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Schlagwort: Eintracht Frankfurt

RB Fans Boykott

Aktive Fans von Red Bull boykottieren Montagsspiel in Frankfurt

Man kannte bisher nur die zahlreichen Boykotte hierzulande gegen die Machenschaften von Red Bull im deutschen Fußball. Doch nun schlagen die Red Bull Ultras zurück und wollen ebenfalls boykottieren. Nein diesmal nicht gegen den eigenen Milliarden-schweren Besitzer in Österreich, sondern eben Boykott des Montagsspiel in Frankfurt.

Und dabei gehen sie sogar noch einen Schritt weiter und fabulieren über die “bestehenden Verhältnisse und die kapitalistische Logik des Profifußballs in seiner Gänze” – klingt komisch, ist es auch:

Wir haben uns daher schwerlich dazu entschieden, das Spiel gegen die Eintracht zu boykottieren und dem Waldstadion fernzubleiben. Im Wissen darüber, dass eine lautstarke Unterstützung in diesem Spiel absolut wichtig wäre und im Schmerz darüber, die Partie zu verpassen, haben wir diese bewusst und überlegte Entscheidung getroffen.

Aufgrund neuer Fernsehverträge fallen die Bundesligen seit einigen Saisons immer mehr der Spieltagszerteilung zum Opfer. Dies trifft uns genauso hart wie andere Verein. Der Montag des Frankfurt-Spiels ist zudem direkt der nächste Wochentermin für alle Fans, die wenige Tage zuvor das Auswärtsspiel gegen den SSC Neapel mitgenommen haben. Eine Hürde, die nicht von jedem und jeder zu meistern ist. Die Arbeit, Ausbildung, Schule und Universität bringen uns in erhebliche Probleme, Beziehungen und Freundschaften leiden darunter, ebenso unser aller Alltag fernab des Fußballs.

Eine Problematik, die Fans aller Vereine kennen und sich mit den daraus entstehenden Problemen konfrontiert sehen. Bundesliga-Fußball soll für uns am Wochenende und auch nur am Wochenende stattfinden, so zumindest die Wunschvorstellung. Dass die Verbände dabei die Meinungen der Fans dabei ständig und auf immer dreistere Weisen konterkarieren, sollte allen aufgefallen sein, so dass wir darauf an dieser Stelle nicht erneut eingehen werden.
Das kommende Montagsspiel ist zwar zweifelsohne eine schwere Bürde, nichtsdestotrotz hätten wir natürlich den Weg nach Frankfurt bestreiten können. Es geht uns aber in aller Entschlossenheit darum, unseren Unmut darüber zu äußern und deutlich zu zeigen, dass wir damit ein erhebliches Problem haben und eben dafür das Protestmittel eines Boykotts nutzen.

Wir wissen natürlich über die bestehenden Verhältnisse und die kapitalistische Logik des Profifußballs in seiner Gänze und daher wäre es an dieser Stelle naiv zu denken, dass ein Spielboykott dazu beitragen könnte, die Montagsspiele abzuschaffen. So schön es sein mag in romantischen Fußballillusionen zu versinken, sollten wir uns der Sache bewusst sein, dass Fans von Profivereinen den kapitalistischen Zwängen in einem gewissen Rahmen immer als Projektionsfläche dienen werden.

Wir rufen dennoch alle dazu auf, dem Montagsspiel gegen Eintracht Frankfurt fernzubleiben und Stellung gegen die Spieltagszerteilung zu beziehen. So traurig es auch ist, die Mannschaft ohne aktiven Support allein zu lassen, so notwendig scheint uns dieser Schritt ebenfalls zu sein.

rasenballisten e.V.

Unser Tipp: Bleibt doch bitte nicht nur Montags weg, sondern einfach immer! Das hätte für die “bestehenden Verhältnisse und die kapitalistische Logik des Profifußballs in seiner Gänze” zumindest schon mal einen guten Ansatz.

RB Leipzig: Schwere Anschuldigungen durch Eintracht Fans

Katastrophale Zustände beim Spiel zwischen RB Leipzig und Eintracht Frankfurt

So zumindest schildern Anhänger aus Frankfurt die schlimmen Zustände beim Einlass in die “Bullen-Arena” am vergangenem Wochenende in Leipzig. Auch die Leipziger Polizei soll alles andere als deeskalierend agiert haben und wahllos Pfeffer-spray gegen Eintracht-Fans eingesetzt haben.  Zudem wird berichtet, dass Wege und Zugangsstraßen nicht von Eis befreit waren und so die Verletzungsgefahr der Gäste billigend in Kauf genommen wurde. Nun machen sich die Fußballfans aus Hessen Luft über Kommentare in den sozialen Netzwerken wie Facebook. 

(…)  Laut übereinstimmenden Augenzeugenberichten, waren die Eintrachtfans in Leipzig an unmenschlichen und repressiven Verhältnissen ausgesetzt. Angefangen hat alles beim Marsch wo es zum erhöhtem Einsatz von Pfefferspray gekommen ist, aus nicht nachvollziehbaren Gründen (Ein Polizist ist wohl beim Rückwärtslaufen über einen Müllsack gestolpert, woraufhin die Polizisten die Eintrachtfans wegschubsten und dann auch mit Pfefferspray eingriffen).

Darüber hinaus war die Marschroute nicht freigeräumt und somit war die Route stark gefroren, was eine hohe Verletzungsgefahr für die Eintrachtfans zur Folge hatte. An den Einlasskontrollen waren dann Drehschlösser, die an Knastverhältnisse erinnerten. Das Absurde daran war, dass für 6.000 Eintrachtfans ganze 12 Drehschlösser vorhanden waren, die dann zwischenzeitlich ausgefallen sind und so programmiert waren, dass sie nach jedem Scan eines Tickets für 30 Sekunden still stehen, damit die Ordner genug Zeit haben, um die Tickets zu kontrollieren. Mag sein, dass das sinnvoll klingen mag, aber jeder normal denkende Mensch weiß doch, dass das bei 6.000 Personen niemals funktionieren kann.

Da ist es logisch dass sich da irgendwann die Aggressionen aufbauen. Man fährt fünf Stunden, zahlt viel Geld für Fahrt und Tickets, steht bei -5 Grad vor dem Gästeblock, ohne die Gewissheit zu haben, ob man es noch vor Anpfiff ins Stadion schafft. Darüber hinaus setzt sich bei der großen Masse, die mehr als eng zusammensteht, wo es keinen Weg nach vorne, nach hinten oder zur Seite gibt, der menschliche Instinkt von Panik ein (…) [facebook.de]

Und solche Anschuldigungen sind nicht neu. Etliche Fans anderer Vereine hatten sich in der Vergangenheit schon öfters über die gravierenden Missstände in Leipzig beim Einlass zum Gästeblock beschwert. Geändert hat sich anscheinend auch in der 1.Bundesliga in der ehemaligen Messestadt nichts, denn diese Auffälligkeiten speziell beim Neu-Leipziger-Verein gibt es schon seit der Regionalliga.

RB Leipzig: Zusätzliche Tickets an SGE Fans

Über 5000 Fans von Eintracht Frankfurt werden am Samstag in Leipzig dabei sein

Möglich gemacht haben die zusätzlichen Tickets eine Fanfreundschaft zwischen den Ultras der SGE mit der BSG Chemie in Leipzig. Diese hatten nämlich vorsorglich zusätzliche Gäste-Eintrittskarten für ihre Freunde in der ” Bullenarena” besorgt.

Schaut man sich die Kommentare unter dem Video auf der Facebookwebseite von “Deutschland sagt Nein zu RB Leipzig” an, kann man allerdings nur hoffen, dass es ruhig in Leipzig bleibt. Obwohl da sicherlich schon jetzt so einige Zweifel beim Betrachter aufkommen.

DFB-Protest im DFB-Pokal

Pyro: Im DFB-Pokal brannte es wieder lichterloh auf den Rängen

Die Verbote von Pyrotechnik oder Kollektivstrafen, und die dadurch resultierenden Strafen durch die Vereine, scheinen nicht zu fruchten. Ganz im Gegenteil – gegen den Deutschen Fußballbund (DFB)  hat sich regelrechter “Hass-Protest” auf Seiten der aktiven Fans aufgebaut. Und immer mehr gilt dies vor allem im DFB-Pokal. Denn im Gegensatz zu den Meisterschaftsspielen der Bundesliga (DFL) ist im Pokalwettbewerb der DFB alleiniger Veranstalter.

Ob nun beim Spiel in Halle gegen den Hamburger SV oder gestern Abend in Dortmund beim Spiel von 1. FC Union Berlin – wieder wurden zahlreiche Pyro in verschiedenen Fankurven abgebrannt. Und das trotz des BGH-Urteil, dass die Vereine nun ihre vom DFB erhaltenen Strafen an die Verursacher weiter geben dürfen. Eine Art Scharia Gesetz im deutschen Fußball.

Doch nicht nur mit Pyro wurde der Protest der aktiven Fanszenen im DFB-Pokal getragen. So machten die Frankfurter Ultras mit einer Spielgeld-Aktion “Korrupte Bastarde” und diversen Bannern mit der Aufschrift: “Fußballmafia DFB” beim Spiel gegen Ingolstadt aufmerksam. Anschließend gab es gar gegrilltes “DFB-Schwein” für Besucher einer Fanparty. Grund: Zuletzt wurden immer wieder  mafiöse Strukturen, Korruption und Vetternwirtschaft, ähnlich wie bei der FIFA auch beim DFB bekannt. Um Ex DFB Chef Wolfgang Niersbach ist es seit diesen öffentlichen Enthüllung ruhig geworden.

Interviewpartner gesucht: Bist du Hooligan?

Spiegel TV sucht für eine neue Produktion ehemalige aktive Leute aus der Hooliganszene

Bekanntlich hatte die Hooliganszene in Deutschland in den neunziger Jahren ihren Höhepunkt erreicht. In Ostdeutschland waren dabei die härtesten Hools beim BFC Dynamo, Chemnitzer FC sowie Lok Leipzig zu finden. Im Westen waren es wohl die Frankfurter und Kölner Hooligans. Mit dem Ende der Hooligan-Ära übernahmen die Ultras die Kurven in den Stadien, wo sie bis heute dominieren.

Nun sucht Spiegel TV für eine neue Fernsehproduktion im Forum von Stadionfans.de ein paar Interviewpartner aus dieser durchaus “wilden Zeit” –

Wir produzieren momentan eine 45-minütige Reportage für den Sender ZDFinfo zum Thema „Hooligans“ und suchen Interviewpartner, also erlebnisorientierte Fans, die noch aktiv sind oder es bis vor Kurzem waren.

In unserem Film geht es uns nicht um vermeintlich investigative Enthüllungen oder die Entlarvung Beteiligter und wir wollen auch keine Ultras in die Hooligan-Ecke stellen. Darüber hinaus wird es in unserem Film auch weder besorgte Mütter noch verletzte Polizisten geben. Uns interessiert vielmehr ein historischer Abriss des Themas (Hooliganism in England / Deutsche Hools 70er Jahre bis heute), eine jugend- bzw. popkulturelle Betrachtung (England / Mode / Musik / Hooligan-Spielfilme) und die „Emo“-Komponente, also die Frage, was eigentlich das Geile daran ist (Was ist der Kick? Suchen Extremsportler nicht ähnliche Erlebnisse, finden sie nur woanders?).

Uns ist klar, dass das ein sensibles Thema ist und würden unsere Interviewpartner auf Wunsch selbstverständlich anonymisieren. Bei Interesse würden wir uns über eine kurze Mail an: Recherche@spiegel-tv.de freuen – Vielen Dank!

Mehr Informationen dazu findet man hier

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