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RasenBallsport des DFB in der Kritik – „Krieg dem DFB“

Krieg dem DFB

Am letzten Spieltag der Saison solidarisierten sich mehrere Ultra`, – Fan-Szenen aus verschiedenen Vereinen mit den Ultras von Dynamo Dresden. Diese hatten vergangene Woche mit einer beeindruckenden Aktion in Karlsruhe für ordentlich Furore bei den deutschen Fans, aber auch Besorgnis beim Verband und in den Medien gesorgt. 

Nun gab es „Krieg dem DFB“ – Banner in verschiedenen Stadien, so zum Beispiel in Zwickau, Hamburg, Gladbach, Rostock, Berlin, Leverkusen.

Sollte sich der Konflikt zwischen dem DFB /DFL und den aktiven Fans in den Kurven nach der Sommerpause ausweiten, kann man schon jetzt von einem Flächenbrand zu Beginn der kommenden Spielzeit ausgehen. Wir resümierten diesbezüglich ja bereits letzte Woche eine Eskalation im politischen Klassenkampf zwischen Kommerz und Ultras:

Bei der aktuellen Eskalation der Geschehnisse im deutschen RasenBallsport fragt man sich allerdings, was nun hierzulande wohl als Nächstes passiert. Werden die (ost)deutschen Ultras / Fans bald gemeinsam vor der Zentrale der Fußball-Funktionäre in Frankfurt am Main auftauchen? So weit weg davon ist man sicherlich nicht mehr… (ostfussball.com)

Ein ehrlicher Dialog zwischen den Parteien wäre also jetzt die letzte Möglichkeit, die extrem angespannte Situation zu deeskalieren. Ob das überhaupt aufgrund der festgefahrenen Strukturen innerhalb der Verbände, aber auch Ultras-Szenen überhaupt noch möglich ist, wird sich dann zeigen…

Ostdeutschland – Football Army Medienspiegel

Ost, Ost, Ostdeutschland!

So hallte es am vergangenem Wochenende durch das idyllische Baden. Mit einem Manöver demonstrierten zirka 2000 Dynamo Ultras / Fans in Karlsruhe eindrucksvoll, dass nun das Regiment der aktiven deutschen Fan-Szenen nach Dresden übergegangen ist. Und während diese Art von Guerilla Marketing in den sozialen Netzwerk-Kurven teilweise frenetisch gefeiert wird, schäumen die Mainstream Medien sowie die betroffenen Verbände. Grund genug für uns, noch einmal die Geschehnisse an dieser Stelle zusammen zu fassen –

„Krieg dem DFB!“ – Denn der könnte den Auftritt der Dynamofans als tatsächliche Kriegserklärung werten. Und das könnte für den Verein, besonders in der kommenden Saison, für einschneidende Konsequenzen sorgen. (Tag24.de)

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Nachdem DFL Boss Seifert den Krieg eröffnete, die Ultras von Dynamo am Wochenende in Karlsruhe martialisch antworteten, meldete sich nun auch der sächsische Innenminister Markus Ulbig zu Wort (ostfussball.com)

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… hat der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes die Ermittlungen aufgenommen. In ungewohnter Schärfe reagierte der DFB auf die Krawalle und das bisherige Krisen-Management des Vereins. Innenminister Thomas de Maizière nannte die Vorkommnisse „völlig inakzeptabel“. (t-online.de)

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Sportgeschäftsführer Ralf Minge von Dynamo Dresden hat sich am Dienstagabend kritisch über die Szenen in Karlsruhe geäußert. Beim „19:53 – Der Dresdner Fußballtalk“ sagte er, er finde die Vorfälle „auf Deutsch gesagt scheiße“. (mdr.de)

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Mitten in der Innenstadt von Karlsruhe, vor und im Stadion haben am Sonntag rund 2.000 Dynamo-Dresden-Hooligans mit einem martialischen Auftritt schockiert. Beim „Sturm“ in den Auswärtssektor verletzten die gewalttätigen Fans laut Polizei 21 Ordner. (orf.at)

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Was für ein geiler Scheiß ist das denn?! Das schaut aus wie auf dem Balkan oder in Polen. Ich hatte mich zuvor nicht mit dem Spiel befasst, für mich kam dieses Filmchen, das von der „Kübelpappe“ aus gefilmt wurde und inzwischen wohl zigmal kopiert und zig hunderttausendfach angeschaut wurde, völlig aus der Kalten. (turus.net)

Weitere nachfolgende Infos zum Thema Football Army Dynamo Dresden findet man dazu auch im Ultras Forum im folgendem Thread: stadionfans.de

Knast für Football Army Dynamo Dresden?

Sachsens Innenminister fordert Knast für Dynamo Fans

Der politische Klassenkampf zwischen DFB / DFL und Ultras geht in die nächste Runde. Nachdem DFL Boss Seifert den Krieg eröffnete, die Ultras von Dynamo am Wochenende in Karlsruhe martialisch antworteten, meldete sich nun auch der sächsische Innenminister Markus Ulbig zu Wort: 

„Ich hoffe, dass das am vergangenen Freitag verabschiedete Gesetz jetzt konsequent angewendet wird. Straftäter unter dem Deckmantel von Fußballfans müssen schnell ermittelt, verurteilt und eingesperrt werden. „Fußball muss nicht nur im Stadion, sondern auch davor sicherer werden. Das kann aber nicht allein die Aufgabe der Polizei sein. Hier erwarte ich von allen, die im Fußball Verantwortung tragen, dass sie sich künftig noch deutlicher von den gewaltbereiten „Fans“ distanzieren und entsprechende Maßnahmen ergreifen, um alle friedlichen und sportbegeisterten Fans aber auch die Polizei besser zu schützen.“

(Foto: YouTube.com)

Worum geht es in dem neuen Gesetz?

Wer Polizeibeamte, Gerichtsvollzieher oder Rettungssanitäter körperlich angreift, soll künftig mit härteren Strafen rechnen müssen. Wo es bisher meist mit einer Geldstrafe sein Bewenden hatte, soll künftig eine Mindeststrafe von drei Monaten Haft drohen.

Allerdings wird es sicherlich sehr schwer werden, die Täter zu ermitteln – waren sie doch allesamt getarnt. Knast für die Dresdener Football Army – also wohl eher nicht. So wird es wahrscheinlich wieder bei einer Kollektivstrafe + hohen Summe X für die SG Dynamo Dresden durch das DFB-Sportgericht bleiben.

Bei der aktuellen Eskalation der Geschehnisse im deutschen RasenBallsport fragt man sich allerdings, was nun hierzulande wohl als Nächstes passiert. Werden die (ost)deutschen Ultras / Fans bald gemeinsam vor der Zentrale der Fußball-Funktionäre in Frankfurt am Main auftauchen? So weit weg davon ist man sicherlich nicht mehr…

Ultras asozial – DFB korrupt?

Theo Zwanziger bekräftigt erneut Korruptionsvorwürfe gegen DFB

Es sind schon harte Worte, welche diese Tage die Chefetage der Deutschen Fußball Liga in Richtung Ultras in den Fankurven verlassen hatten. „Totengräber des Fußball“ und „Asozial“ wetterte DFL-Chef Seifert in Richtung Ultras. Doch wie ist es eigentlich um unsere Funktionäre bestellt? Da steht doch immer noch ein Korruptionsverdacht im Raum, welchen Theo Zwanziger nun erneut bekräftigte: 

Theo zwanziger 20060119

Einige aktuelle Zitate von Zwanziger gegenüber der BILD:

„Da kann es nach den heutigen Erkenntnissen keine zwei Meinungen mehr geben. Denn anders als beim Warner-Vertrag führt der Weg – wieder einmal – nach Katar zu Bin Hammam. Der hat für uns gestimmt und weitere Stimmen besorgt“

Das korrupte FIFA-System hat auch vor Deutschland nicht Halt gemacht.

Der sogenannte Freshfields-Bericht zur Aufarbeitung der dubiosen Zahlung von 6,7 Millionen Euro in Richtung Katar sei „sein Geld nicht wert.“ „Der Bericht ist in vielen Punkten angreifbar, sein Zustandekommen ist intransparent, es gab erkennbar keine Ausschreibung, zwischen DFB und Freshfields bestehen personelle Verquickungen, das Verhalten von Personen des Auftraggebers wird beschönigt“

Und auch das Fan-Bündnis Profans hatte sich zum Thema „Wer im Glashaus sitzt“ bereits gestern zu Wort gemeldet:

„Die Herrschaften aus der Abteilung „Wie kaufe ich am besten eine Großveranstaltung nach Deutschland, um noch mehr Kohle aus der Fußball-Piñata rauszuschlagen“ möchten uns also etwas von „juristischen Grenzen“ und „sozialem Miteinander“ erzählen. Da lacht das Volk, da tobt der Saal und will das Ganze noch einmal!“

(ostfussball.com berichtete bereits)

Profans Kommentar auf DFL Aussagen

Kampfansage in den Kurven angenommen

So zumindest kann man wohl den Kommentar des Fan-Bündniss „Profans“ auf die Aussagen des DFL Boss vergangene Woche verstehen. „Totengräber des Fußball“ und „Asozial“ bezeichnete Seifert demnach die Ultras in den Stadien. Und das solche Statements aus dem so fernen Frankfurt nicht lange mit Antworten auf sich warten lassen, sollte dabei Jedem klar sein. 

Stellungnahme Profans: 

ProFans - OHNE UNS KEIN KICK!

(…) Welches Kalkül wirklich hinter den primanerhaften Aussagen einiger Funktionäre steckt, wissen wir natürlich nicht, wundern uns allerdings, wenn einige Funktionäre nach gängigen Stadion-Schmähgesängen öffentlich den moralischen Zeigefinger heben und ihrerseits Fußballfans als „Schwachmaten“ oder „Idioten“ schmähen. So richtig humorvoll allerdings wird es, wenn die Altvorderen von DFB und DFL auf die Bühne treten und Äußerungen von Fankurven „missbilligen“ und „verachten“. Die Herrschaften aus der Abteilung „Wie kaufe ich am besten eine Großveranstaltung nach Deutschland, um noch mehr Kohle aus der Fußball-Piñata rauszuschlagen“ möchten uns also etwas von „juristischen Grenzen“ und „sozialem Miteinander“ erzählen. Da lacht das Volk, da tobt der Saal und will das Ganze noch einmal! Während das Sportgericht schon die nächsten unverhältnismäßigen Strafen auswürfelt, die Vereine den entsprechenden Druck auf die Fans mittels überzogenen Repressionen weiterleiten und die aufgestachelte Öffentlichkeit verbal auf die Fankurven einprügelt, werden mal wieder Maßnahmen gegen Fußballfans gefordert, die an der Rechtsstaatlichkeit komplett vorbei gehen (…)

Was ist Profans?

„Das unabhängige Bündnis „ProFans“ sieht sich als bundesweite Interessenvertretung für aktive Fan- und Ultragruppen in Deutschland. Das vordergründige Ziel der gemeinsamen Arbeit ist der Einsatz zum Erhalt der Fankultur, die uns allen am Herzen liegt.“

[profans.de]

DFL: „Ultras sind asozial“

DFL Boss Seifert über die Leute in der Kurve

…genauer genommen wettert er über die „wenigen“ Fans (Ultras), die aktiven Fans in den Kurven. Zu viel Pyroaktionen, zu viel kritische Banner – so etwas sollte es nach seiner  Meinung in der wunderbaren Welt der DFL nicht geben. Und die Verhaltensweise von einigen Fans sei nach Ansicht von Seifert asozial. Mit kritischer Meinungsäußerung hätte dies nichts zu tun.

Fußballanhänger(Ultras Hapoel Tel Aviv)

„In Wahrheit sind diese Personen die Totengräber der Fankultur, um die es ihnen angeblich geht.“

„In einem Stadion von 50.000 Zuschauern reichen 50, die dem Spiel den Charakter geben. Perfide ist: Diese 0,1 Prozent finden sich saucool. Mit Prävention sind die nicht mehr zu erreichen“

„95 Prozent der Zuschauer ist nicht mehr klarzumachen, warum Stadien aussehen wie militärische Krisengebiete, weil über der Stadt die Hubschrauber kreisen und vermummte Polizisten herumlaufen“

(stadionfans.de)

Fazit: In den deutschen Stadien hat nun ein echter Klassenkampf begonnen. Und DFL-Seifert´s Worte waren wohl in Zeiten von erdrückender Kommerzialisierung nur noch der Startschuss für den finalen Endkampf gegen Fankultur hierzulande. Der Ausgang dieser Auseinandersetzung ist jedoch noch völlig ungewiss und die Antwort in voller Härte wird sicherlich auch nicht lange auf sich warten lassen.

Chemnitzer FC: Hohe Bedingungen für Lizenz

Chemnitzer FC muss weiter um die Lizenz bangen

Vielen Vereinen der dritten Liga steht das Wasser sprichwörtlich bis zum Hals. Den VfR Aalen und den FSV Frankfurt hat es bereits erwischt, anderen Teams könnte es schon bald ähnlich ergehen – einer von ihnen ist der Chemnitzer FC. So stellt der DFB und die DFL ganz aktuell hohe finanzielle Bedingungen für eine Lizenzierung an die Chemnitzer Verantwortlichen:

DFB: Im wirtschaftlichen Bereich muss der Chemnitzer FC einen beweiskräftigen Nachweis und die Bestätigung eines Wirtschaftsprüfers von Mittelzuflüssen bzw. geringeren Mittelabflüssen in Höhe von rund 4,6 Mio. Euro erbringen.

DFL: Im wirtschaftlichen Bereich muss der Verein einen beweiskräftigen Nachweis und die Bestätigung eines Wirtschaftsprüfers von Mittelzuflüssen bzw. geringeren Mittelabflüssen in Höhe von rund 0,5 Mio. Euro erbringen.

DFB-Zentrale mit Ball

Ob die Zahlen wirklich erfüllt werden können, ist derzeit noch völlig unklar. Seit dem letzten Wochenende ist jedoch eins klar – der CFC wird nicht in die 2. Bundesliga aufsteigen und somit auch nicht in den Genuss der hohen Fernsehgelder kommen. Und mit den Peanuts aus der 3.Liga wird es schwer, sehr schwer. Auch wenn die Lizenzierung gelingt, wird man wohl deutlich beim teuren Kader abspecken müssen.

Finanzielle Dauerprobleme gibt es auch bei anderen Ostvereinen wie Zwickau, Rostock, Erfurt, Halle.  Überhaupt schreibt wohl kein einziger Verein der 3. Liga schwarze Zahlen. Denn die Auflagen sind hoch, die Einnahmen viel zu gering. Da hilft sicher auch nicht, dass nun die Telekom schon eher die TV-bisherigen Übertragungsrechte der Dritten Programme der ARD erhalten soll.

Schreckgespenst 3.Liga

Kein Verein in der 3. Liga schreibt schwarze Zahlen

Es sind längst nicht nur unsere Ostvereine, nein die ganze dritte Liga leidet mittlerweile unter akuten Geldmangel. Bei einigen gehen die Lichter schon jetzt aus (Aalen, Frankfurt), bei anderen Clubs könnte dieses Szenario direkt nach der Saison eintreten. Jetzt hat sich Ehrenpräsident des VfL Osnabrück, Dirk Rasch, zu Wort gemeldet: 

(…) Rasch sagte im Deutschlandfunk, viele Traditionsclubs wüssten nicht, ob sie das Jahr überstünden. Er gehe davon aus, dieses Jahr kein einziger Verein der 3. Liga schwarze Zahlen schreibe. Rasch ist auch Autor des Buches „Rettet den Fußball“. Er betonte, der DFB habe total versagt. Man drücke den Vereinen Auflagen auf wie in der 1. und 2. Liga und lasse ihnen dann aber so wenig Geld zukommen, dass sie rote Zahlen schrieben. Es gehe um Investitionen in Stadien, Sitzplätze und Rasenheizung, und besonders heikel sei das für die Teams, die auf dem Sprung in die 2. Liga seien. Mit dem Geld, das man als Drittligist bekomme, habe man im Grunde keine Chance, nach oben zu kommen (…) [dw.de]

Stadion Magdeburg

Wie sieht es aktuell bei unseren Ostvereinen der 3.Liga aus?

Finanzielle Probleme gibt es derzeit in Zwickau, Rostock, Erfurt, Halle und Chemnitz. Mit einem Aufstieg in die 2. Bundesliga wären diese Finanznöte zumindest kurzfristig vom Tisch. Doch neben dem 1. FCM hat nur noch der CFC theoretische Chancen auf den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Der FSV Zwickau hatte in der Winterpause aus Geldnöten und prekärer Tabellen-Situation erst gar keine Lizenz beantragt. Nun steht man als beste Rückrundenmannschaft  nur 4 Punkte hinter dem direkten Aufstiegsplatz…

Protest gegen RB Leipzig in Augsburg

Protestbanner gegen Red Bull Leipzig trotz Verbot

Mit einem Maulkorb hatten die Verantwortlichen des FC Augsburg versucht, kritische Banner (wahrscheinlich auf Anweisung des DFB) gegen RB Leipzig im Vorfeld der Partie gegen die „Bullen“ zu verhindern. Gelungen ist das natürlich nicht. Aus einzelnen Protestbannern wurde nun sogar gleich eine komplette Choreo der Augsburger Fanszene gegen die Allianz aus DFB und Red Bull. 

„DFL, RB und DFB Hand in Hand, fahren den Fußball an die Wand!“, so die eindeutige Message an die Funktionäre beim  unbeliebten Verband bzw. den Konzern aus Österreich. 

Und dass mit derartigen Verboten oder Einschränkungen etwas erreicht werden kann, daran glaubt wohl hierzulande niemand. Ganz im Gegenteil, denn durch solche Maßnahmen und massiven Eingriffen gegen die Meinungsfreiheit wird sich die Situation weiter zwischen Fußballfans und dem DFB bzw. Red Bull verschärfen.

Übrigens auch kleinere Banner mit Spruchbändern schafften es ins Stadion: „Red Bull hat mehr tote Sportler auf dem Gewissen als die Dortmunder Steine schmissen!“ Und ein weiteres Spruchband lautete: „Lieber als FCA-Fan sterben wie als RB-Kunde leben!“

FDP: Pyrotechnik ist kein Verbrechen – Chemnitzer Weg

„Chemnitzer Weg“ für die Jungen Liberalen nun auch als Beschlussvorlage bei der FDP

Die harte Gangart des DFB / DFL in Sachen Verbot von Pyrotechnik in den deutschen Stadien ist komplett gescheitert! Das vermeintliche Machtwort aus Frankfurt hat im Prinzip das Gegenteil erreicht. Denn noch nie zuvor wurde soviel unkontrolliert in den Arenen gezündet, wie in dieser Spielzeit 2016 /2017 – Zeit um endlich auch beim längst ergrautem Verband umzudenken. Die FDP hat sich dazu nun öffentlich positioniert, und einen sechs Jahre alten Vorschlag aus Chemnitz wieder rausgekramt – 

Was ist der Chemnitzer Weg?

Nichts anderes, als kontrolliertes Abbrennen von Pyrotechnik in Stadien, was bereits in 2010 positive Erfahrungen beim Chemnitzer FC und seinen ultra-orientierten Fußballfans erzielte.

(…) Nach einigen erfolgreichen Verläufen dieser Art entschied man sich einen weiteren Schritt zu gehen. Demnach war es den ultraorientierten Jugendlichen ein großes Bedürfnis, Pyrotechnik auch authentisch und gemäß ihrer spezifischen Jugend(fan)kultur im Block zu entzünden. Folglich suchte man gemeinsam nach Möglichkeiten, dies umzusetzen. Schnell wurde klar, dass diesbezüglich folgende Eckpunkte als unbedingte Voraussetzungen feststanden:

  • abgesperrter Bereich im Block
  • feste Zuweisungen von Personen und Verantwortungsbereichen
  • ausschließliche Nutzung von Rauchfackeln, die nicht unter das Sprengstoffgesetz fallen
  • feste Zuweisung von Zeitpunkten vor oder nach dem Spiel, um den Spielbetrieb nicht zu beeinflussen

Basierend auf diesen Voraussetzungen wurden auch die weitergehenden Schritte genehmigt und erfolgreich umgesetzt. Im Rahmen des Sachsenpokalfinales zwischen dem Chemnitzer FC und dem FC Erzgebirge Aue gab es sogar eine gemeinsame Aktion auf beiden Fanseiten. Vor dem Hintergrund, dass die Fans beider Vereine eine Erzfeindschaft verbindet, ist dieser Akt des Dialoges vor dem Spiel sehr hoch einzuschätzen. Zudem kam es an diesem Tag zu keinen Zwischenfällen rund um das Spiel (…) [cfc-fanpage.de]