienstleistungsmärkten aller Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Sie ist in Art. 56 bis Art. 62 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) geregelt. Sie ist eine der vier Grundfreiheiten des Europäischen Binnenmarktes neben der Personenfreizügigkeit, der Warenverkehrsfreiheit und der Kapitalverkehrsfreiheit.

Schmerzlich musste dies zuletzt das staatliche Lotto in NRW zur Kenntnis nehmen. Durch die Zahlung von 11,8 Mio. Euro durch Westlotto an Mybet wird nun ein Rechtsstreit beendet, der insgesamt rund zehn Jahre gedauert hatte. Die Zahlung wird noch innerhalb des 2. Quartals 2017 geleistet werden. Auch das vorgeschobene Argument des vermeintlichen Spielerschutz konnte daran nichts mehr ändern. (ostfussball.com berichtete bereits) Und die schmerzliche Zahl von über 600.000 spiel-süchtigen Menschen unter der Aufsicht der staatlichen Behörden spricht da ohnehin seine eigene Sprache!

Aber auch die neuerliche Reform der Bundesländer zum Glücksspielstaatsvertrag  wurde längst zur Totgeburt deklariert. Dazu kommen klare Worte nicht nur aus Schleswig-Holstein: „Der Glücksspieländerungs-Staatsvertrag, wie er im Frühjahr vorgelegt wurde, wird bei uns im Landtag keine Mehrheit finden. Wenn er nicht von allen 16 Ländern unterschrieben wird, tritt er nicht in Kraft. Das ist der erste Punkt. Das zweite ist, den jetzigen werden wir kündigen.“ Damit wäre eigentlich alles gesagt! Und wie ein echter EU-konformer Glücksspielstaatsvertrag mit guten Erfolgsaussichten aussieht, können sich die anderen Innenminister der Bundesländer gerne im nördlichsten Bundesland abschauen und einfach einheitlich übernehmen. Eine andere Alternative gibt es ohnehin nicht.

Beim Glücksspiel zählt die europäische Dienstleistungsfreiheit

Urteil bestätigt die Dienstleistungsfreiheit für Glücksspielanbieter mit Malta Lizenz

Der deutsche Glücksspielstaatsvertrag ist im vergangenem Jahr durch den EuGH in puncto Online-Glücksspiel bereits gekippt wurden. Nun bestätigt auch ein deutsches Gericht, dass die europäische Dienstleistungsfreiheit unbedingt anzuwenden ist! Demnach ist das Land Hessen nicht berechtigt, von einem Sportwettenveranstalter mit Sitz in Malta die Teilnahme an einem sog. Duldungsverfahren zu verlangen, um einer Untersagungsverfügung oder einem Ordnungswidrigkeitenverfahren zu entgehen.

(…) Zur Begründung hat der 8. Senat in seiner in einem Beschwerdeverfahren getroffenen Entscheidung ausgeführt, die Antragstellerin sei derzeit berechtigt, Sportwetten in Hessen zu veranstalten, ohne hierzu einer glücksspielrechtlichen Erlaubnis zu bedürfen. Die Veranstaltung von Sportwetten durch die Antragstellerin weise einen grenzüberschreitenden Bezug auf und unterfalle daher der europarechtlichen Dienstleistungsfreiheit, in deren Ausübung die Antragstellerin derzeit nicht beschränkt sei.

Denn sowohl das Sportwettenmonopol als auch das für eine Experimentierphase geschaffene Konzessionsvergabeverfahren und die nunmehr vom Land Hessen eröffnete Möglichkeit, eine Duldung im Bereich der Sportwetten zu erlangen, genügten den unionsrechtlichen Anforderungen nicht.

Das vom Hessischen Ministerium des Innern und für Sport durchgeführte Konzessionsvergabeverfahren für die Vermittlung von Sportwetten verletze das unionsrechtlich fundierte sog. Transparenzgebot. Nach diesem Gebot sind alle Bedingungen und Modalitäten des Konzessionsvergabeverfahrens vor dem Vergabeverfahren klar, genau und eindeutig zu formulieren, so dass alle Bieter die genaue Bedeutung dieser Informationen verstehen können.

Das sei hier nicht der Fall gewesen, weil das für die Vergabe maßgebliche Auswahlkriterium unzutreffend angegeben worden sei, und auch die Gewichtung der Auswahlkriterien nicht im Einklang mit den Vorgaben des Glücksspielstaatsvertrages gestanden hätten. Das staatliche Sportwettenmonopol beschränke die Dienstleistungsfreiheit der Antragstellerin ebenfalls in europarechtlich nicht zulässiger Weise, weil es jedenfalls im Hinblick auf den tatsächlichen Normvollzug an einer kohärenten, d. h. in sich stimmigen, Verfolgung des gesetzgeberischen Ziels der Suchtprävention fehle (…)

VGH Hessen

Den richtigen Buchmacher finden – Wie sollte man vorgehen?

Auch im Osten gewinnt der Fußball oft erst richtig an Fahrt, wenn er mit den richtigen Wetten in Verbindung steht. Dies ist ein Grund, sich ausgiebig mit den vorhandenen Möglichkeiten zu befassen. Doch worauf ist zu achten, um den richtigen Wettanbieter zu finden?

Seriosität und Sicherheit beachten

Zunächst muss die Seriosität eines Unternehmens zweifelsfrei unter Beweis gestellt werden, damit eine Anmeldung sicher möglich ist. Ein wichtiger Indikator ist in diesem Rahmen die jeweilige Lizenz, welche sich oft auf der Startseite einsehen lässt. Eine Lizenz aus Deutschland ist dabei in den seltensten Fällen zu erwarten, was an der verzwickten rechtlichen Situation liegt. Viele Buchmacher und auch Lotto-Zweitanbieter greifen deshalb auf europäische Regulierungen zurück. Wie beispielsweise die Lottoland Erfahrungen deutlich beweisen, ist dennoch ein hohes Maß an Seriosität und Sicherheit vorhanden. Allgemein dienen die Erfahrungen anderer Spieler stets dazu, sich einen ersten Eindruck zu verschaffen.

Buchmacher

Der angebotene Bonus im Blick

Weiterhin bietet nahezu jeder Buchmacher aktuell die Gelegenheit, einen speziellen Bonus zu nutzen. Diese Promotions schaffen eine typische Win-win-Situation, von der am Ende beide Seiten profitieren. Während der Buchmacher sich selbst in einem attraktiveren Licht präsentiert, bekommt der Spieler echtes Startguthaben gutgeschrieben. Deutlich wird dies beispielsweise bei sunmaker, wo eine Einzahlung über nur einen Euro ausreicht, um 15 Euro Bonus zu erhalten. Diese Summe reicht bereits aus, um das komplette Sortiment genau unter die Lupe zu nehmen und bereits die ersten Gewinne mit dem neu eröffneten Konto zu feiern. Ein erster Vergleich, der auch den Bonus der Buchmacher mit einbezieht, schafft so die Grundlage für weitere Erfolge.

Wie gut sind die Quoten?

Am Ende sollten die zukünftigen Tipper auch die vorhandenen Quoten im Blick behalten. Kleine Schwankungen können hier oftmals den Unterschied zwischen Gewinn und Verlust markieren. Allerdings handelt es sich in der Regel um einen sehr subjektiven Eindruck, der keine genaue Beschreibung der jeweiligen Möglichkeiten bietet. Der Blick richtet sich deshalb auf den Quotenschlüssel, welcher den Anteil der zu den Spielern zurückfließenden Gewinne an den Einsätzen bestimmt. Je höher dieser prozentuale Wert ist, desto fairer ist das Portfolio des Buchmachers ausgerichtet. Allerdings muss auch die Wettsteuer noch in diese Analyse einbezogen werden. In manchen Fällen entrichtet der Buchmacher selbst diesen Betrag, während bei anderen Firmen die Spieler direkt in die Verantwortung gezogen werden. Hier gilt es demnach zu differenzieren, um den passenden Buchmacher für den individuellen Fall zu finden.

Staatliches Lotto zahlt Millionen-Vergleich an Mybet

Mybet darf sich über warmen Regen von Westlotto freuen

Was lange währt wird am Ende gut. Denn seit 2008 streitete sich Mybet vor diversen Gerichten um eine Entscheidung wegen einer illegalen kartellrechtliche Entscheidung des staatlichen Lotto. Der Online-Wettanbieter sah die von der damals noch unter „JAXX“ firmierenden mybet-Tochter FLUXX geplante Vermittlung von Lotto-Produkten in Tankstellen und Supermärkten durch die staatlichen Lottogesellschaften behindert. Schon vor drei Jahren wurde Westlotto deshalb auf Schadenersatz nebst Zinsen verdonnert. 

(…) Die SWS Service GmbH (SWS), eine Konzerngesellschaft der mybet Gruppe, hat sich heute mit der Westdeutschen Lotterie GmbH & Co. OHG (Westlotto) auf einen Vergleich geeinigt, um den laufenden Kartellschadenersatzprozess zu beenden. Durch die Zahlung von 11,8 Mio. Euro durch Westlotto an die SWS wird nun ein Rechtsstreit beendet, der insgesamt rund zehn Jahre gedauert hatte. Die Zahlung wird noch innerhalb des 2. Quartals 2017 geleistet werden.

„Wir freuen uns, dass wir mit Westlotto nun zu einer Einigung gekommen sind, die dieses langjährige Verfahren in beiderseitigem Interesse beendet. Die uns nun zufließenden Mittel verbessern entsprechend unsere Finanzierungssituation und bilden die neue Basis unserer finanziellen Planungen für das Jahr 2017“, sagte Markus Peuler, Vorstand der mybet Holding (…)

Quelle: Mybet.com

myBet - Casino

Gute Nachrichten gibt es daher auch für die Anleger. Die Mybet Aktie erreichte alleine im letzten Monat 50 % an Zuwachs und steht nun bei einem Kurs von 1,20 Euro. Und mit allerhand frischem Geld im Rücken kann man sich nun endlich wieder auf das Kerngeschäft beim Glücksspiel Portal konzentrieren. Mybet bietet neben Casino und Live Casino auch Sportwetten erfolgreich in Deutschland an.

Werbung für privates Glücksspiel boomt – Werbeformen

Glücksspiel Werbung nimmt zu

Ob im Internet oder auch in Print, und – Offline-Medien, die Werbeanzeigen für privates Glücksspiel nehmen hierzulande deutlich zu. Nutznießer dieses Werbefeldzuges sind hauptsächlich Fußballvereine der deutschen Profi-Ligen, aber auch große Zeitschriften wie zum Beispiel der Springer-presse und neuerdings auch die Suchmaschine Google.

Bis vergangenes Jahr war dies bei Google noch nicht möglich, nun brechen jedoch die Dämme. Für den führenden Internetdienstleister ein willkommenes Millionengeschäft. Und das sind die unterschiedlichen Werbeformen im Internet:

Google Adsense Werbung für Glücksspiel im Internet:

Casino Werbung

Aber auch das staatliche Glücksspiel wirbt massiv für sein Angebot mit den so genannten Google Ads.

Eine weitere Werbeform sind bezahlte Artikel auf großen Webseiten wie die BILD. So zum Beispiel (ohne Direktlink): http://www.bild.de/partner/spiele/browser-spiele/legale-casino-spiele-41773770.bild.html

Gern genutzt für Glücksspiel-Werbung ist aber auch Facebook. So hat sunmaker.com bereits Werbeverträge mit sechs Vereine der dritten Liga.

Die rechtliche Situation im Bezug auf Glücksspiel ist in Deutschland auch nach der dritten Bemängelung des Glücksspielstaatsvertrag durch den EuGH seit 2012 leider weiterhin völlig unklar. Und während unsere Innenminister nach der neuerlichen Änderung von einem Erfolg bzw. Durchbruch in Sachen Regulierung sprechen, hat die EU bereits wieder Bedenken an der Umsetzung angekündigt. Echte Rechtssicherheit sieht anders aus…

Falsch informiert in Sachen Glücksspiel

Die rechtliche Sachlage in Deutschland bei Glücksspiel ist leider nur in einer einzigen Angelegenheit eindeutig. Es gibt nämlich immer noch keine echte wirksame Regulierung durch unsere Politik nach geltenden EU-Recht. Und auch nach der vermeintlichen Reform in der vergangenen Woche hat sich daran leider nichts geändert. Das ist schlecht! Schlecht für den deutschen Fiskus – ganz schlecht für echten Spieler, – bzw. Jugendschutz. 

Noch schlimmer – so informieren staatliche Behörden auch noch falsch auf ihren Homepages. Hier eine aktuelle Meldung der LDS vom 23.02.2017, welche offensichtlich gleich zwei mal falsch argumentiert bzw. informiert:

[…] Die Veranstaltung von Casinospielen im Internet (sog. Online-Casinospiele) ist verboten (§ 4 Abs. 5 GlüStV) und kann von der LDS untersagt werden. Ebenfalls verboten ist die Werbung für Online-Casinospiele – sowohl im Internet, als auch offline (§§ 5 Abs. 3 Satz 1, Abs. 5 GlüStV) […]

Falsch! Denn ganz aktuell berichtete die „Süddeutsche“ in diesem Zusammenhang – 

In Bezug auf die Sportwetten schreibt die Kommission in dem Brief von „eventuellen Widersprüchen“, mit Blick auf illegale Online-Kasinos gar von „keiner tragfähigen Lösung“. Damit erneuern die Beamten ihre Kritik an den deutschen Glücksspiel-regeln. Weil diese aus Brüsseler Sicht gegen Europäisches Recht verstoßen, hat sie ein Vertragsverletzungsverfahren gegen die Bundesrepublik vorbereitet.

und weiter auf der Webseite der Landesdirektion Sachsen:

(…) Trotz des eindeutigen glücksspielrechtlichen Verbots werden auf dem deutschen Glücksspielmarkt unzählige Online-Casinospiele angeboten, die gegen das Internetverbot verstoßen. Sowohl das Anbieten der Spiele, als auch die Spielteilnahme sind strafbar  (§§ 284, 285 StGB) (…)  [lds.de]

Und gleich nochmal falsch! Man bezieht sich am Ende dieser Aussage auf ein Urteil von 2015, welches längst in höherer Instanz wieder gekippt wurde – 

Die Verteidiger Peter Weitzdörfer der Kanzlei Weitzdörfer & Wittl sowie Claus Hambach, LL.M., der Kanzlei Hambach & Hambach Rechtsanwälte erreichten, dass das Urteil des AG München mit Entscheidung vom 28. Juli 2016 von dem LG München in der Berufungsinstanz aufgehoben und das Verfahren wegen fehlender Anwendbarkeit deutschen Strafrechts eingestellt wurde. Von den zahlreichen Argumenten, welche gegen die Verurteilung durch das AG München sprachen (vgl. hierzu die Urteilsanmerkung von Claus Hambach, LL.M. und Dr. Bernd Berberich in ZfWG 2015, 150 ff.) griff somit bereits das Erste durch. Aber auch nach Maßgabe der aktuell chaotischen Regulierungssituation im Glücksspielbereich hätte das Urteil des AG München, insbesondere unter Berücksichtigung der Rechtsprechung des EuGH in der Rechtssache Ince (Urteil vom 4. Februar 2016 – C-336/14 mit Anmerkung von Prof. Hans Kudlich und Dr. Bernd Berberich in ZfWG 2016, 126 ff.) keinen Bestand haben dürfen.

Tipico Auktion bringt 700 Euro für Integrationsprojekte

Sächsischer Fußballverband und Gambling Portal starke Partner

Besonders liberal geht es derzeit im Bundesland Sachsen in Sachen Glücksspiel zu. Glücksspielanbieter Tipico (Online Casino, Casino Spiele, Live-Wetten und Sportwetten) hatte zuletzt eine Partnerschaft mit dem SFV gegründet. Nun beteiligte man sich gemeinsam bei einer Sport-Auktion für Integration.

Dabei stand ein signiertes Trikot von RB Leipzig zur Auswahl und brachte knapp 700 Euro für den guten Zweck. Der Bundesligist aus der Messestadt hatte vor der Spielzeit einen gigantischen Millionen Deal mit Tipico als Werbepartner unterschrieben.

rb-trikot

(Screenshot: tipico.sport-auktion.de)

So informierte der Sächsische Fußballverband auf seiner Homepage:

Diese Artikel gibt es nirgendwo zu kaufen: Tipico versteigert zahlreiche exklusive Sportunikate und spendet die Erlöse an ausgewählte Organisationen, darunter auch Integrationsprojekte des Sächsischen Fußball-Verbandes.Ab sofort kommen bei der Tipico Sportauktion regelmäßig Trikots, Schals, Bälle und weitere Artikel unter den Hammer – signiert von Spielern und Verantwortlichen der Bundesliga-Partnervereine oder von prominenten Gästen aus den Stadien in München, Hamburg und Leipzig. Das Prinzip der Tipico Sportauktion in Kooperation mit sport-auktion.de ist einfach: Die Auktionen laufen jeweils zwei Wochen, der höchste Bieter gewinnt. Der Startpreis liegt bei symbolischen 20,04 Euro – angelehnt an das Gründungsjahr des in Deutschland führenden Sportwettanbieters. Die Erlöse spendet Tipico an lokal angesiedelte Organisationen. Die Einnahmen aus Artikeln von RB Leipzig fließen so ab sofort auch in die Integrationsprojekte des Sächsischen Fußball-Verbands. So werden beispielsweise der Blinden-, Gehörlosen- und E-Rolli-Fußball unterstützt. Tipico ist ab 2017 neuer Partner des SFV und wird sich gerade im sozialen Bereich engagieren. (sfv-online.de)

In Deutschland engagiert sich das Glücksspielportal Tipico neben dem Sächsischen Fußballverband und RB Leipzig unter anderem auch beim Hamburger SV, FC Bayern München und Red Bull Salzburg. Tipico, mit Sitz in Malta, gilt in Deutschland als Marktführer bei den privaten Portalen für Glücksspiel. Zu den Highlights gehören so bekannte und beliebte Casino Spiele am Automaten wie Mega Fortune, Chilli Gold, Starbust, Jack Hammer oder auch die sagenhaften Casino Jackpots und Tischspiele wie Roulette, Bakkarat oder Poker mit sexy Live Dealerinnen.

Schon zuletzt durften wir in diesem Zusammenhang über Kooperationen von ostdeutschen Vereinen mit dem Anbieter Sunmaker berichten. Nutznießer dieser Online-Glücksspiel-Partnerschaft sind in unserer Region der Chemnitzer FC, FC Hansa Rostock und nun auch der Hallesche FC. Sunmaker bietet zum Beispiel Online Spielautomaten der Marke Merkur / Gauselmann aus Espelkamp in NRW und Bally Wulff aus Berlin an.  Weitere große private Glücksspielanbieter und Online Casinos werden sicherlich schon bald folgen und auch zukünftig für kräftige Einnahmen im ostdeutschen Sport und Fußball sorgen. Und zumindest von Seiten der Landesdirektion Sachsen werden da wohl aktuell keine Steine in den Weg gelegt. Gut so…

Online-Casinos, die bei Fußballclubs werben

Viele Anbieter von Glücksspielen im Internet machen auch bei Fußballvereinen Werbung, um so für Aufmerksamkeit zu sorgen und Kunden zu gewinnen.

Glücksspiele im Internet sind innerhalb von wenigen Jahren sehr populär geworden. Während es noch vor gar nicht all zu langer Zeit in erster Linie um Sportwetten ging, haben sich mittlerweile eine Reihe von Online-Casinos etabliert. Dort kann man, wie der Name schon vermuten lässt, all jene Spiele nutzen, die man sonst nur aus einem klassischen Casino kennt. Dazu zählen etwa Roulette, Blackjack oder Baccarat, aber auch Spielautomaten und viele weitere Alternativen. Alles in allem gibt es also eine große Vielfalt, zudem wollen die Betreiber natürlich so viele Kunden wie möglich gewinnen. Werbung im Umfeld des Fußballs ist dabei eine sehr gute Möglichkeit, um schnell bekannt zu werden.

Die Verbindung aus Fußball und Casinospielen ergibt für die Betreiber durchaus Sinn. Schließlich ist der vielleicht beliebteste Online-Slot in Deutschland, das Spiel Book of Ra Deluxe, auch bei vielen Fußballfans ein populärer Zeitvertreib. Wer Book of Ra Deluxe spielen möchte, findet im Internet zahlreiche Websites, auf denen das Spiel zu finden ist. Darüber hinaus gibt es eine ganze Reihe von Angeboten, um diesen und viele andere Slots erst einmal kostenlos und ganz ohne Risiko zu testen. Wer dann auf den Geschmack gekommen ist, kann sich immer noch für eines der vielen Casinos im Internet entscheiden.

Lionel Messi at Bernabeu

Dass sich die Zusammenarbeit mit Fußballclubs aus der Sicht der Betreiber von Plattformen für Glücksspiele durchaus lohnt, zeigt sich schon an den Summen, die für solche Werbung gezahlt werden. Das vielleicht bekannteste Beispiel ist der FC Barcelona, der im Jahr 2015 einen Vier-Jahres-Vertrag mit einem Online-Casino abgeschlossen hat. Die Werbung des Casinos prangt nun auf den Trainingsshirts der Katalanen, dafür kassiert der Verein angeblich 70 Millionen Euro. Auch in der englischen Premier League haben viele Vereine schon damit begonnen, selbst die Trainingsshirts zu vermarkten und dafür hohe Werbeeinnahmen zu kassieren. Beim FC Liverpool steht auf diesen Shirts ebenfalls der Name eines Anbieters von Glücksspielen, in diesem Fall jedoch Sportwetten.

In der Bundesliga gibt es derzeit zwar noch keine Vermarktung der Trainingsshirts, auch in Deutschland haben jedoch eine ganze Reihe von Vereinen Partnerschaften mit Plattformen für Sportwetten oder andere Glücksspiele abgeschlossen. Aus der Sicht der Betreiber ist das durchaus sinnvoll. Gerade Fußballfans sind natürlich sehr leicht für die eine oder andere Wette auf ihr Team zu begeistern, darüber hinaus probieren diese Kunden dann vielleicht auch noch weitere Spiele auf der Plattform aus. Viele traditionelle Sportwettenplattformen haben nämlich mittlerweile auch Casinospiele im Programm.

In den kommenden Jahren dürfte der Trend zur Vermarktung von Glücksspielen noch weiter zunehmen. Allerdings gibt es auch schon negative Stimmen, schließlich gilt in Deutschland nach wie vor das Glücksspielmonopol des Staates, das durch viele Anbieter, die im Ausland registriert wird, in der Praxis jedoch unterlaufen wird. Aufgrund der Vorgaben innerhalb der Europäischen Union ist die Werbung zwar erlaubt, allerdings gibt es einige laufende Verfahren, bei denen verschiedene Länder ihr Glücksspielmonopol gegen die Konkurrenz aus dem Ausland (und aus dem Internet) sichern wollen. Das ist kein Wunder, schließlich sorgt das Monopol für hohe Einnahmen – in den nächsten Jahren sollte man diese Entwicklung also im Blick behalten.

Deutsche Sportlotterie: Nach Flop nun Neustart

Lotterie, welche Sportler in Deutschland unterstützen soll

Die Deutsche Sportlotterie wagt nach dem Flop des vergangenen Jahr nun einen Neuanfang. Die neue Kampagne der Deutschen Sportlotterie steht unter dem Motto „Spiel für mich! Gewinn für Dich! Bis zu 1 Mio. Euro“.

Eigentlich ist die Sportförderung bereits bei den staatlichen Lotterien eingeschlossen. Deshalb erschließt sich der Sinn dieser weiteren Lotterie für den neutralen Beobachter nicht so richtig. Zumal nun der staatliche Betreiber Lotto Hessen 77 % der Anteile besitzt und explizit auf Unabhängigkeit von Politik auf deren Webseite hingewiesen wird? „Die gemeinnützige Deutsche Sportlotterie arbeitet unabhängig von Politik und Sportverbänden.“

dsl_logo_quer[…] Die Deutsche Sportlotterie stellt sich jetzt neu auf: Mit einer radikal vereinfachten Spielformel, einem verdoppelten Hauptgewinn und einer gezielten Kampagne, die auf die Bedürfnisse der deutschen Spitzenathleten hinweist. Gesellschafter Philipp Lahm wandte sich auf der Pressekonferenz zur Vorstellung der Neuerungen in München vor allem an die deutschen Landeslotteriegesellschaften, ihr Vertriebsnetz für die Deutsche Sportlotterie und die damit verbundene, breite Sportförderung zu öffnen. Seit Februar profitieren bereits zehn Sportler aus den ersten verfügbaren Erträgen der Deutschen Sportlotterie. Darunter auch die in München anwesenden Gold- und Bronzemedaillengewinner von Rio, Sebastian Brendel (Kanu) und Artem Harutyunyan (Boxen)[…]  Text & Quelle

Wie hoch ist die Auszahlungsquote bei der Deutschen Sportlotterie?

Lediglich 31 Prozent werden als Gewinne wieder ausgeschüttet. Dies ist in etwa auf dem schwachem Niveau der anderen staatlichen Lotterie-Angebote. Nimmt man die zusätzlichen Gebühren von weiteren 50 Cent pro Tipp bei dieser Rechnung noch hinzu, ergibt sich sogar noch ein schlechterer Wert bei der Auszahlungsquote. Glücksspiele privater Anbieter im Internet bieten im Vergleich dazu durchschnittlich 96%.

Laut Informationen sollen zudem 30 Cent je 1 Euro an die Athleten und die NADA gehen, 17 % werden als Steuern abgeführt und 22 % für tatsächliche Kosten wie Transaktionsgebühren, Werbung, Betriebskosten, Partnerprogramme, Provisionen für Vereine und Sponsorings einbehalten, so zumindest findet man Infos dazu auf Wikipedia.de

Fazit: Schwaches Angebot für Spieler im Vergleich zu anderen privaten Glücksspiel-angeboten im Internet, auch wenn die Förderung von Sportlern an sich eine gute Sache ist. Dafür gibt es zumindest einen Pluspunkt bei der Bewertung.

Bewertung: 1/5 – leider nicht zu empfehlen.