Leipziger Derby 2017 mit Ausschreitungen

Wasserwerfer, Tränengas – Randale wie in den neunziger Jahren, titelt stadionfans.de. Aber es gab noch einige andere Dinge rund um das diesjährige Leipziger Aufeinander-treffen, am Ende 0:0 zu berichten. Hier der Medien-Fokus zum wohl letztem echten Derby hierzulande :

Nach dem aggressiven Derby gab es auch bei der Pressekonferenz einen Eklat. Chemie-Trainer Dietmar Demut wurde von einem angetrunkenen Fan aus dem VIP-Bereich mit einem Bier beworfen. Der völlig durchnässte Demut setzte anschließend die Pressekonferenz fort, nachdem er zuerst wütend den Raum verlassen wollte. (sport1.de)

Bei dem Zug zum Bruno-Plache-Stadion wurde aus dem Lok-Lager heraus ein Fotograf angegriffen. Die Fanmärsche werden für beide Vereine ein Nachspiel haben. Weil die Teilnehmer an den Startpunkten größere Mengen Müll hinterließen, musste die Stadtreinigung anrücken. „Die Kosten dafür werden den Vereinen in Rechnung gestellt“, so Polizeisprecherin Katharina Geyer. (sportbuzzer.de)

Als dann auch die angerückten Polizeikräfte beworfen wurden, fuhren zwei Wasserwerfer zum Lok-Block und eine Hundestaffel betrat das Feld. Schiedsrichter Henry Müller aus Cottbus schickte die Teams in die Kabinen, um die Gemüter abzukühlen.”Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn Spiele durch Krawall und Gewalt unterbrochen werden müssen”, sagte Leipzigs Polizeipräsident Bernd Merbitz, der auch vor Ort war, im MDR. Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel sagte Chemies Trainer Dietmar Demuth: “Man darf diesen Vollpfosten keine Plattform bieten.” (tag24.de)

Die Polizei ging gegen Störenfriede im Lok-Block vor, setzte dabei offenbar auch Tränengas ein. Nach dem erneuten Wiederanpfiff blieb es im Stadion weitestgehend ruhig. Beide Clubs müssen nun mit erheblichen Strafen durch den Nordostdeutschen Fußball-Verband rechnen. Das Hochsicherheitsspiel hatte 15 Minuten später begonnen, da der Chemie-Teambus irrtümlich bei der Anfahrt falsch geleitet wurde. Auch das hatte im Vorfeld schon für Missmut gesorgt.(focus.de)

Während des Spiels fielen Lok-Fans durch Pfiffe gegen Chemie-Torwart Julien Latendresse-Levesque auf, der vor Saisonbeginn von Lok zu Chemie wechselte und anders als im Hinspiel in diesem Derby auch spielte. Während der ersten Halbzeit fielen Lok-Fans zudem noch durch einen rassistischen „Türken, Zigeuner und Juden-Ultras Chemie“-Gesang auf. Die erste Halbzeit des Derbys endete torlos. In der 2. Halbzeit waren zudem antisemitische „Juden Chemie“-Rufe von Lok-Fans zu hören.(faszination-fankurve.de)