Ostrock – Ostvereine: Silly Auftritt bei Red Bull

Das war sie nun – die Aufstiegsfeier des Jahres

Der edle Fürst aus dem benachbartem Alpenstaat hatte gerufen und sein gemeines Fußvolk war gekommen. Und sogar der Mitteldeutsche Heimatsender von nebenan durfte zur dreistündigen Dauerwerbesendung eines Energy-drink ganz exklusiv vor Ort berichten. Die Party in Leipzig hätte so schön sein können, wenn da nicht die Ostband Silly gewesen wäre…

Die Spielverderber standen nämlich plötzlich mit Trikots von Union Berlin, Dynamo Dresden, Hansa Rostock und FC Magdeburg auf der Bühne, während alle anderen, sogar der Leipziger Kinderchor mit Bullen-Shirts, ganz brav flanierten. Dem immer fairen und toleranten Familienpublikum gefiel das jedoch überhaupt nicht und so fingen sie an zu pfeifen bis der Auftritt von Silly schließlich abgebrochen wurde.

Boulevard-experte Kindermann und seine blonde MDR-Barbie durften dann trotzdem noch ein wenig weitermachen und auch die weiteren Ostbands City, Karat und Pudhys spielten wohlerzogen ohne weitere Seitenhiebe gegen das neue Ostprodukt aus der ehemaligen Heldenstadt. Nicht zu vergessen – die wunderbare Krumbiegel-Hymne „RB Leipzig du bist mein Verein“ – Schalala und gute Nacht. Es war ein gelungener Abend, welcher wirklich alle Klischees erfüllte…

 

3 Gedanken zu „Ostrock – Ostvereine: Silly Auftritt bei Red Bull“

  1. Wer die Musik bezahlt, bestimmt auch die Kleiderordnung. So war es jedenfalls bisher, und so gehört es sich auch für einen Profi. Mal abgesehen davon, dass es eine dumme Idee des MDR war, auf dem Leipziger Markt ein „Ostrock“-Spektakel abziehen zu wollen: Silly war engagiert worden, hat gewusst, worum es bei der Veranstaltung ging, und wollte einfach einen erstklassigen Skandal , damit sich ihre neue CD besser verkauft. Eine Frechheit. Zum Glück ist das Leipziger RB-Publikum besonnen und sehr tolerant und hat nur gepfiffen. Aber man muss auch das bedenken: Wer vor mehr als 15.000 sehr beengt stehenden Leuten eine solche Provokation startet, darf sich nicht wundern, wenn er von künftigen Veranstaltern als Sicherheitsrisiko eingestuft wird. Silly ist eine langgediente Profi-Band, die wissen das. Mir ist unklar, was denen in den Kopf gekommen ist.

  2. Und ich dachte, als eingefleischter Red Bull Fan steht man über solchen gewollten Provokationen? Wird doch sonst jede Beleidigung immer alles angeblich mit Ironie in der Kurve genommen. Wo waren denn diesmal die Sarkasmus Spezialisten? Zumal doch ohnehin alle RB Fans eigentlich Bayern, BVB oder HSV Fans vor der Flimmerkiste sind und diese westdeutschen T-Shirts sonst sehr gerne tragen.

    Laut Polizei war der Platz für max. 7500 Personen zugelassen. Wieso waren da 15.000 drin?

  3. An der ganzen Werbung die Silly nun flächendeckend in Leipzig zum Verkaufsstart ihrer neuen CD platziert hat sieht man doch ziemlich gut was dabei gedacht wurde. Aber hauptsache man positioniert sich gegen den Kommerz……..

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