Ostfussball.com

Eine subjektive Sichtweise unserer Ostvereine sowie Ostclubs

Schlagwort: Fussballfans (Seite 1 von 3)

Ostvereine protestieren gegen den DFB

So lief das Protest-Wochenende gegen den DFB

Um was geht es den Fans in den Kurven überhaupt?

Das sind gleich mehrere kriminelle Anschuldigungen, welche da weiterhin unaufgeklärt im Raum stehen. In Gladbach wurden sie am vergangenem Wochenende auf insgesamt 12 Plakaten zusammengefasst: Geldwäsche, Verschleierung, Betrug, Manipulation, Lügen, Schmiergeld, Wett-Affäre, Unterschlagung, Steuerhinterziehung, Bestechung, Vetternwirtschaft und Korruption beim DFB.

Aber auch in ostdeutschen Stadien wurde wieder lautstark gegen den DFB demonstriert. So zum Beispiel in Zwickau: „Unser Problem mit euch: Ihr wollt keinen Korruptionsverzicht “. Auch im Dresdner K-Block gab es diese Message zu lesen. Ich Chemnitz gab es einen gemeinsamen Wechselgesang mit den KSC Fans: „Fußballmafia DFB“ sowie „Scheiß DFB“ und ein Plakat: „Unser Problem mit euch: Der Rubel rollt, die Funktionäre geschmiert – wen kümmert es da, dass die Basis krepiert“. Ähnliche Sprechchöre waren auch beim Ostderby zwischen Magdeburg und Rostock zu vernehmen. Auch die Fanszene von Union Berlin beteiligte sich am Aktionsspieltag gegen Korruption beim DFB.

Wahlkampf: FDP entdeckt Zielgruppe Ultras

Welche Partei wählen Ultras?

Oberflächliche Menschen oder B*** Leser, welche wohl Ultras mit Hooligans gleichsetzen, würden wohl zuerst auf irgendeine Partei aus dem rechtem Spektrum tippen. Doch dabei sind die meisten Ultras eher dem linken bzw. dem neutralen (liberalen) Lager zu zuordnen.

Eine Partei hat sich jetzt ganz mit Wahlwerbung speziell auf die Zielgruppe Ultras eingeschossen – und zwar die liberale FDP.  Und dass FDP und Ultras viele gemeinsame Standpunkte besitzen, darüber hatten wir ja auch schon berichtet. So zum Beispiel über den kontrollierten Einsatz von zugelassenen Pyroartikeln  durch Fußballfans / Ultras in speziell abgesperrten Zonen der deutschen Stadien.

„Chemnitzer Weg“ lautet noch vor einigen Jahren das Zauberwort, zudem Ultras vieler Vereine eingeladen hatten um zusammen mit dem Verband einen Kompromiss zu finden. Der DFB hatte damals alle Dialoge zum Thema jedoch abgebrochen und seither eine harte Linie gegen die aktiven Fans in den Kurven gefahren…und nichts erreicht. Ganz im Gegenteil, ganz aktuell eskaliert die Situation in den Stadien.

Da verwundert es auch nicht, wenn die FDP bei einen Wahlumfrage auf unserer Webseite gleich mal zur zweitstärksten Kraft gekürt wird und nun auch ganz speziell im größten deutschen Ultras Forum Stadionfans.de (ehemals Ultras.ws) Wahlwerbung in Form von Online Bannern auf dem besten Platz im dortigen Header macht.

(Screenshot: Ultras

Übrigens der Wahlslogan der FDP mit dem Foto von Christian Lindner lautet: „Deine Daten sollten viel dürfen, nur nicht gegen dich verwendet werden.“ Ob es allerdings von den Ultras erhört wird, wird sich in knapp einem Monat zeigen. Denn zu viel Vertrauen wurde leider in der Vergangenheit durch Lobbyismus, speziell in der liberalen Partei zerstört. Aber zumindest der Wahlkampfauftakt von Angela Merkel zeigt doch klar und deutlich, dass sich kleinere Parteien als die CDU über steigende Werte am 24.9. 2017 freuen dürfen.

Eine aktuelle Abstimmung findet man auch hier

Fettes Danke an den DFB – Fans überglücklich

Was Fußballfans alles nicht verboten ist!

Alle Fans des runden Leders sollten jetzt mal dringend eine stille Gedenkminute für unsere Freiheiten in den Stadien einlegen. Denn entgegen allen Nörglern, notorischen Kritikern und Mecker-Tanten gibt es doch allerhand Rechte für die Besucher eines Fußballspiel.   

Danke blue

[…] Alle sind blind für die Güte des selbstgerechtesten Fußballverbandes der Welt. Dabei lässt er uns Fans noch so viele Freiheiten. Also ärgern wir uns nicht über das, was nicht erlaubt ist, sondern freuen uns verdammt noch mal über das, was uns als Fußballfans nicht verboten ist.

Wir dürfen Kulisse sein.

Wir dürfen jeden Freitag, Samstag, Sonntag, Montag unser Geld ins Stadion tragen.

Wir dürfen aufs Spielfeld schauen.

Wir dürfen versuchen uns mit überbezahlten balltretenden aalglatten Teenies zu identifizieren.

Wir dürfen rhythmisch klatschen.

Wir dürfen im Stadion allein aufs Klo – wenn wir uns danach die Hände waschen.

Wir dürfen im Stadion hüpfen.

Wir dürfen noch stehen.

Wir dürfen Helene Fischer hören.

Wir dürfen uns alkoholfreies Bier hinter die Binde kippen.

Wir dürfen in Erinnerungen schwelgen.

Wir dürfen laut Lieder singen (solange kein Funktionär die Texte versteht).

Wir dürfen fürs Fußballgucken Pay TV erwerben.

Wir dürfen Fahnen schwenken.

Wir dürfen sommermärchen-debil in Stadionkameras winken.

Na also. Jetzt mal ein bisschen mehr Dankbarkeit, für die vielen Freiheiten, die uns Papa DFB gibt. Und sicher wurde an dieser Stelle sehr undankbar noch viel übersehen, was wir alles dürfen […]
(spuckelch.wordpress.com)

DFB Grindel: (Wirklich) Kein Image Problem!?

Pressekonferenz mit DFB – Chef sieht kein Image Problem

Na dann ist ja alles wieder gut – oder auch nicht!

„Ich bestreite, dass das Image nicht gut ist“, sagte Grindel am Dienstag am Rande einer DFB-Veranstaltung in Frankfurt. Der Grund für die Unmutsbekundungen der Anhänger von Eintracht Frankfurt und BVB seien vielmehr die vielen Strafen für Verfehlungen der Fans. „Wir hatten es mit zwei Fangruppierungen zu tun, die wie keine andere von Entscheidungen des Sportgerichts betroffen waren“, so Grindel. „Die Fans haben ihre Unzufriedenheit mit diesen Entscheidungen deutlich gemacht.“

DFB-Zentrale mit Ball

Waren es wirklich nur die beiden Fanszenen von Frankfurt und Dortmund, welche dem DFB zuletzt den Krieg erklärt haben? Nein, es war auch nicht nur zuletzt die „besonders böse“ Dynamo-Fanszene beim Spiel in Karlsruhe, sondern zum Beispiel auch Zwickau, Hamburg, Gladbach, Rostock, Berlin oder Leverkusen (ostfussball.com berichtete).

Wirklich kein Image Problem? Mal ehrlich, beim DFB hilft nun auch kein schwuler „Botschafter für Vielfalt“ mehr, das miese Image in bester „Gutmenschen-Manier“ aufzupolieren!

Es wäre an der Zeit für einen Neuanfang, zumal die Fronten zwischen Fans und Verband extrem verhärtet sind. Während nämlich Meldungen über Korruption und Vetternwirtschaft beim DFB immer noch für Schlagzeilen sorgen, haben diese längst massive Unglaubwürdigkeit und auch Unverständnis bei den Fußballfans und Ultras in den Kurven erzeugt. Und mal ehrlich, wer soll unter solchen Voraussetzungen einen Verband noch wirklich ernst nehmen?

Helene Fischer vereint deutsche Fußballfans

Über das DFB Pokal RasenBallsport Highlight mit Helene Fischer

Während die ARD und SKY Zuschauer leider nicht in den Genuss der Gründung einer echten neuen gemeinsamen Fanfreundschaft zwischen Dortmunder und Frankfurter Anhänger kamen, wurde dieses Ereignis zumindest in den sozialen Netzwerk gebührend gefeiert. Denn Helene Fischer schaffte es sozusagen als Botschafterin des Deutschen Fußballbund, dass die ehemaligen Kontrahenten auf den Rängen sich tatsächlich annäherten. Daher möchten wir an dieser Stelle auch das originale Geschehen in Wort, Ton und Bild dokumentieren. 

Echt schade, denn das öffentlich-rechtliche Fernsehen ARD hielt sich leider an seinen Auftrag der „medialen Grundversorgung der Bevölkerung“… und entschied sich im Endeffekt für seinen tollen Geschäftspartner in Frankfurt. Nur einmal hätte man doch eine Ausnahme für den Fan-frieden im deutschen RasenBallsport machen können, dachten sich da die besorgten Zuschauer vor den TV Geräten.

Nein – denn etwas Verständnis sollte man schon für die Entscheidung haben, denn das Geld für die wichtigen Intendanten bei der ARD, wie zum Beispiel Tom Buhrow (knapp 400.000 Euro pro Jahr)  samt seinen fürstlichen Kollegen bei den Öffentlich-Rechtlichen, muss ja auch irgendwie erwirtschaftet werden. Niemand will doch wirklich auf das ausgezeichnete GEZ-Programm zukünftig verzichten. Und Qualität haben eben seinen Preis. Von daher alles richtig gemacht!

Studie: Kein Bock auf RB Leipzig, Hoffenheim & Co.

Situationsanalyse Profifußball 2017

Eine Studie mit mehr als 17.000 Teilnehmern gibt Einblick in die prekäre Situation im deutschen Profifußball. Demnach wollen knapp über die Hälfte der Anhänger von Bundesligisten dem Profifußball auf absehbare Zeit den Rücken kehren.

Einer der Gründe sind Vereine wie das künstliche Konstrukt RB Leipzig.  Denn während die Leipziger Neufans sich selbst, „ihren Verein“ „ihre Mannschaft“ und „ihre Champions League“ abfeiern, wird das außerhalb der Stadt Leipzig weitgehend als unattraktiv empfunden.

„In der Bundesliga herrscht zusehends Langeweile!“

„Die Grenze der Fußballkommerzialisierung ist erreicht!“

(…) Die Fans sehen sich immer mehr in der zahlenden, aber ungehörten Rolle. Man sei zwar für die Stimmung im Stadion gut genug, aber das Mitspracherecht bleibe verwehrt. Fans sollen nur noch funktionieren und den Pay-TV und Merchandise-Absatz erhöhen.

Selbst den organisierten Fangruppen fehlt es an Mitspracherecht. Weiterhin wird die totale Kommerzialisierung als weiteres Problem genannt. Zu hohe Ticketpreise gehen mit nicht-fangerechten Anstoßzeiten einher, das Bezahlfernsehen entscheide über die Spielansetzung – die Grenze des Kommerz sei erreicht.

Als dritter Grund gelten die Retorten-Konstrukte aus Leipzig und Hoffenheim. Die schlechte finanzielle Regelung sorgt für einen Spannungsabfall in der Bundesliga. Der Anteil an uninteressanten Bundesligisten nehme immer mehr und trage damit zur Distanzierung bei (…)

Foto & Text:  PDF

Profans Kommentar auf DFL Aussagen

Kampfansage in den Kurven angenommen

So zumindest kann man wohl den Kommentar des Fan-Bündniss „Profans“ auf die Aussagen des DFL Boss vergangene Woche verstehen. „Totengräber des Fußball“ und „Asozial“ bezeichnete Seifert demnach die Ultras in den Stadien. Und das solche Statements aus dem so fernen Frankfurt nicht lange mit Antworten auf sich warten lassen, sollte dabei Jedem klar sein. 

Stellungnahme Profans: 

ProFans - OHNE UNS KEIN KICK!

(…) Welches Kalkül wirklich hinter den primanerhaften Aussagen einiger Funktionäre steckt, wissen wir natürlich nicht, wundern uns allerdings, wenn einige Funktionäre nach gängigen Stadion-Schmähgesängen öffentlich den moralischen Zeigefinger heben und ihrerseits Fußballfans als „Schwachmaten“ oder „Idioten“ schmähen. So richtig humorvoll allerdings wird es, wenn die Altvorderen von DFB und DFL auf die Bühne treten und Äußerungen von Fankurven „missbilligen“ und „verachten“. Die Herrschaften aus der Abteilung „Wie kaufe ich am besten eine Großveranstaltung nach Deutschland, um noch mehr Kohle aus der Fußball-Piñata rauszuschlagen“ möchten uns also etwas von „juristischen Grenzen“ und „sozialem Miteinander“ erzählen. Da lacht das Volk, da tobt der Saal und will das Ganze noch einmal! Während das Sportgericht schon die nächsten unverhältnismäßigen Strafen auswürfelt, die Vereine den entsprechenden Druck auf die Fans mittels überzogenen Repressionen weiterleiten und die aufgestachelte Öffentlichkeit verbal auf die Fankurven einprügelt, werden mal wieder Maßnahmen gegen Fußballfans gefordert, die an der Rechtsstaatlichkeit komplett vorbei gehen (…)

Was ist Profans?

„Das unabhängige Bündnis „ProFans“ sieht sich als bundesweite Interessenvertretung für aktive Fan- und Ultragruppen in Deutschland. Das vordergründige Ziel der gemeinsamen Arbeit ist der Einsatz zum Erhalt der Fankultur, die uns allen am Herzen liegt.“

[profans.de]

Polizeigewalt gegen Aue Fan – Medienspiegel

Video von Polizeigewalt gegen einen Auer Fan in Nürnberg sorgt weiter für Wirbel

Unfassbare Szenen beim Spiel zwischen dem FC Nürnberg gegen den FC Erzgebirge Aue in der 2. Bundesliga – wir fassen an dieser Stelle zusammen –

Video: Polizeieinsatz gegen Fans aus Aue:

(…) Nach Spiel des FC Erzgebirge Aue am Sonnabend in Nürnberg ermittelt die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth gegen einen Polizeibeamten und gegen einen Fan aus Aue. Die Sprecherin des Polizeipräsidiums Mittelfranken, Elke Schönwald, sagte MDR SACHSEN, beim Polizisten bestehe der Verdacht auf Körperverletzung im Amt, dem Fan aus Aue würden Nötigung, Widerstand gegen Polizisten und Körperverletzung vorgeworfen. Hintergrund ist ein Video von einem Polizeinsatz in Nürnberg gegen einen Aue-Fan, das im Internet aufgetaucht war (…) [stadionfans.de]

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(…) Plötzlich griff er einen Beamten an und schlug ihm mit beiden Fäusten mehrfach ins Gesicht. Es entstand eine Rangelei, bei der letztlich mehrere Beamte gebunden waren. Der Beschuldigte konnte nur durch Einsatz unmittelbaren Zwanges zu Boden gebracht werden. Während dieser Amtshandlung wurden die eingesetzten Beamten von gut einem Dutzend Gästefans angegriffen. Es gelang nur unter erheblichem Einsatz unmittelbaren Zwanges in Form von Drücken und Schieben, die Angreifer abzuwehren. Dabei konnte sich der 30-Jährige wieder befreien und zunächst flüchten. Im Rahmen der Verfolgung gelang es erneut, den Flüchtenden zu stellen und von weiteren Kräften der Bereitschaftspolizei festnehmen zu lassen. Auch in dieser Situation verhielt sich der Beschuldigte sehr aggressiv und musste erneut durch Anwendung unmittelbaren Zwanges zu Boden gebracht werden. Diesmal wurden die Einsatzkräfte von mehreren Dutzend Gästefans angegriffen. Letztlich setzten die Beamten zur Abwehr des Angriffs Pfefferspray, Einsatzstock und unmittelbaren Zwang in Form von körperlicher Gewalt ein (…) [polizei.bayern.de]

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(…) Die Fanbetreuung des FCE hat inzwischen dazu aufgerufen, Hinweise, Bilder und Videos zur Verfügung zu stellen. Wie „Freie Presse“ von Rechtsanwalt Alexander Lindner erfuhr, hatte er mit den Hauptbetroffenen Kontakt. „Beide wollen Strafanzeige stellen, vorerst gegen unbekannt. Vor allem, was man am Ende des Videos sieht, ist aus meiner Sicht strafrechtlich relevant, egal was sich vorher ereignet hat“, so Lindner. Der Getretene stamme aus Schneeberg und sei bei der Polizeiaktion derart verletzt worden, dass er mit Prellungen und einer Gehirnerschütterung in ein Krankenhaus kam. Was genau passiert ist, müsse nun geklärt werden, sagte der Anwalt (…) [freiepresse.de]

Immer mehr Pyroaktionen trotz DFB Strafen

DFB Strafen gegen Pyro in den Stadien ohne Wirkung

Es vergeht kein Spieltag in den deutschen Stadien des DFB ohne Meldungen über Pyroaktionen in den Fankurven. Dies ist auch kein regionales Ost/ West Problem, wie es gerne in verschiedenen Medien dargestellt wird. Gezündelt wird einfach überall, und das zuweilen heftig.

Die DFB Strafen gegen solche Vergehen erzielen somit keinerlei Wirkung. Und bestraft werden mit den finanziellen Sanktionen ohnehin nur die betroffenen Vereine. Grund genug diese völlig nutzlose Belastung der Clubs endlich zu beenden und über zukünftige Alternativen nachzudenken. Zumal es auch niemals 100% durch Kontrollen an den Eingängen zu verhindern ist.

*Pyroaktionen beim Spiel Zwickau gegen Rostock (20.3. 2017)

Vorschläge dazu gab es bereits vor Jahren. Genauer gesagt, im Jahre 2010 gingen Fans mit einer Initiative auf den Verband zu. Damals nutze man allerdings diese große Chance in Frankfurt nicht, um einen vernünftigen Konsens mit den aktiven Fans zu finden. Man entschied sich für eine harte Gangart, welche die damals eigentlich entspannte Situation, leider bis heute immer mehr verschärfte. Eine fatale Entscheidung, wie sich ja nun deutlich herausstellte.

Die FDP kramte vor geraumer Zeit genau diese alten Vorschläge hervor:

  • abgesperrter Bereich im Block

  • feste Zuweisungen von Personen und Verantwortungsbereichen

  • ausschließliche Nutzung von Rauchfackeln, die nicht unter das Sprengstoffgesetz fallen

  • feste Zuweisung von Zeitpunkten vor oder nach dem Spiel, um den Spielbetrieb nicht zu beeinflussen

(ostfussball.com)

Es wäre an der Zeit für einen Neuanfang, zumal die Fronten extrem verhärtet sind. Während nämlich Meldungen über Korruption und Vetternwirtschaft beim DFB für Schlagzeilen sorgen, haben diese längst massive Unglaubwürdigkeit und auch Unverständnis bei den Fußballfans und Ultras in den Kurven erzeugt.  Und mal ehrlich, wer soll unter solchen Voraussetzungen einen Verband noch ernst nehmen?

Union Berlin schießt übers Ziel hinaus

Der 1. FC Union Berlin bald in der 1. Bundesliga angekommen?

Die Ost(Berliner) stehen momentan auf dem direkten Aufstiegsplatz ins deutsche Fußball-Oberhaus. Was zu Beginn der Spielzeit keiner glaubte – der Zwerg aus dem Osten der Hauptstadt kann den Aufstieg plötzlich schaffen! Und beim 2:0-Sieg gegen die Würzburger Kickers am vergangenem Wochenende machte man mit einer Choreo schon mal auf die positive Situation beim ostdeutschen Vorzeigeverein an der Alten Försterei aufmerksam. 

Ein Blick in die Vergangenheit bzw. Tradition des Vereins klärt auf: Zu DDR Zeiten war Union Berlin zwar immer eine „Fahrstuhlmannschaft“  zwischen Oberliga und Liga, doch auf seine Fans konnte man sich auch damals schon immer voll verlassen. Der Verein füllte unabhängig von Ligazugehörigkeit sein Stadion und tausende Unioner pilgerten Woche für Woche auswärts zu spielen. Und daran hat sich auch bis heute nichts geändert. Für viele ostdeutsche Fußballanhänger verkörpert Union Berlin in der heutigen Kommerz-verseuchten Zeit den Gegenpart zum unbeliebten Projekt von Red Bull in Leipzig – und die leise Hoffnung, dass im deutschen Fußball vielleicht doch noch nicht alles verloren ist.

Übrigens: Bei einem Aufstieg in die 1. Bundesliga würde der 1. FC Union Berlin rund 40 Millionen Euro in der kommenden Spielzeit aus den Fernsehrechten der DFL kassieren. Derzeit sind es rund 9 Millionen.

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